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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.09.2017

Märchenhaft

Amrita
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Vollständige Rezension: derbuecherwald.blogspot.de

Amritas Geschichte hat mich sehr an ein oientalisches Märchen erinnert. Denn die Atmosphäre ist wunderschön und märchenhaft und wird in schillernden ...

Vollständige Rezension: derbuecherwald.blogspot.de

Amritas Geschichte hat mich sehr an ein oientalisches Märchen erinnert. Denn die Atmosphäre ist wunderschön und märchenhaft und wird in schillernden Farben beschrieben. Außerdem spielt die Magie und das Schicksal in diesem Buch eine sehr große Rolle. Es gibt Sagen und Erzählungen, die sich im Laufe von Amritas Reise als wahr oder falsch herausstellen. Außerdem gibt Aditi Khorana im Nachwort der Geschichte eine bemerkenswerte Moral, die ich aber nicht so einfach verraten will.

Amritas Reise war für den Leser sehr gut zu verfolgen. Es gab keine Stellen, an denen ich dachte "hier hätte man ausführlicher beschreiben können" oder "jetzt wird es aber sehr langatmig". Im Gegenteil es wurde durchgehend Spannung erhalten und so konnte ich gar nicht genug kriegen von dem orientalischen Reich, in dem Amrita lebt. Ständig sind neue Aspekte aufgetaucht, die aber alle sehr gut miteinander vernetzt waren, sodass sich eine runde Geschichte ergab.

Der Schreibstil ist leicht zu lesen und ein bisschen ausgeschmückt, durch besonders schöne Beschreibungen. Die wunderschönen Schauplätze dieses Buches wurden so gut beschrieben, dass man einfach in das Buch abtaucht und gar nicht mehr wieder auftauchen möchte.

Von den Charakteren hatte ich nach den ersten paar Kapiteln nicht viel erwartet, doch im Lauf der Geschichte, haben sie sich als außergewöhnlich herausgestellt. Besonders Amrita ist selbstbewusst und mutig, aber auch bedacht und klug. Durch die vielen Facetten der Personen wurde es beim Lesen nie langweilig.

Dieses Buch ist wirklich was für jung und alt. Besonders wer sich für Märchen begeistert, wird es lieben.

Mir ist wirklich nichts Negatives aufgefallen. Das einzige von dem ich sagen kann, dass es mich nicht so begeistert hat ist, dass die Bibliothek des Seins nur relativ kurz erwähnt wird. Ich hatte erwartet, dass es vor allem um Bücher geht. Doch obwohl sich diese Erwartung nicht erfüllt hat, hat mich "Amrita-Am Ende beginnt der Anfang" keinesfalls enttäuscht.

Veröffentlicht am 03.09.2017

Rezension: "Frostnacht", Jennifer Estep

Frostnacht
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Vollständige Rezension: http://derbuecherwald.blogspot.de/

Wie in den vorigen Bänden konnte auch hier der flüssige und humorvolle Schreibstil, sowie die sympathischen und gut ausgearbeiteten Charaktere ...

Vollständige Rezension: http://derbuecherwald.blogspot.de/

Wie in den vorigen Bänden konnte auch hier der flüssige und humorvolle Schreibstil, sowie die sympathischen und gut ausgearbeiteten Charaktere überzeugen. Es mangelte nicht an Spannung und den wunderbar genauen Beschreibungen von Jennifer Estep, welche wundervolle Settings, wie etwa die Eir-Ruinen, gestalten und einfach nur zum Träumen einladen.

Auch in diesem Band gibt es wieder einen Ortswechsel, wie bereits in Band zwei. Allerdings geht es diesmal nicht in ein Ski-Resort, sondern auf die Suche nach einer seltenen Blume, die nur in den Rocky Mountains wächst. Dieser Ortswechsel wirkt sich sowohl positiv, als auch negativ auf das Buch aus.

Einerseits bringt er Abwechslung in den sonst üblichen Schulalltag der Protagonisten und somit auch in das Buch. Außerdem lernt man natürlich neue Personen kennen, die auch sehr positiv auffallen. Ein Beispiel dafür ist Rory, die in einer ganz ähnlichen Situation wie Gwen steckt und meiner Meinung nach besonders durch ihr Durchhaltungsvermögen überzeugt. Auch erfährt man viele neue Dinge über Gwens Familie, von denen man gar nicht erwartet hätte, dass sie existieren, geschweige denn, dass man von ihnen erfährt.

Der Fokus liegt in diesem Buch also auch deutlich auf Gwens Familie und deren Vergangenheit, von der sie selbst nicht einmal wusste. Dadurch rücken allerdings andere, bereits bekannte und sehr geliebte Personen in den Hintergrund und werden kaum noch oder nur beiläufig erwähnt. Sehr schade finde ich das besonders bei Oliver, der das ganze Buch über gefühlt nur am SMS schreiben ist. Genauso sieht es mit der griechischen Göttin Nike und ihrer Verbindung zu Gwen aus - sie sind einfach nicht mehr so präsent, wie in den Bänden zuvor.

Eine weitere positive Sache, die mit dem Ortswechsel einhergeht ist, dass auch in diesem Buch wieder neue mythologische Gestalten zum Tragen kommen. Diese wurden zwar zuvor schon erwähnt, waren aber eher nebensächlich. Hier zeigt sich dann auch wieder ganz klar Gwens Verbindung zu Tieren, die man schon von Nott bzw. Nyx kennt.

Was in diesem Buch leider viel zu einfach dargestellt wurde, waren die Kämpfe mit den Schnittern des Chaos. Hier hatten es die Mythosschüler meist mit einer gewaltigen Überzahl an Gegnern zu tun, die sie allerdings mühelos besiegen konnten, meist ohne auch nur eine einzige Verletzung dabei zu erleiden. Wer der übliche "Seitenwechsler" ist, der oft vorhanden ist (also eine Person, die sich als gut ausgibt, aber eigentlich böse ist (Beispiel: Preston in Band 2)) war mir schon relativ früh klar. Ich weiß nicht, ob es eine besondere Intuition war, aber diese Person kam mir von Anfang an einfach sehr suspekt vor und überraschte ich mit seinem späteren Bekenntnis zu Loki überhaupt nicht.

Was ich an diesem Buch fast schon nervig fand war die Abwesenheit von Logan und das damit verbundene Gejammer von Gwen, das nicht aufhören wollte. Kaum dachte man, dass es endlich vorbei sei und sie es überwunden hätte, fing sie wieder damit an. Ich kann es ja verstehen, dass sie traurig ist, aber es war mir leider einfach zu viel.

Veröffentlicht am 24.08.2017

Philosophisch, politisch, realistisch

Und Marx stand still in Darwins Garten
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Vollständige Rezension: derbuecherwald.blogspot.de

Dieser Roman ist einfach unglaublich interessant. Ilona Jerger hat nämlich einige Recherchen angestellt, um Darwin und Marx so realistisch wie möglich ...

Vollständige Rezension: derbuecherwald.blogspot.de

Dieser Roman ist einfach unglaublich interessant. Ilona Jerger hat nämlich einige Recherchen angestellt, um Darwin und Marx so realistisch wie möglich darzustellen. Es wird deutlich, dass sie sich dabei sehr viel Mühe gegeben haben muss, denn die Personen wirken realistisch und keineswegs poetisiert. Ich hatte wirklich das Gefühl Darwin und Marx ein Stück weit kennenzulernen.
Wer etwas mehr über diese beiden Herren erfahren möchte, ohne gleich die Biographien lesen zu müssen, dem kann ich dieses Buch nur empfehlen. Wer sich jedoch wirklich über Darwin oder Marx informieren möchte, dem könnte dieser Roman zu wenig Informationen enthalten.

Des Weiteren ist "Und Marx stand still in Darwins Garten" ein sehr philosophisches Buch. Denn sowohl Marxs als auch Darwins Philosophien und die einiger anderer Herren werden dargestellt. Der Leser wird angeregt über Naturwissenschaften, Politik und Glaube nachzudenken und auch andere Sichtweisen nachzuvollziehen. Denn das Marx und Darwin oft unterschiedlicher Meinung sind, lässt sich in dem Zitat wohl erkennen.

Durch die Figur des Doktor Becket werden die Denkweisen dieser Herren interessant verglichen und eine relativ neutrale Person hinzugefügt, die daraus ihre Schlussfolgerungen zieht.
Man muss sich jedoch bei diesem Roman keine Sorgen machen, dass der Schreibstil unter den komplizierten Philosophien leidet. Denn die Sprache dieses Romans ist leicht zu verstehen und auch leicht zu lesen.

Außerdem ist gerade die Atmosphäre in Darwins Haus, insbesondere im Garten, perfekt zum abtauchen. Denn man kann sich den gepflegten großen Garten gut vorstellen und wie angenehm es sein muss hindurchzuspazieren.

Ich muss jedoch sagen, dass ich von der letztendlichen Begegnung von Marx und Darwin etwas mehr erwartet hätte. Möglicherweise wollte Ilona Jerger an dieser Stelle nicht zu viel erfinden, um sich möglichst nah an die Fakten halten zu können.

Ein weiterer kleiner Kritikpunkt ist für mich, dass in dem Roman häufig versucht wir darzustellen, dass Marx nicht perfekt Englisch spricht. Dazu werden hin und wieder ein paar krumme englische Wörter in den deutschen Text eingebaut. Jedoch sind nicht alle davon direkt falsch, weshalb mir erst spät aufgefallen ist, was sie zu bedeuten haben.

Veröffentlicht am 22.08.2017

Empfehlenswert

Waldesruh
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Spannung bis zur letzten Seite!
Da ich schon viele Arena Thriller gelesen habe, war ich überzeugt davon, dass dieser Band genauso spannend wird, wie fast alle. Und ich wurde nicht enttäuscht.
Schon gleich ...

Spannung bis zur letzten Seite!
Da ich schon viele Arena Thriller gelesen habe, war ich überzeugt davon, dass dieser Band genauso spannend wird, wie fast alle. Und ich wurde nicht enttäuscht.
Schon gleich am Anfang wird man mit dem Problem des Heims konfrontiert und der Verzweiflung der drei Geschwister.
Am Anfang erfährt man noch nicht die ganze Geschichte der drei, so dass man noch nicht jedes Gefühl nachvollziehen kann und die Charaktere undurchschaubar wirken. Doch genau das ist es was mich an das Buch gebunden hat. Neugier! Die Großmutter selbst scheint ein Mysterium für sich zu sein und genau das müssen Emily, Marie und Janna lösen, wenn sie heil aus der vertrackten Lage herauskommen wollen.
Wer gerne kapitelweise ein Buch liest, den muss ich hier leider enttäuschen, denn dieses hat keine! Aber genau das hat mich dazu gebracht, immer weiter zu lesen, natürlich neben der ganzen Spannung!
Die Hauptperson Emily blieb mir das ganze Buch über unnahbar, denn trotz der Einblicke in ihre Gefühlswelt, waren es hauptsächlich die Geschwister, die man besser verstehen konnte. Gerade Janna wurde mir im Laufe des Buches sympathischer und Marie fremder!
Besonders gegen Ende konnte ich nicht mehr aufhören zu lesen, denn gerade als man dachte, die Kinder wären über dem Berg, wendete sich das Blatt. Es war überraschend, denn es war ein ernstes Thema, das mich sehr interessiert, aber vorher nur ganz leicht angeklungen ist.

Veröffentlicht am 22.08.2017

Spannung pur

Schattenherz
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Einfach genial!
Nicht ein einziges Mal, hat die Spannung nachgelassen! Ab und an wurde dem Leser zwar gezeigt, was Malins Stiefvater unternimmt, damit er seinem Ziel näher kommt, das aber vorerst unbekannt ...

Einfach genial!
Nicht ein einziges Mal, hat die Spannung nachgelassen! Ab und an wurde dem Leser zwar gezeigt, was Malins Stiefvater unternimmt, damit er seinem Ziel näher kommt, das aber vorerst unbekannt bleibt und somit kein Interesse verloren geht.
Ein besonderer Nervenkitzel war nicht nur die Flucht, sondern auch der Einbruch in das Haus von Malin, denn es war immer eine Frage der Zeit, ob sie erwischt werden oder nicht. Doch ich finde die drei sind ein gutes Team, auch wenn Kelly nicht zu ihnen passt und scheinbar alles für eine Art Spiel hält. Allerdings brachte sie ein wenig Farbe in die ansonsten triste und gefährliche Geschichte, das mir sehr gefiel.
Auch ansonsten waren die Perspektivenwechsel sehr aufschlussreich und zeigten einem sowohl die auswegslose Situation, als auch einen Funken Hoffnung, den Malin, Kelly und Anatol natürlich nicht kennen konnten.
Irgendwie fand ich es amüsant, wenn man die Gespräche von dem Stiefvater und dem Anwalt gelesen hat, denn es hat mich ein bisschen an die Schule erinnert. Der Anwalt als Lehrer versucht dem Schüler (Stiefvater) etwas zu erklären, der Schüler sich für schlauer hält, aber wir als Leser genau wissen: Dem ist nicht so! Natürlich wird das nicht so deutlich gesagt, dass der Stiefvater dumm ist, aber schon allein die Metapher mit dem Schachspiel, das ein Strategiespiel ist und er gnadenlos versagt, sagt schon alles. Diese Gespräche waren für das Buch aufschlussreich, denn es zeigte, dass der Stiefvater zwar was das strategische angeht, unterbelichtet ist, aber seine prollige Art, alles mit Gewalt zu lösen nicht minder gefährlich ist.
Das Ende war super und ich konnte das Buch nicht weglegen. Viel Spannung und Informationen, aber nicht zu viel auf einmal!