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Veröffentlicht am 22.05.2024

Ich habs geliebt - aber die Übersetzungsfehler haben leider gestört

Three Swedish Mountain Men (Why Choose 1)
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Daisys Leben liegt in Trümmern. Ihr Ex hat dafür gesorgt, dass sie nicht nur vor der ganzen Welt lächerlich gemacht wurde, sondern auch ihren Job verloren hat und vom gefühlt gesamten Internet und jede ...

Daisys Leben liegt in Trümmern. Ihr Ex hat dafür gesorgt, dass sie nicht nur vor der ganzen Welt lächerlich gemacht wurde, sondern auch ihren Job verloren hat und vom gefühlt gesamten Internet und jede Menge „echter“ Menschen regelmäßig beschimpft oder angegriffen wird. Daisy ist verzweifelt, also flieht sie spontan nach Schweden. Sie wollte schon immer mal die Polarlichter sehen und da sie eh nichts hat, was sie noch in England hält, warum nicht? Doch Daisys Pechsträhne hält an – sie baut einen Unfall (ein Elch ist schuld!) und ihr Auto hinüber. Zwei Einheimische kommen ihr zu Hilfe und nehmen sie mit in ihr Zuhause – eine abgelegene Hütte im Wald – wo noch ein dritter Mann wartet. Allerdings könnte es auch sein, dass ihre Pechsträhne jetzt endlich ein Ende hat …





Ich weiß, das Buch klingt nach Sex-Roman und ja, explizite Szenen nehmen einen großen Stellenwert im Buch ein, ABER es geht auch um verdammt wichtige Themen, die ich bislang noch gar nicht – oder wenn ganz selten – in Romanen gelesen habe. Also lasst euch bitte nicht direkt von der Weichenstellung des Buches abschrecken, es lohnt sich.





Daisy tat mir furchtbar leid. Eben noch war ihr Leben vielleicht nicht perfekt, aber okay, abgesehen von ihrem Ex, der sie bedrohte. Aber dann machte er eben jene Drohung wahr und schon liegt alles in Trümmern. Niemanden interessiert ihre Seite der Geschichte. Sogar ihre eigenen Eltern haben sich von ihr abgewandt. Daisy ist plötzlich ganz allein und angesichts der heftigen Drohungen, denen sie tagtäglich ausgesetzt ist, ist das extrem heftig. Ich kann gut verstehen, warum sie Hals über Kopf nach Schweden flieht. Die Frage ist jetzt nur, ob das Zusammentreffen mit den drei Einheimischen ein weiterer Ausdruck ihrer Pechsträhne ist, oder der Weg zurück in ein normales Leben – so normal wie es mit drei Männern eben sein kann.



Die drei Männer, der Arzt Riven, der Ski-Lehrer Eli und der Ranger Cole, haben auch einiges erlebt und tragen viel Ballast mit sich herum. Gerade Cole fällt es extrem schwer zu vertrauen. Doch ihre Geschichte erfährt man erst viel später. Erst einmal müssen die vier versuchen irgendwie miteinander auszukommen, denn ein Schneesturm bricht über sie herein und macht es ihnen unmöglich, Daisy in ihre Unterkunft zurückzubringen.





Fazit: Ja, es geht in diesem Buch um drei Männer und eine Frau, aber, trotz der vielen expliziten Szenen fand ich das Buch alles andere als „schmutzig“. Die super wichtigen Themen, die enthalten waren, waren nicht bloß ein Hintergrundrauschen, sondern wurden schön in die Geschichte eingearbeitet. Es geht um sehr viel Schmerz, Scham und um Menschen, die man gern an wilde Tiere verfüttern würde.

Wer es nicht explizit mag, oder sich von dem Gedanken an Sex mit mehreren Personen abgestoßen fühlt, ist hier falsch und wird keine Freude an dem Buch haben. Wer aber bereit ist, sich darauf einzulassen, dass Frau vielleicht nicht immer entscheiden muss welcher eine (!) Mann zu ihr passt, der bekommt hier ein tolles Buch in die Hand gedrückt, mit ganz viel Gefühl, sehr wichtigen Themen, etwas Drama und tollen Charakteren.



Gut, die Handlung war vorhersehbar, aber das hat mich nicht gestört. Ich hab’s echt geliebt. Ich fand die Handlungen nachvollziehbar und das ist mir wichtig. Ich mochte es, wie die heftigen Themen verarbeitet wurden und welche das waren. Aber die Übersetzungsfehler im Buch haben leider gestört.



Von mit bekommt das Buch 4,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 22.05.2024

Mich hat es leider gelangweilt

Die Radleys
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Die Radleys sind eine ganz normale Familie, na ja jedenfalls fast. Da wäre die Tatsache, dass jedes Tier vor der Tochter, Clara, flüchtet, ihr sehr empfindlicher Magen und die schwere Sonnenallergie des ...

Die Radleys sind eine ganz normale Familie, na ja jedenfalls fast. Da wäre die Tatsache, dass jedes Tier vor der Tochter, Clara, flüchtet, ihr sehr empfindlicher Magen und die schwere Sonnenallergie des Sohnes. Beide ahnen nicht, dass ihnen ihre Eltern ein winzig kleines Detail über die Mitglieder der Familie verschwiegen haben – bis irgendwie alles total schiefgeht und die Hölle über sie alle hereinbricht … upsi.


Ich hatte ein schräges, witziges Buch erwartet, vielleicht mit ein wenig Addams Familiy Vibes oder so, auf jeden Fall schräg und witzig und süß. Leider fand ich das Buch extrem langweilig.

Die Grundidee ist echt toll, dass die Mitglieder der Familie Radley abstinente Vampire sind – zumindest, die die unter einem Dach leben, der Onkel ihres Vaters ist alles andere als abstinent. Jedenfalls haben die jugendlichen Kinder keine Ahnung, dass sie eigentlich Vampire sind – sie erleben vor allem die negativen Folgen des Verzichts auf Blut. Ehrlich gesagt finde ich das echt krass von den Eltern. Es wäre etwas anderes, wenn sie sich gemeinsam entschlossen hätten, nur Tierblut zu trinken, oder Blutbeutel oder irgendwie so etwas, aber die Tochter, Clara, wird durch den Verzicht ernsthaft krank und der Sohn hat es mit seiner Sonnenlichtallergie auch nicht gerade leicht, vor allem nicht in der Schule.

Als ihnen dann alles um die Ohren fliegt, tut es das gründlich, inklusive Leichen, Blutbad und rebellischen Teenie-Vampiren.

Das Buch wird aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt – es macht Sinn, die Geschichte so zu erzählen, aber leider entsteht dadurch auch ein Durcheinander. Es ist nicht immer direkt ersichtlich, aus wessen Sicht erzählt wird und die Sprünge sind oft recht hart und abrupt. Die Kapitel waren mir zu kurz, dadurch wirkt die Erzählstruktur sehr abgehackt.


Fazit: Mich konnte das Buch leider überhaupt nicht packen. Sehr bald driftete es ab und ich kam nicht mehr mit. Es fehlte der Zug – mich konnte es nicht bei der Stange halten. Ich konnte zu keinem der Charaktere eine Bindung aufbauen. Dazu kommt, dass mir der rote Faden fehlte und die Handlung immer mehr an den Haaren herbeigezogen wirkte. Das Drama wurde auf Anschlag gedreht und ich fühlte mich einfach verloren.

Vielleicht hatte ich einfach etwas komplett anderes erwartet. Ich fand das Buch sehr langweilig. Der Anfang war toll, aber danach war für mich recht schnell die Luft raus und das Buch zog sich. Es wirkte auf mich zu distanziert und konstruiert.

Von mir bekommt es 1,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 22.05.2024

Es tut mir leid, aber es war gar nicht meins

Insight – Dein Leben gehört mir
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Valerie Sophie ist eine der, wenn nicht gar die bekannteste und erfolgreichste Influencerin Deutschlands. Leider hat ihre „Marke“ unter der Trennung von ihrem letzten Freund stark gelitten und sie ist ...

Valerie Sophie ist eine der, wenn nicht gar die bekannteste und erfolgreichste Influencerin Deutschlands. Leider hat ihre „Marke“ unter der Trennung von ihrem letzten Freund stark gelitten und sie ist noch mitten dabei, ihre verlorenen Follower und ihre Reichweite wieder aufzubauen. Dabei schießt eine „Kollegin“ immer wieder quer und stielt sogar ihre Ideen. Doch bald hat Valerie Sophie ein größeres Problem: sie hat einen Stalker! Und dieser Stalker will sie bloßstellen und ihre größten Geheimnisse verraten. Natürlich muss sie etwas unternehmen und da fällt ihr ein Schulfreund ein, der mittlerweile bei der Polizei ist. Kann Paul den Stalker finden und Valerie Sophie retten?


Ich muss vornewegschicken, dass ich die Idee mega interessant fand, die Umsetzung aber leider nicht meins war. Das Beste am ganzen Buch war für mich die angedeutete Auflösung am Ende.

Valerie Sophie ist Influencerin. Vieles zu diesem Beruf ist immer noch schwer greifbar, wenn man sich nur in der Buch-Bubble bewegt. Wenn man selbst auf Bookstagram (Bücher-Instagram) unterwegs ist, weiß man schon, wie viel Zeit für schöne Fotos und so draufgehen kann und wie viele neue Trends ständig aufkommen – zu viele eigentlich, um sie alle aufzugreifen oder überhaupt nur auf dem Laufenden zu bleiben, außer man hängt sich voll rein oder macht das Ganze beruflich. Jedenfalls ist klar, dass von Influencern erwartet wird, praktisch 24/7 online und präsent zu sein. Im „richtigen“ Instagram geht es dabei natürlich um Mode, Kosmetik und Schminktipps – für mich persönlich eine komplett fremde Welt. Durch das Buch bekommt man ein paar Einblicke, was ich interessant aber auch teilweise befremdlich fand.

Mir war Valerie Sophie leider zu keinem Zeitpunkt wirklich sympathisch. Sie wirkte auf mich oft recht egoistisch und egozentrisch. Ich konnte ihr Verhalten und ihre Erwartungen an andere oft nicht nachvollziehen. Obwohl sie ja in Wirklichkeit aus anderen Verhältnissen kommt, wirkt sie regelmäßig her wie ein verzogenes reiches Gör. Wobei ich vermute, dass das gewollt sein könnte, als Kritik an dieser oberflächlichen Influencer-Welt.
Auch die anderen Charaktere empfand ich als zu stereotyp.

Mir blieb vieles zu oberflächlich und zu wenig greifbar. Ich konnte einiges nicht nachvollziehen und kam von Anfang an nicht wirklich ins Buch rein. Auch die Liebesgeschichte konnte ich leider nicht glauben. Da ging mir so vieles zu schnell und allgemein konnte ich die Anziehungskraft nicht nachempfinden.

Die Kapitelüberschriften ergaben für mich null Sinn. Oft habe ich das ganze Kapitel über gerätselt, was das jetzt eigentlich mit dem vorherigen Kapitel zu tun haben sollte. Sie lenkten mich total von der eigentlichen Handlung ab. Das klingt jetzt etwas fies, aber ich habe mehr über die Überschriften gerätselt, als über den Stalker.


Fazit: Es gab viele einzelne Punkte, die mich gestört haben, zum Beispiel die Wortwahl in bestimmten Situationen, wie den expliziten Szenen. Das wirkte so oft einfach nicht glaubwürdig auf mich. Überhaupt hatte ich massive Probleme mit dem Thema Glaubwürdigkeit. Die ganze Handlung ließ sie in meinen Augen vermissen, egal in welchem Bereich. Die Stalking-Handlung wirkte irgendwie gewollt und aufgesetzt auf mich, keinesfalls bedrohlich. Die Liebesgeschichte konnte ich gar nicht nachvollziehen. Die Nebenhandlung mit dem Duschschaum fand ich extrem langweilig und überflüssig.

Ich hatte einfach massive Probleme mit dem Buch. Ich weiß nicht, ob es an mir liegt, aber es gab nur eine Sache, die mir wirklich gefallen hat und die wird leider nur angedeutet und nicht zu Ende gebracht.

Es tut mir echt leid, aber ich kann dem Buch nur 1,5 Sterne geben, mehr ist für mich einfach nicht drin. Es war rund um nicht meins.

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Veröffentlicht am 22.05.2024

Es wurde in meinen Augen viel Potenzial verschenkt

Dead Silence
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Claire steht das Ende ihrer Karriere und wahrscheinlich ein Aufenthalt im firmeneigenen Irrenhaus bevor, als sie und ihre Crew ein Notsignal auffangen. Es stammt von der Aurora, dem legendären verschollenen ...

Claire steht das Ende ihrer Karriere und wahrscheinlich ein Aufenthalt im firmeneigenen Irrenhaus bevor, als sie und ihre Crew ein Notsignal auffangen. Es stammt von der Aurora, dem legendären verschollenen Luxus-Raumschiff, das bei seinem Jungfernflug vür über 20 Jahren verschwand. Claire und ihre Crew können es nicht fassen, schließlich hieß es, die Aurora sei zerstört worden und hier ist das Schiff, optisch nahezu unversehrt. Gelingt es ihnen das Schiff zu bergen, haben sie ausgesorgt. Doch im Inneren finden sie jede Menge Leichen und Blut. Scheinbar haben sich die Passagiere gegenseitig angegriffen – aber warum? Oder waren es am Ende gar nicht die Passagiere, die untereinander dieses Blutbad angerichtet haben?


Ich fand die Idee echt toll. Die Aurora wird als Mythos aufgebauscht, gleich der Titanic. Sie war das luxuriöste Raumschiff, das je gebaut wurde. Auf dem Jungfernflug waren die damals reichsten der Welt an Bord. Ähnlich der Titanic. Und ebenso wie das legendäre Schiff, überstand auch die Aurora ihre Jungfernfahrt nicht. Das allein macht einen total neugierig. Auch, wie das Schiff in diesen entlegensten Teil der Galaxie gelangt ist, weit außerhalb dessen, was bekannt ist.

Zunächst wirkt auch alles ganz normal – jedenfalls so normal, wie man es sich eben vorstellen kann, bei einem Schiff voller Leichen. Aber deren Zustand ist definitiv besorgniserregend, ebenso wie die mit Blut geschriebenen Botschaften an den Wänden. Was ist dort nur passiert?

Zeitgleich findet die Handlung auf einer zweiten Ebene in der eigentlichen Gegenwart statt. Claire ist, wie befürchtet, in der firmeneigenen Irrenanstalt gelandet und wird immer wieder zur Aurora und dem Verbleib ihrer Crew befragt. Was ist also mit denen geschehen? Und dann taucht wieder ein Signal von der Aurora auf.

Es geht ziemlich mysteriös zu in diesem Buch, wobei die Lösung relativ simpel aber erschreckend ist.


Fazit: Ich fand die Idee echt total interessant und auch teile der Umsetzung. Wobei ich leider sagen muss, dass das Buch seine Längen hat. Zwischendurch erinnerte es mich eher an einen Horrorfilm mit möglichst viel Blut.

Es steckt deutlich mehr dahinter, als man anfangs denkt und das allein mochte ich schon sehr gern. Der letzte Teil des Buches ist auch deutlich interessanter und spannender für mich gewesen, als der Rest. Es kommt sehr viel heraus, es gibt einiges, das man sich vielleicht auch denken konnte, aber das Ende mochte ich wieder sehr gern.

Leider hat das Buch aber echt seine Längen und ich musste teilweise echt kämpfen, um dranzubleiben. Zum Glück hat mich das Ende dafür entschädigt. Die Auflösung fand ich einerseits gut, andererseits aber auch ein wenig arg an den Haaren herbeigezogen. Ich frage mich einfach, ob das wirklich so funktionieren könnte, was ich nicht so recht glauben konnte.

Von mir bekommt das Buch gaaaanz knappe 2,5 Sterne. Es hat einfach in meinen Augen viel Potenzial verschenkt.

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Veröffentlicht am 22.05.2024

Leider war das Buch absolut und überhaupt nicht meins

Das Flüstern des Lebens
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Der überraschende Tod ihrer Tante wirft nicht nur Isabelles Leben durcheinander, auch das ihrer Mutter, ihres Bruders und ihrer bis dato ihr unbekannten Nichte. Warum hat Corinna ihnen allen die Existenz ...

Der überraschende Tod ihrer Tante wirft nicht nur Isabelles Leben durcheinander, auch das ihrer Mutter, ihres Bruders und ihrer bis dato ihr unbekannten Nichte. Warum hat Corinna ihnen allen die Existenz ihrer Tochter verschwiegen? Egal, Isabelle und ihre Mutter nehmen das Mädchen auf und geben ihr Bestes, um Hannah beizustehen.
Als dann jedoch das Testament verlesen wird, gibt es einige Überraschungen, so geht zum Beispiel ihr Bruder entgegen dessen Erwartungen komplett leer aus, bis auf einen Umschlag mit etwas Geld. Und Isabelle erbt ihre Plantage in Tansania. Was hat sich Corinna bloß bei all dem gedacht?


Das Buch wird aus vier Perspektiven erzählt: Isabelles, Hannahs, Doris (Isabelles Mutter) und Moritz (Isabelles Bruder). Das erlaubt einem zwar Einblicke in ihrer aller Gedanken und Gefühle, aber mir entstand dadurch ein zu großes Kuddelmuddel. Ich empfand die verschiedenen Perspektiven oft als recht befremdlich – ebenso wie die Tatsache, dass Isabelle ihre Mutter beim Vornamen nennt.
Auch der Schreibstil war im Großteil des Buches für mich zu geschwollen und „alt“ bezüglich der Wortwahl. Ich empfand ihn als nicht ganz rund, ab und an sogar als richtig störend. Er war insgesamt nicht meins.

Ich hatte mit den Charakteren von Anfang an meine Probleme. Ich kam keinem von ihnen wirklich nahe, sondern fühlte mich andauernd auf Distanz gehalten. Vielleicht lag das am Schreibstil, vielleicht auch an den vielen Perspektiven oder es war eine Kombination aus beidem. Jedenfalls fand ich alle Charaktere irgendwie „komisch“. Vielleicht lag es auch an mir.
Ich empfand sie alle als sehr blass und unecht. Es fehlten die Ecken und Kanten und viele Gedanken und Taten konnte ich nicht nachvollziehen.

Ich fand den Afrika-Teil etwas besser, aber zu glatt. Irgendwie war die ganze Zeit immer direkt klar, was passieren würde. Auch wenn neue Nebencharaktere einführt wurden oder Probleme auftauchten. Ruckzuck war alles geklärt. Gerade Isabelle macht da eine Entwicklung durch, der für mich irgendwie die Basis fehlt. Als würde ein Schluck afrikanisches Wasser reichen, um sie um 180 Grad zu verändern.

Viele historische Themen werden angerissen und erwähnt, aber es folgt darauf einfach nie etwas. Mir kam es immer wieder so vor, als habe die Autorin einfach Stichpunkte abgehakt, die ihrer Meinung nach in einem Afrika-Roman vorkommen müssten. Das klingt jetzt etwas fies, ich weiß, aber so kam es mir beim Lesen vor.


Fazit: Mir fehlte bei diesem Buch leider ganz, ganz viel. Wo er an Umfang hätte gekürzt werden könnte, fehlte es an Gefühl, an echten Charakteren mit Tiefgang, zu denen man Nähe aufbauen und mit denen man mitfühlen kann. Mir war vieles zu losgelöst.

Der Schreibstil war leider überhaupt nicht meins. Das war mir alles in der Leseprobe nicht so krass aufgefallen, aber im Roman selbst dann relativ bald nach Ende der Leseprobe. Ich empfand ihn als zu geschwollen und zu „alt“. Es gab einiges, was mich sehr irritierte und die vielen Perspektiven waren auch keine Hilfe. Einiges empfand ich auch als befremdlich.

Es tut mir leid, aber ich kann diesem Buch leider nicht mehr als 1 Stern geben. Ich wünschte rückblickend, ich hätte es abgebrochen.

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