Profilbild von Dark_Rose

Dark_Rose

Lesejury Star
offline

Dark_Rose ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Dark_Rose über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.09.2023

Es tut mir in der Seele weh, aber ich habe es abgebrochen

Savages and Saints - Zee
0

Achtung: Band 1 einer Reihe!

Seit sie ein Teenager war ist Quinn in Zee verliebt. Doch er sah in ihr immer nur ein Kind, bis auf diesen einen Moment, als sie ihn küsste und er sie. Aber dann verschwand ...

Achtung: Band 1 einer Reihe!

Seit sie ein Teenager war ist Quinn in Zee verliebt. Doch er sah in ihr immer nur ein Kind, bis auf diesen einen Moment, als sie ihn küsste und er sie. Aber dann verschwand er ohne ein Wort aus ihrem Leben.
Jetzt ist Zee zurück, ein Ex-Rockstar mit allerlei Ballast. Doch er hat es geschafft clean zu werden. Zee hat nicht vor lange zu bleiben, nur lange genug, um das Leben seiner Freunde, Quinns Familie, auf den Kopf zu stellen. Aber dann begegnet er Quinn und sich von ihr fernzuhalten ist schwerer denn je geworden.


Ich mag eigentlich die Bücher von C.M. Seabrook sehr gern. Deswegen habe ich mich sehr auf dieses Buch und den Beginn einer neuen Reihe gefreut. Aber leider war dieses Buch absolut nicht meins.

Quinn ist seit sie ein Teenager war total in Zee verliebt. Man ist dabei als sie sich ein Herz fasst und ihn küsst, nur damit er ihr kurz danach das Herz bricht und sich wie ein A… verhält. Kaum ist er wieder da, lässt er wieder das A… raushängen. Allgemein nimmt es in der Handlung einen großen Raum ein, Quinn in demütigende Situationen zu bringen, das nimmt kaum ein Ende.

Was mich daran gestört hat, war zum einen Quinns Art. Mal total abgeklärt, kalt und gefühllos, wenn es darum ging, irgendeinen Sex-Partner zu finden, nur um mal wieder Sex zu haben, dann wieder ein schmachtender Teenie, dessen Verhalten als irrational und übertrieben dargestellt wurde, selbst wenn sie im Recht war. Zee verhält sich immer wieder wie ein A… aber trotzdem schmachtet sie weiter, selbst wenn sie stinksauer auf ihn ist.
Zee seinerseits hält sich für ach so schlecht und böse, auch wegen dem, was er vor hat – und was extrem schnell offensichtlich ist. Nervig daran ist, dass sich das immer und immer und immer und immer wieder wiederholt. Er darf Quinn nicht wollen, er ist zu schlecht für sie. Er darf Quinn nicht wollen, er würde ihr nur wehtun – obwohl er das schon längst getan hat und immer wieder tut. Und so geht es weiter.


Fazit: Mir wurde die Handlung leider zunehmend zu abstrus. Die Handlung war in meinen Augen extrem vorhersehbar und Zees ständiges „er will sie, aber es geht nicht“ ging mir bald auf die Nerven. Er hat immer fadenscheinigere Gründe gesucht, warum das mit ihnen nicht sein kann und darf. Quinn machte entweder einen auf verliebter Teenie, wenn es um Zee ging, oder war eiskalt, wenn es um ihre Sex-Partner ging.
Einen Handlungsstrang fand ich so extrem an den Haaren herbeigezogen, das hat mich extrem genervt, weil es dem Ganzen irgendwie noch die Krone aufgesetzt hat. Mir war alles zu sehr auf die Spitze getrieben und vorhersehbar. Immer wieder gab es Momente, in denen ich mir dachte „jetzt fehlt nur noch XY und ich muss schreien“. XY kam. Mehrmals. Und ich musste schreien. Und das Buch abbrechen. Das ist so schade, weil ich die bisherigen Bücher von C.M. Seabrook überwiegend echt gern mochte. Aber dieses sorgte bei mir für viel Augenrollen und Frust. Leider.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.08.2023

Ich hatte leider etwas ganz anderes erwartet

Der schönste Irrtum meines Lebens
0

Aly ist frustriert. Obwohl sie mehr arbeitet als all ihre Kollegen – überwiegend Männer – wird sie bei Beförderungen ständig übergangen und muss auch noch deren Mist wieder hinbiegen, ohne dafür jemals ...

