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Veröffentlicht am 20.11.2019

Ein wichtiges, aber auch erschütterndes Buch

Das Mädchen mit dem Poesiealbum
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Achtung: Triggerwarnung: NS-Zeit, Vergewaltigung, Kindesmissbrauch

1942: Lien ist 8 Jahre alt, als sie von ihrer Familie aus Den Haag weggeschickt wird. Liens Eltern sind Juden und versuchen auf diese ...

Achtung: Triggerwarnung: NS-Zeit, Vergewaltigung, Kindesmissbrauch

1942: Lien ist 8 Jahre alt, als sie von ihrer Familie aus Den Haag weggeschickt wird. Liens Eltern sind Juden und versuchen auf diese Art und Weise ihre Tochter zu retten. Ein Widerstandsnetzwerk bringt sie in Sicherheit. Zunächst wechselt sie relativ schnell die Orte, immer wieder entkommt sie nur relativ knapp. Am bedeutendsten für sie persönlich war ihr Aufenthalt bei der Familie van Es. Das Mädchen fühlt sich hier sehr wohl, doch als ihr Versteck droht aufzufliegen, muss sie wieder woanders hin. Sie wechselt noch oft den Ort, doch an einem ist es am schlimmsten. Dort muss sie hart arbeiten und wird vom „Onkel“ vergewaltigt. Sie muss, wenn man so will, zwischen Vergewaltigung und dem sicheren Tod wählen. Eine schreckliche und kranke Entscheidung, noch dazu sagt ihr der „Onkel“ immerzu sie habe es „selbst gewollt“.

Im Verlauf des Jahres 1945 kann Lien endlich diesen Ort des Grauens hinter sich lassen und zu den van Es zurückkehren, die sie adoptieren. Ihre eigene Familie wurde in Auschwitz ermordet. 

Doch damit ist Liens Geschichte nicht, wie man denken könnte vorbei. 

Dieses Buch ist in mehrerlei Hinsicht eine Biographie. Es erzählt die Geschichte eines Mädchens, dass in der NS-Zeit in mehr als einer Art und Weise die Hölle durchgemacht hat und die Geschichte einer Familie. Bart van Es wusste bis 2014 nicht, was Lien de Jong damals hat durchmachen müssen, warum sie zwar von seiner Familie adoptiert worden war, aber seine Großmutter den Kontakt zu ihr in den 1980er Jahren abgebrochen hatte, wodurch Bart sie erst 2014 kennenlernte. 

Es handelt sich hierbei nicht um einfach „noch eine Biographie aus der NS-Zeit“, wie vielleicht manch einer denken mag. Es ist nicht eine Geschichte, wie man sie schon unzählige Male gelesen hat. Diese Geschichte ist ganz anders. Sie ist außergewöhnlich, tragisch, schrecklich und beleuchtet ein Kapitel der Geschichte, dass bis heute noch nie thematisiert wurde. 

Liens Leben wird über 1945 hinaus erzählt. Wie sie versuchte, ein normales Mädchen zu sein, das Trauma aber nicht abschütteln kann, wie sie eine junge Frau wurde, später heiratete und über allem der Schatten ihrer Vergangenheit lauerte. Die Handlung umfasst natürlich mit Unterbrechungen die Jahre 1941-2017. Immer wieder im Wechsel zwischen Liens Geschichte und Barts Treffen mit ihr in der Gegenwart, seinen eigenen Nachforschungen und Hintergrund Informationen über die jüdische Geschichte in den Niederlanden und der Verfolgung und Vernichtung der dortigen Juden. Allein schon bei den Zahlen, die Bart van Es nennt, wird einem übel: 80% der Niederländischen Juden wurden während der Besatzungszeit ermordet, prozentual gesehen mehr als in jedem anderen westeuropäischen Land, mehr sogar, als in Deutschland. Gleichzeitig ist es aber auch faszinierend die kleinen Anekdoten über Widerstandskämpfer zu lesen, die ihr eigenes Leben riskierten, um andere zu retten.

