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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.05.2020

Spannender Auftakt mit leider schwachem Ende

Der gute Cop
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Der Klappentext klang für mich wirklich mehr als spannend und auch viel versprechend. Noch dazu ist der Schreibstil wirklich gut und liest sich recht flüssig. Die Protagonisten sind interessant, alle miteinander. ...

Der Klappentext klang für mich wirklich mehr als spannend und auch viel versprechend. Noch dazu ist der Schreibstil wirklich gut und liest sich recht flüssig. Die Protagonisten sind interessant, alle miteinander. Sie haben ihre Ecken und Kanten, geben aber nie zu viel von sich Preis, so dass man immer auf einen kleinen Brocken mehr hofft, was auch die Spannung ein wenig antreibt in der Handlung selbst.
In der Handlung selbst gibt es zwei verschieden Mordserien, die die Ermittler um MacNeice so schnell es nur geht lösen müssen. Der eine scheint sich um rivalisierende Biker-Gangs zu handeln, die ihre Kreise zum einen in die USA als auch in die Reihen von hohen Unternehmerbossen zu ziehen scheint, die sich aus dem neuesten Projekt und Vorhaben des Bürgermeisters hervortun. Die Verwicklungen und Verzweigungen sind hier wirklich sehr gut umgesetzt, man verliert aber nie den roten Faden, so dass sie Spannung selbst in dem Fall auch nie wirklich flöten geht. Und dann gibt es "nebenbei" noch die Mordserie an erfolgreichen Frauen mit Migrationshintergrund. Der Fall war am Anfang auch interessant, lässt zum Ende hin allerdings sehr nach und endet auch meiner Meinung nach eher unbefriedigend. Der Biker-Fall war da weit besser dargestellt, mehr im Rampenlicht und hätte auch alleine gut und gerne für den Roman ausgereicht.
Alles in allem fing "Der gute Cop" echt gut an, ließ dann aber doch nach und schwächelte arg. Es war keine verschwendete Lesezeit, das nicht, aber ich würde das Buch nicht unbedingt noch einmal lesen. Wer Lust auf eine spannende, verzwickte Ermittlung hat und gerne selber miträtselt, dem kann ich das Buch empfehlen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.04.2020

Schaurig spannendes Thrillerdebüt

Das Dorf der toten Seelen
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Cover und Titel des Buches wirken etwas verstörend und unheimlich, machen aber umso neugieriger, was sich hinter dem Buchdeckel wohl verstecken mag. Nachdem ich dann auch noch die Leseprobe gelesen hatte, ...

Cover und Titel des Buches wirken etwas verstörend und unheimlich, machen aber umso neugieriger, was sich hinter dem Buchdeckel wohl verstecken mag. Nachdem ich dann auch noch die Leseprobe gelesen hatte, musste ich dieses Buch einfach lesen. Es ist wirklich ein geniales Thrillerdebüt der Autorin. Die Atmosphäre ist düster, unheimlich und neigt immer wieder zu Gänsehaut-Momenten. Allein die Vorstellung in ein wie von Geisterhand verlassene Dorf zu betreten, dort zu übernachten und dem Geheimnis des Verschwindens sämtlicher Bewohner auf die Spur zu gehen, weckt selbst im Leser gruselige Abenteuerlust. Ich konnte das Buch nie sehr lange aus der Hand legen, es hatte mich wirklich in seinem Bann. Der Schreibstil und die Erzählweise sind sehr fließend und bildhaft. Die Perspektive durch die Erzählung der Protagonistin Alice ist klasse gewählt und umgesetzt. Dadurch fühlte man sich nahezu wie ein Mitglied ihrer Gruppe und Filmcrew. Als dann die geheimnisvollen und unheimlichen Dinge passieren und Alice und ihre Freunde den verlorenen Seelen des Dorfes langsam auf die Spur kommen, was vor so vielen Jahren passiert sein könnte, ist man selbst mit am spekulieren und rätseln.
Das Ende hat mich dann doch überrascht, aber auch ein klitzekleines bisschen enttäuscht. Das Ende wirkte so plötzlich und abgehackt. Es war gut umschrieben und auch schlüssig erklärt, aber es fehlte dennoch das gewisse Etwas.
Nichtsdestotrotz kann und würde ich dieses Buch wirklich empfehlen. Es lohnt sie, dieses schaurige Abenteuer anzugehen und die schockierende Geschichte von Silvertjärn zu erfahren!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.04.2020

Bildgewaltiges Abenteuer

Das Reich der Grasländer 1
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Das Buch hat mich aufgrund seines tollen Covers und seines Klappentextes angesprochen und neugierig gemacht. Dass es der erste Teil des zweiten Bandes einer Trilogie ist, hat mich dann doch kurz stutzen ...

