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Veröffentlicht am 11.11.2024

The Power of Love

Hallo, ich bin eine Hexe und mein Schwarm wünscht sich einen Liebestrank von mir 04
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Rose und Harij haben sich seit dem Einbruch in ihre Hütte nicht mehr gesehen und so ist sie mehr als verwundert, als er plötzlich wieder vor ihr steht. Durch eine Verwechslung hat der Ritter ihren Liebestrank ...

Rose und Harij haben sich seit dem Einbruch in ihre Hütte nicht mehr gesehen und so ist sie mehr als verwundert, als er plötzlich wieder vor ihr steht. Durch eine Verwechslung hat der Ritter ihren Liebestrank getrunken und kämpft nun gegen dessen Wirkung an. Aber handelt er nur wegen des Trankes oder hat er doch Gefühle für sie entwickelt ?

Vorwort:
"Hallo, ich bin eine Hexe und mein Schwarm wünscht sich einen Liebestrank von mir 04" von Vient ist der vierte Band der gleichnamigen Reihe. Es umfasst ca. 162 Seiten und ist als Taschenbuch, sowie e-book bei Altraverse erhältlich.

Meine Meinung:
Wenn eine Mangareihe die Bezeichnung "cosy pur" verdient, dann diese ! Selten habe ich so eine tolle Reihe gelesen, die mich so entspannt. Die Bände sind absolut gemütlich, bieten eine wunderschöne und interessante Welt und machen immer wieder neugierig auf den nächsten Band. Obwohl wenig passiert, ist gerade dies dann sehr spannend und interessant. Die Figurenentwicklung, sowie ihre Beziehung zueinander macht absolut Spaß und vor allem Harij und Rose machen mich doch das eine oder andere Mal wahnsinnig, wobei es im vierten Band alles ein wenig anders war.

Die Geschichte begeisterte mich wieder von Anfang bis Ende und bei einigen Szenen hatte ich ein sehr breites Grinsen im Gesicht...der Liebestrank zeigte hier eindeutig seine Wirkung und es war einfach zu herrlich, die die beiden miteinander umgingen. Das Schicksal, mutige/nervige Kinder und Billaura sorgten für interessante Momente und lockerten das Geschehen auf wenn es ein wenig stockte, wobei mich dies nicht störte. Ich konnte mich wieder in dieser Welt verlieren, was auch an dem tollen Humor und den ernsteren Themen lag, die hier super mit eingearbeitet wurden. Die Charaktere habe ich absolut geliebt und vor allem Rose und ihr Ritter fand ich zu gut.

Der Zeichenstil gefiel mir wieder richtig gut und machte Spaß. Die Mimik und die kleinen fantasievollen Details mochte ich sehr gerne und waren ein Highlight.

Fazit:
Eine tolle Fortsetzung, die von der Chemie ihrer Figuren lebt und gerade wegen ihrer ruhigen und recht ereignislosen Art spannend war und unterhielt. Mir gefiel der Mix absolut prima, was auch an der tollen Entwicklung der Figuren, sowie allerlei Geheimnissen, interessanten Wendungen und dem Gefühlschaos lag. Von mir gibt es:

5 von 5 Sterne

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  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.11.2024

Hat seinen gewissen Charme

Winterzauber im Château
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Vielen Dank an HarperCollins und NetGalley für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars, dies beeinflusst nicht meine Meinung.

Inhalt:
Livia liebt ihre Arbeit und hat ehrgeizige Ziele. Während andere ...

Vielen Dank an HarperCollins und NetGalley für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars, dies beeinflusst nicht meine Meinung.

Inhalt:
Livia liebt ihre Arbeit und hat ehrgeizige Ziele. Während andere sich gerne mal eine Pause gönnen, startet die Powerfrau erst recht durch: Weihnachten und generell die besinnliche Zeit im Dezember sind nichts für sie. Erst als ihre Chefin sie zum einem Urlaub verdonnert, legt eine Pause ein, wenn auch eher unfreiwillig. Aber nicht genug....ihre beste Freundin bittet sie um Hilfe für ihren Bruder Marco, der jemanden braucht, um sein Romantikkonzept in einem Hotel zu testen. Ausgerechnet Livia, die wohl unromantischste Frau, zumal zwischen den beiden immer die Fetzen fliegen, aber auch ein besonderes Kribbeln in der Luft liegt.

Meine Meinung:
Mein erstes weihnachtliches Buch in diesem Jahr habe ich recht spät gelesen. Meistens starte ich im September schon durch, aber erst jetzt hat mich eines richtig neugierig gemacht. Beim Stöbern entdeckte ich "Winterzauber im Château" von Vivien Gilland und das Cover zog mich sofort in seinen Bann. Ich liebe das weihnachtlich/winterliche Motiv sehr und finde es absolut passend zum Inhalt, der mich bis auf ein paar Schwächen im Tempo sehr gut unterhielt und Lust auf weitere Bücher der Autorin macht.

Zwar hatte ich anfangs leichte Schwierigkeiten in das Buch reinzukommen, weil es etwas hastig erzählt wirkte, aber nach einer kurzen Eingewöhnungszeit war ich drin und hatte viel Spaß mit der Geschichte. Livia war keine einfach Protagonistin, die ich gerne auch mal sanft geschüttelt hätte, aber ich mochte ihre resolute Art durchaus. Man erfuhr viel über ihr Leben, ihre Familiensituation und die "Feindschaft" mit Marco. Zwar ist das Setting und die Entwicklung des Geschehens nicht wirklich spektakulär, aber genau das mochte ich so daran. Die weihnachtliche Atmosphäre war absolut cozy und ich konnte immer wieder wunderbar vom Alltag abschalten, wenn ich das Buch in die Hand nahm und ein paar Kapitel las. Man hatte echt das Gefühl in einem Hotel zu sein und ich konnte mir sehr gut die winterliche Natur vorstellen. Es war etwas vorhersehbar und konnte mich gleichzeitig auch des Öfteren überraschen, sodass ich dennoch die ganze Zeit mit Livia und Marco mit fieberte, ob die beiden sich nun kriegen oder nicht.

Denn die Chemie zwischen ihnen war echt explosiv, spannend und süß. Zwar musste ich mit beiden zunächst etwas warm werden, konnte mich aber gerade mit Livia in einigen Punkten identifizieren. Ihre Liebesgeschichte war ein auf und ab und die kleinen Streits, Flirts und Unterbrechungen des Schicksals unterhielten mich gut. Zwar wurde es mir zum Ende hin etwas zu turbulent, aber es passte gut rein. Mein Highlight waren aber Rosie und ihr Mann, sowie ihre Hündin, die recht schnell mein Herz eroberten und immer wieder die Geschichte durch ihren Humor und Herzlichkeit auflockerten.

Der Schreibstil las sich recht flüssig, auch wenn ich zu Anfang etwas brauchte, um mit ihm warm zu werden. Die Geschichte lebte von ihrer "Schnulzigkeit" und dem Kitsch, der mir sehr gut gefiel und mich bestens unterhielt. Ich fand nur das Tempo manchmal nicht gut gewählt. Entweder nahm sich die Autorin viel Zeit für Szenen, was definitiv ihre Stärke war, oder es ging Schlag auf Schlag, was ich gerade zum Ende hin etwas schade fand, da es doch etwas mehr Potenzial bot.

Fazit:
Die Geschichte war kitschig, schnulzig, voller Missverständnisse, die mich wahnsinnig machten und hatte das Herz auf dem rechten Fleck. Es hat mir viel Spaß gemacht, was vor allem an den tollen Nebencharakteren und dem wunderschönen Setting in einer Winterlandschaft lag. Die Liebesgeschichte mochte ich sehr gerne und ich fieberte mit dem Paar mit. Zwar stimmte das Tempo nicht immer und gerade zum Schluss hätten ein paar mehr Seiten dem ganzen gut getan, aber insgesamt konnte mich das Buch sehr gut unterhalten. Von mir gibt es:

4 von 5 Sterne

  • Einzelne Kategorien
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  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.11.2024

Die machen mich fertig

Very Bad Liars
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Das Leben von Mable kommt einfach nicht zur Ruhe. Nachdem der Widerstand sie kurz in ihren Händen hatte, geht es mit allerlei Intrigen, Irrungen und Wirrungen weiter. Zumal die Kings weiterhin nicht hundert ...

Das Leben von Mable kommt einfach nicht zur Ruhe. Nachdem der Widerstand sie kurz in ihren Händen hatte, geht es mit allerlei Intrigen, Irrungen und Wirrungen weiter. Zumal die Kings weiterhin nicht hundert Prozent ehrlich mit ihr sind und ihr Spiel weiterlaufen lassen. Aber so langsam wollen sie eine Entscheidung...für wen wird sich Mabel entscheiden ?

