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Veröffentlicht am 21.04.2020

Ganz anders als Band 1, aber auch richtig gut!

Biss zur Mittagsstunde (Bella und Edward 2)
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Achtung: Band 2 einer Reihe!

Bella ist unglaublich glücklich mit ihrem Vampir Edward. Doch eines bedrückt sie: Edward weigert sich, Bella zu verwandeln. Und so ist ihr Geburtstag für sie eher ein deprimierender ...

Achtung: Band 2 einer Reihe!

Bella ist unglaublich glücklich mit ihrem Vampir Edward. Doch eines bedrückt sie: Edward weigert sich, Bella zu verwandeln. Und so ist ihr Geburtstag für sie eher ein deprimierender Tag, denn sie altert und Edward nicht. Als wäre das nicht schon schlimm genug, kommt es auf der Party, zu der Alice, Edwards Schwester, sie zwingt zu einem Vorfall, in dessen Konsequenz Edward entscheidet, Bella sei ohne ihn besser dran. Die Cullens packen ihre Sachen und Bella zerbricht daran. Sie versinkt in einer tiefen Depression. Der einzige, der es schafft, sie zu erreichen ist Jacob, ein Freund aus ihrer Kindheit, ein Quileute. Er baut Bella Stück für Stück wieder auf, seine Liebe für sie ist offensichtlich. Aber dann verhält sich Jacob plötzlich ganz anders und geht ihr aus dem Weg. Bella ahnt nicht, dass er ein Geheimnis hütet, dass ihre Welt erneut komplett auf den Kopf stellen wird.


Bella bricht einem in diesem Buch echt das Herz. Klar wirkt es sehr dramatisch, dass sie wegen einer Trennung in einer Depression versinkt, aber wir haben ja bereits in Band 1 gelernt, wie stark ihre Gefühle für Edward sind und dass sie auch körperliche Auswirkungen auf sie haben. Ich denke, wir machen es uns zu leicht, wenn wir sagen: Komm halt drüber weg! Aber man muss auch dazu sagen, dass sie sich teilweise echt bescheuert benimmt. Sie trifft sehr viele, sehr dumme Entscheidungen.

Ich persönlich finde es toll, wie das im Buch gemacht ist – leere Seiten für die Monate der absoluten Depression, denn sie nimmt in dieser Zeit nichts wahr und da das Buch aus ihrer Sicht in der Ich-Perspektive geschrieben ist, macht das echt Sinn.

Ich liebe die Szenen mit Jacob. Er ist so ein lieber Kerl und liebt Bella über alles. Trotzdem bedrängt er sie nicht. Er ahnt instinktiv, dass Bella gerade sehr zerbrechlich ist. Alles, was er will ist, dass es ihr wieder besser geht. Bella nennt ihn ihre „Sonne“ und das passt meiner Meinung nach sehr gut.
Als er sich von ihr zurückzieht, möchte man ihn gern verprügeln, bis man merkt, dass er in dieser Sache keine Wahl hat. Die Enthüllung ist richtig gut, wobei man sie auch schon vorab erraten kann, wenn man in Band 1 sehr gut aufpasst.

Die Handlung nimmt eine sehr plötzliche Wendung. Es wird sehr plötzlich, sehr spannend. Die Parallelen zu einem anderen literarischen Werk, das in dem Buch bereits mehrfach genannt wurde, sind unübersehbar, aber sie stören mich nicht. Ich finde sie sogar sehr gut. Es passt zu den beiden. Edward und Bella sind beide so selbstlos und konzentrieren sich immer nur darauf, was der andere wollen könnte bzw. was für den anderen „richtig“ sein könnte, dass sie damit auch große Schwierigkeiten heraufbeschwören.


Fazit: Ich liebe die Reihe! Dieser Band ist nicht ganz einfach. Durch Jacob wird der Teenie-Anteil erhöht. Er ist sehr impulsiv. Bella benimmt sich auch teilweise ziemlich doof, aber unter Edwards Verschwinden leidet sie wirklich sehr. Sie wird ein bisschen verrückt. Jacob baut sie wieder auf, sorgt aber seinerseits auch für Probleme und Konflikte. Durch Bellas Depression ist dieser Band schwerer zu lesen und emotional zu verkraften.
Aber durch Jacob und sein Geheimnis gibt es auch wieder vieles zu entdecken und sehr interessante Kapitel. Die Spannungshandlung ist ganz anders als in Band 1, aber auf ihre Art wirklich packend.

Ich kann nicht sagen, wie oft ich dieses Buch gelesen habe, auf jeden Fall sehr oft und noch immer liebe ich es.

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Veröffentlicht am 19.04.2020

Leider absolut nicht meins - ich fand es extrem verwirrend

Je tiefer das Wasser
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1997: Nachdem ihre psychisch labile Mutter versucht hat sich das Leben zu nehmen, landen Edith, genannt Edie und ihre Schwester Mae bei ihrem Vater, zu dem sie über ein Jahrzehnt keinen Kontakt hatten. ...

1997: Nachdem ihre psychisch labile Mutter versucht hat sich das Leben zu nehmen, landen Edith, genannt Edie und ihre Schwester Mae bei ihrem Vater, zu dem sie über ein Jahrzehnt keinen Kontakt hatten. Dennis gibt sich Mühe, aber während Mae ihr neues Leben gefällt, fühlt sich Edie entwurzelt. Sie hat so viel Zeit und Energie in ihr Leben gesteckt, in ihre Zukunft und plötzlich ist durch den Umzug alles weg. Ihr Freund, ihre Erfolge in der Schule, in der Schülervertretung, einfach alles. Diese unterschiedliche Wahrnehmung, auch des Lebens mit ihrer Mutter führt zu einer zunehmenden Entfremdung der Schwestern. Während Edith wegläuft, tut Mae alles, um sich die Liebe ihres Vaters zu sichern.


Ich muss ehrlich sagen, dass mich das Buch nicht gepackt hat. Mir tat Edie leid, Mae ebenso, doch aus irgendeinem Grund fühlte ich mich Edith anfangs näher als Mae. Edith tut sich extrem schwer mit der Wendung, die ihr Leben genommen hat. Ich kann das gut verstehen. Es war zwar schlimm mit ihrer Mutter und all der Verantwortung, aber sie hatte sich trotz allem etwas aufgebaut und niemand scheint zu verstehen, dass es für sie hart ist, all das zu verlieren. Mae dagegen, die das Leben mit ihrer Mutter anders erlebt hat als Edith, ist einfach nur froh bei ihrem Vater zu leben. Sie nennt ihn Dad, während Edith ihn Dennis nennt. Mae kann nicht verstehen, warum Edith sich nicht freut ein neues Leben anzufangen. Alles schaukelt sich immer weiter hoch, bis es zur Entfremdung kommt.

Ich kann sowohl Ediths als auch Maes Verhalten sehr oft überhaupt nicht nachvollziehen. Ich fühlte mich immer wieder abgehängt. Sie sprangen in ihren Gedanken, ebenso, wie in ihren Gefühlen und Schlussfolgerungen. Edith kann ihrem Vater nicht verzeihen, dass er sie verlassen hat. Da ist es egal, was damals geschah, jeder erzählt da sowieso eine andere Geschichte. Fakt ist, er hat sie zurückgelassen und sie hat nichts mehr von ihm gehört. Sie kann einfach nicht verstehen, wie Mae ihm das so leicht verzeiht und ständig auf seiner Seite steht, statt zu ihr zu halten.
Mae will einfach ihren Vater behalten, sie will, dass er sie liebt und sie will, dass es funktioniert. Sie sieht in Edith einen Störfaktor. Sie versteht zwar, warum sie sich so verhält – manchmal zumindest – aber sie kann nicht verstehen, warum sie Dennis auf Abstand hält.

