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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.12.2020

Supervulkan, Monster...der Weltuntergang könnte nicht brutaler sein!

KAIJU WINTER
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Der Titel hat mich sehr neugierig gemacht und da mich Dystopien und Weltuntergangsszenarien makaberer Weise faszinieren, kam ich um das Buch nicht drumherum. Die Schreibweise und der Erzählstil sind anfangs ...

Der Titel hat mich sehr neugierig gemacht und da mich Dystopien und Weltuntergangsszenarien makaberer Weise faszinieren, kam ich um das Buch nicht drumherum. Die Schreibweise und der Erzählstil sind anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, aber man gewöhnt sich schnell daran und ist schnell mitten in der Handlung. Durch die dann aufkommende Spannung mit ihren Wendungen, Überraschungen und ausgiebiger Action, ist man zusätzlich noch ans Buch gefesselt. Die Handlung ist einfach, aber sehr genial umgesetzt und ausgebaut worden. Vieles mag nicht ganz realistisch sein, aber es ist ja nun mal das Recht der künstlerischen Freiheit. Noch dazu geht es hier nicht nur um das bevorstehende Ende der Welt an sich, auch auf das Zwischenmenschliche wird eingegangen, was die Protagonisten gleichgesetzt mit Vulkan und Monstern in den Vordergrund setzt. Die Charaktere sind auf ihre Art und Weise sympathisch, selbst den Häftling kann man sich nicht mehr so schnell aus der Gruppe wegdenken.
Die aufkommenden Theorien bezüglich der aufgetauchten Monstern, was genau sage ich hier nicht wegen der möglichen Spoilergefahr, finde ich genial und faszinierend. Da kann sich die Menschheit warm anziehen. Und dann kam auch noch der dicke Cliffhanger am Ende, der wieder alles ändert und das letzte bisschen Hoffnung zu nichte machen droht...
Das Buch ist wirklich rasant, voller schwarzem Humor, super Protagonisten und viel, viel Action, Spannung und Gemetzel. Wirklich ein lohnende Zeitvertreib.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.12.2020

Geniale Darstellung des dunklen Wahnsinns

Die neunte Konfiguration
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Der Klappentext hat mich von Anfang an neugierig gemacht, ich musste das Buch einfach lesen. Und dieser Ritt durch die dunklen Wege des Irrsinns und Wahnsinns eines Menschen war einfach nur der Hammer.
Auf ...

Der Klappentext hat mich von Anfang an neugierig gemacht, ich musste das Buch einfach lesen. Und dieser Ritt durch die dunklen Wege des Irrsinns und Wahnsinns eines Menschen war einfach nur der Hammer.
Auf den ersten Seiten hatte ich noch ein paar Schwierigkeiten, mich einzufinden, aber je weiter ich las, desto tiefer und besser kam ich in der Geschichte und Handlung an. Was, und vor allem wie der Autor es vollbracht hat, eine solch geniale Darstellung und Verkörperlichung des menschlichen Wahnsinns, seiner Formen und Ausprägungen, zu erschaffen, ist einfach nur sensationell. Er verherrlicht, verunglimpft oder vereinfacht es nicht, auf keinen Fall. Mit seinen so unterschiedlichen Charakteren präsentiert er genauso viele Facetten, wobei wirklich jede einzigartig und düster ist, wie man es sich gar nicht vorstellen mag oder kann. Die aufgegriffene Theorie, die sich an "Hamlet" anlehnt und von Cutshaw vorgestellt wird, über die Ursache des Irrsinns der unterschiedlichen Soldaten, ist faszinierend und fesselnd zugleich. Die darauffolgende Umsetzung durch Kane, das war unglaublich zu lesen. Man hat als Leser selber den Wandel gemerkt an den Protagonisten. Und dann der Wendepunkt. Zum einen hat man es halbwegs erwartet, zum anderen doch wieder nicht. Es hat mich auf jeden Fall sehr überrascht und noch mehr in den Bann gezogen.
Die Atmosphäre ist gelegentlich drückend, aber auch humorvoll gestaltet und sehr tiefgründig, wenn nicht sogar gelegentlich philosophisch. Das Buch ist wirklich einzigartig, so etwas habe ich bisher noch nie gelesen. Wenn selbst beim Leser das Mitgefühl derart stark geweckt wird, von Cutshaw, Kane und den anderen zu lesen, das ist wirklich meisterhaft geschrieben. Ich habe das Buch in einem Rutsch gelesen, ich konnte es einfach nicht aus der Hand legen. Am Ende hat es mich erst einmal sprachlos und ein wenig ausgelaugt und leer zurück gelassen. Definitiv werden mich Reno, Fairbanks, Cutshaw und vor allem Kane noch eine Weile in Gedanken begleiten. So schnell kann man sie nicht vergessen.
Ich kann dieses Buch wirklich empfehlen, man sollte es aber nicht als Nebenbei-Lektüre betrachten, man muss sich schon darauf einlassen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.12.2020

Schockierende Jagd nach Gerechtigkeit

Der erste Tote
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"Der erste Tote" ist ein gelungenes Erstlingswerk und zieht einen schon mit seinem Cover in seinen Bann. Die Farben und Motive sind ein wahrer Hingucker und lassen einen wirklich neugierig nach dem Buch ...

"Der erste Tote" ist ein gelungenes Erstlingswerk und zieht einen schon mit seinem Cover in seinen Bann. Die Farben und Motive sind ein wahrer Hingucker und lassen einen wirklich neugierig nach dem Buch greifen. Der Schreibstil ist fast genauso hypnotisierend. Die bildhafte und bildgewaltige Sprache, die direkt, offen und so kaltschnäuzig ehrlich ist, wie man es selten liest, nehmen den Leser mit in die düsteren und dreckigen Straßen der Vororte Mexikos und mit hinein in das üble Treiben der Narcos, Großkonzerne und Korruption innerhalb der Behörden, die eigentlich für Sicherheit und Ordnung sorgen sollen.
Die Protagonisten, Andrew und Carlos sind einem gleich sympathisch. Ihre eigentliche Story, die sie als Journalist und Photograph recherchieren sollen, erhält einen kleinen Dämpfer, als die beiden mit ansehen, wie die Polizei die Leiche eines ermordeten Studenten verschwinden lassen. Bei der Aktion Blut geleckt, geht Carlos der Sache alleine weiter nach, was verhängnisvolle Folgen hat. Nun steht Andrew allein da, seines Freundes auf brutale Weise beraubt und versucht die Wahrheit ans Licht zu bringen. Für Carlos und alle anderen unschuldigen Opfer. Ein übles Katz und Maus Spiel beginnt, dass auch Andrew's Leben in Gefahr bringt. Wird er es schaffen, die dunklen Geschäfte und Machenschaften, die sich hinter den Konzernen und in den Reihen der Behörden verbergen, aufzudecken?
Ihr solltet das wirklich herausfinden. Das Buch ist mit seiner düsteren und gehetzt wirkenden Atmosphäre ein wirklich genialer Thriller mit Gänsehautgarantie. Selbst als Leser bekam ich öfter das Gefühl, über die Schulter blicken zu müssen, ob mir nicht jemand nachstellt. Das Buch, Andrew, die Story, sie gehen einem wirklich unter die Haut. Noch dazu gibt es einem Einblicke in eine Welt, bei der man hofft, dass sie wirklich nur Fiktion und erdacht ist, aber dennoch in ähnlicher Form ständig in den Nachrichten zu sehen ist. Was das traurige, makabere, aber auch faszinierende an diesem Werk ist.
Alles in allem fand ich das Buch wirklich gelungen und spannend gemacht. Die Anmerkungen am Ende und somit die Bestätigung dafür, dass die Inhalte auch autobiographische sind, ließ mir einen Schauer über den Rücken laufen, machte das Gelesene aber auch gleich authentischer und noch düsterer. Auch wenn viel Fiktion ist, steckt auch ein Körnchen Wahrheit darin. Daher bin ich gespannt, ob es wirklich zu einer Trilogie kommen wird!
Ich kann das Buch wirklich empfehlen!

  • Cover
  • Spannung
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.11.2020

Der Sommer, der alles veränderte...

The Music of What Happens
4

Ich hatte schon so einiges von "The Music of What Happens" gehört, dass ich dem Buch nicht widerstehen konnte. Das Cover ist schon ein toller Hingucker und auch der Klappentext verspricht ebenfalls ein ...

Ich hatte schon so einiges von "The Music of What Happens" gehört, dass ich dem Buch nicht widerstehen konnte. Das Cover ist schon ein toller Hingucker und auch der Klappentext verspricht ebenfalls ein Lesevergnügen zu sein.
Der Schreibstil ist gut und passt auch zum Erzählstil. Die Einteilung der Kapitel in die unterschiedlichen Sichtweisen der Protagonisten fügen sich gut in die Handlung ein und geben dem Leser dadurch mehr das Gefühl, direkt mit in der Geschichte zu sein. Allerdings stört die gelegentlich gewollt klingende "Jugendsprache" ein wenig den Lesefluss und wirkt etwas fehl am Platz.
Die Charaktere sind super getroffen und Max und Jordan waren mir gleich sympathisch. Ihre gemeinsame Zeit verbringen die beiden erst widerwillig und gezwungenermaßen miteinander in dem alten Food - Truck, aber das ändert sich von Tag zu Tag. Max bemerkt vom ersten Tag an, dass Jordan Probleme hat, nicht nur wegen dem "Dramaauftritt" von dessen Mom. Aber er will helfen, liebt er doch das Kochen. Und außerdem hilft es ihm selbst ganz gut dabei, sein Geheimnis und die dunklen Gedanken damit zu verdrängen, die ihn heimsuchen. Anfangs keinen Schimmer, was sie da eigentlich machen, mausern sich die beiden zu einem guten Team an Grill und Mixer. Doch was wäre es für ein Abenteuer, das dringend benötigte Geld zu verdienen, ohne ein paar deftige Hürden auf dem Weg. Aber Jordan stellt sich den Herausforderungen mit Max an seiner Seite und entdeckt Seiten an sich, die er selbst noch nicht kannte. So auch Max. Die beiden entwickeln ein Gespür für den anderen und sehen den wahren Jungen hinter der jeweiligen Maske. Aber ist da noch mehr als nur Freundschaft? Wer weiß, ob sie den Mut haben, auf den anderen zuzugehen...
Das Setting mit dem Food-Truck ist schön gewählt und passt auch irgendwie gut zu den beiden Jungs. Die Hintergründe, was Jordan mit dem Truck seines Vaters verbindet, das fehlende Geld und seine chaotische Mutter sind da nur die Spitze des Eisbergs, als alles aufgebaute zusammen zu brechen droht. Wobei wir bei einem weiteren Punkt wären. Das Buch greift Themen auf, die auf die Art und Weise, wie sie in die Handlung verwoben wurden, gut dargestellt und für junge Leser gut vermittelt werden. Einiges war dennoch für mich unverständlich gelöst, aber das mag Ansichtssache sein.
Alles in allem ist das Buch ein kleiner Lesegenuss, der auch Spaß macht, wenn man sich auf ihn einlässt. Was mich aber gestört hat und worüber ich nicht so ganz hinweg komme, ist das rasante und meiner Meinung nach eher zu gewolltes Ende. Das war leider enttäuschend nach der ganzen Handlung. Da hätte der Autor mehr machen können, das Potential ist da definitiv vorhanden. Nichtsdestotrotz kann ich das Buch für ein paar ruhige Lesestunden empfehlen, unter Berücksichtigung der Trigger-Warnung natürlich.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
  • Thema
Veröffentlicht am 23.11.2020

Der Spaß am Zeichnen ist schnell geweckt!!

Zeichnen lernen in 5 Wochen
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Als Kind und während meiner Schulzeit habe ich viel und gerne gezeichnet oder gemalt. Im Laufe der Zeit ist das leider weniger geworden, da man die Zeit nicht mehr hatte oder sich nicht nehmen konnte oder ...

Als Kind und während meiner Schulzeit habe ich viel und gerne gezeichnet oder gemalt. Im Laufe der Zeit ist das leider weniger geworden, da man die Zeit nicht mehr hatte oder sich nicht nehmen konnte oder wollte. Doch dann habe ich dieses Buch entdeckt und dachte mir "Warum nicht mal wieder zum Stift greifen?". Ich hatte schon lange wieder mal Lust und Muße, mich vor ein leeres Blatt Papier zu setzen, aber der letzte Schritt fehlte immer noch. Da kam mir "Zeichnen lernen in 5 Wochen" gerade recht, um wieder reinzukommen. Und es macht immer wieder Spaß, sich durch die Seiten zu lesen, die Mitmachbereiche zu erproben und sich zusätzlich noch die Erklärvideos anzusehen. Man bekommt durch den leichten Einstieg und die jeweiligen Übungen schnell ein Gefühl für das Zeichnen und kommt schnell wieder in den Fluß, zumindest war es für mich ein super Wiedereinstieg. Es macht Spaß seine eigenen Fortschritte im Buch mitverfolgen zu können und zu sehen, wie man sich von Tag zu Tag und Woche zu Woche steigert und seine Fertigkeiten verbessert und seinen eigenen Stil zu finden versucht. Das war und ist immer ein kleines Highlight am Tag, mich für eine oder zwei Stunden mit dem Buch und meinen Utensilien zurückzuziehen und einfach mal auf diese Weise die Seele baumeln zu lassen. Man kann super dabei abschalten und vergisst dabei auch schon einmal ein klitzekleines bisschen die Zeit.
Die Erklärungen sind wirklich super und leicht nachzuvollziehen, so ist das Buch definitiv auch gut für Kinder geeignet. Ich kann das Buch nur jedem empfehlen, der wieder mit dem Zeichnen anfangen oder überhaupt seine ersten Gehversuche mit Bleistift & Co. wagen möchte! Es ist wirklich klasse gemacht, die Idee dahinter super umgesetzt und definitv wird bei jedem schnell der Spaß am Zeichnen geweckt!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere