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Veröffentlicht am 15.11.2024

Ich hatte meine Probleme mit dem Buch

Starling House
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Opal war schon immer fasziniert von Starling House. Seit sie ein kleines Mädchen war, träumt sie von diesem merkwürdigen Gemäuer, von dem sich alle in der Stadt fernhalten. Viele Jahre lang war das Buch ...

Opal war schon immer fasziniert von Starling House. Seit sie ein kleines Mädchen war, träumt sie von diesem merkwürdigen Gemäuer, von dem sich alle in der Stadt fernhalten. Viele Jahre lang war das Buch „The Underland“ dessen Autorin das Anwesen bauen ließ, für Opal eine willkommene Flucht aus ihrem turbulenten Leben. Doch seit sie sich allein um ihren jüngeren, asthmakranken Bruder kümmern muss, hat sie keine Zeit mehr für Wünsche oder Träume. Ihr Bruder ist ihre einzige Priorität.
Als Opal einen Job in Starling House erhält, könnte das nicht nur die Chance sein, auf die sie gewartet hat, um ihrem Bruder ein besseres Leben zu ermöglichen, sondern auch eine Chance für Opal selbst, das Haus genauer zu erforschen. Doch zu welchem Preis?


Opal hat sich selbst komplett aufgegeben. Sie lebt nur noch für ihren Bruder und dafür, ihn aus Eden, Kentucky rauszuschaffen. Auf dieser Stadt liegt ein Fluch, heißt es. Und Opal sieht dafür immer wieder Beweise. Jeder hier führt ein aussichtloses Leben und sie will nicht, dass das auch ihrem Bruder passiert. Doch wie soll sie je genug Geld dafür verdienen? Sie hat ihre eigenen Träume zusammen mit ihrer Mutter begraben.

Die Faszination rund um Starling House fand ich sehr interessant. Allerdings hatte ich eher eine Art Spuk- oder Gruselroman erwartet. Das Buch ging jedoch in eine andere Richtung.

Arthur, der aktuelle Wächter von Starling House, will eigentlich Opal vertreiben, um sie zu beschützen, aber das klappt nicht. Stattdessen kommt sie immer wieder und das Haus hatte schon immer seinen eigenen Kopf.

Einerseits fand ich das Buch faszinierend. Man wollte immer wissen, was denn nun dahintersteckt. Andererseits zog es sich auch immer wieder sehr. Ich fand das Buch sehr langatmig und ausschweifend dadurch, dass irgendwie jeder eine eigene Version der „Wahrheit über Starling House“ zum Besten gab. Das war zwar auch interessant, aber irgendwann wurde mir das zu viel.


Fazit: Ich hatte von Anfang an meine Probleme mit dem eigenwilligen Schreibstil. Zwischendurch hatte ich mehrmals überlegt, das Buch abzubrechen. Dazu kommt, dass man oft nicht weiß, ob das, was man liest, wirklich passiert, oder ein Traum ist. Das macht es zusätzlich verwirrend.

Auch mit Opal und Arthur hatte ich zwischendurch so meine Probleme. Ich wusste lange nicht, ob ich Opal mag oder nicht. Von beiden konnte ich die Handlungen nicht immer nachvollziehen.

Leider war die Auflösung nicht wirklich meins. Ich fand sie verwirrend und konfus. Auch das Ende empfand ich als seltsam.

Von mir bekommt das Buch 2,5 Sterne. Es war nicht schlecht, aber es hat mich sehr oft verwirrt und ich habe mehrmals überlegt, es abzubrechen.

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Veröffentlicht am 15.10.2024

Mir blieb manches zu offen

Who's to blame - Direkt, brutal, realitätsnah: ein spannender Jugendthriller über ein brandaktuelles Thema
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Es ist der letzte Tag vor den Ferien und keiner hat Lust außerplanmäßig in die Schule zu kommen. Dennoch tut es der Deutsch-LK, sie haben schließlich keine andere Wahl. Doch alles kommt anders als geplant. ...

Es ist der letzte Tag vor den Ferien und keiner hat Lust außerplanmäßig in die Schule zu kommen. Dennoch tut es der Deutsch-LK, sie haben schließlich keine andere Wahl. Doch alles kommt anders als geplant. Statt sich auf eine Podiumsdiskussion vorzubereiten, geht es um Leben und Tod, als der Lehrer Moritz Brandl außer sich vor Trauer und Wut eine Waffe zieht und seine Schüler bedroht. Einer von ihnen hat sein Leben ruiniert, so Brandl, und er will herausfinden, wer das war.


Das Ausgangszenario ist schon echt heftig. In Deutschland gab es zum Glück noch nie einen Amoklauf bzw. eine Geiselnahme durch einen Lehrer, aber was wäre, wenn es durch eine Verkettung von Umständen dazu käme?

Brandl ist kein sonderlich beliebter Lehrer und sein Alkoholkonsum ein offenes Geheimnis an der Schule. Doch nun hat ihn eine private Tragödie heimgesucht und er braucht einen Schuldigen. Brandl glaubt, einer der Schüler habe ihn bei der Direktorin wegen seines Alkoholkonsums angeschwärzt und deswegen sei sein Leben jetzt so verpfuscht. Von diesem Gedanken lässt er sich durch nichts abbringen und das bringt seine Schüler in Lebensgefahr.

Diese Schüler sind normale Jugendliche. Manche sind Streber, andere Sportler, wieder andere fallen durch andere Dinge aus dem Rahmen und manche tun so, als wäre Ihnen alles egal. Doch die Fassaden gehen ziemlich schnell zu Bruch als eine Waffe im Spiel ist.

Man folgt zwei Schülern und einer Polizistin draußen vor dem Schulgebäude, die mit einer der Geiseln verwandt ist. Dadurch bekommt man alles mit.


Fazit: Anfangs hat mich das Gendern von Sam und seiner Schwester irritiert. Mir sind Bezeichnungen wie „niemensch“, „jemensch“ und „Neffte“ noch nie untergekommen und das hat mich erst mal verwirrt. Aber irgendwann gewöhnt man sich daran.

Sam selbst mochte ich sehr gern. They ist extrem einfühlsam und das macht sich in der Ausnahmesituation bezahlt. Andere schaffen es weniger gut, mit der Situation umzugehen und manche werden von ihren eigenen Angehörigen in Lebensgefahr gebracht, weil diese mit der Presse reden.
Gleichzeitig wurde der Lehrer aber auch nicht per se verteufelt oder mit Mitgefühl überschüttet. Mal ging es in die eine, mal in die andere Richtung. Das ließ das Buch „echter“ wirken.

Ich fand das Buch teilweise sehr spannend, teilweise zog es sich aber auch etwas. Was leider nicht meins war, war das Ende. Mir blieb zu vieles ungeklärt. Ich hätte bei einigem gern erfahren, wie es weitergeht, ob es Konsequenzen gab, etc.

Davon abgesehen fand ich das Buch sehr interessant und mal was ganz anderes. Von mir bekommt es 3,5 Sterne. Für mich gab es noch Luft nach oben.

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Veröffentlicht am 15.10.2024

Mir war es zu viel Drama

Willow-Falls-Reihe, Band 1 - Take Me Home to Willow Falls
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Cassie weiß nicht mehr weiter. Gerade noch hat sie einen Brautstrauß für ihre beste Freundin gebunden, für deren Hochzeit mit Cassies Ex. Alles verlief nach Plan, bis besagter Ex es nicht schafft, seiner ...

Cassie weiß nicht mehr weiter. Gerade noch hat sie einen Brautstrauß für ihre beste Freundin gebunden, für deren Hochzeit mit Cassies Ex. Alles verlief nach Plan, bis besagter Ex es nicht schafft, seiner Braut die ewige Liebe zu geloben und stattdessen Cassie anstarrt. An sich schon katastrophal genug, doch weil die Braut eine mega Influencerin mit über 30 Millionen Followern und die Hochzeit live gestreamt worden ist, ist die Sache geradezu episch fatal. Cassie wird sofort zum Hassobjekt für Millionen, sie ist es immerhin, die laut Braut ihre Hochzeit zerstört und ihr den Mann gestohlen hat. Dass es eigentlich ganz anders war, interessiert keinen. Cassie weiß nicht, wohin. Bei ihren Eltern, das machen sie ihr umgehend klar, ist sie nicht mehr willkommen, zumal sie auch das Juraexamen in den Sand gesetzt hat. Sie kann sich nirgendwo blicken lassen und bittet verzweifelt Jared um Hilfe. Und obwohl er selbst genug Mist an der Backe hat, kann er Cassie nicht einfach sich selbst überlassen und nimmt sie mit in seine Heimatstadt.


