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Veröffentlicht am 22.05.2024

Maskerade !

Detektiv Conan 22
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Was ist real und was ist eine Illusion ? In diesem Band muss Conan einige Maskeraden durchblicken und Fälle lösen, wo nichts ist, wie es scheint. Im ersten Fall löst er den Mord am Butler auf. Wer hat ...

Was ist real und was ist eine Illusion ? In diesem Band muss Conan einige Maskeraden durchblicken und Fälle lösen, wo nichts ist, wie es scheint. Im ersten Fall löst er den Mord am Butler auf. Wer hat auf der Hochzeit von Heijis Bekannten gemordet und wieso ? Im zweiten Fall sind Conan, Ran und Kogoro auf dem Weg zu Natsue und Takeshi unterwegs, die sie eingeladen haben. Als während der Zugfahrt ein Mord geschieht, steht Conan vor mehr als einem Rätsel. Und zum Schluss werden Sonoko, Ran und Conan von einem jungen Mann angesprochen, der ein Auge auf Sonoko geworfen hat. Aber dann hat es jemand auf ihr Leben abgesehen; wieso ?

Vorwort:
Das ist der zweiundzwanzigste Band der Manga-Reihe "Detektiv Conan" und auch, wenn die Fälle in sich abgeschlossen sind, sollte man der Reihe nach lesen, da die Grundgeschichte immer wieder fortgesetzt wird. Es ist als Taschenbuch, sowie e-book erhältlich. Ein Fall wird zuende erzählt und es kommen zwei abgeschlossene vor.

Meine Meinung:
Alles ist eine Maskerade und überall nur Lügen. Jedenfalls ging mir das bei diesem Band oft durch den Kopf, bei dem absolut nichts so war, wie es schien. Aber sind wir mal ehrlich....das ist es bei Conan ja eigentlich eh nie, oder ? Mir gefiel der 22. Band sehr gut, allerdings hatten die Fälle als Manga doch die eine oder andere Länge, die mich etwas störten.

Im ersten Fall wird zunächst der Mord an dem Butler aufgeklärt, der mich sehr überraschte. Obwohl ich auch diese Folge bereits als Anime kannte, ging ich der Spur voll auf dem Leim und fand die Auflösung echt super. Zwar war das Motiv mal wieder eines der ältesten überhaupt, aber es passte gut rein.

Im zweiten Fall wollen Ran, Kogoro und Conan Freunde besuchen und erleben auf der Zugfahrt nicht nur einen Mord, sondern auch einige Verkleidungen. Insgesamt mochte ich diesen Fall durchaus gerne, weil es auch wieder ein Wiedersehen mit alten Bekannten gab, aber irgendwie stockte es an einigen Stellen und ich fand den Anime weit spannender als den Manga. Die Auflösung war interessant und das Ende gefiel mir gut.

Im dritten und letzten Fall treffen Conan, Ran und Sonoko, wo sie auf einen jungen Mann, der Sonoko schöne Augen macht und einen jungen Kellner, der mehr als merkwürdig ist. Als Sonoko dann auch noch in Gefahr gerät, muss Conan herausfinden, wieso man sie ermorden will. Dieser Fall gefiel mir richtig gut. Ich fand ihn spannend, ein wenig gruselig und mochte die Twists sehr gerne. Die Auflösung war überraschend und ich liebte es, wie typisch Sonoko wieder war.

Der Zeichenstil gefiel mir wieder sehr und ich hatte keine Probleme, dem Geschehen zu folgen. Toll war es, wie genau die Mimik der Charaktere dargestellt wurde und man immer ein gutes Gefühl für den Fall hatte.

Fazit:
Dieser Band hatte ein zwei Längen und der Fall im Zug gefiel mir als Anime wesentlich mehr, aber dennoch war es eine schöne Mischung, die mich gut unterhalten hat und vor allem der letzte Fall, der zum Glück nicht geteilt wurde, gefiel mir sehr gut. Die Maskeraden waren klasse und luden zum Miträtseln ein. Sonoko blieb die Alte und ich habe das einfach geliebt. Ein toller Band, der Spaß gemacht hat. Von mir gibt es:

4 von 5 Sterne

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.05.2024

Schluss

Love & Lies 02
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Wie schwer oder wie leicht fällt es einem, Gefühle und eine glückliche Beziehung zu spielen ? Damit die Regierung nichts von ihrer Scharade mitbekommt, müssen Yukari und Ririna so überzeugend wie möglich ...

Wie schwer oder wie leicht fällt es einem, Gefühle und eine glückliche Beziehung zu spielen ? Damit die Regierung nichts von ihrer Scharade mitbekommt, müssen Yukari und Ririna so überzeugend wie möglich sein. Aber durch Yukaris Gefühöe für Misaki ist es definitiv nicht einfach, vor allem, als Ririna alles daran setzt, die beiden zu verkuppeln. Und durch einen Ausflug wird dieser Dreiecksbeziehung noch komplizierter.

Vorwort:
Love & Lies 02 von Musawo ist der zweite Band der gleichnamigen Reihe. Da die Bände aufeinander aufbauen, sollte der Reihe nach gelesen werden. Es ist als Taschenbuch erhältlich, umfasst ca. 192 Seiten und erschien 2018 bei Crunchyroll Manga.

Meine Meinung:
Ich bin niemand, der vorschnell ein Buch oder eine Mangareihe aufgibt, aber diese ist einfach nichts für mich. Der Humor war teils unterirdisch, die sexuellen Anspielungen fand ich furchtbar und ich weiß, dass es oft normal bei Mangas ist, aber die permanente Darstellung von den Mädchen, die riesige Brüste haben und die ständig in Situationen kommen, wo ihr Höschen plötzlich zu sehen ist, spricht mich nicht an. Zudem fragte ich mich irgendwann, ob es sich nur darum drehte, oder ob auch mal etwas passiert, was die Haupthandlung voranteibt.

Band eins fand ich gerade wegen der interessanten Grundidee ganz okay, aber Band zwei fand ich echt furchtbar. Nicht nur wegen der Darstellung der weiblichen Figuren, sondern auch, weil es so langweilig und anstrengend war. Es hat mir keinen Spaß gemacht und die Figuren haben sich kein Stück weiterentwickelt. Es kam keine Spannung auf oder bot interessante Momente und selbst die neuen Informationen zu den Mitarbeitern der Regierung waren langweilig.

Der Zeichenstil war ganz in Ordnung und mir gefiel es, dass die Entgleisung in der Mimik der Charaktere sich in Grenzen hielt und nicht zu sehr übertrieben wurde.

Fazit:
Das ist definitiv keine Reihe für mich, aber es war ganz nett, sie mal auszuprobieren. Leider sprach mich die Geschichte und die Entwicklung der Figuren nicht wirklich an und auch die Darstellung bestimmter Dinge irritierte mich eher. Vieles drehte sich zu sher im Kreis und ich habe kein Interesse daran, diese Reihe weiterzulesen. Ich habe mich selten bei einem Manga so gelangweilt wie bei diesem. Von mir gibt es:

2 von 5 Sterne

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.05.2024

Zu lang !

Charm
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Was ist in den Monaten, als Grace eine Gargoyle war, passiert ? Was ist das Schattenreich und will sie Hudson am liebsten erwürgen oder doch lieber küssen? Gefahren, Gefühlchaos hoch zehn und neue Fähigkeiten ...

Was ist in den Monaten, als Grace eine Gargoyle war, passiert ? Was ist das Schattenreich und will sie Hudson am liebsten erwürgen oder doch lieber küssen? Gefahren, Gefühlchaos hoch zehn und neue Fähigkeiten warten auf Grace, die hier nun nicht auf die Hilfe ihrer Freunde setzen kann und sich so verloren wie noch nie fühlt.

Vorwort:
Charm von Tracy Wolff ist der fünfte Band der Katmere-Accedemy Reihe und sollte nach Band 1-4 gelesen werden. Zwar spielt es zwischen Band 1 und 2, aber dennoch gibt es auch Entwicklungen für das Finale. Das Buch ist als Hardcover, sowie e-book erhältlich, umfasst ca. 775 Seiten und erschien 2023 im dtv Verlagsgesellschaft Verlag.

Meine Meinung:
Mal ganz ehrlich. Hat diese Reihe diesen Zwischenband gebraucht ? Nein, garantiert nicht. Hat es dennoch Spaß gemacht, zu erfahren, was mit Grace und Hudson in all den Monaten im Schattenreich passiert ist ? Auf jeden Fall, auch wenn die Geschichte einige Längen hatte und definitiv der schwächste Teil ist. Mir fehlte das emotionale Gefühlschaos, Action, mitreißende Handlung und Charakterentwicklung. Aber dennoch hat es mir auch gefallen. Denn trotz allem gelang es der Autorin super, eine interessante Geschichte mit Höhen und Tiefen zu schreiben, die ich gerne gelesen habe.

Anfangs habe ich es auch richtig gefeiert, weil ich die Ausgangssituation richtig interessant und spannend fand. Grace war nun nicht nur mit einem ihrer schlimmsten Feinde in ihrem Kopf gefangen, sondern litt richtige Seelenqualen. Ich konnte einiges davon so gut nachvollziehen und sie tat mir auch richtig Leid. Man erfuhr etwas über ihr altes Leben, wie sie aufgewachsen ist und reiste mit ihr und Hudson in ihre liebsten Ereinnerungen. Das gefiel mir richtig gut, weil man so nicht nur Verweise zu Band drei und vier bekam, sondern auch Grace näher kennenlernen durfte. Die Gefahr durch den Drachen, die mich erst sehr irritierte, schaffte dazu moch eine tolle bedrohliche Atmosphäre.

Und meiner Meinung nach hätte die Autorin diese Situation auch gerne weiterverfolgen dürfen. Zwar fand ich die Reise durch das Schattenreich und die Begegnung mir ihren Bewohnern auch gut gemacht, aber es zog sich an einigen Stellen zu sehr und ehrlich gesagt fragte ich mich auch, worauf sie nun hinaus will. Wolff hat einen tollen Schreibstil, den ich gerne lese, aber in diesem Band gab es zu viele Längen, zu wenig Spannung und Twists, die ich teilweise sehr interessant fand, die mich aber oft nicht fesselten. Und das fand ich sehr schade, das konnte sie in den Vorgängern einfach besser und zum Ende hin musste ich mich auch ein wenig durchquälen, weil ich einfach keine Lust mehr hatte.

Vieles drehte sich im Kreis und ich fand es auch etwas schade, dass die aufkeimende Beziehung zu Hudson, die dann ja auch in Liebe und einer Seelenverbindung übergeht, so platt beschrieben wurde. Man spürte die Chemie zwischen ihnen und sie gehören definitiv zusammen, aber anhand des Klappentextes habe ich mir einfach mehr verstohlene Blicke, verhasste Gefühle und Verwirrung vorgestellt. Ich meine, sie war ja in Jaxon "verliebt" und konnte das so schnell abharken. Zwar wurde das auch ein wenig erklärt, aber mir war es zu wenig und das Potenzial wurde leider nicht genutzt. Da fand ich Band zwei viel spannender in der Hinsicht. Und auch die Entwicklung der Charaktere von Grace und Hudson war mir zu simpel gestrickt. Man erhielt einige Erklärungen und konnte vor allem Hudson besser verstehen, aber es war mir zu wenig. Ich vermisste die Konflikte mit sich selbst und anderen Personen, die Streitgespräche und einfach etwas die Tiefe.

Aber dennoch schaffte die Autorin, dass es mich irgendwie auch wieder fesselte, ich dann doch mitfieberte und mich in eine Achterbahn schickte. Mal fand ich es super, dann wieder langweilig. Ich denke, wenn sie einiges gekürzt hätte, wäre einiges besser geworden. Dafür fand ich den Schreibstil wieder sehr gut. Die meiste Zeit las er sich sehr flüssig und ich mochte die Atmosphäre sehr gerne. Das Schattenreich wurde interessant erklärt und ich mochte die Chemie zwischen Grace und Hudson.

Fazit:
Das klingt insgesamt nicht sonderlich positiv, aber trotz all meiner Kritik gefiel es mir auch gut, weil ich einige Punkte, die das Schattenreich betrafen, sehr spannend fand und auch die Geschichte mit dem schrägen Bürgermeister mich fesselte. Zudem war der Anfang echt klasse und ich habe die Chemie zwischen Grace und Hudson geliebt. Und irgendwie hat es einfach etwas, was mir gefiel. Denn egal, wie sehr es sich auch zog, nicht passte oder mal wieder der perfekte Körper von dem Vampir beschrieben wurde, es hatte wieder mehr Trash-Vibes, die ich geliebt habe und mir hat es Spaß gemacht. Es ist der schwächste Band und kommt bei weitem nicht an die Vorgänger ran, weil es auch viel zu lang ist, aber ich wurde gut unterhalten. Von mir gibt es:

3,5 von 5 Sterne

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  • Cover
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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.05.2024

Auf nach Drumm !

One Piece 15
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Endlich konnte die Strohhutband in einem nervenzerrenden Finale sich dann doch über Mr. 3 und die anderen Baroqueagenten behaupten und dank des Eternal Ports sollte die direkte Reise nach Alabasta auch ...

Endlich konnte die Strohhutband in einem nervenzerrenden Finale sich dann doch über Mr. 3 und die anderen Baroqueagenten behaupten und dank des Eternal Ports sollte die direkte Reise nach Alabasta auch ein Kinderspiel werden. Aber dann wird Nami krank und abseits davon, dass es ihrer Freundin sehr schlecht geht, kann auch niemand weiter navigieren. Also steuern sie die nächste Insel an, aber auch auf Drumm wird es definitiv nicht einfach für Ruffy, Zorro und Co., da ihnen nicht nur ein neuer Gegner, sondern auch riesige Schneehasen das Leben und die Suche nach einem Arzt schwer machen.

Vorwort:
"Volle Fahrt voraus" ist der fünfzehnte Band der Manga-Reihe One Piece und sollte nach Band 1-14 gelesen werden, da dieser darauf aufbaut. Es ist als Taschenbuch, sowie e-book erhältlich. Es werden Spoiler vorkommen !!

Meine Meinung:
Nach dem furiosen Kampf gegen Mr. 3 und Miss Goldenweek war ich sehr gespannt, wie sich das nächste Abenteuer von Ruffy, Zorro und ihren Freunden entwickeln würde und das ließ ja auch nicht lang auf sich warten. Der fühnzehnte Band der Manga-Reihe kam anfangs etwas schleppend in Fahrt, konnte mich dann aber wieder sehr begeistern, als sie auf beschäftigte Hexen, riesige Schneehasen und einen Gegner, samt Anhang trafen, der Drumm mal wieder das Leben schwer machte.

Es war wieder so ein typischer Zwischenband, aber einer der besseren, der mir aber auf dieser Schneeinsel viel Spaß machte und sehr spannend war. Durch Namis Krankheit wurde vor allem Sanni auf die Probe gestellt, der sich eher schlecht als recht als Navigator schlug und lieber Vivi anhimmeln würde. Die Running Gags zündeteten auch hier wieder und ich liebte es, welchen Quatsch Ruffy und Lysop wieder anstellten und dann schließlich auch mit Sanji an diese riesiegen Schneehasen gerieten, die ihnen ans Leder wollten. Bei einer Szene musste ich wirklich vor Lachen heulen und fand es zum Schluss richtig klasse. Das kam auch durch den neuen Gegner Käpt´n Wapol, der ein Blechmensch ist, und seiner Crew. Seine Fähigkeiten fand ich sehr interessant und bin gespannt, was da noch kommt.

Mir gefiel es, dass die Ereignisse mit Mr. 3 und seinen Wachsfähigkeiten nicht spurlos an der Strohhutbande vorbeigegangen sind, sondern vor allem Zorro nun sehr an sich zweifelte. Die Charaktere entwickelten sich weiter und man spürte, wie diese Truppe enger zueinander fand und sich umeinander kümmerte. Ruffy war hier wieder ein totaler Quatschkopf, aber gerade das habe ich auch so sehr an ihm geliebt und wenn er mit Lysop zusammen war, passierte eh wieder allerhand. Mein Highlight sind aber immer noch Sanji, der alles für Nami tat und eine Energie an den Tag legte, die ich nicht so erwartet hätte und die Begegnung mit einem neuen Charakter, der für die Bande noch wichtig wird.

Der Zeichenstil gefiel mir wieder sehr gut und ich liebte es, wie facettenreich es wurde. Zwar wirkte es manchmal etwas unübersichtlich, aber dennoch kam ich gut mit und ich finde es echt erstaunlich, was für eine Fantasie Oda bei seinen Figuren bewies.

Fazit:
Eher ein Zwischenband, der aber prima auf die weiteren Abenteuer vorbereitete und neben der Einführung neuer Figuren auch viel Action und Humor bot, die mich prima unterhielt. Zwar zog es sich anfangs leicht, aber durch die wichtige Mission und die turbulenten Ereignisse auf Drumm wurde es nie langweilig und ich fieberte mit den Figuren mit. Man lernte endlich Mister Zero kennen und die Schneehasen waren einfach zu niedlich, wenn auch sehr gefährlich für manche. Nach dem Cliffhanger bin ich nun sehr auf den nächsten Band gespannt und von mir gibt es:

4 von 5 Sterne


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Veröffentlicht am 12.05.2024

Wenn die Perspektive sich ändert

Trophäe
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Der Amerikaner Hunter ist nicht nur ein begeisterter Jäger, der fast alles vor dem Lauf hatte, er hält sich auch für unbesiegbar und glaubt, Afrika sei nur dazu geschaffen worden, damit Menschen wie er ...

Der Amerikaner Hunter ist nicht nur ein begeisterter Jäger, der fast alles vor dem Lauf hatte, er hält sich auch für unbesiegbar und glaubt, Afrika sei nur dazu geschaffen worden, damit Menschen wie er sich vergnügen können. Denn etwas anderes ist dies auch nicht für ihn. Als er seine Big Five vollmachen möchte, reist er mit seinem Freund Van Heeren dorthin, um ein Nashorn zu erlegen. Aber Wilderer und eine unglückliche Verkettung von Ereignissen lassen alles anders werden

Vorwort:
"Trophäe" von Gaea Schoeters ist ein Einzelroman, der am 18.02.2024 bei Zsolnay als gebundenes Buch und e-book erschien. Das Buch umfasst ca. 253 Seiten.

Meine Meinung:
Immer wieder fiel mir dieses Buch auf. Nicht nur bei verschiedenen Plattformen wie Lovelybooks, auch im Buchläden, der Leihbücherei oder durch eine Bekannte meiner Stiefmutter und so lieh ich es mir aus, weil ich unbedingt wissen wollte, woher die Begeisterung dafür herkommt. Nach Abschluss der Lektüre arbeitet es sehr stark in mir und eigentlich wollte ich diese Rezension erst in ein paar Tagen schreiben, aber ich glaube, meine Gedanken müssen nun schon aufs "Papier". Schon lange hat mich kein Roman mehr so beschäftigt wie dieser und ich denke, dass er auch noch lange nachhallen wird. Das Cover wurde KI-generiert, was ich etwas seltsam finde, weil man garantiert auch ein reales Foto von einem Nashorn hätte nehmen können, aber dennoch mag ich es. Die Kombination aus Gelb und Grau passt durchaus gut zum Inhalt, bei dem mir irgendwie die Worte fehlen, um das, was ich gelesen habe, zu beschreiben.

Es war provokant, emotionslos und gleichzeitig total geladen und schockierend. Die Szenen, mit denen Schoeters die Jagd beschrieb, waren anfangs relativ harmlos, wenn ich das sagen darf. Natürlich war es heftig, aber die Autorin beschrieb sie geschickt und sehr bildhaft, ohne zu sehr ins Detail zu gehen und zu übertreiben. Dies änderte sich im Laufe der Geschichte, die mir immer mehr unter die Haut ging, mir aber auch teilweise zu viel wurde und immer wieder musste ich das Buch zur Seite legen, um das Gelesene zu verarbeiten. Leser, die empfindlich auf detailliert beschriebene Gewalt gegenüber Tieren und Menschen reagieren, sollten dies auf jeden Fall nicht lesen und obwohl ich relativ hartgesotten bin, musste ich immer wieder innehalten und eine Pause machen. Bei knapp 260 Seiten ist mir dies selten passiert.

Das Buch regt zum Nachdenken an. Nicht nur, was die Jagd auf Nashörner, Elefanten und andere Lebewesen betrifft, sondern auch den Status des Weißen, von denen viele auch heute noch Afrika zum ihrem Jagdgebiet erklären, wo sie tun und lassen können, was sie wollen. Hunter ist jedenfalls so ein Mensch, der Afrika als sein persönliches Vergnügungsgebiet betrachtet und die Regeln so biegt, wie es ihm passt. Er war ein unerträglicher Charakter mit so verstaubten Ansichten, dass ich ihn regelrecht widerlich fand. Immer wieder ließ ihn die Autorin an sein Aufwachsen denken und wie er die Liebe zur Jagd entdeckte. Zwar unterbrachen diese Szenen ein wenig meinen Lesefluss, aber ich fand es gut, dass sie mit eingebaut wurden, weil man so die Figur auch ein wenig besser ergründen konnte. Dennoch fand ich sein Handeln und seine Gedanken kaum ertragbar und auch der Wandel änderte nicht viel daran. Zudem war er ein Widerspruch in sich, auf den ich aus Spoilergründen nicht eingehen möchte.

Die Entwicklung der Geschichte habe ich irgendwie ein Stück vorhergesehen, wurde aber auch gleichzeitig überrascht, weil das letzte Kapitel unglaublich brutal und einfach nur heftig war. Meine Augen klebten an den Seiten und selbst mir wurde übel, bei dem, was ich las. Hunters Werdegang in diesem letzten Stück machte mich sehr fassungslos, aber es wunderte ich irgendwo auch nicht. Dennoch fand ich die expliziten Beschreibungen schon beinahe als zu viel und das Ende machte mich sprachlos.

Schoeders Stil mochte ich trotz der Brutalität gerne. Sie schaffte es durch ihre außergewöhnliche Art, dass ich durch mein inneres Auge quasi glaubte, live dabei zu sein. Ich fühlte die Hitze der Sonne, spürte den trockenen Sand der Savanne und sah die Tiere direkt vor mir. Die klare Sprache kam ohne Effekthascherei aus und gerade durch die nüchterne Art, die gerade dadurch so emotinsgeladen wurde, ging es mir umso mehr unter die Haut. Einzig die brutalen Szenen, vor allem zum Schluss, waren mir im späteren Verlauf dann einfach zu viel und beinahe unerträglich. Die Frau weiß definitiv, dass sie unglaublich gut schreiben kann und ich möchte mehr von ihr lesen, aber hier fand ich auch, dass weniger Grausamkeiten gut gewesen wären, da es auch ohne einen sehr beschäftigt. Die langen Kapitel fand ich gut gewählt, auch wenn sich dadurch ein paar Längen einschlichen. Aber ich muss sagen, dass sie mich nicht störten, obwohl ich kein Fan davon bin, weil gerade spannende Szenen nicht unnötig gekürzt oder unterbrochen wurden.

Fazit:
Trophäe ist ein Buch, was lange in mir nachhallen wird und was ich trotz der Brutalität sehr gerne gelesen habe. Schoeders Blick auf die Jagd und Afrika war unglaublich packend und wurde sehr bildhaft beschrieben, was mir einerseits wirklich gut gefiel, weil ich das Gefühl hatte, in diesem Moment in der schönen Wildnis dieses Kontinents zu sein, aber gerade die Szenen um Leben und Tod gingen mir zu sehr an die Substanz. Vor allem das letzte Kapitel erschütterte mich sehr und trotz der authentischen Entwicklung der Hauptfigur, war es beinahe schon unerträglich. Es ist ein sehr provokantes Buch, was mich noch lange beschäftigen wird und ich möchte auf jeden Fall mehr von der Autorin lesen. Von mir gibt es:

3 von 5 Sterne

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