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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.10.2019

Hier ist wirklich für jeden Geschmack etwas dabei

Rotton
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Es ist mal wieder Zeit für Kurzgeschichten! In diesem Buch finden sich 18 Kurzgeschichten auf 168 Seiten, jede unterschiedlich lang, von 3 bis 18 Seiten und inhaltlich so verschieden wie es nur geht. ...

Es ist mal wieder Zeit für Kurzgeschichten! In diesem Buch finden sich 18 Kurzgeschichten auf 168 Seiten, jede unterschiedlich lang, von 3 bis 18 Seiten und inhaltlich so verschieden wie es nur geht.



Die Geschichten in diesem Buch reichen von kurios, über erschütternd bis zu „düster, aber witzig“. Es ist für jeden Geschmack etwas dabei.



Meine Lieblingsgeschichten sind „Das Unwetter“, „Dafür ist kein Platz“, „Laila konnte kein arabisch“, „Der Zauberer ohne Hände“, „Die rote Weihnachtsschleife“ und „Tante Jule und der Granit“. Die Inhalte sind grundverschieden aber alle haben etwas in mir ausgelöst, sei es Bestürzung, Wut, Trauer oder auch Lachen.

Das soll nicht heißen, dass mir die anderen alle nicht gefallen haben. Nicht jede ist zu 100% mein Fall, aber das muss sie auch gar nicht. Es ist wirklich für jeden Geschmack etwas dabei und es werden so viele verschiedene Themen behandelt, teils auch Tabu-Themen, teils brandaktuelle Themen.

Ich finde es immer wieder faszinierend, wie es Autoren schaffen in Kurzgeschichten so viel hineinzupacken. Ich meine, eine Geschichte, die nicht einmal 10 oder gar nur 5 Seiten lang ist und trotzdem ist man voll mit dabei.



Ich lese ja noch nicht so lange Kurzgeschichten. Aber je häufiger ich es tue, desto mehr wird mir klar, wie sehr ich sie genieße. Vor allem, weil man nie weiß, was einen erwartet. Anders noch als in Romanen geht hier alles viel schneller. Wendung und Auflösung kommen Schlag auf Schlag.



Fazit: Ich möchte dieses Buch allen Kurzgeschichten-Fans ans Herz legen. Aber auch jenen, die bisher vielleicht nicht so gerne Kurzgeschichten lesen. Ich habe es zu schätzen gelernt, dass diese Geschichten sehr kurz sind. Egal, wie wenig Zeit man hat, man schafft es immer sie im Ganzen zu lesen, einfach, weil sie so kurz sind. Also egal ob Zuhause oder in der Bahn, ich habe es gewagt und dieses Jahr mit den Kurzgeschichten angefangen und kann jetzt nur schlecht wieder aufhören. Irgendwie haben sie einfach was.



Ich kann das Buch wirklich empfehlen!

Veröffentlicht am 13.10.2019

Leider zu abgedreht für mich

I can see U
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Marie verliebt sich auf den ersten Blick in den neuen Mitschüler Ben. Er lässt die Sonne in ihrem Herzen aufgehen, so beschreibt die 15-jährige dieses Gefühl, als sie ihn zum ersten Mal lächeln sieht. ...

Marie verliebt sich auf den ersten Blick in den neuen Mitschüler Ben. Er lässt die Sonne in ihrem Herzen aufgehen, so beschreibt die 15-jährige dieses Gefühl, als sie ihn zum ersten Mal lächeln sieht. Ben macht sich überall lieb Kind und gehört bald dazu. Gleichzeitig mit seinem Auftauchen gibt es aber auch überall Probleme. Private Fotos werden öffentlich, selbstsame Lieferungen werden von Onlineshops geliefert und es kommt zu immer mehr Konflikten. Bald gibt es erste Fälle von Cybermobbing. Hat Ben etwas damit zu tun? Ist er ein Hacker? Oder steckt etwas ganz anderes dahinter?



Mir waren die Charaktere am Anfang viel zu kindisch. Ständig musste vieles in Großbuchstaben betont werden und die Gedankengänge konnte ich auch nicht immer nachvollziehen. Erst kurz vor Schluss wurde das etwas besser, aber ich habe mich auch mit der Handlung an sich schwer getan. Die Wendung habe ich nicht vorausgesehen und fand sie ehrlich gesagt ziemlich an den Haaren herbeigezogen. Meine Reaktion war einfach nur ein dickes „was soll das denn?!“.