Ich empfand das Verhalten beider Schwestern immer wieder als irrational und nicht nachvollziehbar. Beide haben mich irgendwann abgehängt. Dennis konnte ich von Anfang an nicht richtig einordnen.

Das Buch ist aus vielen Perspektiven geschrieben, Edith, Mae, Rose (ihre Tante väterlicherseits), Marianne (ihre Mutter), Charlie und noch viele weitere. Dazu kommen noch Briefe, die z.B. ihr Vater ihrer Mutter geschrieben hat, sie beginnen in den 1960er Jahren, Tagebucheinträge, ebenfalls teilweise von Dennis, Interviews, Notizen, etc. Ich empfand das leider als sehr verwirrend. Ich kam teilweise einfach gar nicht mehr mit. Das Buch springt hin und her zwischen Personen und Zeiten. Manchmal ist zwar interessant, was da erzählt wird, meistens jedoch verwirrt es mich nur. Auch die Erzählungen der Personen, wenn ein Kapitel aus ihrer Sicht geschrieben ist, sind oft verworren.


Fazit: Meine Sympathien für Edith und Mae schwanden zunehmen, sie gingen einfach unter in der Masse an Perspektiven. Es gelang mir leider nicht den Überblick zu behalten. Ich kam einfach nicht mehr mit.
Ich empfand die ganze Geschichte als ziemlich deprimierend. In meinen Augen wurde zu sehr der Fokus darauf gerichtet etwas „Neues“ zu schreiben. Mich hat das Buch einfach nur verwirrt. Das Buch konnte mich weder packen noch begeistert. Es wirkte auf mich zu gewollt.

Ich habe erst heute irgendwo gelesen, dass jemand das Buch mit „Sag den Wölfen, ich bin zu Hause“ verglichen hat. Hätte ich das gelesen, bevor ich mir das Buch gekauft habe, hätte ich auf den Kauf verzichtet.

Das Buch hat ein offenes Ende, dass ich als unbefriedigend empfunden habe. Ich hatte gehofft, dass vielleicht wenigstens das Ende mich dafür belohnen würde, das Buch durchgehalten zu haben, dem war aber nicht so.

Leider war das Buch überhaupt nicht meins. Ich bereue wirklich die Zeit, die ich aufs Lesen verwandt habe. Es bekommt von mir 0,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 19.04.2020

Eines meiner absoluten Lieblingsbücher!

Biss zum Morgengrauen (Bella und Edward 1)
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Achtung: Band 1 einer Reihe!

Die 17-jährige Bella Swan zieht von Phoenix, Arizona nach Forks, im Bundesstaat Washington, zu ihrem Vater Polizei-Chief Billy Swan. Ihre Mutter hat wieder geheiratet und ...

Achtung: Band 1 einer Reihe!

Die 17-jährige Bella Swan zieht von Phoenix, Arizona nach Forks, im Bundesstaat Washington, zu ihrem Vater Polizei-Chief Billy Swan. Ihre Mutter hat wieder geheiratet und sie war bei Bella geblieben, statt mit ihm beruflich durchs Land zu tingeln. Bella will nicht, dass ihre Mutter dieses Opfer für sie bringst und unglücklich ist. Also hat sie beschlossen zu ihrem Vater zu ziehen, obwohl Bella den Regen hasst und an keinem Ort der Vereinigten Staaten regnet es so viel, wie in Forks. Bella findet sich schnell einigermaßen gut zurecht, ihre Mitschüler sind nett, bis auf einen: Edward Cullen. Er ist seltsam. Er benimmt sich mal, als hätte sie ihm irgendetwas angetan und dann sucht er wieder ihre Nähe. Immer, wenn Bella in Gefahr gerät, ist Edward da. Doch sie ahnt nicht, dass er ein Geheimnis hütet, dass nicht nur Bellas Leben für immer verändern und ihr Weltbild nachhaltig erschüttern wird, sondern dass sie in letzter Konsequenz auch in große Gefahr bringt.


Wisst ihr noch, wann ihr „Bis(s) zum Morgengrauen“ zum ersten Mal gelesen habt? Bei mir gehört es zu den Büchern, bei denen ich noch alles weiß. Ich weiß noch, dass eine Cousine meiner Mutter zu Besuch kam und mit zehn Euro schenkte. Von dem Geld kaufte ich mir das Buch als Taschenbuch. Ich las es einige Zeit später, als meine Großmutter zu ihrem jährlichen Besuch zu Silvester bei uns war. Ich weiß noch, dass es kühl war, aber relativ hell, sodass ich den ganzen Tag lesen konnte. Ich schaffte es kaum, mich lange genug loszureißen, um meine Oma zu besuchen und versteckte mich den restlichen Tag in meinem Zimmer, die Nase im Buch. Als ich fertig war, war ich rettungslos angefixt. Die nächsten Bände gab es noch nicht als Taschenbuch und ich hatte nicht genug Geld, um sie mir als Hardcover zu kaufen, ich war 18 Jahre alt. Ich empfahl das Buch meiner Mutter, aber sie wollte es nicht lesen, also nervte ich sie so lange, bis sie es doch endlich las. Sie verfiel dem Buch genauso wie ich und kaufte umgehend Band 2 und 3, die ich dann an jeweils einem Tag verschlang.

In meinen Augen kommen die Filme an die Bücher nicht heran. Obwohl sie an sich nicht schlecht sind – über die Besetzung lässt sich natürlich streiten – aber natürlich gibt es Unterschiede in der Handlung. Ich persönlich ziehe die des Buches der des Films vor.


Aber jetzt zur Rezension:

Bella war mir direkt sympathisch. Sie ist so „normal“ und ihre Tollpatschigkeit wirkt auf mich natürlich. Sie ist selbstironisch und die Tollpatschigkeit wirkt für mich nicht aufgesetzt oder übertrieben. Bella ist sehr erwachsen, immerhin kümmerte sie sich jahrelang um ihre Mutter, die mit ihrem Kopf in den Wolken schwebt. Zudem hat sie die Gabe Dinge zu „sehen“, ihr fallen Dinge auf, die kein anderer wahrzunehmen scheint. Es ist nachvollziehbar, dass sie von Edwards Verhalten total verwirrt ist. Er scheint selbst nicht zu wissen, was er von ihr will.

Als man dann erfährt, worum es geht, ergibt alles einen Sinn. Sein seltsames Verhalten, seine Andeutungen und Ausflüchte. Edward wirkt, nach seinem anfänglichen unmöglichen Benehmen, sehr erwachsen. Auch das ergibt nach der Lüftung seines Geheimnisses absolut Sinn. Beide Protagonisten sind sehr erwachsen, wenn auch Bella mehr mit ihren Gefühlen zu kämpfen zu haben scheint, sie fühlt mehr „Auf und Abs“ als Edward, wobei das auch daran liegen kann, dass die Geschichte aus Bellas Sicht, in der Ich-Form erzählt wird.

Ich mochte auch die Nebencharaktere sehr, Bellas neue Schulfreunde, Edwards Familie, Billy, Jacob aber vor allem Charlie. Ich finde Charlie so süß! Er ist einfach irgendwie knuddelig, obwohl er immer wieder brummig ist.

Die Spannungshandlung kommt unerwartet. In einem Moment ist alles in bester Ordnung und das Leben scheint seinen „normalen“ Weg zu gehen, im nächsten bricht die Hölle los. Das kommt total plötzlich und jagt den Puls auf einmal hoch. Obwohl ich das Buch schon so oft gelesen habe, packt mich die Stimmung jedes Mal. Ich hänge an den Seiten und mache mir Sorgen, um „meine“ Charaktere.

Was mir am Buch am meisten gefällt und gleichzeitig an der Verfilmung mehr als alles andere stört ist, dass man kurz vor Schluss etwas erfährt, ein Zusammenhang, der im Film komplett ausgelassen wird. Ich muss hier leider so kryptisch sein, da ich niemanden spoilern möchte, der das Buch noch nicht gelesen hat.

Klar verhält sich Bella auch mal unvernünftig oder gar dumm. Manchmal ist sie etwas naiv und leichtgläubig, aber ich finde das ist für ihr Alter und in dem Zusammenhang absolut verständlich. Als Leser können wir einen klaren Kopf behalten, ob mir das aber möglich wäre, wenn ich in dem Moment in Bellas Situation gewesen wäre, wage ich zu bezweifeln.


Fazit: Ich liebe dieses Buch! Ich liebe die gesamte Reihe. Jedes Mal, wenn ich mit den Büchern anfange, fühle ich mich „Zuhause“. Ich lese sie immer wieder auf deutsch und auch auf englisch, als Print Exemplare, eBooks oder Hörbücher. Je nachdem, worauf ich gerade Lust habe. Ich denke, das sagt so ziemlich alles.

Bella ist mir unglaublich sympathisch. Ich finde sie super, vor allem ihre Selbstironie. Die Chemie zwischen ihr und Edward ist so toll! Ich schmelze jedes Mal. Auch die Spannungshandlung packt mich bei jedem Lesen. Dieses Buch gehört zu meinen absoluten Lieblingsbüchern.

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Veröffentlicht am 18.04.2020

Der Vergangenheitsteil der Handlung ist emotional echt heftig, die Gegenwart konnte mich nicht packen

Das Liliencottage
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2017: Sharon arbeitet als Model. Um einigermaßen im Geschäft zu bleiben hungert sie sich auf ein gefährliches Gewicht herunter. Eins kommt zum anderen und plötzlich steht Sharon vor dem Abgrund. Ihr Freund ...

2017: Sharon arbeitet als Model. Um einigermaßen im Geschäft zu bleiben hungert sie sich auf ein gefährliches Gewicht herunter. Eins kommt zum anderen und plötzlich steht Sharon vor dem Abgrund. Ihr Freund Ben hat sie verlassen, weil sie keine Kinder will, sie ist bei einer Modenschau zusammengebrochen und hat sich damit zum Gespött gemacht. Sie weiß nicht mehr weiter und da wendet sie sich an die Person, die ihr als einzige ein Zuhause geboten hat: Theodora. Als sie dann auch noch erfährt, dass ihre Jugendliebe Alec immer noch auf Guernsey lebt, bringt das Sharon endgültig durcheinander.

1940: Theodora verliert an ihrem 10. Geburtstag ihre gesamte Familie durch einen betrunkenen Autofahrer. Sie selbst wird schwerverletzt und ist seitdem entstellt. Zudem kann sie nicht ohne zu Hinken laufen. Als die Nazis die Insel besetzen, wollen sie sie schon zur „Entsorgung“ nach Deutschland schicken, doch eine Krankenschwester nimmt das Mädchen bei sich auf. Aber damit ist Theodoras Leidensweg noch längst nicht vorbei.


Theodoras Erzählungen über ihre Kindheit haben mich echt fertig gemacht! Wie konnten die Menschen damals nur so grausam sein?! Sie hat ihre gesamte Familie verloren, ist für immer entstellt und muss mit einer körperlichen Behinderung leben und darf sich nun von Erwachsenen anhören sie sei „hässlich“ und ein „Krüppel“. Ich hätte die alle so gern verprügelt! Und es wird einfach immer schlimmer und schlimmer! Man könnte fast meinen, damals hätte es die ganze Welt einzig und allein auf Theodora abgesehen gehabt. Sie hat mir so oft das Herz gebrochen und ich hätte so gern alle, die sie so furchtbar behandelt haben von den Klippen geworfen!

Ich hatte ehrlich gesagt meine Probleme mit Sharon. Ich empfand sie als sehr unvernünftig und dumm, ihren Körper so zu behandeln. Ich meine, ihre Familie hatte doch immer Geld, warum ist sie dann so darauf versessen als Model zu arbeiten, dass sie dauerhafte körperliche Schäden in Kauf nimmt? Aber ihre Liebe zu Theodora und ihre Fürsorge fand ich toll. Ihre Sehnsucht nach Alec konnte ich aber nicht nachvollziehen, ich fand ihn total unsympathisch.

Alec war von Anfang an so ein elendes A...! Allein wie er mit Sharon spricht als wäre sie eine gehirnamputierte, oberflächliche Schlampe! Geht’s noch?! Er hat mich so furchtbar aufgeregt mit seiner gönnerhaften vor Verachtung triefenden Art! Ich hätte ihn so gern von einer Klippe geschupst! (ja, dieses Buch sprach meine gewalttätige Seite sehr stark an)
Die Erklärung, warum er sich so verhalten hat, hat mir nicht gereicht. Ich kann verstehen, dass ihn das belastet hat, aber das erklärt trotzdem sein ekelhaftes Verhalten nicht.

Raoul, der Mann, der Sharons Elternhaus gekauft hat und eindeutig an ihr interessiert ist wirkte nett, aber er hat eindeutige Absichten, das fällt schon sehr bald auf. Mir kommt es vor, als sähe er nur Sharons äußere, schöne Hülle. Für den Menschen Sharon interessiert er sich nicht wirklich, er täuscht nur gerade so viel Interesse vor, wie es sein muss, um eine Chance bei ihr zu haben. Ich fand ihn ganz am Anfang nett, aber als seine Motive klar wurden, war er bei mir unten durch.

Es gibt auch noch eine „Spannungshandlung“, die ich persönlich, aber ehrlich gesagt nicht spannend fand. Sie diente in meinen Augen nur dazu erst noch größere Verwirrung und Drama in die Handlung zu bringen und ganz kurz vor Schluss für eine Wendung zu sorgen.

Fazit: Leider war das Buch nicht mein Fall. Ich fand die Handlung rund um Theodora interessant und tragisch, sie hat mich echt berührt und fertig gemacht. Ich wollte sie in den Arm nehmen und für sie in den Krieg ziehen. So viel Unrecht ist dieser armen Frau wiederfahren, das macht echt sprachlos.

Sharon war mir lange Zeit nicht sympathisch, nur wenn sie mit Theodora zusammen war oder sich um sie kümmerte, mochte ich sie. Ich konnte nicht verstehen, was sie an Alec fand – ich fand ihn furchtbar. Unglaublich wie gönnerhaft und verächtlich er mit Sharan gesprochen hat, er war ein totaler A...! Die Erklärung, die für sein Verhalten geliefert wurde, hat mir nicht gereicht. Das konnte ihn mir nicht mehr sympathisch machen. Ich konnte ihn überhaupt nicht leiden.

Vieles in diesem Roman baut sich sehr, sehr langsam auf, um dann innerhalb von wenigen Seiten abgeschlossen zu werden. Es ging mir oft zu schnell. Erst wird ewig ein Drama auf das andere gestapelt und dann ganz plötzlich macht die Handlung eine Wende und ich saß da und dachte mir nur: „wie ist das denn jetzt passiert?“. Gerade der Schluss und die Wendung kurz davor kamen für mich viel zu abrupt.

Von mir bekommt das Buch 2 Sterne.

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Veröffentlicht am 17.04.2020

Leider habe ich das Buch nicht verstanden

Uns gehört die Nacht
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Elise und Jamey könnten unterschiedlicher nicht sein. Sie ist nicht hübsch, lebt von der Hand im Mund, pflegt Freundschaften mit Homosexuellen und Obdachlosen und hat eine bunte Vergangenheit. Jamey sieht ...

Elise und Jamey könnten unterschiedlicher nicht sein. Sie ist nicht hübsch, lebt von der Hand im Mund, pflegt Freundschaften mit Homosexuellen und Obdachlosen und hat eine bunte Vergangenheit. Jamey sieht sehr gut aus, stammt aus einer sehr berühmten und extrem reichen Familie, studiert in Yale und lebt mit einem Homophobiker zusammen, den er seinen Bruder nennt. Eigentlich benutzt Jamey Elise nur für Sex. Sie widert ihn an, aber gleichzeitig schafft er es nicht, ihr fern zu bleiben. Und irgendwann widert sie ihn auch nicht mehr an. Doch Jameys Familie und Freunde setzen alles daran Elise aus seinem Leben zu entfernen. Sie gehört zur Unterschicht und mit der gibt man sich einfach nicht ab!


Ich muss ehrlich sagen, dass ich dieses Buch und seine Protagonisten nicht verstanden habe. Es fängt super an, aber dann dauert es nicht lange und es hat mich verloren. Ich finde weder Elise noch Jamey sympathisch. Anfangs finde ich Elise noch interessant, aber ich verstehe sie einfach nicht. Jamey ist am zu Beginn ein A... ein unglaubliches riesen A...! Er benutzt Elise für Sex, will keinerlei Nähe und schon gar nicht darf jemand davon erfahren! Doch so oft er auch versucht ihr fern zu bleiben, er schafft es einfach nicht. Elise dagegen ist schon sehr früh in ihn verliebt – keine Ahnung warum, er benimmt sich schrecklich – und wartet darauf, dass er ihre Gefühle irgendwann erwidert.

Ich hatte meine Probleme mit dem Schreibstil. Ich fand die Gleichnisse oft seltsam und konnte sie nicht nachvollziehen, sie wirken auf mich gewollt kunstvoll und abstrakt, dadurch aber auch sperrig. Die Sprache ist oft abgehakt und die Abschnitte immer wieder sehr sprunghaft. Ich empfand die Erzählweise als oberflächlich. Ich hatte nie das Gefühl wirklich an die Protagonisten heranzukommen.

Es gibt sehr viele Sex-Szenen, aber ich fand sie ehrlich gesagt nicht besonders. Weder waren sie gefühlvoll noch irgendwie aufregend. Es war einfach Sex.

Die beiden stammen aus verschiedenen Welten. Weder seine noch ihre Welt akzeptiert die Beziehung, zumindest wenn es um die Familie geht. Wobei Elises Familie noch eher damit klar kommt. Aber Jameys Familie zieht absolut alle Register, um Elise fertig zu machen und Jamey zu zeigen, dass sie es nicht „wert“ ist, seine Freundin zu sein. Es ist echt heftig, was die sich alles einfallen lassen.

Kurz vor Schluss gibt es eine Wendung, die ich absolut überhaupt nicht nachvollziehen kann. Ich versteh sie einfach nicht. Ich merke, wozu sie dienen soll, um die Hilflosigkeit von Elise zu unterstreichen und den beiden als Paar eine andere Seite zu geben, aber ich dachte die ganze Zeit nur „hä?“.

Die Geschichte hat definitiv ihre Längen. Leider wiederholt sich auch vieles, wodurch ich aufpassen musste, nicht komplett wegzudriften. Mich hat das Buch leider weder packen noch begeistern können. Ich habe es einfach nicht verstanden. Ich bin weder aus den Protagonisten noch aus der Handlung selbst schlau geworden.


Fazit: Leider habe ich das Buch nicht verstanden. Ich saß sehr oft beim Lesen da und dachte mir einfach nur „hä?“. Ich konnte zu den Protagonisten keine Beziehung aufbauen und fand beide auch nicht sympathisch. Ich empfand den Schreibstil als anstrengend. Es fiel mir schwer bei den sperrigen Sätzen zu folgen und die Gleichnisse waren mir zu abstrakt und seltsam.
Mich hat das Buch leider nicht packen können. Ich habe weder mitgefiebert noch die Seiten verschlungen. Ich musste mich immer wieder zwingen weiterzulesen. Ich habe das Buch einfach nicht verstanden, es hat mich verwirrt und war leider einfach nicht meins.

Ich habe lange überlegt, wie viele Sterne ich vergeben soll und habe mich letztlich für ganz knappe 2 Sterne entschieden.

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