Cassie kann einem einfach nur leidtun. Sie hat absolut gar nichts falsch gemacht, im Gegenteil, sie hat sich nach Kräften bemüht, damit die Hochzeit stattfindet – sieh Brautstrauß. Ihr Ex / der Bräutigam ist schuld, denn er lässt sie Braut hängen. Anstatt aber dazu zu stehen, lässt er es aussehen, als habe Cassie eine Mitschuld daran.
Cassie wird mit einem gigantischen Shitstorm konfrontiert. Von allen Seiten prasselt Hass auf sie ein in einem unvorstellbaren Ausmaß. Dass sie das verzweifeln lässt, ist mehr als nachvollziehbar.

Jared hat seinerseits auch sehr viel durchgemacht und ist gerade dabei zu ertrinken. Er versucht alles am Laufen zu halten, die Firma, seine Familie, während alles über ihm zusammenbricht. Er reibt sich auf, rennt 24/7 herum, um immer neue Brände zu löschen und kann allein gar nicht alles schaffen. Doch was mich bei ihm massiv gestört hat, waren seine Vorurteile gegenüber Cassie. Auch er verurteilt sie für Dinge, die sie nicht getan hat. Er fragt nicht nach, er urteilt einfach. Ständig macht er Cassie Vorwürfe und hört nicht auf vorschnell zu urteilen.


Fazit: Einige Aspekte des Buches gefielen mir richtig gut. Zum Beispiel der alles andere als subtile Hinweis darauf, nicht alles zu glauben, was Influencer von sich geben und nicht auf jeden Shitstorm blind aufzuspringen. Genauso wie die Mahnung daran zu denken, dass es immer noch um Menschen geht, die da aufs übelste bedroht und beschimpft werden.

Insgesamt aber war mir zu oft der Dramaregler auf Anschlag gedreht. Das Buch war mir immer wieder zu drüber und zu klischee. Die Wendung und alles, was darauf folgte, gab dem Buch für mich den Todesstoß. Es war mir zu vorhersehbar und einiges wurde auch nicht aufgeklärt.

Leider kann ich dem Buch nicht mehr als ganz, ganz knappe 3 Sterne geben.

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Veröffentlicht am 15.10.2024

Teilweise unglaublich berührend, aber etwas hat mir gefehlt

Between My Worlds
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Achtung: Band 1 einer Reihe mit Cliffhanger!

Triggerwarnung: Bitte beachtet die Triggerwarnung des Verlages, es ist teilweise wirklich heftig.

Kalima – Lima – ist auf der Flucht. Ihre erste Ausstellung ...

Achtung: Band 1 einer Reihe mit Cliffhanger!

Triggerwarnung: Bitte beachtet die Triggerwarnung des Verlages, es ist teilweise wirklich heftig.

Kalima – Lima – ist auf der Flucht. Ihre erste Ausstellung als Fotografin in Berlin, die eigentlich ihren Durchbruch bedeuten sollte, hat sich in eine Katastrophe verwandelt. Allen geht es nur noch um Limas Wurzeln, um die Tatsache, dass sie nicht deutsch aussieht, obwohl sie in Deutschland geboren ist. Ein gigantischer Shitstorm an rassistischen und ausländerfeindlichen Kommentaren und Hassnachrichten prasselt ohne Unterlass auf Lima ein, bis sie es nicht mehr aushält und nach Island flieht. Hierhin wollte sie schon immer. All die Orte besuchen, die in ihrem liebsten Bildband abgebildet werden. Doch nichts läuft nach Plan und schließlich landet Lima zwar in Island, aber ansonsten geht alles schief. Andauernd muss Lima von dem einheimischen Noi gerettet werden. Ziemlich schnell wird er zu Limas Anker und erlaubt es ihr, ihr Schneckenhaus zumindest teilweise zu verlassen. Aber ist Lima wirklich schon wieder bereit für die Welt da draußen?