Aly ist frustriert. Obwohl sie mehr arbeitet als all ihre Kollegen – überwiegend Männer – wird sie bei Beförderungen ständig übergangen und muss auch noch deren Mist wieder hinbiegen, ohne dafür jemals Anerkennung zu erhalten. Im Gegenteil, es wird erwartet, dass sie ihnen ständig hilft, tut sie dies nicht, ist sie „nachtragend“, „kleinlich“, mache „eine Szene“ oder sei „hysterisch“. Ihr Privatleben ist auch eine einzige Katastrophe, während all ihre Ex-Freunde scheinbar, kaum, dass sie sich von ihnen getrennt hat, auf der Erfolgsleiter nach oben klettern und ihre perfekte Partnerin treffen.
Ihre beste Freundin schlägt ihr daraufhin vor ein eigenes Unternehmen zu gründen, eine Art „Fixer Upper“ für Männer. Sie soll ihre besondere Gabe einsetzen, um aus den Männern perfekte Partner zu machen. Ihr erster richtig großer Auftrag: Der Freund von Influencerin Nicolette. Dummerweise stellt der sich allerdings als Dylan James heraus, Alys ehemals bester Freund und erste große Liebe

Ich fand die Idee an sich, dass eine Frau die besondere Gabe hat, ihre baldigen Ex-Freunde in eine bessere Version von sich selbst zu verwandeln toll. Jeder Mensch sollte jemanden in seiner Ecke haben, der ihm klarmacht, wie besonders und großartig er ist. Jemanden, der das versteckte Potenzial entdeckt und dir hilft, zu erkennen, was du wirklich willst und brauchst.
Das Problem: Aly tut das nicht. Aly manipuliert ihr Gegenüber, bis es sich so verhält, wie sie das will.

Ich kam nicht wirklich an Aly heran, außer, wenn ich mich für sie und über ihre Kollegen aufgeregt habe. Denn einen großen Teil des Buches ging es genau darum, wie furchtbar Aly in ihrem Job behandelt wird. Sie hat jedem zu helfen, notfalls dessen Arbeit zu erledigen, wenn er das nicht kann oder will, soll immer zur Verfügung stehen und den Job der Vorgesetzten übernehmen, ohne jemals den Job offiziell zu bekommen. Denn Aly ist dummerweise eine Frau und in ihrer Firma fehlt ihr dadurch leider ein bestimmtes Körperteil, ohne das sie es niemals schaffen wird aufzusteigen. Regt sie sich darüber auf oder konfrontiert gar ihren Chef mit seinen Lügen und falschen Versprechungen, ist sie „nachtragend“, „kleinlich“, macht „eine Szene“ oder sei „hysterisch“. Die klassische Argumentation von Männern, wenn sie eigentlich gar keine Argumente haben, und frau klar machen wollen, dass sie gar kein Recht auf ihre Wut hat, immerhin hat sie doch einen Job und sollte dafür dankbar sein.
Das regt unheimlich auf.

Fast genauso sehr regt mich aber auch Aly auf. Ihre Gabe besteht nämlich vor allem darin, ihr Gegenüber zu manipulieren ohne Ende. Das finde ich echt doof. Ich hatte mir hier was anderes darunter vorgestellt.

Die meiste Zeit über wirkt Aly sehr kalt und distanziert auf mich. Nur als sie davon erzählt, was einst zwischen Dylan und ihr vorgefallen ist, kommt etwas mehr Tiefe von ihr. Dylan lernt man nur durch ihre Augen kennen, was ich auch schade fand. Ich hätte es interessant gefunden, seine Sicht der Dinge zu erfahren.


Fazit: Ich fand die Idee echt interessant und war total gespannt auf Alys „Gabe“ und wie sich diese äußert. Leider bestand diese aber vor allem darin, ihr Gegenüber so lange zu manipulieren, bis es sich so verhielt, wie sie das wollte, ob derjenige damit glücklich war oder nicht. Das fand ich extrem schade.

Die meiste Zeit kam ich nicht so recht an Aly heran, außer an einer bestimmten Stelle zeigte sie eigentlich keinen Tiefgang.