Bart van Es ist ehrlich, er färbt die Rolle seiner Familie nicht schön und versucht nicht sie als makellose Helden darzustellen. An einer Stelle, schreibt er zum Beispiel explizit, dass er nicht weiß, was damals geschah, er aber die Geschichte aus der Sicht von Lien erzählt, also hier ihrer Sichtweise folgt.

Die Gestaltung des Buches gefällt mir sehr. Auf dem Cover ist Lien zu sehen, die Rückseite ist wie eine Seite ihres Poesiealbums verziert. Nimmt man den Schutzumschlag ab kommt ein strahlend weißes Buch zum Vorschein und wenn man die Geschichte im Hinterkopf behält, die dieses Buch enthält ist das irgendwie krank und passend zugleich. Unschuldiges weiß für die Geschichte eines Mädchens, dass in mehr als einer Hinsicht zum Opfer gemacht wurde.


Fazit: Es ist wahrlich kein leichtes Buch. Liens Geschichte ist schrecklich, tragisch, faszinierend und vor allem: wichtig! Gerade in unserer heutigen Zeit, in der es Menschen gibt, die behaupten, das Vergangene sei vergangen und sollte auch nicht mehr „aufgewärmt“ werden oder noch schlimmer der Holocaust verharmlost wird und auf Social Media Seiten Sätze zu finden sind, in denen das Vokabular der damaligen Zeit eingesetzt wird auf die aller widerlichste Art und Weise, gerade jetzt sollten wir uns alle vor Augen führen, dass das, was damals geschah nicht einfach vergessen werden darf, nur weil immer mehr Zeitzeugen versterben. Dieses Buch zeigt, dass es auch nicht nur Deutsche Geschichte ist, die davon berührt ist, sondern ebenso auch die der Nachbarländer, wie hier der Niederlanden. 

Dieses Buch ist kein locker flockiger Roman, sondern ein Tatsachenbericht in einen angenehmen Schreibstil gekleidet aber trotzdem nicht weniger erschreckend und nicht weniger wahr. Ich hoffe ich kann durch diese Rezension den ein oder anderen dazu bewegen dieses kleine Stück vergessene Geschichte zu lesen und gegen das Vergessen anzukämpfen. 

Hesseline de Jong, wie Line mit vollem Namen heißt, hat meinen vollsten Respekt und meine Bewunderung dafür, dass sie Bart van Es gestattet hat, ihre Geschichte für die Nachwelt aufzuschreiben. Ihm zolle ich ebenfalls Respekt dafür, dass er eben nicht den leichten Weg bei diesem Buch gegangen ist, sondern bewusst niemanden geschont hat.

Veröffentlicht am 20.11.2019

Nicht umsonst bis heute Kult

Harry Potter und der Stein der Weisen (Harry Potter 1)
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Achtung: Band 1 einer Reihe!

Harry Potter ist fest davon überzeugt ein vollkommen normaler Junge zu sein. Gut, ein normaler Junge, dem zugegeben, immer wieder mal unerklärliche Dinge passieren, aber dennoch ...

Achtung: Band 1 einer Reihe!

Harry Potter ist fest davon überzeugt ein vollkommen normaler Junge zu sein. Gut, ein normaler Junge, dem zugegeben, immer wieder mal unerklärliche Dinge passieren, aber dennoch nichts Besonderes. Nie im Leben hätte er damit gerechnet, dass an seinem elften Geburtstag ein riesiger Mann namens Hagrid bei ihm auftauchen und ihm eröffnen würde, dass er in Wirklichkeit ein Zauberer ist. Ein Zauberer, der von nun an, wie alle jungen Zauberer ab elf Jahren, die Hogwarts Schule für Hexerei und Zauberei besuchen würde. Die Welt der Hexen und Zauberer ist so vollkommen anders, als alles, von dem er je bei seiner lieblosen Verwandtschaft, bestehend aus Onkel, Tante und Cousin, zu Träumen gewagt hatte.

Womit Harry aber am wenigsten in dieser faszinierenden Welt gerechnet hätte ist die Tatsache, dass er berühmt ist. Jeder Erwachsene und jedes Kind kennt seinen Namen. Der Grund dafür ist, dass er etwas geschafft hatte, was noch nie jemandem gelungen war: er hatte als Baby den Todeshauch überlebt, der seine beiden Eltern umgebracht hatte. Niemand konnte sich erklären wie er das geschafft und noch dazu den gefährlichsten schwarzen Magier aller Zeiten bezwungen hatte.

Bald schon findet Harry Freunde und auch Feinde. Neben dem anspruchsvollen Unterricht dauert es nicht lange, bis Harry ein Geheimnis entdeckt, dass ihn in große Schwierigkeiten bringt. Doch er hat keine Wahl, jemand muss etwas tun und da niemand außer seinen Freunden Ron und Hermine ihm glaubt, was er entdeckt hat, müssen sie ihr Leben riskieren um Hogwarts zu retten.



Ich habe „Harry Potter und der Stein der Weisen“ das erste Mal mit 8 Jahren gelesen und ich liebe die Buchreihe bis heute. Es sind keine reinen Kinderbücher. Der Schreibstil ist so gehalten, dass auch Erwachsene ihren Spaß an diesem Buch haben.

Die Reihe lebt von ihren extrem sympathischen Charakteren und den so schön hassenswerten „Bösewichten“ und zwielichtigen Figuren, bei denen man bis zum Ende des letzten Buches nicht weiß, ob sie nun „gut“ oder „böse“ sind.

Ebenso außergewöhnlich ist die Welt, die hier entworfen wird. Mit so viel Liebe zum Detail und Fantasie wird eine Parallelgesellschaft gezeichnet, die genug Bezugspunkte zu unserer Welt hat, um real zu wirken.



Ich denke es wird kaum noch jemanden geben, der die Bücher noch nicht gelesen hat, aber falls doch: Das Ende könnte für sehr kleine Kinder etwas zu viel sein, also würde ich Eltern raten, das Buch erst einmal allein zu lesen. Es eignet sich meiner Meinung nach hervorragend zum Vorlesen. Als ich 8 Jahre alt war, haben mir meine Eltern die erste Hälfte vorgelesen, die zweite habe ich dann unserem Hund vorgelesen.

Das Buch hat mit dem Film nur die Grundhandlung gemein. Das Buch ist nochmal um Längen besser. Die Charaktere sind anders angelegt und der Fokus liegt weniger auf Harry als Superheld, sondern mehr auf der Freundschaft zwischen ihm und seinen Freunden und deren zusammenarbeiten und zusammenhalten, um die Probleme zu bewältigen. Wer bislang nur die Filme kennt, wird im Buch einige „zusätzliche Szenen“ entdecken, die aber meiner Meinung nach wirklich schön sind!


Wer das Buch gern als Hörbuch hören möchte, der muss sich zwischen zwei Sprechern entscheiden: Rufus Beck, der meiner Meinung nach eher kinngerecht spricht, also mit stark verstellten, tendenziell ziemlich schrillen und hohen Stimmen und Felix von Manteuffel, der mir persönlich angenehmer ist, weil er relativ ruhig spricht und die Stimmen nicht ganz so laut und schrill werden lässt.

Ich mag die Hörbücher sehr gerne.

Es handelt sich zwar um eine Reihe, aber alle Bände sind in sich abgeschlossen. Jeder Band bis auf den letzten umfasst ein Schuljahr in Hogwarts.



Fazit: Ich liebe die Harry Potter-Reihe. Ich denke eine Rezension war schon längst überfällig. Für mich ist „Harry Potter und der Stein der Weisen“ nicht nur eine Ansammlung von Kindheitserinnerungen, sondern einfach eine unglaublich schöne und faszinierende Geschichte, die ich bis heute, über 20 Jahre später noch mit Begeisterung lese. Ich möchte sie wirklich jedem ans Herz legen!

Veröffentlicht am 20.11.2019

Sehr spannend und eine wirklich schöne Auflösung

Er wird dich jagen
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Achtung: Band 2 einer Reihe!

Carmen ist eine erfolgreiche Autorin, sie schreibt Bücher über Serienmörder. Sie möchte die Weihnachtstage in einer Hütte weit weg von allem verbringen, doch eines Tages findet ...

Achtung: Band 2 einer Reihe!

Carmen ist eine erfolgreiche Autorin, sie schreibt Bücher über Serienmörder. Sie möchte die Weihnachtstage in einer Hütte weit weg von allem verbringen, doch eines Tages findet sie auf ihrer Veranda einen Umschlag mit Fotos toter Frauen und einer Drohung. Die Polizei weigert sich ihr zu helfen, also bleibt ihr keine Wahl, als sich an Griff zu wenden.

Griff ist ein Technikgenie. Er hat ein Programm geschrieben, mit dessen Hilfe Serienmörder überführt werden können, so auch der aus Carmens Buch. Sie wollte ihn für ein neues Projekt interviewen, doch er weigerte sich mit ihr zu sprechen, also kontaktierte sie ihn inkognito mit fatalen Folgen. Beide entwickelten Gefühle füreinander, die, als Carmens Tarnung aufflog für zwei gebrochene Herzen sorgten. Nun ist Griff der einzige der Carmen helfen kann. Doch er traut ihr nicht. Gleichzeitig kann er aber auch die Anziehungskraft zwischen ihnen nicht einfach ignorieren.

Der Hunter, der Jäger, wie sich der Killer nennt, hat mehrere Schüler ausgebildet, sie alle seinen Befehlen folgen und wie er junge, weiße blonde Frauen töten. Er bezeichnet Carmen als seine Muse.

Bald verdichten sich die Hinweise, dass derjenige, der Carmen verfolgt, sie nicht erst durch ihre Bücher kennengelernt hat. Er weiß Dinge aus ihrer Kindheit, die er nicht wissen kann. Was ist da los?



Ich hatte von Anfang an Gänsehaut. Zum einen ist es extrem bedrohlich, wenn mitten im Nirgendwo plötzlich solche Fotos samt Drohung auftauchen, aber noch schlimmer ist es, wenn die Polizei sich weigert der bedrohten Person zu helfen. Das hat mich echt fassungslos gemacht. Ich meine gut, es ist ihr Recht wütend zu sein, wenn sie ihrer Meinung nach falsch in Carmens Büchern dargestellt werden, trotzdem sollten sie sich verpflichtet fühlen wenigstens ihren Job zu machen, es geht schließlich um mindestens ein Menschenleben - und die Leben der Opfer und potentiell zukünftigen Opfern. Da kann man echt nur hoffen, dass das bei uns nie der Fall sein wird.

Das Buch ist in meinen Augen weniger ein klassischer Thriller, sondern mehr das, was früher mal „Lady-Thriller“ hieß, also ein Thriller mit Liebesgeschichte, in dem diese aber einen sehr großen Anteil an der Handlung hat. Mich stört das allerdings überhaupt nicht, ich mag diese Art Bücher, allerdings könnte jemand, der einen klassischen Thriller erwartet enttäuscht sein, deswegen erwähne ich es explizit.

Mir waren die Protagonisten beide sehr sympathisch. Ich bin zwar relativ schnell darauf gekommen, welche der potentiellen Verdächtigen „schuldig“ sind, aber die Motive waren dann doch eine Überraschung.

Das Buch war durchweg spannend und die Auflösung überraschend genug. Was mir besonders gut gefiel war auch der Epilog mit einer weiteren Auflösung. Dadurch wurde das Buch „rund“ und alle offenen Fragen beantwortet.



Fazit: Wer einen Thriller mit einer großen Portion Liebesgeschichte lesen will, ist hier genau richtig! Leider wird nicht kommuniziert, dass dieses Buch einen Vorgänger hat, in dem es um Griffs besten Freund und seine mittlerweile Frau Jaci geht. Das hat zwar beim Lesen dieses Buches nicht gestört, hätte ich es aber gewusst, hätte ich deren Buch zuerst gelesen.

