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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.12.2019

Sehr spannend! Ich war total gefesselt!

Vampire bevorzugt
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Achtung: Band 5 einer Reihe!


Es wird einfach nicht langweilig für Sookie Stackhouse. Ihr Bruder ist jetzt ein gebissener Wer-Panther, jemand schießt auf Gestaltwandler in Bon Temps und Umgebung, darunter ...

Achtung: Band 5 einer Reihe!


Es wird einfach nicht langweilig für Sookie Stackhouse. Ihr Bruder ist jetzt ein gebissener Wer-Panther, jemand schießt auf Gestaltwandler in Bon Temps und Umgebung, darunter auch Sam, Sookies Boss und guter Freund, deswegen wird kurzerhand ein Vampirbarkeeper von Eric ausgeliehen und bei Sookie einquartiert, was auch ganz gut ist, denn es scheint auch jemand hinter Sookie her zu sein. Dann stirbt auch noch der Leitwolf des Werwolfrudels, dem ihr guter Freund Alcide angehört und Sookie wird in Werwolf-Politik hineingezogen. Und dann ist da ja auch noch die Debby Pelt Sache...


In diesem Band passiert auch wieder so viel, dass ich nicht alles erwähnen kann, ohne zu spoilern. Der Heckenschütze, die Mordanschläge auf Sookie, die Werwolf-Sache und noch einiges mehr. Zum Beispiel steckt jemand Sookies Haus in Brand! Es geht echt ab.

Im Verlauf der Handlung lernen wir wieder einiges über die Hierarchie innerhalb der Vampirgemeinde, aber es gibt auch viele romantische Verwicklungen. Auf einmal hat Sookie nämlich ein ganzes Rudel – oder eine Herde? Oder einen Schwarm? – Verehrer am Hals: Calvin, Alcide, Bill, Eric und Sam.

Ihr Bruder zeigt mal wieder wie dämlich und egoistisch er ist. Ich glaube, ich hätte Jason schon längst erwürgt!

Das Buch ist wieder extrem spannend! Ich konnte kaum aufhören. Es gibt mehrere Handlungsstränge, die immer abwechselnd verfolgt werden. Es wird keine Minute langweilig. Ich habe das Buch jetzt schon etliche Male gelesen, aber man bekommt wirklich kaum Hinweise, um vorzeitig zu erfahren, wer „böse“ ist und was eigentlich bei einigen Handlungssträngen los ist.
Wie immer ist es natürlich nicht vorbei, wenn man denkt, es sei vorbei, es kommt immer noch eine große Enthüllung am Schluss.

Wie immer waren mir die Charaktere total sympathisch. Ich kann Sookie nur bewundern, wie sie sich durchbeißt, egal wie schlimm es auch wird. Ich finde es auch toll, wie es mit ihren Verehrern immer wieder mal funkt. Ich bin einfach ein Eric-Fan, aber Sam finde ich auch ganz toll.


Fazit: Ich liebe die Reihe! Aber dieser Band gehört zu meinen Lieblingsbänden der Reihe! Es passiert einfach so viel und es ist unheimlich spannend. Die Auflösungen und Wendungen finde ich wirklich super. Es gibt wieder die ausgeglichene Mischung aus Witz, Spannung und Fantasy.

Absolute Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 31.12.2019

Das Buch wäre so schön, wenn der männliche Protagonist nicht wäre

Die kleine Patisserie in Paris
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Achtung: Band 3 einer nicht zusammenhängenden Reihe!


Vorneweg zur Gestaltung: Das Papier des Buchumschlages fühlt sich rauer an, als normalerweise bei Taschenbüchern. Auf dem Cover sind einige Elemente ...

Achtung: Band 3 einer nicht zusammenhängenden Reihe!


Vorneweg zur Gestaltung: Das Papier des Buchumschlages fühlt sich rauer an, als normalerweise bei Taschenbüchern. Auf dem Cover sind einige Elemente „fühlbar“ gemacht worden. Die Tassen, das Gebäck, der Lavendel, der Titel und der Autorenname. Ich liebe es, wenn bei einem Buch etwas fühlbar ist. Die Elemente fühlen sich deutlich rau an. Ich finde das wirklich toll. Auf der Innenseite befindet sich eine Karte von Paris, auf der man die Orte nachverfolgen kann, an denen die Handlung spielt. Ich mag so etwas sehr gerne. Ich finde die Gestaltung des Buches richtig, richtig schön!


Nina hat genug! Sie will endlich ihren Platz in der Welt finden! Um das zu schaffen, wagt sie sich sogar in die Höhle des Löwen: Sebastians Patisserie in Paris. Er hat sich ein Bein gebrochen und braucht dringend Hilfe. Allerdings ist er ein totaler A... zu ihr und schon bald muss sich Nina nicht nur fragen, ob es vielleicht die falsche Entscheidung war nach Paris zu gehen, sondern auch, warum sie sich trotz all seiner Launen und Fiesheiten zu Sebastian hingezogen fühlt.


Mir ist Sebastian sowas von auf die Nerven gegangen! Ich hätte ihn so gern eine Treppe runtergeschupst! Er ist nur am Meckern und Bellen und ist so gemein zu Nina! Ja, sie ist immer wieder etwas naiv, aber er muss sie ja nicht gleich behandeln, als sei sie komplett dämlich!

Was mir extrem gut gefallen hat, war die Patisserie und die Charaktere dort. Die Kursteilnehmer und natürlich Marcel, den Kellner mit interessanter Vergangenheit. Die Charaktere sind so sympathisch, man muss sie einfach mögen! Vor allem als Marcel dann auch noch auftaut und Ninas Patisserie-Versuche zu würdigen und schätzen weiß. An diesem Ort herrscht einfach eine tolle Stimmung.
Ich liebe es einfach, wie sich alle mehr und mehr in die Patisserie verlieben und jede Menge Herzblut hineinstecken!

Was mich richtig wütend gemacht hat, war die Wendung mit Sebastian kurz vor Schluss. Ich hasse diese Dramen kurz vor dem Ende, die nur wenige Seiten später einfach verpuffen. Vor allem aber hasse ich es, wenn „er“ sich wie ein A... aufführt, aber „sie“ sich hinterher die Schuld gibt. Ja, sie hätte es auch anders angehen können, aber seien wir mal ehrlich, nie im Leben hätte er zugestimmt oder ihr nur zugehört. Die Art wie er sie da behandelt hat sagt alles. Ich hätte ihm so gern das Bein direkt wieder gebrochen! Ich bin sowas von wütend!

Das Buch hätte so schön sein können, wenn Sebastien nicht so extrem überspitzt dargestellt worden wäre. Wenn er einfach netter hätte sein können und nicht so schrecklich herablassend und verletzend.


Fazit: Dieses Buch hätte so schön sein können! Ich finde es so herzerwärmend, wie die Patisserie sich langsam in die Herzen aller Charaktere schleicht (außer Sebastians), wie sie einander näherkommen und die Chemie von ihnen als Gruppe. Wäre das alles nicht so toll gewesen, wäre die Bewertung in Sternen ausgedrückt, ganz anders ausgefallen.
Leider gibt es aber auch noch Sebastian. Manchmal kann er richtig nett sein, aber zu 98% ist er in diesem Buch ein totaler Ober-A...! Er hat mich echt wütend gemacht und die Wendung kurz vor Schluss erstrecht! Wirklich, wäre der Mittelteil mit den anderen Charakteren nicht so schön, hätte ich das Buch vielleicht sogar abgebrochen, weil er mich echt genervt hat, ich fand ihn sowas von unausstehlich! Aber es gibt zum Glück den Mittelteil und er ist so schön! Da hat es dann doch noch mit ach und krach für 4 Sterne gereicht, aber es war wirklich sehr knapp.

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Veröffentlicht am 31.12.2019

Das Buch hat wirklich nette Momente, aber ich habe auch einiges an Kritik

Das kleine Café in Kopenhagen
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Achtung: Band 1 einer nicht zusammenhängenden Reihe!

Vorab ein paar Worte zur Gestaltung: Das Buch hat einige erhabene Stellen auf dem Cover, die sich teilweise auch noch rau anfühlen. Das Gebäck zum ...

Achtung: Band 1 einer nicht zusammenhängenden Reihe!

Vorab ein paar Worte zur Gestaltung: Das Buch hat einige erhabene Stellen auf dem Cover, die sich teilweise auch noch rau anfühlen. Das Gebäck zum Beispiel und die Tassen. Ich mag so etwas sehr gerne. Wenn man nicht nur ein optisch hübsches Cover hat, sondern auch noch Dinge erfühlen kann. Auf der Innenseite befindet sich eine wunderschöne Karte, mit deren Hilfe man sich in Kopenhagen und den genannten Ortschaften zurechtfindet. Ich habe eine Schwäche für Karten in Büchern.



Kate ist eine Karriere-Frau. Zumindest wäre sie das gern, aber gerade eben hat ihr ihr Freund die Beförderung vor der Nase weggeschnappt, indem er ihre Idee als seine verkauft hat. Ihre Chefin stellt ihr dennoch eine Beförderung „demnächst“ in Aussicht, wenn sie es schafft einen dänischen Kunden für sich und ihre PR-Agentur zu gewinnen. In nur 2 Tagen muss sie ein Konzept auf die Beine stellen und schafft es tatsächlich zu glänzen. Aber jetzt soll sie eine Gruppe Journalisten zusammentrommeln, mit denen sie eine Woche in Kopenhagen verbringen soll, um ihnen das Konzept des geplanten Kaufhauses, das dänische Lebensgefühl „Hygge“ zu vermitteln. Einer dieser Journalisten ist Ben, der absolut keine Lust darauf hat und das auch sehr deutlich zeigt. Doch Kate merkt bald, wie es zwischen ihnen funkt, aber will sie das überhaupt? Eigentlich hat sie doch den Männern nach der Josh-Sache abgeschworen!



Ich muss ehrlich sagen, ich bin zwiegespalten! Einerseits mochte ich Kate schon irgendwie, aber andererseits ging sie mir auch mit ihrer Karrierebesessenheit auf die Nerven. Sie tat mir sehr leid, diese Gruppe zu hüten ist verdammt harte Arbeit. Und dann ist da ja auch noch die Sache mit Ben.



Ben hat zwei Seiten: den A...-Journalisten und den netten-Ben. Dumm nur, dass er fast immer nur den A...-Ben ans Ruder lässt. Er ist mir sowas von auf die Nerven gegangen! Ich hätte ihn am liebsten in irgendeinen Fluss oder so geschupst! Ich meine: ja, er will nicht dort sein, aber er muss es ja auch nicht für alle anderen schlechtreden oder sich ständig von der Gruppe absondern und Kate das Leben noch schwerer machen als ohnehin schon. Ich empfand ihn oft als respektlos.

Wenn er den netten-Ben hervorholt, dann ist das eine Wende um 180°. Aber mich hatte er zuvor schon so extrem genervt mit seiner Meckerei, dass er mich nicht mehr wirklich erreichen konnte.



Die restlichen Charaktere fand ich wirklich schön beschrieben. Man konnte sie sich alle vorstellen und hatte das Gefühl selbst Teil dieser Gruppe in Kopenhagen zu sein. Aber auch hier gab es einige, die sich schlimmer benommen haben als kleine Kinder.



Ich fand vor allem Eva, die Betreiberin des kleinen Cafés sehr sympathisch. Sie ist einfach ein grundguter Mensch und dabei keine Träumerin. Wo andere Probleme sieht, sieht sie Möglichkeiten und spricht diese auch aus. Sie hat die Begabung dem Leben anderer eine neue Richtung zu geben.



Natürlich spielt das „Hygge“-Konzept im Buch eine durchgängige Rolle. Letztlich heruntergebrochen geht es in allen Handlungsbereichen immer darum. Bei jedem Konflikt und Problem ist „Hygge“ immer die Lösung. Es macht schon Sinn, immerhin geht es darum in diesem Buch, aber mir war es etwas zu überdosiert. Ich meine nicht jedes Problem lässt sich so leicht lösen, wie es hier den Anschein hat.



Die Wendung fand ich leider nicht gut. Ich habe mich da ziemlich drüber aufgeregt. So viele Missverständnisse in so wenige Seiten gequetscht und dann noch all das überflüssige Drama! Einen Teil fand ich ganz gut, aber eben nur diesen einen Teil. Es war direkt klar, was los war und das hat mich einfach nur genervt. Es darf ja gern mal dramatisch werden, aber ich mag es nicht, wenn krampfhaft kurz vor Schluss noch ein Weltuntergangs-Drama eingebaut wird, nur um es wenige Seiten später noch ganz fix aufzulösen, als „es ist ja alles gar nicht so, wie es scheint“.



Fazit: Ich bin zwiegespalten bei diesem Buch. Ich mochte Kate ganz gern, mal mehr mal weniger, aber sie hat eine schöne „Hygge“-mäßige Entwicklung durchgemacht. Ben hat leider zu lange gebraucht, um mal den netten-Ben von der Leine zu lassen und hatte bei mir durch sein Dauer-Gemecker bereits zu viele Sympathie-Punkte verloren, um mit ihm noch richtig warm zu werden.

Das „Hygge“-Konzept zieht sich als roter Faden durch das Buch, man könnte auch sagen, es wird dem Leser mit der Brechstange eingehämmert. An sich finde ich einen roten Faden wie diesen nicht schlecht, aber hier war es mir zu sehr heile Welt. „Hygge“ kann nicht jedes Problem so einfach lösen, wie es hier den Anschein hat.



Von mir bekommt das Buch ganz knappe 3 Sterne, weil es wirklich nett geschrieben war und die Charaktere toll gezeichnet waren, aber ich fand das unnötige Drama richtig nervig, ebenso wie die anfängliche Überzeichnung von Bens Charakter.

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Veröffentlicht am 30.12.2019

Ein ungewöhnliches Buch, aber mir hat es gut gefallen, vor allem der tolle Aufbau

Wer heute lügt, ist morgen tot
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Even ist ein ganz normaler Junge. Er ist beliebt, talentiert und gehört zu denen, die tagtäglich umschwärmt werden. Doch gerade erst hat seine Freundin ohne Vorwarnung per SMS mit ihm Schluss gemacht und ...

Even ist ein ganz normaler Junge. Er ist beliebt, talentiert und gehört zu denen, die tagtäglich umschwärmt werden. Doch gerade erst hat seine Freundin ohne Vorwarnung per SMS mit ihm Schluss gemacht und geht ihm jetzt aus dem Weg. Kurze Zeit später wird sie zusammen mit einem Bandkollegen von Even ermordet in der Schule gefunden. Even war den ganzen Abend zuhause, doch wegen einer SMS, die er Mari geschickt hatte, steht er jetzt ganz oben auf der Verdächtigenliste. Sogar seine Freunde zweifeln an ihm und Even weiß nicht, wie er seine Unschuld beweisen soll, weil er doch allein gewesen war. Dann behauptet auch noch jemand, er habe ihn an dem Abend in der Schule gesehen. Es kommt zu einem weiteren Mord und der ganze Ort hält Even für schuldig.

Kann er seine Unschuld beweisen und den wahren Täter finden?



Das Buch spielt abwechselnd in der Gegenwart, in der Even eine Aussage vor Gericht machen muss zum Mordfall und der Vergangenheit, in der alle Ereignisse aus Evens Sicht erzählt werden, die er gerade aussagt.



Ich bin ja nicht gerade der größte Fan von skandinavischen Autoren, aber ich muss sagen, dass mir dieses Buch wirklich gut gefallen hat. Es ist toll aufgebaut mit den Zeitsprüngen und dass man eben nicht weiß, ob Even als Zeuge oder Angeklagter im Zeugenstand aussagen muss. Man rätselt die ganze Zeit mit, was wohl passiert sein mochte und wer der Täter sein könnte.

Es gibt einige Hinweise und ich hatte sehr früh eine Theorie, mit der ich recht hatte, aber das hat mich bei diesem Buch nicht gestört, weil es nicht extrem offensichtlich war, was passiert war. Ich mag es nicht, wenn mit dem ganzen Wald gewunken wird, damit es auch wirklich jeder Leser vorzeitig versteht, was los ist. Ich mag es lieber, wenn es kleine dezente Hinweise gibt – so wie es hier der Fall ist.



Even war mir direkt sympathisch. Er ist einfach ein „normaler“ Junge. Er ist beliebt und fühlt sich dadurch ziemlich sicher. Er glaubt, dass er die Sache mit Mari wieder einrenken kann, wenn er nur versteht, warum sie Schluss gemacht hat. Klar, die SMS, die er ihr geschickt hat war dämlich, aber ganz ehrlich: wer denkt schon daran, dass die Person, der man gerade eine Nachricht schreibt, ermordet werden könnte? Im Nachhinein denkt man sich: wie konntest du so etwas blödes tun?! Aber Tatsache ist, wir alle verschicken immer wieder solche SMS, die in dem Kontext anders aufgefasst werden können, als ursprünglich gedacht.

Dass auf einmal die Menschen denken, er könnte ein Doppelmörder sein, zieht Even den Boden unter den Füßen weg. Er weiß nicht, was er tun soll und trifft immer wieder auch blöde Entscheidungen, aber sie wirken stimmig für ihn. Er ist jung, gerade 18 und von der Situation total überfordert! Ich finde sein Verhalten und seine Fehler passen zu ihm.



Die Wendung hatte ich nicht erwartet, fand sie aber super, ebenso wie die Geheimnisse aus der Vergangenheit, die ans Licht gekommen waren. Die Auflösung hatte ich zwar vorhergesehen, trotzdem gefiel sie mir sehr gut. Darüber wie realistisch sie ist kann man streiten, aber für mich hat sie Sinn gemacht. Bei mir bleiben noch ein paar Fragen offen, aber die haben nichts mit dem Mordfall zu tun, sondern mit Evens Vater.



Was ich schade fand war, dass es wenig Gefühle gab, außer Angst und auch Wut auf Evens Seite. Man hat wenig über die einzelnen Charaktere und ihre Geschichte erfahren. Es ging überwiegend darum gerade genug Informationen zu bekommen, um jemanden zu verdächtigen.



Fazit: Ich fand das Buch wirklich gut. Es ist mal was anderes, vor allem durch den ungewöhnlichen Aufbau. Ich fand es fesselnd und spannend, vor allem zum Schluss. Ich habe das Buch verschlungen. Meiner Meinung nach passt die Handlung und Evens Verhalten, auch seine dummen Entscheidungen gut zusammen. Es wird ziemlich deutlich, dass kleine Entscheidungen, die man für unwichtig hält, etwas Großes in Gang setzen können, mit dem man nie gerechnet hätte.



Das Buch bekommt von mir 4 Sterne.

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Veröffentlicht am 30.12.2019

Super Anfang, sehr guter Cliffhanger, aber der Teil dazwischen hat mich leider enttäuscht

Bring Down the Stars
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Achtung: Band 1 einer Dilogie!

Achtung: Cliffhanger!



Weston hatte es in der Schule nicht leicht. Er wurde gemobbt, bis er seinen besten Freund Connor kennenlernte. Der reiche Junge sah nicht etwa ...

Achtung: Band 1 einer Dilogie!

Achtung: Cliffhanger!



Weston hatte es in der Schule nicht leicht. Er wurde gemobbt, bis er seinen besten Freund Connor kennenlernte. Der reiche Junge sah nicht etwa auf ihn herab, sondern stand ihm zur Seite. Connors Eltern unterstützen Westons Familie finanziell, haben sie in ihm doch den perfekten Aufpasser für ihren Sohn gefunden. Weston macht Connors Hausaufgaben und hilft ihm auch am College. Doch dann verlieben sie sich in die gleiche Frau: Autumn. Als Weston mitbekommt, dass Connor Autumn mag, zieht er sich sofort zurück. Aber Autumn steht auf Poesie und Connor will sie beeindrucken. Natürlich springt ihm dabei sein bester Freund zur Seite.

Aber wenn die poetischen Worte, die Autumn so sehr gefallen von Weston sind, wen liebt sie dann wirklich? Connor oder Weston?



Ich fand den Anfang wirklich toll. Er hat mich zu Tränen gerührt! Ich konnte den kleinen Weston direkt vor mir sehen und wollte ihn so gern in den Arm nehmen, seinen Vater verprügeln, seiner Mutter ins Gewissen reden und die anderen Schüler anschreien, weil sie so gefühllos waren. Warum müssen die Menschen andere, die etwas Schreckliches erlebt haben damit auch noch quälen?! Warum zeigt keiner Mitgefühl?



Ich fand Weston anfangs total sympathisch. Und war echt gespannt, wie es mit ihm weitergeht.

Connor war mir nie wirklich sympathisch. Ich konnte ihn lange nicht einordnen. Ich bin mir nicht sicher, ob er in Weston einfach eine Investition in seine eigene Zukunft sah, immerhin macht er seine Hausaufgaben und mehr. Connor ist faul und er ruht sich auf dem Geld seiner Eltern aus, beides macht ihn nicht sympathisch.

Autumn empfand ich leider von Anfang an als ziemlich klischeehaft. Sie ist natürlich wunderschön und ziemlich naiv. Ihr Freund hat sie betrogen und sie suhlt sich im Selbstmitleid. Dann legt ihr ihre Mitbewohnerin nahe, sich einfach nur einen Typ für Sex auszusuchen, zumindest für den Moment. Ihr fällt Connor auf, gutaussehend und beliebt. Nur Minuten später trifft sie auf Weston, ebenfalls gutaussehend, aber weniger Sunny Boy-mäßig und auch vom Verhalten her das genaue Gegenteil von Connor. Während der gesellig und fröhlich ist, ist Weston grüblerisch und ruhig, manchmal etwas grob und provozierend aber auch interessant.



Sie verliebt sich in Westons Worte, die sie ja für Connors hält und schwankt immer wieder zwischen den beiden hin und her. Sie geht mir da ziemlich auf die Nerven. Ich meine, sie hat Weston kennengelernt, als er gerade, unter anderem Gedichte las und kommt nicht auf die Idee, dass die Worte besser zu Weston als zu Connor passen?! Sie merkt nur, dass sich der Connor in den Gedichten von dem Connor der vor ihr stand unterschied. Aber warum das so war, auf die Idee kommt sie nicht. Sie verschließt da einfach die Augen.



Ich fand es echt schade, dass beide Connor und Weston Autumn manipulieren, nicht nur, indem Weston die Gedichte schreibt, mit denen Connor sie umwirbt, sondern auch durch andere Dinge, wie Telefonate. Ich verstehe auch nicht, warum Weston Autumn einfach aufgegeben hat. Ja, sie war traurig und als Conner zu ihrem Gespräch dazukam wirkte sie fröhlicher, aber das soll der einzige Grund sein? Das ergibt für mich leider keinen Sinn. Vielleicht könnte er, Weston, sie ja auch glücklich machen?!

Immer mehr gerät Weston ins Schwimmen und er tut mir leid.



Connor beweist mit fortschreitender Handlung wie oberflächlich und seicht er wirklich ist. Er nutzt Weston aus, wie schon eigentlich ihre gesamte Freundschaft über. Er sieht auch gar nicht ein, warum das, was sie da mit Autumn treiben eigentlich falsch ist. Er bekommt was er will, also kann es doch nicht falsch sein. Moral – was ist das?



Die Wendung mit Connor und Weston fand ich gut, die mir Weston und Autumn fand ich zu klischeehaft und wie sie danach miteinander umgegangen sind – das war nervig. Der Cliffhanger war durchaus spannend. Allerdings fürchte ich, dass ich genau weiß, wie es in Band 2 weitergeht. Ich werde ihn nur lesen, wenn ich ihn in der Bibliothek bekomme, kaufen werde ich ihn mir definitiv nicht.



Fazit: Ich habe „The Light in us“ geliebt. Dieses Buch hat dazu geführt, dass ich mir gleich mehrere Bücher von Emma Scott angeschafft habe, unter anderem auch dieses. Ich habe bei der Lesejury die Leseprobe gelesen und mich in das Buch verliebt. Doch leider entwickelt es sich für mich in die völlig falsche Richtung. Anfangs hat es mich total gepackt, ich habe mitgelitten und sogar geweint. Aber die erwachsenen Charaktere fand ich leider längst nicht mehr so berührend, wie Weston als Kind. Mir gehen die Emotionen mehr und mehr verloren. Es entwickelt sich einfach eine klassische Dreiecksgeschichte.

Mich hat das Buch leider zunehmend frustriert. Der Cliffhanger war interessant, aber das war es für mich dann auch schon. Ich hatte nach dem tollen Anfang ein ganz anderes Buch erwartet.



Das Buch bekommt von mir 2,5 Sterne und die auch nur wegen des tollen Anfangs und des guten Cliffhangers.

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