Was gut rüberkam waren die Probleme von Frauen in der Geschäftswelt, da wollte man sich echt gern eine Mistgabel schnappen. Aber eigentlich geht es im Buch ja nicht darum oder wie die beste Werbestrategie für eine App aussieht. Trotzdem nehmen diese beiden Themen für mich viel zu viel Raum im Buch ein.

Leider hatte ich etwas ganz anderes erwartet und hatte große Probleme mit dem Buch. Es konnte mich nicht so recht packen und Alys Art, andere zu manipulieren, ging mir schnell auf die Nerven. Von mir bekommt das Buch 2 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.08.2023

Mich hat das Buch leider extrem gelangweilt

Das Beste, was uns nie passiert ist
0

Win ist eine berühmte Schauspielerin, hat aber ständig Angst um ihr Image. Jedes Mal, wenn sie positive Schlagzeilen oder eine Ablenkung für die Medien braucht, wärmt sie ihre Fake-Beziehung mit dem Hotelerben ...

Win ist eine berühmte Schauspielerin, hat aber ständig Angst um ihr Image. Jedes Mal, wenn sie positive Schlagzeilen oder eine Ablenkung für die Medien braucht, wärmt sie ihre Fake-Beziehung mit dem Hotelerben Leo wieder auf. Sie gelten als eines der Traumpaare und die Medien lieben sie. Auch abseits der Kameras verstehen sie sich sehr gut und manchmal etwas mehr – aber kann das auf Dauer gutgehen, wenn man andauernd nur für die Kamera lebt?


Ich fand die Grundidee sehr interessant. Ich mag solche Fake-Dating-Hollywood-Geschichten normalerweise sehr gern, vor allem, wenn sie irgendwann nicht mehr Fake sind. Aber leider hat mich dieses Buch zutiefst enttäuscht.

Win und Leo halten einander immer den Rücken frei und generieren praktisch auf Zuruf positive Schlagzeilen, als eines der Traumpaare schlechthin. Beim Lesen des Buches kam ihre Chemie bei mir aber leider überhaupt nicht an. Beide Win und Leo blieben blass, vor allem Win wirkte stellenweise eiskalt und fast schon seelenlos auf mich.
Leo hat eindeutig Gefühle für sie, doch warum dann ein Handlungsstrang? Das ergab für mich so keinen Sinn.
Win lebt für ihre Karriere, dadurch wirkt sie extrem kalkuliert und kalt. Das fand ich sehr schade, denn auch Frau hat ein Recht darauf Karriere zu machen, bloß wird das hier sofort mit Kalkül und Manipulation gleichgesetzt. Win hat nicht deswegen Erfolg, weil sie eine tolle Schauspielerin ist – das sind viele andere auch – sondern, weil sie weiß, wie sie das Spiel zu spielen hat. Ich hätte mir da eine andere Darstellung gewünscht.

Es gab extrem viele Zeitsprünge, das hat mich immer wieder verwirrt. Aber am schlimmsten war für mich, dass gefühlt ewig nichts passiert ist. Mich hat das Buch leider sehr gelangweilt. Selbst der zweite Teil, der aus der Sicht, des in meinen Augen sympathischeren Protagonisten geschrieben war, konnte mich nicht überzeugen.

Der Epilog war für mich dann der Overkill. Der ist aus der Sicht einer Journalistin geschrieben, die einen Artikel über die beiden schreibt und spekuliert ohne Ende. Was sollte das?


Fazit: Leider hat mich das Buch sehr enttäuscht. Zum einen wird die erfolgreiche Schauspielerin Win, aka die Protagonistin als eiskalt, manipulativ und fast schon seelenlos dargestellt, zum anderen ergaben für mich viele der Handlungen der Protagonisten keinen Sinn. Dazu kamen noch massenhaft Zeitsprünge, die mich verwirrten. Es passierte auch immer wieder über weite Strecken des Buches gefühlt gar nichts.

Rückblickend wünschte ich, ich hätte das Buch abgebrochen. Mich hat es vor allem gelangweilt. Deswegen bekommt es von mir auch 1 Stern.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.08.2023

Spannender Anfang, aber dann ging vieles zu schnell

Never Coming Home
0

Unknown Island ist DER neue Hotspot. Jeder will hier Urlaub machen und im Luxus schwelgen. Das Problem: Man kommt nur auf Einladung hin, aber dafür vollkommen kostenlos. Die Bedingung: Man muss unter 21 ...