Lima tat mir schrecklich leid. Man erfährt erst langsam im Verlauf des Buches, was sie schon alles durchmachen musste und das ist echt heftig. Ich kann einiges sehr gut nachvollziehen, auch ich wurde gemobbt und kannte diese negative Ohnmachtsspirale. Bei Lima kommt aber noch hinzu, dass sie einen Migrationshintergrund hat, der für viele Menschen zu bedeuten scheint, dass sie weniger wert ist als andere, weniger klug sein muss, weniger fähig sein muss und echten, richtigen, tiefen Hass verdient hat, einfach nur, weil sie nicht deutsch genug aussieht.

Das macht das Buch höchst aktuell. Der Hass, den Lima erlebt, war schon immer da, aber seit einigen Jahren wurde er „salonfähig“ und plötzlich haben die Leute keine Hemmungen mehr, diesen Hass auszuleben, sei es mehr oder weniger anonym im Internet oder ganz offen auf der Straße und im Alltag.

Ich selbst kenne das nicht. Ich bin in Deutschland geboren, genauso wie meine Eltern und Großeltern. Einer meiner Urgroßväter kam aus Tschechien, dem ehemaligen Sudetenland, ein anderer vermutlich aus Südeuropa. Aber weil das alles im Rahmen des Zweiten Weltkriegs passierte und sie nicht nach 1949 einwanderten, gilt das heute nicht mehr als Migrationshintergrund. Und wenn man noch dazu „deutsch“ aussieht, denkt niemand darüber nach, bzw. wird man nicht so wahrgenommen und angefeindet, wie jemand, der noch nicht lange im Land ist, oder eben vom Aussehen her, nicht der Erwartungen vieler für das „Deutschsein“ entspricht.
Worauf ich hiermit hinaus will, ist, dass viele von uns, wenn nicht alle, Wurzeln in anderen Ländern haben. Wir alle haben einen Migrationshintergrund, das ist typisch für Europa. Aber dennoch nehmen es sich immer mehr Menschen heraus über andere zu Urteilen, weil deren Migrationshintergrund frischer ist, als ihr eigener.
Ich habe derlei Anfeindungen noch nie erlebt, war noch nie deren Opfer, aber Basma Hallak bringt sie einem auf eine Art näher, die nichts mit einem erhobenen Zeigefinger zu tun hat, sondern einem einfach klar macht, worin sich der Hass äußern kann, wo er anfängt und welche Blüten er treiben kann. Und sie rüttelt einen damit wach, genauer hinzusehen.

Wie gesagt, diesen Aspekt des Buches fand ich mega gut rübergebracht. In anderen Bereichen hatte ich allerdings teilweise meine Probleme mit dem Buch.

Lima und Noi sind mir beide sehr sympathisch. Ich habe viel gelacht und wollte die beiden auch immer wieder in den Arm nehmen. Lima ist eine wandelnde Katastrophe und gerät von einem Missgeschick in die nächste Nahtoderfahrung. Noi versteckt seinen Schmerz, aber Lima bringt ihn dazu, sich damit auseinanderzusetzen.


Fazit: Ich mochte die Protagonisten sehr gern. Beide sind sehr süß und sympathisch und Lima will man oft tröstend in den Arm nehmen und sie gegen die Welt verteidigen. Noi ist unglaublich niedlich, wie er sich praktisch sofort in Lima verguckt und andauernd zu ihrer Rettung eilt. Lima hat meine Nerven stellenweise, aber auch sehr strapaziert. Sie weint sehr viel und wirkte dadurch für mich oft ein wenig „zu viel“ und „zu emotional“. Ich bin da anders gepolt und konnte daher, was das anging, weniger mit ihr anfangen.

Das Thema Ausländerhass wird sehr gut rübergebracht und regt stark zum Nachdenken an.

Mir hat aber was gefehlt. Ich kann den Finger nicht darauflegen, was es genau war, aber ich bin nicht so versunken wie erhofft. Mir zog es sich auch immer wieder zu sehr.

Die Wendung war nicht meins. Das war mir zu sehr typisch New Adult. Nicht die Wendung an sich, aber Limas Reaktion darauf. Ich hätte es schöner gefunden, wenn es keine Dilogie wäre.

Von mir bekommt das Buch 3 Sterne. Ich weiß aber nicht, ob ich Band 2 lesen werde.

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Veröffentlicht am 15.10.2024

Bis zur Wendung fand ich das Buch echt schön, danach war es mir zu drüber

Starting Something Real
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Novalee Wells ist ein Superstar. Jeder kennt sie, fast jeder liebt sie und Nova ist deswegen einfach nur erschöpft. Gerade erst hat sie ihre Tour beendet und freut sich auf ein wenig Ruhe und Frieden, ...

Novalee Wells ist ein Superstar. Jeder kennt sie, fast jeder liebt sie und Nova ist deswegen einfach nur erschöpft. Gerade erst hat sie ihre Tour beendet und freut sich auf ein wenig Ruhe und Frieden, doch beides ist ihr nicht vergönnt. Ihre Mutter behandelt sie wie einen Goldesel und verlangt immer mehr und mehr Geld. Dann wird sie von einem anderen Musiker ausgenutzt und die Presse jagt Nova unerbittlich, bis es zu einem Unfall kommt, der zwar glimpflich ausgeht, aber es hätte so viel schlimmer kommen können. Nova zieht die Reißleine und legt eine Pause ein. Ihr Bodyguard weiß auch den perfekten Ort: seine Heimatstadt. Das ganze Städtchen unterschreibt eine Verschwiegenheitserklärung und bietet Nova die dringend benötigte Atempause. Doch da sind auch noch die Gefühle, die sie plötzlich für ihren Bodyguard Thorne empfindet …


Nova hat alles, was sich so viele Menschen wünschen, sie ist reich, berühmt, wird bejubelt und spielt vor ausverkauften Arenen. Doch Nova bezahlt gleich mehrfach für ihren Ruhm. Sie führt kein selbstbestimmtes Leben mehr, alles ist durchgetaktet und sie hält eine strenge Diät. Nova arbeitet praktisch 24/7 und immer will jemand noch mehr. Dazu kommen die immer häufigeren Konflikte mit ihrer Mutter, die immer nur noch mehr Geld und noch mehr Geld von ihr fordert und Nova gar nicht mehr wie ihre Tochter behandelt, sondern wie einen Goldesel.
Als alles über ihr zusammenstürzt, landet Nova in einem sehr tiefen mentalen Tief. Sie weiß nicht, wem sie noch vertrauen kann, wer die echte Nova hinter Novalee sieht und sie nicht einfach nur als Mittel zum Zweck betrachtet. Nova hat sich so sehr verbogen, um Novalee zu sein, dass sie sich selbst nicht mehr erkennt.

Nova hat mir mehrmals das Herz gebrochen. Ihre Verzweiflung und ihre Einsamkeit werden wirklich toll rübergebracht und gehen einem total ans Herz. Thorne ist so süß und einfühlsam und wie er alles tut, damit Nova wieder zu sich selbst findet, ist sehr berührend.

Der heimliche Held ist der Ort, an dem Nova wieder zu sich selbst finden kann. Alle Einwohner haben eine Verschwiegenheitserklärung unterzeichnet und begegnen Nova mit Respekt und Herzlichkeit – bis auf ganz wenige Ausnahmen. Das finde ich richtig toll.

Mental Health spielt hier eine sehr große Rolle und das ist auch richtig und wichtig. Gerade in der heutigen Zeit mit Social Media sind die Erwartungen an Promis oder Influencer riesig. Es wird erwartet, dass sie 24/7 „da“ sind und dieser ständige Druck macht kaputt.


Fazit: Das Buch war echt süß und richtig schön zu lesen. Das Thema Mental Health wird toll transportiert. Einiges war mir aber leider ab der Wendung zu klischeehaft. Die Wendung hat mir das Buch so ein bisschen runtergezogen. Ich fand es vorher richtig toll, aber da ab da alles so extrem vorhersehbar wurde, hat mich das enttäuscht und genervt. Das war einfach so schade! Alles war mir ab diesem Punkt eine Spur zu drüber.

Was ich zudem schade fand, war, dass man relativ wenig über Thorne erfahren hat und über seine Vergangenheit. Einiges wurde angerissen, aber nicht richtig behandelt.

Insgesamt blieb mir manches zu offen. Aber ich fand Band 2 der Reihe deutlich besser als Band 1.

Von mir bekommt das Buch ganz knappe 3,5 Sterne.

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