Das Buch hat mich aufgrund seines tollen Covers und seines Klappentextes angesprochen und neugierig gemacht. Dass es der erste Teil des zweiten Bandes einer Trilogie ist, hat mich dann doch kurz stutzen lassen. Aber! Dadurch, dass am Anfang des Buches die ersten Bücher super zusammengefasst sind, kann man eigentlich gleich mit dem Lesen beginnen. Gut, hier und da muss man noch einmal zurück blättern, um etwas nachzulesen, aber das nimmt einem nicht die Freude am Buch. Noch einmal kurz erklärt, für die, die sich wegen der Trilogie-Sache wundern. Im Original besteht die Reihe aus drei Büchern, da diese aber sehr umfangreich sind, wurden sie für den deutschen Markt jeweils gesplittet, so dass Teil 1 aus zwei Büchern besteht, genau wie Teil 2 etc.
Man liest sich sehr schnell ein, der Schreibstil und die Erzählweise erleichtern einem den Eintritt in Tad Williams Welt, so dass man eigentlich nicht das Gefühl hat, groß etwas verpasst zu haben. Und falls das doch mal der Fall sein sollte, so helfen einem die Zusammenfassung und das Glossar am Ende sehr gut auf die Sprünge. Einige Szenen waren dennoch sehr umfangreich, ja nahezu sehr ausschweifend erzählt, da hätte man bestimmt ein wenig kompakter sein können.
Zur Handlung selbst werde ich nicht viel sagen, das würde den Rahmen sprengen. Nur soviel sei gesagt, die ganze Handlung mit seinen verschiedenen Schauplätzen und Charakteren ist sehr komplex und vielschichtig. Die Charaktere wachsen einem schnell ans Herz und stellenweise fühlte ich mich auch ein wenig an Game of Thrones erinnert. Dennoch könnte man das Gefühl bekommen, den Faden zu verlieren. Daher würde ich wirklich empfehlen, mit dem ersten Band der Reihe anzufangen, um direkt von Anfang an im Geschehen eintauchen zu können. Das bringt noch mehr Lesespaß und noch mehr Zeit in der sehr bildgewaltigen Welt von Tad Williams.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.03.2020

Was tut man alles, um die zu schützen, die man liebt...?

Marta schläft
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"Marta schläft" ist das erste Buch, das ich von Romy Hausmann gelesen habe. Der Einband wirkt so herrlich unscheinbar, gibt aber doch soviel schon preis, was man im Nachhinein feststellen wird.
Der Klappentext ...

"Marta schläft" ist das erste Buch, das ich von Romy Hausmann gelesen habe. Der Einband wirkt so herrlich unscheinbar, gibt aber doch soviel schon preis, was man im Nachhinein feststellen wird.
Der Klappentext hatte mich wirklich neugierig gemacht und ich kam nicht von dem Buch los. Der Aufbau mit den Zeitsprüngen, der Briefform und den jeweiligen Erzählstilen sind wirklich gut gelungen, passen gut in die Handlung und lassen den Leser noch inniger mit Nadja mit fühlen,mit fiebern oder gar mit leiden.
Was mich auch gleich zu den Charakteren bringt. Alle miteinander sind schön ausgearbeitet und ziehen den Leser in seine Bann. Der eine mehr, der andere weniger. Viele wachsen über sich hinaus auf dieser Reise, aber ob es ihnen auch am Ende etwas bringt, verrate ich mal lieber nicht.
Zunächst wirkt der Anfang des Buches noch etwas verwirrend und man fragt sich, wie alles zusammenhängen mag oder inwieweit der eine mit der anderen in Verbindung steht. Aber letztendlich bewegt sich doch alles auf ein gemeinsames Ziel hin. Und je näher man dem Finale kommt, desto mehr macht alles Sinn und ergibt ein fertiges Puzzles. Nichtsdestotrotz haut einem die Autorin hier auch schnell mal den Boden unter den Füßen weg und wartet mit Wendungen auf, die man so nun wirklich nicht hat kommen sehen oder erwartet hat. Das Ende ist, tja, überraschend. Emotional, aufwühlend, erfreulich, ergreifend, fast die gesamte Gefühlspalette wird hier abgerufen. Man kann das Buch eigentlich nur mit einem erstaunen "Wow" schließen, denn das war wirklich das erste Wort, was mir nach dem letzten Satz in den Sinn kam. Ich kann das Buch nur empfehlen!!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.03.2020

Zwei wie Hund und Katze

Im Schatten des Kronturms
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"Im Schatten des Kronturms" hat mich sehr neugierig gemacht, zum einen war das Cover dabei ein Blickfang, aber auch der Klappentext sprach für sich und machte Lust auf mehr. Man liest sichsehr schnell ...

"Im Schatten des Kronturms" hat mich sehr neugierig gemacht, zum einen war das Cover dabei ein Blickfang, aber auch der Klappentext sprach für sich und machte Lust auf mehr. Man liest sichsehr schnell ein und verliert sich in der bildhafte Welt von Avryn. Stellenweise geht es zwar recht zäh voran und man hat das Gefühl, man schlägt gleich Wurzeln im Text, aber die Charaktere sind einem dann dennoch so sympathisch, dass man darüber hier und da auch hinwegsehen kann. Die Story verspricht Lesespaß und sorgt neben Action auch für so manchen Lacher.
Die Hauptreihe zu diesem Prequel-Auftakt der "Riyria-Chroniken" kannte ich bisher nicht. Aber Hadrian und Royce, die beiden Protagonisten, waren doch schon überzeugend genug, mehr von ihnen und ihren Abenteuern lesen zu wollen. Hadrian und Royce könnten unterschiedlicher nicht sein, ergeben aber ein wirklich einmaliges Gespann. Durch ein eher unfreiwilliges Abenteuer haben der Soldat und der Kapuzenmann sich kennengelernt, mussten wegen eines Auftrages mit auferlegten Bedingung aber dann auch schnell ein Team werden, um zu überleben. Ob und wie die beiden diese Reise überstehen, sollte jeder selbst herausfinden,ich möchte ungern etwas verraten. Wer die "Riyria" - Reihe schon kennt, weiß wie dieses Abenteuer enden müsste. Ich habe definitiv Lust auf mehr bekommen und freue mich schon darauf, mehr aus dieser Welt zu lesen. Das Buch kriegt eine gute Leseempfehlung von mir.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere