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Veröffentlicht am 10.05.2025

Zähmung eines Machos

Verführung der Schatten
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Als es auf ihn ankam, kniff der Wutdämon Cadeon. Dadurch verlor sein Bruder Rydstrom nicht nur seinen Thron, auch Cade selbst erlitt ein schweres Schicksal, das er seitdem nicht überwand. Aber noch mehr ...

Als es auf ihn ankam, kniff der Wutdämon Cadeon. Dadurch verlor sein Bruder Rydstrom nicht nur seinen Thron, auch Cade selbst erlitt ein schweres Schicksal, das er seitdem nicht überwand. Aber noch mehr quält ihn die Schuld und so tut er alles, um es wieder gut zu machen. Als sich dies in einer Prophezeiung und Holly ergibt, zögert er dennoch, da die Halbwalküre ihn mehr als verzaubert hat.

Meine Meinung:
Bereits vor einigen Jahren hatte ich auf LB ein Konto und bevor ich eine Rezi zu einem re-read schreibe, lese ich mir gerne die dazugehörige von damals durch. Ich finde es recht interessant, wie sich in der Zeit mein Schreibstil verändert hat, aber vor allem ist es einfach nur Comedy Gold und ich musste auch hier wieder herzlich lachen. Zwar hat sich meine Meinung nicht grundlegend geändert, aber gerade bei Cade habe ich nun ein etwas anderes Bild, was ich sehr interessant finde. Das Buch ließ sich sehr flüssig lesen und machte viel Spaß, weil das Kräftemessen zwischen dem Wutdämon und der Halbwalküre oft zu herrlich war, aber es gab einige Momente, wo ich überr Cadeons chauvinistisches Verhalten die Stirn runzeln und zeitgleich lachen musste, weil es so drüber wirkte. Man merkt dem Buch eindeutig sein Alter an, aber gerade das gefiel mir auch, weil ich heute einiges anders als damals sehe.

Die Geschichte begann mit dem Thronverlust von Rystrom und welche Rolle Cade darin spielte. Es war spannend, tragisch und mir tat der Jüngere sehr Leid, weil er alles verlor und sich für einige Dinge schuldig fühlte. Der Anfang fühlte sich etwas sehr chaotisch an, weil nicht nur in der Zeit, sondern auch bei den Schauplätzen eifrig gewechselt wurde und es nicht richtig gesetzt wirkte. Mir war das alles zu lose und erst als der schräge Roadtrip richtig begann, fand ich auch wieder rein. Dann aber fesselte es mich sehr und ich fieberte trotz einiger Längen mit den Charakteren und ihren Schicksalen mit, die ich recht interessant fand, mit. Gerade die Schuldgefühle von Cade wurden sehr gut beleuchtet und auch, wenn es nicht als Entschuldigung dienen sollte, erklärte es oft sein Verhalten gegenüber seinem Bruder und Holly, die er leider zunächst ziemlich mies behandelte. Dennoch muss ich auch sagen, dass er trotz allem auch authentisch wirkte, weil seine Zerissenheit gut spürbar war und er im Kern sehr fürsorglich und liebevoll sein konnte. Hollys anfängliche Darstellung als verschüchterte Jungfrau wirkte altbacken, aber ich fand es interessant, wie ihr Verhalten erklärt wurde und wie sie sich im Laufe der Geschehnisse veränderte. Da zeigte sich ordentlich, was für eine Kämpferin in ihr steckte und weshalb man sich besser nicht mit ihr anlegen sollte.

Der Roadtrip hatte seine Längen, dafür traf man auf allerlei Mythenweltbewohner, erfuhr Neues über altbekannte Rassen oder lernte welche kennen, die noch nicht ihren Auftritt hatten. Es war definitiv interessant und mir gefiel es, wie Holly sich im Laufe der Reise veränderte und nicht nur zu sich selbst fand, sondern auch dem Wutdämon zeigte, dass sein Verhalten absoluter Mist war. Ihre Liebesgeschichte war sehr holprig, voller Missverständnisse, etwas toxisch, aber sie hatteN auch eine gewisse Chemie, die ich mochte. Vor allem zum Ende hin gefiel sie mir sehr, weil beide sich veränderten und Holly für sich und ihre Wünsche einstand, während Cade mal gehörog der Kopf gewaschen wurde. Es war alles etwas kitschig und klischeehaft, wirkte auch trashig, hatte das Herz aber auf dem rechten Fleck und ich wurde einfach wieder so wunderbar unterhalten und hatte meinen gewissen Spaß. Die Geschichte verlief trotz der Ereignisse dreiviertel recht ruhig, jedenfalls im Vergleich zu dem letzten Viertel, das so ein rasantes Tempo hinlegte, dass mir beinahe schon schwindlig wurde.

Es war super, wie es sich entwickelte und ich fand es sehr spannend, vor allem wegen gewisser Wesen, die ich mir dank Supernatural und Co sehr gruselig vorstellte. Der Showdown raubte einem förmlich den Atem und obwohl ich es schon mehrere Male gelesen habe, fieberte ich absolut mit den Charakteren mit. Die Andeutungen zu den weiteren Bänden und vor allem die zu der Geschichte mit Rydstrom und Sabine, der Zauberin mochte ich gerne und freue mich bereits auf diesen Band. Das liegt auch den dem tollen Schreibstil, der mich hier bis auf kleinere Längen erneut super unterhielt. Er ließ sich flüssig lesen, brachte mich zum Lachen, was definitv an den Walküren lag, die ich so liebe und machte Spaß.

Fazit:
Klar, das Verhalten von Cade ging gar nicht und ich fand es nicht gut, aber mir gefiel seine Entwicklung und wie er über seine Taten auch mal nachdachte. Die Geschichte hat ihre Längen und erst zum Ende hin kommt richtig Fahrt auf, aber ich mochte diesen speziellen Roadtrip sehr gerne und hatte definitv vor allem mit den Walküren meine Freude. Die Überleitung zum nächsten Band war super und ich freue mich bereit auf einen re-read mit Rydstorm und Sabine. Von mir gibt es:

4 von 5 Sterne

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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.05.2025

Küss mich

Küss den Kater 01
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Erina liebt Katzen einfach über alles und würde am liebsten auch eine als Haustier haben. Bisher haben sich ihre Eltern immer dagegen gesperrt, aber als Erina eine Katze rettet, sind auch sie hin und weg ...

Erina liebt Katzen einfach über alles und würde am liebsten auch eine als Haustier haben. Bisher haben sich ihre Eltern immer dagegen gesperrt, aber als Erina eine Katze rettet, sind auch sie hin und weg von ihr...wenn es da nicht nur ein kleines Problem geben würde, denn diese Katze ist in Wahrheit Erinas Klassenkamerad Kou ! Nun wird sie ihn leider nicht mehr los....

Meine Meinung:
Dieser Manga ist mir beim Stöbern in meinem Lieblings-Mangashop durch den interessanten Titel aufgefallen und spätestens nach dem Klappentext musste ich ihn einfach lesen. Das klang so herrlich drüber und ich freute mich schon sehr darauf. Zwar hat es ein paar Längen und der Zeichenstil besitzt kleinere Schwächen, aber es hat mich wunderbar unterhalten und ich musste viel lachen oder grinsen.

Schon der Start war zu herrlich und ich konnte Erinas übertrieben wirkende Liebe zu Katzen echt nachvollziehen. Wenn ich eine süße Katze sehe, reagiere ich exakt genauso und das bekommt der Kater meiner Oma regelmäßig zu spüren. Jedenfalls war sie mir gleich sympathisch, während ich mit Kou noch nicht viel anfangen konnte. Beide sind keine Freunde und kennen sich nur vom Sehen, weshalb es für sie ein riesiger Schock war, als die süße Katze sich durch einen Kuss von ihr eben in Kou verwandelte.

Man erhielt kleinere Informationshappen bezüglich seiner Verwandlung, was er nun war und wie die groben Regeln aussahen. Allerdings wurde noch nicht zu viel preisgegeben, was mich neugierig auf die weiteren Bände macht und ich denke, dass da noch einiges kommt, auch im Bezug auf die Beziehung von Erina und Kou, die nun anscheinend seine Besitzerin ist. Die Geschichte wurde recht knapp erzählt und der Manga war schnell durch, aber ich hatte definitiv meinen Spaß, auch wenn der Zeichenstil nicht gänzlich meinen Geschmack traf.

Ich fand ihn gut und gerade die Katzen waren so niedlich, aber mich störte es ein wenig, dass die Charaktere anscheinend nur einen Gesichtsausdruck parat hielten und permanent die Augen weit auf rissen. Eigentlich nervt mich das bei Mangas nicht so sehr, aber hier war es recht auffällig.

Fazit:
Ein toller und spannender Start, der zwar recht knapp wirkte, aber viel Lust auf die weiteren Bände macht und einen guten ersten Eindruck von den Charakteren und dem Setting. Die Idee ist nicht komplett neu, wurde aber interessant umgesetzt und die Katzen waren so niedlich. Mich störte eigentlich nur die immer gleichen Gesichtsausdrücke der Charaktere und die wild aufgerissenen Augen, weniger wäre durchaus mehr gewesen. So aber freue ich mich auf die weiteren Bände und von mir gibt es:

5 von 5 Sterne

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Veröffentlicht am 07.05.2025

Tolle Idee, deren Umsetzung mich nicht überzeugte

Literally Love 1. Paperthin Touch
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Die junge Lektorin Clio könnte nicht glücklicher sein, denn sie darf das neue Buch des gefeierten Autors Bryn Spurling betreuen. Diese Riesenchance stellt sie zwar vor einigen Herausforderungen, da Bryn ...

Die junge Lektorin Clio könnte nicht glücklicher sein, denn sie darf das neue Buch des gefeierten Autors Bryn Spurling betreuen. Diese Riesenchance stellt sie zwar vor einigen Herausforderungen, da Bryn als recht schwierig gilt, aber es bedeutet auch Potenzial für ihre Karriere. Aber der Start zwischen ihnen ist mehr als holprig, bis sich der Ton ändert und er sogar mit ihr zu flirten scheint. Für Clio alles ganz harmlos, nur dann will Bryn sie im realen Leben treffen !

Meine Meinung:
Auf den ersten Band der Literally Love Reihe war ich sehr gespannt. Nicht nur, weil es mir von einigen lesebegeisterten Freundinnen empfohlen wurde, sondern auch, weil das Setting mich sehr neugierig machte. Der Trope Enemies to Lovers zählt mit zu meinen absoluten Lieblingen und der Klappentext machte richtig Lust auf die Geschichte. Zwar finde ich die Ideen und vereinzelte Momente super, aber mich konnte das Buch und die Liebesgeschichte nur wenig begeistern und ich wurde kaum warm damit.

Leider fand ich schon zu Anfang schwer in das Geschehen rein. Der Schreibstil ließ sich zwar angenehm lesen und ich kam recht schnell durch, aber es zog sich teilweise so sehr, dass ich es öfters zur Seite legen musste, weil es mich langweilte. Irgendwie kam das Buch, trotz des Wechsels zwischen Chloe und Bryn kaum voran und es fand im Grunde keine Entwicklung statt; weder von den Handlungssträngen, noch den Charakteren und der Liebesgeschichte, was ich schade fand. Dennoch war der Blick hinter die Kulissen spannend und ich mochte die Szenen in dem Verlag, in dem Clio arbeitete, sehr gerne. Allerdings muss ich auch sagen, dass mich die Passagen, in denen Text von Bryn lektoriert wurde spätestens nach dem zweiten Mal sehr nervte. Es war durchaus recht interessant, wie Clio diesen bearbeitete, aber ich fand es später sehr störend, weil man das auch kurz hätte zusammenfassen können. Zum Schluss habe ich dies dann auch einfach nur noch überflogen.

Die Geschichte entwickelte sich ab ungefähr der Hälfte dann so rasant und eine Enthüllung jagte die nächste, was ich mich sehr irritierte. Die Ideen fand ich ganz gut, allerdings stimmte weder der Zeitpunkt, noch die Wechsel, wodurch es absolut nicht mehr stimmig wirkte. Ich fand es teilweise auch zu klischeehaft und weniger wäre mehr gewesen. Irgendwann fühlte ich mich bei den ganzen Handlungssträngen und Nebenhandlung auch etwas erschlagen. Der Verlauf wirkte oft recht platt und viele interessante Momente wurden durch ein neues Drama zunichte gemacht; ich denke, dass vieles wesentlich mehr Potenzial gehabt hätte. Vor allem die Liebesgeschichte, die zwar ganz süß war, nur fühlte es sich nicht wirklich authentisch an und mir fehlten auch die Emotionen zwischen ihnen.

Mit den Figuren bin ich nur bedingt warm geworden, auch wenn es interessante Charaktere, wie Clios Kollegen gab, die ich ganz gerne mochte. Leider kann ich das auf Bezug zu dem Paar nicht sagen. Beide wirkten mir zu unnahbar und trotz ihrer Hintergründe bleiben sie mir auch jetzt ein Rätsel. Eine Entwickling war kaum erkennbar und gerade Clio machte oft Dinge, die ich nicht ganz in Ordnung fand, bzw. war mir ihr Verhalten zu unverständlich. Bryn hatte zwar dann ein paar gute Momente, blieb mir aber zu oberflächlich und die Enthüllungen um ihn habe ich schon oft in ähnlichen Konstellationen gelesen und wirkte eher langweilig.

Fazit:
Ich wollte dieses Buch echt mögen, aber bis auf die Ideen und ein paar guten Momenten konnte es mich leider nicht überzeugen. Weder mit dem Schreibstil, noch den Charakteren oder der Geschichte bin ich wirklich warm geworden und fand es die meiste Zeit recht langweilig. Während die erste Hälfte gerade wegen dem Schreibwechsel und dem Lektoriat recht langatmig wirkte, übeschlug sich die zweite bei all den ganzen Enthüllungen und Wechseln, was einfach nicht mein Fall war. Vieles wirkte für mich nicht nachvollziehbar und wengier wäre mehr gewesen. Hier gibt es von mir leider nur:

2 von 5 Sterne

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Veröffentlicht am 06.05.2025

Ein neuer Erlöser, was nun ?

Mein Buchcafé in einer anderen Welt 03
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Endlich herrscht wieder Frieden in der Welt und nachdem die Probleme mit der Erlöserin aus dem Schloss geklärt wurden, sollte es doch eigentlich wieder ruhiger ablaufen für Tsukina, oder ? Durch die Spannungen ...

Endlich herrscht wieder Frieden in der Welt und nachdem die Probleme mit der Erlöserin aus dem Schloss geklärt wurden, sollte es doch eigentlich wieder ruhiger ablaufen für Tsukina, oder ? Durch die Spannungen mit Orthels Nachbarland, Bedrohungen durch die Monster und merkwürdigen Erschinungen sieht es nicht danach aus. Zudem scheint auch der neue Erlöser mehr zu straucheln als gedacht...

Meine Meinung:
Ehrlich gesagt war ich schon ein wenig irritiert, als der Handlungsstrang mit der Erlöserin aus dem Schloss so plötzlich beendet wurde. In meinen Augen verschenkte Izumi sehr viel Potenzial und ich fand es schade, dass nicht mehr daraus gemacht wurde. Dennoch war ich gespannt auf die weiteren Entwicklungen in Orthel, denn schließlich gab es einen neuen Erlöser und Tsukina musste umso mehr aufpassen, dass ihr Geheimnis nicht aufflog. Insgesamt konnte mich auch der dritte Band der Reihe gut unterhalten, es gab ein paar tolle Wendungen, sowie Actionsequenzen, aber leider sprang der Funke nicht mehr so rüber wie bei den Vorgängern.

Es ist eine schöne Reihe, die wunderbar cozy und und dennoch auch eine interessante Handlung bietet. Den Mix fand ich immer sehr gelungen, aber hier war schon zu spüren, dass es nicht mehr ganz so gut funktionierte. Manche Erzählstränge wirkten abgehackt und trotz der interessanten Entwicklung der Geschichte fehlte mir ein bisschen Spannung. Irgendwie hätte man aus dem vorhandenen Potenzial mehr machen können, sei es, in dem sich mehr auf eine Handlung konzentriert oder man mehr Spannung reingebracht hätte. Denn die fehlte auch bei der Beziehung zwischen Tsukina und Il. Die Beiden sind ein sehr süßes Pärchen, aber wie bei der Geschichte vermisste ich die emotionale Spannung. Vieles lief mir etwas zu glatt, bzw. zu hastig ab und das war bei der Entwicklung zwischen ihnen leider spürbar. Da hätten gerne ein paar mehr Kanten, Konflikte oder Einblicke echt gut getan. Dennoch versprach gerade das Ende wieder mehr davon und ich bin schon gespannt, wie es zwischen ihnen weitergeht.

Der Zeichenstil gefiel mir erneut sehr gut und gerade bei der Umgebung der aktuellen Szene wurde stets sehr detailliert gezeichnet. Die Mimik der Charaktere ließ immer gut erkennen, was sie fühlten und dachten, wurden aber nie zu genau, was ich super fand.

Fazit:
Eine gelungene Fortsetzung, die viele interessante Ideen und Möglichkeiten bot, diese aber nur zum Teil auch gut umsetzen konnte. Es gab eine schöne Entwicklung und der neue Erlöser war sehr interessant, nur fehlte mir auch eine gewisse Spannung, die die Vorgänger besser unsetzen konnten. Die Beziehung zwischen Tsukina und Il war niedlich, dennoch fehlte mir auch hier eine emotionale Spannung, ein paar Konflikte oder ähnliches wären definitiv interessant gewesen. Insgesamt wurde ich gut unterhalten und bin auf die verbleibenden zwei Bände gespannt. Von mir gibt es:

4 von 5 Sterne

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Veröffentlicht am 04.05.2025

Die Ballerina und der Vampir

Tanz des Verlangens
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Néomis gewaltsamer Tod hat sie als Geist an ihr Anwesen gefesselt und seitdem ist sie weder in der Lage, es zu verlassen, noch mit ihrer Umwelt zu kommunizieren. Das ändert sich, als der Vampir Conrad ...

Néomis gewaltsamer Tod hat sie als Geist an ihr Anwesen gefesselt und seitdem ist sie weder in der Lage, es zu verlassen, noch mit ihrer Umwelt zu kommunizieren. Das ändert sich, als der Vampir Conrad von seinen Brüdern zur "Ausnüchterung" dorthin eingesperrt wird. Nur er kann sie sehen, was er seinem Wahnsinn zuschreibt, aber nach und nach kommen sie sich näher und er muss alles aufs Spiel setzen, um sie zu retten.

Meine Meinung:
Was habe ich diesen Band damals geliebt. Ich fand ihn so wunderbar mysteriös, romantisch und fantasievoll. Deswegen war ich bei diesem re-read umso gespannter, wie er mir nun gefallen würde. Zwar habe ich durchaus kleinere Kritikpunkte, aber es bleibt wohl einer meiner Lieblinge. Die Geschichte war von Anfang bis Ende spannend und trotz des ruhigen Settings und nur wenigen Sprüngen, konnte ich meine Augen nicht von den Seiten lassen.

Schon der Beginn mit Néomis Ermordung zog mich völlig in seinen Bann. Man fühlte mit ihr mit und sie tat mir einfach nur Leid, wie sie als Geist mit niemanden kommunizieren konnte und nicht einmal ihr Grundstück verlassen durfte, weil sie an ihr Haus gebunden war. Da bot der bluthungrige Conrad, der von seinen Brüdern in ihr Haus eingesperrt wurde, um ihn zu retten, die willkommene Ablenkung, auch wenn sie nur Schaden anrichteten. Aber dadurch, dass er sie nicht nur sehen, sondern auch mit ihr reden konnte, war sie endlich nicht mehr einsam.

Das Buch konzentrierte sich beinahe vollständig auf die Geschehnisse in dem Anwesen und nur selten gab es Ausbrüche, in denen man Conrads Brüder Nikolai, Sebastian und Murdoch begleitete, was mir sehr gut gefiel. Meistens ist sowas eher nicht mein Fall, aber hier funktionierte es wunderbar und machte viel Spaß. Die Handlung wirkte entschleunigt und das passte sehr gut, weil man so langsam Néomi, Conrad und ihre Hintergrundgeschichten kennenlernen durfte. Cole ließ sich viel Zeit damit und auch, wenn es durchaus ein paar Längen gab, wurde es nie langweilig. Kämpfe oder viele Handlungsstränge waren eher rar gesät, was ich begrüßte. Es passte hervorragend zu dem Setting und wenn es mal einen Kampf gab, wurde dieser super ausgebaut und brachte die Handlung gut vorran.

Die Chemie zwischen dem Paar stimmte von Anfang an und ich fieberte erneut mit ihnen mit, vor allem zum Ende hin, als sich die Ereignisse überschlugen und es um alles oder nichts ging. Dabei wurde die Spannung recht langsam aufgebaut und es gab neben allerlei Hürden, wie ihrem Geisterzustand und seinem Wahnsinn, noch einige andere Probleme, die sie zu bewältigen hatten und es war spannend, wie diese gelöst wurden. Conrad und Néomi waren beide absolute Sturköpfe, die sich nichts schenkten und immer wieder aneinander gerieten, was ich zu herrlich fand. Klar, es war etwas klischeehaft und manchmal recht kitschig, aber dennoch irgendwie auch authentisch, weil sie sich nichts schenkten und die selbstbewusste Néomi ihm gehörig den Kopf waschen konnte. Die Wandlung ihrer Charaktere wurde nachvollziehbar und interessant dargestellt und ich fand es toll, wie vor allem er an sich arbeitete. Die Liebesgeschichte war eher Slow-Burn, emotional und definitiv auch heiß.

Dementsprechend kamen dieses Mal abseits des Paares wenig Charaktere vor, diese wurden aber gut in das Geschehen eingebunden und die Andeutungen machten viel Lust auf weitere re-reads. Es war interessant, mehr über die Vampire im Allgemeinen, so wie ihre verfeindeten Lager zu erfahren und mal auf diesen Kristoff zu stoßen, der immer wieder in den Vorgängern erwähnt wurde. Ich fand die Charaktere sympathisch und vor allem die Wallküren brachten mich so zum Lachen und Grinsen, ich liebe diese Mädels.

Der Schreibstil ließ sich trotz einiger Längen flüssig lesen und machte Spaß. Ich liebte ihren unterschwelligen Humor, die Wortgefechte und die Spannung. Die trashige Note passte einfach perfekt und unterhielt mich bestens. Nur manche Begriffe wie Grotte, Liebeshöhle und ähnliche fand ich einfach nur furchtbar. Da läuft es mir immer ein wenig eiskalt den Rücken runter.

Fazit:
Ein unglaublich toller Band mit kleineren Schwächen, die ich bei dem spannenden Setting und der intensiven Liebesgeschichte gerne vergebe. Die Atmosphäre konnte mich von Anfang bis Ende fesseln und ich fieberte erneut mit diesem sehr unterschiedlichen Paar mit, deren Unterschiede sie umso mehr zueinander führte. Dank des flüssigen Schreibstils flog ich durch das Buch und wurde wunderbar unterhalten. Von mir gibt es:

5 von 5 Sterne

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