Also: Achtung: „Er wird dich finden“ ist der Vorgänger dieses Buches, in dem Sinne Band 1 der Reihe. „Er wird dich jagen“ ist Band 2.

Ich werde definitiv auch Band 1 der Reihe lesen, mir hat der Schreibstil und die Handlung sehr gut gefallen: ich will mehr!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Spannung
  • Geschichte
  • Charaktere
  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 16.11.2019

Band 2 ist um Längen besser!

Helene
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Achtung: Band 1 einer Reihe!

Helene wacht an einem Ort auf, den sie noch nie zuvor gesehen hat. In einem Hauch von nichts als Kleid und mit ziemlichen Kopfschmerzen. Wie ist sie hier her gekommen? Und ...

Achtung: Band 1 einer Reihe!

Helene wacht an einem Ort auf, den sie noch nie zuvor gesehen hat. In einem Hauch von nichts als Kleid und mit ziemlichen Kopfschmerzen. Wie ist sie hier her gekommen? Und wo ist „hier“ überhaupt? Die Tür des Apartments ist abgeschlossen und auf einmal wird ein Zettel unter der Tür durchgeschoben, dass „er“ bald für sie Zeit haben wird. Wer ist dieser „er“?

Bald stellt sich heraus, „er“ heißt Damian und ist auf der Suche nach der „Richtigen“. Helene ist in der engeren Auswahl, deswegen hat er sie hier her gebracht. Letzte Nacht haben sie sich in einer Bar kennengelernt, doch Helene ist gestürzt und hat sich den Kopf angeschlagen, deswegen hat sie das wohl alles vergessen. Damian gesteht ihr, dass sie nicht die Einzige ist, mit der er sich gerade trifft und das ist für Helene ok, denn irgendwie fühlt sie sich zu ihm hingezogen. Allerdings ahnt sie noch nicht, dass sie unwissentlich in einen uralten Konflikt geraten ist, der sie das Leben kosten könnte, denn Damian ist nicht, wer er zu sein vorgibt.



Ich habe Band 2 der Reihe schon vor einer Weile lesen dürfen und fand ihn richtig gut. Daher stand für mich fest, dass ich auch Band 1 unbedingt lesen wollte.

Helene war für mich viel zu schnell mit allem einverstanden. Sie hat jede Erklärung sofort geschluckt und war nicht mal dagegen eine von vielen zu sein, bis Damian weiß, welche die „Richtige“ ist. Ich habe da vermutet, ob nicht Gedankenkontrolle oder so ausgeübt wird, denn ich wäre damit garantiert nicht einverstanden gewesen.

Ich kann ihr Verhalten oft nicht nachvollziehen. Zudem ist ihre Wortwahl auch nicht immer meins, sie verwendet Redewendungen und Begriffe, die mir neu sind, z.B. „sag mir, was Phase ist“ oder „mit Chance waren sie nicht weggefahren“.



Außerdem ging mir das mit dem „verliebt“ zu schnell. Von jetzt auf gleich ist Helene unsterblich in Damian verliebt? Zumal sie ja selbst weiß, dass er ihr etwas verschweigt und irgendetwas „nicht mit rechten Dingen zugeht“.



Das letzte Drittel gefiel mir viel besser. Hier war richtig was los und die Kämpfe zwischen den beiden Seiten waren richtig interessant.



Das Ende ist im weitesten Sinne ein Cliffhanger und ich hätte es mir anders gewünscht. So hinterlässt es bei mir irgendwie einen schalen Beigeschmack.




Fazit: Ich fand das Buch nicht schlecht, aber ich hatte meine Probleme mit Helene. Ich konnte ihr Verhalten oft nicht nachvollziehen. Mir ging es viel zu schnell mit der Liebesgeschichte. Die „Enthüllung“ über Damian fand ich dafür sehr gut. Die ganze Mythologie die dahintersteckt und die Kämpfe zwischen den beiden Seiten, gefielen mir sehr gut. Leider hat mich das Ende unbefriedigt zurückgelassen. Es hat mir die Stimmung irgendwie verhagelt. Ich hatte mit etwas ganz anderem gerechnet und hinterfrage nun rückblickend alles.



Vergleiche ich nun Band 1 und Band 2 muss ich sagen, dass mir Band 2 deutlich besser gefiel, obwohl ich auch für den Kritik hatte. Von mir bekommt das Buch 2,5 Sterne, mehr war leider nicht drin.

Veröffentlicht am 15.11.2019

Mir war die Protagonistin zu "Teenie" - der Roman ist eher für jüngere Leser geeignet

LUCE
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Achtung: Band 1 einer Reihe!



Achtung: Cliffhanger!





Luce ist 18 und eigentlich ein ganz normales Mädchen, bis sie nach einer Party von einem Wesen angegriffen wird. Ein Junge kann sie retten ...

Achtung: Band 1 einer Reihe!



Achtung: Cliffhanger!





Luce ist 18 und eigentlich ein ganz normales Mädchen, bis sie nach einer Party von einem Wesen angegriffen wird. Ein Junge kann sie retten und eröffnet ihr, dass die Welt nicht so simpel ist, wie sie immer gedacht hat. Luce hat Kräfte und aus irgendeinem Grund ist dieses Wesen hinter ihr her. Ihre Eltern haben ihr immer eingeschärft, niemandem zu sagen wer sie ist und woher sie kommt - was wissen sie?

Zudem spürt sich Luce unglaublich zu Jason - so heißt ihr Retter - hingezogen. Aber dann erfährt sie, dass ihr bester Freund Jules in sie verliebt ist. Was soll Luce nur tun?



Mir war Luce zu jung. Sie ist 18, benimmt sich aber in meinen Augen oft wie 13 oder 14. Jeder kann in einer Dreiecksgeschichte landen, aber es kommt darauf an, wie man mit der Situation umgeht. Luce geht in meinen Augen denkbar schlecht damit um. Die Dreieckssituation wird ziemlich ausgeschlachtet und als sich Luce dann endlich entscheidet, sagt sie es nur einem von beiden. Das finde ich sehr kindisch und unsensibel von ihr.

Auch in anderen belangen ist Luce sehr kindlich und naiv. Ich habe mich mit ihr schwergetan.



Die Welt, die die Autorin erschaffen hat, finde ich sehr ungewöhnlich und interessant. Hier steckt sehr viel Fantasie drin und ich persönlich mag es, überrascht und fasziniert zu werden. Leider liegt der Fokus aber mehr auf dem Liebesdreieck, wodurch für mich diese neue Welt zu kurz kam.



Für mich gibt es zu viele Wiederholungen im Buch. So blickt Luce ganz am Anfang mindestens drei oder vier Mal „verträumt aus dem Fenster“. Leider bleibt das nicht die einzige Stelle mit dicht gedrängten Wiederholungen. Zudem ist manchmal etwas holprig formuliert worden.



Der Cliffhanger war echt fies und lässt den Leser ziemlich ratlos zurück.



Fazit: Meiner Meinung nach ist „Luce“ eher für jüngere Leser geeignet, vielleicht ab 13. Mir persönlich war Luce zu „jung“ in ihrem Verhalten. Ich konnte mich oft nicht mit ihr identifizieren. Sie ist sprunghaft und handelt sehr „Teenie“. Ich habe ihr Verhalten immer wieder einfach nicht nachvollziehen können.

Das Buch ist gespickt mit Klischees, so auch in der Dreiecksbeziehung, die mir persönlich den Roman zu sehr dominiert hat.



Mich hat Luce leider nicht wirklich gefesselt. Aber ich vermute jüngeren Lesern im Teenie-Alter dürfte das anders ergehen. Ich würde „Luce“ vor allem der Altersgruppe 13-18 Jahre empfehlen. Ich habe lange geschwankt, wie viele Sterne ich Luce geben soll, ich habe mich letztlich für 3 Sterne entschieden, da die Fantasy-Story wirklich gut ist.