Vorwort:
Very Bad Liars ist der dritte Band der Kingston University und umfasst ca. 316 Seiten. Es ist als Taschenbuch, sowie e-book erhältlich und sollte der Reihe nach gelesen werden, da es eine fortlaufende Handlung ist. Bitte beachtet, dass es Dark Romance ist und dementsprechend auch gewisse Themen verarbeitet werden, die nicht für jeden Leser geeignet sind, vor allem für sensible.

Meine Meinung:
Okay, die machen mich alle einfach nur fertig. Dieses hin und her zwischen Mable, den Kings und generell den Leuten auf der Uni war teilweise schon absurd, dass es gerade deswegen schon wieder unterhaltsam war. Nach dem Ende von Band zwei war ich sehr gespannt, wie sich die Geschichte entwickeln würde und war auf einiges gefasst, aber manchmal konnte ich nur mit dem Kopf schütteln. Dennoch muss ich auch sagen, dass es wieder so einen gewissen Sog entwickelte, dem ich mich nur schwer entziehen konnte und egal, wie schräg es auch wurde, ich wollte immer wissen, wie es weitergeht.

Die Geschichte bestand hauptsächlich aus erotischen Szenen oder Andeutungen, aber ich muss auch sagen, dass dieses Mal einfach versucht wurde, mehr aus dem Thema zu machen. Zwar wurde es manchmal sehr absurd bzw. war es mir etwas zu drüber, aber dennoch schaffte die Autorin es hervorragend, mich bei der Stange zu halten und neugierig auf die fortlaufende Handlung zu machen. Nur zu gerne hätte ich einige Köpfe gewaschen, musste die Augen verdrehen oder unfreiwillig lachen und genau das habe ich irgendwie auch geliebt. Es war einfach Unterhaltung pur und man darf es nicht zu ernst nehmen, auch wenn ich manche Dinge kritisch sah und definitiv nicht in Ordnung fand, wobei ich es bei diesem Band sogar ein wenig zahm empfand im Vergleich zum Vorgänger. Dennoch gab es aber auch Aktionen und Aussagen, die echt heftig waren. Gerade, was Romeo und sein Geheimnis anging, sowie bei Harpers Verhalten blieb mir doch bei ein, zwei Szenen etwas die Spucke weg.

Die Charaktere waren teils sehr undurchschaubar und vor allem bei Harper fragte ich mich, was wirklich in ihr vorging. Einige Aktionen und Aussagen fand ich sehr heftig und hätte ich trotz der Vorgänger nicht unbedingt so erwartet, aber da ist die Autorin ja immer für eine Überraschung gut. Mir gefiel es, dass die Figuren dennoch auf eine Art authentisch blieben, wenn ich das so schreiben darf und keine allzu schrägen Wandlungen durchmachten. Gerade was die Kings anging, gab es doch einige Wendungen, die ich interessant fand. Manche wie Jaxon blieben sie selbst, während Zayne einen immer wieder vor den Kopf stoß. Mables Verhalten war manchmal absolut nicht nachvollziehbar und dennoch passte es zu ihr. Mir gefiel es, dass sie sich bewusst war, was sie da eigentlich tat und dennoch auch wusste, was sie will.

Der Schreibstil gefiel mir echt gut. Er war nicht tiefgründig oder stark ausgebaut, aber ließ sich schön flüssig lesen und hatte wenige Längen. Ich mochte das Derbe und Düstere hier sehr gerne und es passte für mich super rein. Die erotischen Szenen war sinnlich und überwogen nicht. Das Setting wurde gut in die Handlung eingebaut und die Charaktere durften einen immer wieder überraschen.

Fazit:
Man muss das Genre und dieses Derbe schon mögen, sonst wird man keinen Spaß daran haben. Manche Aktionen der Charaktere machten mich einfach nur fertig, aber es passte auch in die Geschichte rein, die einerseits wie die Vorgänger war und doch auch immer wieder für Überraschungen sorgte, gerade, was die Kings und ihre Beziehung zu Mable anging. Von mir gibt es:

4 von 5 Sterne

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Veröffentlicht am 03.11.2024

Eine tolle Reihe

Hallo, ich bin eine Hexe und mein Schwarm wünscht sich einen Liebestrank von mir 03
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Königin Billaura steht vor Rose´ Tür und damit nicht genug: Eifersucht, Missverständnisse und falsche Anschuldigungen halten sie nicht nur ziemlich in Trab, sondern stellen sie auch vor neue Gefahren. ...

Königin Billaura steht vor Rose´ Tür und damit nicht genug: Eifersucht, Missverständnisse und falsche Anschuldigungen halten sie nicht nur ziemlich in Trab, sondern stellen sie auch vor neue Gefahren. Zudem muss Rose sich weiter mit ihren Gefühlen für Hariji auseinandersetzen und auch auf sich selbst Acht geben.

Vorwort:
"Hallo, ich bin eine Hexe und mein Schwarm wünscht sich einen Liebestrank von mir 03" von Vient ist der dritte Band der gleichnamigen Reihe. Es umfasst ca. 180 Seiten und ist als Taschenbuch, sowie e-book bei Altraverse erhältlich.

Meine Meinung:
Diese Reihe ist einfach nur zuckersüß und begeisterte mich auch in diesem Band wieder einmal. Nach dem Ende vom zweiten Teil war ich sehr gespannt wie sich die Geschichte weiterentwickeln würde und wurde eindeutig nicht enttäuscht. Geheimnisse, Missverständnisse und ein auf und ab der Emotionen dominierten auch diesen Band, der mir richtig gut gefiel.

Mir hat es wieder viel Spaß gemacht, Rose und Hariji auf ihrem Weg zu begleiten, der voller Höhen und Tiefen war. Durch das Auftauchen von Billaura und falschen Verdächtigungen bekam die Geschichte neuen Schwung und blieb dennoch so wunderbar ruhig und cozy. Neue Enthüllungen, Geheimnisse und Missverständnisse unterhielten mich sehr gut und manchmal machte die Figuren mich einfach nur fertig. Der Bonus am Ende war sehr süß und rundete diesen Band super ab. Die Charaktere entwickelten sich weiter und durften dennoch sie selbst bleiben, was mich bei Hariji doch ein paar Mal etwas aufregte, auch wenn es zu ihm passte.

Der Zeichenstil gefiel mir wieder richtig gut und machte Spaß. Vor allem die Mimik und die kleinen fantasievollen Details mochte ich sehr gerne.

Fazit:
Eine schöne Fortsetzung, die der Geschichte neue Impulse verlieh, aber dennoch weiterhin schön ruhig und cozy blieb. Mir gefiel der Mix absolut prima, was auch an der tollen Entwicklung der Figuren, sowie allerlei Geheimnissen, interessanten Wendungen und dem Gefühlschaos lag. Von mir gibt es:

5 von 5 Sterne

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  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.10.2024

Ich brauche wohl doch den Horror

Billy Summers
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Billy hat kein leichtes Leben und das war schon in seiner Kindheit so. Seit dem Krieg verdient er sein Geld mit Auftragsmorden und eigentlich sollte dieser Fall sein letzter werden. Aber er hat sich mit ...

Billy hat kein leichtes Leben und das war schon in seiner Kindheit so. Seit dem Krieg verdient er sein Geld mit Auftragsmorden und eigentlich sollte dieser Fall sein letzter werden. Aber er hat sich mit den Falschen eingelassen und steht nun selbst im Fadenkreuz. Auf der Flucht rettet er eine junge Frau vor einer Gruppenvergewaltigung und muss sich nun entscheiden, welchen Weg er gehen möchte....

Vorwort:
"Billy Summers" von Stephen King ist ein Einzelband, zu dem man keine Vorkenntnisse braucht. Es erschien 2022 bei Heyne und ist als Hardcover, Taschenbuch, sowie e-book erhältlich und umfasst ca. 717 Seiten.

Meine Meinung:
Ganz ehrlich ? Ich liebe King und das seit über zehn Jahren. Ich habe etliche Bücher von ihm gelesen und kann selbst den schwächsten Werken etwas abgewinnen, aber dieses Buch war leider gar nichts von mir und erhält eigentlich nur wegen dem guten Anfang noch so eine "hohe" Bewertung von mir. Vielleicht sollte ich von seinen reinen Thrillern die Hände lassen, aber meine Lieblingsmitarbeiterin aus der örtlichen Buchhandlung, das tolle Cover und der Klappentext machten mich schon sehr neugierig darauf. Zumal....es ist King, was sollte schon schief gehen ? Anscheinend so einiges, wie sich herausstellte.

Ich weiß sehr gut, wie langatmig dieser Mann schreiben kann. Insomnia, Needful Things, Die Arena und Das Bild Rose Madder haben es mir zu genüge gezeigt und eigentlich schätze ich das, was viele an ihm nicht mögen, so sehr, weil gerade seine Langatmigkeit seine Stärke ist. Wenn er all die vielen Fäden seiner Handlung am Ende zusammenzieht und man das ganze Bild erkennt, ist das meistens so ein Moment, wo mein Hirn ihn dann nur feiert und völlig fertig ist von den vielen Erkenntnissen. Da haben sie die ganzen "Kämpfe" durch die Längen einfach wieder richtig gelohnt. Warum ich so weit aushole ? Weil ich diese Hoffnung auch bei "Billy Summers" hatte.

King beschreibt teilweise sehr haargenau, was in jeder Szene passiert, die Personen denken, fühlen und wollen. Man begleitet Billy zu Barbecues, zum Einkaufen, beim Planen und eben seinen Alltag. Das war schon zu Anfang manchmal anstrengend, aber dadurch, dass er auch immer wieder auf den geplanten Auftragsmord kam, blieb es doch interessant. Vor allem die Szene mit der Durchführung zeigte mal wieder, was für ein Genie King sein konnte. Ich habe mit Billy mit gefiebert, gezittert und seine Emotionen durchgelebt. Ich habe aufgeatmet als alles vorbei war, seine Sorgen gespürt, als nichts mehr so lief, wie geplant und auch seine Wut gefühlt. Das war wirklich klasse beschrieben worden.

Allerdings legte sich danach die Begeisterung wieder und je mehr ich las, desto langweiliger und uninteressanter wurde es für mich. Da retteten auch die heftigen Rückblenden aus seiner Kindheit und der Zeit aus der Armi nicht viel, bei denen man verfolgen konnte, wie er zu dem heutigen Mann wurde, der nun einmal war. Viel zu langgezogen, teilweise übertrieben beschrieben und mitunter unpassend in die aktuelle Handlung mit eingefügt. In anderen Werken von ihm passten solche Unterbrechungen wirklich sehr gut, hier aber fand ich sie recht störend und leider rissen sie mich zu sehr raus, als das sie die Geschichte unterstützten. Generell hat das Buch nach dem großen Ereignis keinen roten Faden und plätschert zu sehr vor sich hin, als das es noch interessant und spannend wirkte. Da konnte auch der Handlungsstrang mit Alice nicht viel ausmachen, den er auch gut hätte streichen können, weil er viel zu spät mit eingebunden wird und dann eigentlich auch nur für die nächste, unnötige Gewaltorgie sorgte, die ich zwar durchaus verstand, die aber eben nicht rein passte.

Mit den Charakteren konnte ich mich nur bedingt anfreunden. Zwar erfuhr man gerade über Billy sehr viel, aber dennoch könnte mir die Figur nicht ferner sein, was ich auch bei Alice fühlte, die ich schlicht unangenehm fand. Die meisten Nebencharaktere blieben mir nicht im Gedächtnis und verschwanden auch daraus, sobald sie die Szene verließen.

Das Ende mochte ich dann minimal mehr, aber es sorgte auch nicht dafür, dass mir das gesamte Buch besser gefiel. Und auch der Schreibstil war nur bedingt meins. Gerade der Auftrag sorgte für richtig gute Spannung und ging mir unter die Haut, das restliche Buch über langweilte ich mich leider zu sehr. Vieles war sehr langatmig, wurde unnötig in die Länge gezogen und die Gewalt passte oftmals nicht.

Fazit:
Dieses Buch war einfach nichts für mich und vielleicht sollte ich wirklich die Finger von seinen reinen Thrillern lassen oder der heutige King ist nur bedingt etwas für mich, denn mit "Das Institut" zeigte er mir, dass er es immer noch kann. "Billy Summers" dagegen fand ich die meiste Zeit recht langweilig und ziemlich zäh. Es gab vor allem zum Anfang und Ende gute Momente, die zeigten, dass er es immer noch drauf hat, aber gerade der Mittelteil enttäuschte mich sehr. Von mir gibt es:

2 von 5 Sterne

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