Ich habe zu spät die Altersempfehlung von 12-15 Jahren gesehen. Ich weiß nicht, ob Jugendliche der Zielgruppe das anders empfinden, aber für mich ist es definitiv ein Jugendbuch und für Erwachsene weniger geeignet. Ich persönlich kam weder mit den Charakteren noch mit der Wendung zurecht. Für mich war das zu abgedreht.



Ich finde es wichtig, dass es mittlerweile immer mehr Bücher über Mobbing und auch über Cybermobbing gibt. Aber es gibt deutlich bessere Bücher als dieses. Für mich nimmt es sich des Themas nicht richtig an, vor allem durch die Wendung wird für mich alle Glaubwürdigkeit zerstört. Ich kann leider nicht verraten, was die Wendung ist, sonst würde ich spoilern, aber ich fand sie wirklich total übertrieben und unrealistisch.



Fazit: Ich hatte eine andere Art Buch erwartet. Anfangs störten mich nur die kindischen Charaktere und die häufige Verwendung von Großbuchstaben, aber die Wendung fand ich noch viel schlimmer. Leider war das Buch für mich ein totaler Reinfall. Vielleicht liegt es einfach nur daran, dass ich nicht zur Zielgruppe gehöre, aber wenn ich daran zurückdenke, wie ich mit 12-15 Jahren war, bezweifle ich, dass mir das Buch damals gefallen hätte.



Leider absolut nicht mein Fall, das Buch bekommt von mir 0,5 Sterne.

Veröffentlicht am 13.10.2019

Bleibt leider weit hinter seinem Potential zurück

Die sieben Tode der Evelyn Hardcastle
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Ein Mann erwacht im Wald, den Namen „Anna“ auf den Lippen. Er leidet an Amnesie. Während er noch diese Erkenntnis verdaut, hört er einen Schrei und wird wenig später Zeuge davon, wie ein Mann eine Frau, ...

Ein Mann erwacht im Wald, den Namen „Anna“ auf den Lippen. Er leidet an Amnesie. Während er noch diese Erkenntnis verdaut, hört er einen Schrei und wird wenig später Zeuge davon, wie ein Mann eine Frau, die wie er vermutet Anna sein könnte, durch einen Kopfschuss ermordet.

Als er zurück zu dem Anwesen findet, auf dem er scheinbar gerade zu Gast ist, erhält er nach und nach Botschaften, die immer kryptischer werden. Was geht hier vor? Und das bleibt nicht der einzige merkwürdige Vorfall.

Auf dem Maskenball der Familie Hardcastle wird die Tochter des Hauses, Evelyn ermordet. Früher am Tag erhielt Aiden Bishop eine merkwürdige Nachricht: „Heute Abend wird jemand ermordet werden. Es wird nicht wie ein Mord aussehen, und man wird den Mörder daher nicht fassen. Bereinigen Sie dieses Unrecht, und ich zeige Ihnen den Weg hinaus.“ Schon bald enthüllt sich, was hinter dem letzten Teil der Nachricht steckt: Bis der Mörder gefasst ist, wird sich dieser Tag insgesamt acht Mal wiederholen, schafft er es nicht bis dahin den Mörder zu überführen, werden seine gesamten Erinnerungen gelöscht und es fängt wieder von vorne an. Doch damit nicht genug: Jeden Tag erwacht Aiden im Körper eines anderen Gastes oder Dienstboten, aber niemals in seinem eigenen. Er muss er den Mörder finden, doch sein Vorhaben wird immer wieder sabotiert, es scheint, als wolle irgendjemand nicht, dass Aiden Blackheath, das Anwesen der Familie Hardcastle, jemals wieder verlässt.



Ich fand die Idee sehr gut. Als ich den Klappentext las, wollte ich das Buch unbedingt lesen. Leider war die Umsetzung nicht meins. Mir war das alles viel zu verwirrend und in die Länge gezogen. Evelyn trat so gut wie gar nicht in Erscheinung. Ich hatte irgendwie erwartet, dass sie sich dessen Bewusst wird, was geschieht und jeden Abend stirbt, wissend, dass sich das alles immer und immer wieder wiederholt. Diese Geschichte wäre deutlich interessanter gewesen, als der Plot, den es tatsächlich gab. Ich habe mich schnell gelangweilt und konnte keine Verbindung zu Aiden aufbauen.

Das Buch hatte in meinen Augen großes Potential. Ich hätte es nicht lesen wollen, wenn ich nicht die Grundidee interessant gefunden hätte. Aber leider konnte es dieses Potential nicht ausschöpfen. Es wäre toll gewesen, wenn sich nicht alles um Aiden und sein „oh mein Gott, was geschieht hier nur?“ und „warum ich?“ gedreht hätte. Irgendwann habe ich den Überblick verloren und konnte die vielen „Ichs“ von Aiden nicht mehr zusammensetzen.



Die Auflösung fand ich an den Haaren herbeigezogen und total schwach. Ich finde es wirklich schade, wie das Potential des Buches verschwendet wurde zu einer billigen Seifenoper.



Fazit: Die Grundidee fand ich sehr interessant, aber leider wurde das Buch dem absolut nicht gerecht. Ich habe schnell den Überblick verloren, die vielen Perspektivwechsel haben mich verwirrt und schon bald habe ich mich sehr gelangweilt. Ich habe mehrmals ernsthaft überlegt das Buch abzubrechen, aber mich dann doch durchgebissen. Die Auflösung empfand ich als absolut unbefriedigend und enttäuschend.



Von mir bekommt das Buch leider nur 1 Stern.

Veröffentlicht am 12.10.2019

Ein sehr unterhaltsames und ganz und gar nicht langweiliges Sachbuch!

Ungeliebte Königin
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In diesem Buch wird in sieben Kapiteln das Schicksal von zehn „ungeliebten Königinnen“ behandelt.

Den Anfang machen Anne Boleyn und Katherine Howard, Cousinen und die zweite respektive fünfte Ehefrau ...

In diesem Buch wird in sieben Kapiteln das Schicksal von zehn „ungeliebten Königinnen“ behandelt.

Den Anfang machen Anne Boleyn und Katherine Howard, Cousinen und die zweite respektive fünfte Ehefrau Heinrichs VIII. von England. Sie teilten, wenn auch aus unterschiedlichen Gründen dasselbe tragische Ende auf dem Schafott.
Helga Thoma beschreibt aber nicht nur das Leben dieser beiden Frauen, sondern erklärt darüber hinaus auch die Umstände und Vorgeschichte. Der Sprachstil ist leicht zu lesen und verzichtet auf gestelzte Formulierungen und Fachtermini. Thoma lässt die Geschichte mit ihren Worten lebendig werden.

Ich liebe Geschichte und deswegen war für mich klar, dass ich dieses Buch lesen musste, als ich es entdeckte. Ich habe es verschlungen. Dieses Buch ist keineswegs ein historischer Roman, sondern ein Sachbuch, beim Lesen hat man aber nicht das Gefühl ein trockenes Fachbuch vor sich zu haben, sondern man wird durch die Art des Erzählens direkt in das Geschehen katapultiert und fühlt sich hinterher nicht nur bestens informiert, sondern auch gut unterhalten.

Schon im ersten Kapitel wird klar, dass man nicht einfach eine Person oder zwei aus dem Gesamtzusammenhang der Geschichte herausgreifen und isoliert betrachten kann. Die Lebensgeschichte Anne Boleyns kann nicht erzählt werden, wenn die Geschehnisse rund um die Eheschließung Katharinas von Aragon und Heinrich VIII. ausgespart werden, doch um diese zu erzählen, muss man zwangsläufig mit dessen Bruder Arthur beginnen, der zuerst mit Katharina von Aragon verheiratet gewesen war und nur wenig später jung verstarb. Man muss ausholen und die Umstände berücksichtigen. Das könnte langweilig sein, doch Thomas Stil macht es unmöglich sich zu langweilen, im Gegenteil. Man sieht die historischen Persönlichkeiten vor sich und hat das Gefühl dabei zu sein. Sie sind nicht mehr einfach nur Namen in dicken Büchern, sondern werden zu Menschen mit Gefühlen.


Konkret als Hauptfiguren und ungeliebte Königinnen behandelt werden:

Anne Boleyn (verheiratet mit Heinrich VIII. von England)
Katherine Howard (verheiratet mit Heinrich VIII. von England)
Marie Louise von Orleans (verheiratet mit Karl II. von Spanien)
Maria Anna von Pfalz-Neuburg (verheiratet mit Karl II. von Spanien)
Elisabeth Christine von Braunschweig (verheiratet mit Friedrich II. von Preußen)
Isabella von Parma (verheiratet mit Joseph II. von Österreich)
Josepha von Bayern (verheiratet mit Joseph II. von Österreich)
Leopoldine von Österreich (verheiratet mit Pedro I. von Brasilien)
Stephanie von Belgien (verheiratet mit Kronprinz Rudolf von Österreich-Ungarn)
Marie Christine von Österreich (verheiratet mit Alfons XII. von Spanien)



Fazit: Ich liebe dieses Buch! Ich werde mir definitiv noch mehr Bücher von Helga Thoma besorgen. Was mir neben Thomas Stil besonders gut gefallen hat, sind die Literaturhinweise im Anschluss an das letzte Kapitel. Ich fühle mich gut informiert und gleichzeitig auch unterhalten, was bei Sachbüchern nicht immer Hand in Hand geht.

Ich kann dieses Buch aus vollem Herzen empfehlen!

Veröffentlicht am 11.10.2019

Einerseits besser, andererseits schlechter als Band 1 - ich bin zwiegespalten

Der Fluch des Rhododendrons
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Achtung: Band 2 einer Reihe!



Achtung: Cliffhanger!



Paula fühlt sich dem Hexentobel immer mehr verbunden, doch ihr erster selbstgeschriebener Fluch hat sich noch immer nicht erfüllt und sie macht ...

Achtung: Band 2 einer Reihe!



Achtung: Cliffhanger!



Paula fühlt sich dem Hexentobel immer mehr verbunden, doch ihr erster selbstgeschriebener Fluch hat sich noch immer nicht erfüllt und sie macht sich Sorgen, ob sie etwas falsch gemacht hat. Zudem dehnt sich der Tobel aus und vereinnahmt zunehmend ein Nachbargrundstück, dessen Besitzerin die Nachfahrin einer Hüterin ist. Als wäre das noch nicht genug, wird Paula von Träumen heimgesucht, Träume über eine Frau, die das Feuer beherrscht und die Paula mit körperlichen Blessuren aufwachen lassen. Wie steht diese Frau in Verbindung zu Paula? Ist sie eine Verbündete oder eine Feindin?



Einerseits hat mir das Buch besser gefallen, als der erste Band. Ich fand es toll endlich mehr über Paula zu erfahren und meine Fragen aus Band 1 beantwortet zu bekommen. Auch die Handlung rund um Leonie und Bianca fand ich interessant, wenn ich auch das mit Leonie gegen Ende nicht mehr so gut fand.

Was mich gestört hat, war, dass Frederike so einen großen Teil des Buches übernommen hat. Ich kann verstehen warum, aber ich bin bei ihr oft weggedriftet und musste mich anstrengen bei der Stange zu bleiben. Mich hat Frederike frustriert.



Man erfährt auch wieder etwas über eine frühere Hüterin, aber deutlich weniger als in Band 1, was mir wiederum gefiel. Ich fand die Geschichte schön in die Story integriert und die Überraschung am Ende gut gelungen.



Das Ende war für mich nicht nur wegen des Cliffhangers unbefriedigend. Irgendwie lag alles in Trümmern. Ich bin gespannt, wie es in Band 3 weitergeht und hoffe, dass mir der im Ganzen wieder mehr gefällt.



Fazit: Dieses Buch lässt mich zwiegespalten zurück. Einerseits gefiel es mir besser, andererseits schlechter, als der erste Band. Auch mein Leseerlebnis war zweigeteilt. Wenn die Handlung Paula gefolgt ist, las ich Seite um Seite gespannt darauf, was passieren würde. Folgte man aber Frederike musste ich mich voran kämpfen, ich bin immer wieder weggedriftet und konnte auch zu ihr keine wirkliche Bindung aufbauen.



Das Buch bekommt von mir ganz knappe 3 Sterne. Ich hoffe, Band 3 wird mich wieder begeistern können!