Unknown Island ist DER neue Hotspot. Jeder will hier Urlaub machen und im Luxus schwelgen. Das Problem: Man kommt nur auf Einladung hin, aber dafür vollkommen kostenlos. Die Bedingung: Man muss unter 21 Jahre alt sein. Klingt seltsam und ist es auch irgendwie. Doch für die Eröffnung der Insel werden zehn Influencer/innen auf die Insel geladen – alle mit ganz unterschiedlichem Fokus und ganz unterschiedlichen Followerzahlen. Eine bunt gemischte Gruppe, die gefühlt nicht so wirklich zusammenpasst. Aber egal, es geht um Unknown Island!
Doch kurz nach ihrer Ankunft müssen die zehn erkennen, dass nichts so ist, wie es auf den ersten Blick scheint und jemand hier scheinbar sein ganz eigenes Spielchen spielt. Jemand, der ihre dunkelsten Geheimnisse kennt.


Mich hat das Buch direkt an die Serie „Pretty Little Liars“ erinnert. Ein Jemand spielt Spielchen mit einer Gruppe, die anfangs noch relativ normal wirkt, aber schon bald fangen die Masken an zu bröckeln und man erkennt, dass die „Opfer“ dieser Person, vielleicht doch nicht so unschuldig sind, wie man erst dachte.

Die zehn Influencer/innen werden am Anfang des Buches genannt, samt Followerzahlen und Hauptmedium. Teilweise haben sie mehrere Tausend Follower, teilweise zig Millionen. Warum wurden also ausgerechnet sie für die Insel ausgewählt?

Die Stimmung ist schon sehr schnell auf dem Tiefpunkt, denn vom versprochenen Luxus ist weit und breit nichts zu sehen, abgesehen vom Meer und dem Strand. Nichts sieht so aus, wie in der Werbekampagne und die Influencer sind alle samt stinksauer. Dann wird nach dem Frühstück an jeden ein Umschlag verteilt, in dem eine unbekannte Person verkündet, dass sie hier sind, weil jeder einzelne von ihnen ein Mörder sein soll. Natürlich streiten sie das (fast) alle ab und präsentieren einer nach dem anderen seine Erklärung/Ausrede. Doch es dauert nicht lang, bis der erste von ihnen tot ist. Der Drahtzieher macht ernst und die verbliebenen neun schweben in Lebensgefahr.

Die Idee an sich und auch die Stimmung im Buch fand ich toll. Es ist interessant, wie einem da am Anfang direkt die Namen der angeblichen Opfer der Influencer um die Ohren gehauen werden, wie (fast) alle sich rausreden und dann nach dem ersten Todesopfer Angst bekommen. Es wird schnell spannend und man rätselt, wer wohl dahintersteckt oder als Nächstes stirbt. Da erinnerte mich das Buch an einen Horrorfilm.
Die Arten zu Tode zu kommen waren auch jedes Mal anders.

Das Problem war nur, dass vieles extrem schnell ging. Teilweise ist kaum Zeit für die jeweilige Person, ihr Geständnis jemandem gegenüber abzulegen, bevor es die nächste Leiche gibt. Es fehlen viele Zwischenschritte. Man kommt emotional an manche irgendwann kaum noch heran. Am Anfang lernt man sie alle kennen, wie sie normalerweise sind. Manche sind einem sympathischer als andere, aber man hat bis sie auf der Insel ankommen das Gefühl, sie zumindest etwas kennengelernt zu haben. Doch ab einem gewissen Punkt ging das für mich verloren. Es folgte so schnell Tod auf Tod, dass man die einzelnen Tode nicht mehr wirklich „würdigen“ konnte.


Fazit: Ich fand die Idee echt super und man kam auch sehr gut in das Buch rein, aber irgendwann verlor es sich im Gemetzel. Geständnisse und Tode folgten immer schneller aufeinander und man hatte kaum noch Zeit das irgendwie zu verarbeiten und seine Theorien anzupassen, als direkt schon der Nächste kam. Dadurch verlor ich den emotionalen Zugang zu den Charakteren. Das Buch erinnerte mich dann nur noch an einen Horrorfilm, aber mir fehlte die Spannung und das Gruselmoment, die am Anfang noch enthalten waren. Ich glaube hätte es mehr Pausen zwischen den Geständnissen und Toden gegeben und sich das Buch mehr Zeit genommen, wäre die Wirkung besser gewesen. Man hätte mehr mitfühlen und mitleiden können. Es hätte einen emotional berührt, was mit den Charakteren passiert und man hätte mitgefiebert.

Ich fand das Buch nicht schlecht, aber begeistern konnte es mich leider auch nicht. Von mir bekommt es 3 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.08.2023

Ich mochte diesen Band viel lieber, als Band 1

In jedem Augenblick ein Wir
0

Achtung: Band 2 einer Reihe, in sich abgeschlossen, aber mit kleinen Überschneidungen. Ich rate dazu, nach der Reihe zu lesen.

Lou hat große Träume, sie möchte ein umweltfreundliches Modelabel gründen. ...

Achtung: Band 2 einer Reihe, in sich abgeschlossen, aber mit kleinen Überschneidungen. Ich rate dazu, nach der Reihe zu lesen.

Lou hat große Träume, sie möchte ein umweltfreundliches Modelabel gründen. Doch sie tut sich extrem schwer damit, an sich selbst zu glauben. Ihr Ex-Freund hat sich alle Mühe gegeben, ihr den Glauben an sich selbst und ihre Träume auszutreiben und bis heute hört sie immer wieder seine Stimme in ihrem Kopf. Aus diesem Grund versucht Lou so gut es geht immer beschäftigt zu sein. Bis ihr klar wird, dass es so nicht weitergehen kann und sie auch mal etwas erleben will.
Jasper soll sie dabei unterstützen, ihr Mitbewohner und Freund, der gerade einen großen Verlust erlitten hat und nicht mehr der fröhliche Jasper von früher ist. Aber er braucht seinerseits Lous Hilfe, um seine Prüfungen zu bestehen, also machen sie einen Deal. Mit Konsequenzen, mit denen keiner von ihnen gerechnet hätte.


Jasper kam für mich in Band 1 nicht besonders gut weg. Nicht wegen Lewis Sicht auf ihn, bzw. wie er ihn sehen wollte, sondern durch seine ständigen Affären. In diesem Band erfährt man, warum er sich so verhielt, aber trotzdem finde ich das nicht gut.
Was man dafür wirklich gut spürt, ist Jaspers Schmerz über den Verlust, den er erlitten hat und wie ihm die immer neuen Erkenntnisse darüber, immer wieder den Boden unter den Füßen wegziehen. Schade ist nur, dass man das nicht aus seiner Sicht lesen kann, da das gesamte Buch aus Lous Sicht geschrieben ist.

Lou kämpft jeden Tag damit, nicht in alte Muster zu verfallen, immer beschäftigt zu sein und so die Komplexe, die ihr ihr Ex eingeredet hat, zu übertönen. Man erfährt durch ihre Tagebucheinträge, was damals passiert ist und wie heftig die Vorwürfe sind, die sie sich selbst deswegen macht. Sie wirft das Geschehene mehr sich selbst, als ihm vor. Das ist leider typisch für Opfer toxischer Beziehungen. Das Gegenüber hat ihnen ja ständig eingeredet, dass sie das Problem sind und diese Sichtweise haben sie übernommen. Statt ihn dafür zu hassen, was er ihr angetan hat, wirft sie sich selbst vor, nicht klüger gewesen zu sein.


Fazit: Ich finde diesen zweiten Band der Reihe um Längen besser als den ersten. Die Chemie zwischen Lou und Jasper ist finde ich deutlicher zu spüren und auch die emotionalen Themen werden besser ausgearbeitet. Jaspers Schmerz bekommt genauso viel Raum wie Lous Unsicherheiten und beide begegnen einander mit Verständnis.

Ich hätte mir nur zum einen auch Kapitel aus Jaspers Sicht gewünscht und zum anderen, dass Lou mit ihm offener über das spricht, was mit ihrem Ex vorgefallen ist. Sie bleibt da recht allgemein. Viel von dem „an sich arbeiten“ passiert leider unsichtbar.
Ansonsten gefiel mir das Buch wirklich sehr gut. Die Konflikte sind nachvollziehbar und beide reagieren zwar emotional, aber nachvollziehbar.

Von mir bekommt das Buch 4 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere