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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.02.2023

Ein wunderbarer und emotionaler Einblick

Eine Liebe in Paris – Romy und Alain
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Den meisten unter uns ist Romy Schneider vor allem in ihrer Rolle als junge Prinzessin Sissi bekannt, die neben Karl Heinz Böhm zur Herrscherin über Österreich und Ungarn heran wächst. Doch Romy Schneider ...

Den meisten unter uns ist Romy Schneider vor allem in ihrer Rolle als junge Prinzessin Sissi bekannt, die neben Karl Heinz Böhm zur Herrscherin über Österreich und Ungarn heran wächst. Doch Romy Schneider war so viel mehr.
Das Buch beleuchtet nicht nur ihre Kindheit, sondern auch ihre Freundschaft und Liebe zu Alain Delon.
Er ist fünf Jahre lang als Partner an ihrer Seite, doch verbunden bleiben sie auch lange darüber hinaus.
Er ist es auch, der für sie da ist, als ihr 1981 das Schlimmste wiederfährt, was einer Mutter passieren kann: Sie verliert ihren geliebten Sohn David durch einen tragischen Unfall im Alter von nur 14 Jahren.
Als Romy ein Jahr später an Herzversagen stirbt, wird vielerorts davon geredet, sie sei an gebrochenem Herzen gestorben.
Ausgelöst durch den Tod ihres geliebten Kindes.
Und genauso ist auch er es, der sich nach ihrem Tod um ihre Beerdigung und die meisten der anderen Belange kümmert.

Dieses Buch war wie eine kleine Zeitreise, auch wenn ich erst in dem Jahr geboren wurde, in dem Romy Schneider diese Welt wieder verlassen hat.
Alte Weggefährten, wie Jane Birkin, Senta Berger und Mario Adorf kommen zu Wort und erinnern sich an Momente mit Romy, aber auch mit Alain. Nicht jeder mag Romy verstanden haben, aber jeder von ihnen scheint ein wichtiger Wegbegleiter gewesen zu sein.
Das Buch liefert nicht nur Hintergrundwissen, sondern auch Erinnerungen an Dinge, die ich längst wusste.


Alles in allem ist es wunderbarer Rück- und Einblick in das Leben und Werden zweier Filmidole, die gerade den Jugendlichern von heute gar kein Begriff mehr sein werden.

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Veröffentlicht am 18.01.2023

Ich muss mir selbst gut genug sein, nur dann kann ich anderen gut genug sein

Notiz an mich: Ich bin genug
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Vergisst du dich machmal selbst? Hast du oft das Gefühl, dass du dein Wohlbefinden hinten
anstellst, um es anderen Recht machen zu können?
Außer dir selbst?
Hast du manchmal das Gefühl, einfach nicht gut ...

Vergisst du dich machmal selbst? Hast du oft das Gefühl, dass du dein Wohlbefinden hinten
anstellst, um es anderen Recht machen zu können?
Außer dir selbst?
Hast du manchmal das Gefühl, einfach nicht gut genug zu sein?

Sabine Steindor schreibt in ihrem Buch über eigene Erfahrungen. Über das "Nie Genug - Sein", über ihre Sicht der Dinge, sich von diesem Satz im eigenen Kopf zu verabschieden.
Das Buch hat liebevoll gestaltete Seiten, auf denen Bine nicht nur etwas über sich erzählt, sondern auch den Leser ermutigt, sich über selbst Gedanken zu machen.
Mit Denkanstößen und Inspirationen. Mit Übungen zum Thema Achtsamkeit und Selbstliebe.

Natürlich ist nicht jede Seite für mich anwendbar gewesen, aber das musste sie auch gar nicht sein.
Es liefert Denkanstöße und hat dafür gesorgt, dass ich mich - noch mehr als eh schon - mit meinen eigenen Gedanken beschäfigt.
Dieses Buch war wie Balsam für meine Seele und hat mir persönlich vor allem eines gezeigt: Ich muss es nicht jedem Recht machen, um Anerkennung zu finden.
Ich muss mir selbst genug sein.

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Veröffentlicht am 29.12.2022

Alles, was mein Leserherz sich wünscht. ♥

Schwur aus rotem Glas
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Der Klappentext hat mich wie gesagt direkt angesprochen und schon die ersten Seiten von Alva Furisto's Werk haben mich in den Bann gezogen.
Der Schreibstil ist locker und leicht und die Kapitel nicht unnötig ...

Der Klappentext hat mich wie gesagt direkt angesprochen und schon die ersten Seiten von Alva Furisto's Werk haben mich in den Bann gezogen.
Der Schreibstil ist locker und leicht und die Kapitel nicht unnötig in die Länge gezogen. Ich bin förmlich durch die Seiten gehuscht und wollte gar nicht, dass das Buch endet.

Maren als Charakter hat mir sehr gefallen. Getreu dem Motto "Harte Schale, weicher Kern", lernt man eine Protagonistin kennen, die durch ihre Vergangenheit zu einem verschlossenen, aber auch ehrgeizigen Menschen geworden ist. Sie gibt sich oft kühl und unnahbar, obwohl sie innerlich seit Jahren ihren schwersten Kampf alleine austragen muss.
Eine ärtzliche Diagnose schockt sie zutieft und als kurz darauf Benjamin in ihr Leben tritt, kann sie anfangs gar nicht glauben, dass es wirklich endlich jemanden gibt, der ihr auch den Glauben an die Liebe und auch an das Leben zurückgeben kann.
Sie genießt ihr neugewonnenes Glück mit Benjamin, nichts ahnend, dass die Gefahr aus der Vergangenheit näher ist, als sie es sich vorstellen vermag.

Mit Benjamin tritt ein Mensch in ihr Leben, der ihr zeigt, dass es ein Leben ausserhalb des "Turmes" gibt, in dem sie sich in den letzten Jahren verkrochen hat. Er gibt ihr nicht nur den Glauben an die Liebe zurück, sondern sorgt auch dafür, dass sie wieder an ein Leben ohne Angst glaubt.
Und vor allem an sich selbst.

Die Liebesgeschichte zwischen Maren und Benni nimmt zwar einen großen Teil des Buches ein, aber Alva Furisto hat es dabei geschafft, den roten Faden so um die beiden herumzuspinnen, dass es Sinn ergibt.
Sei es Marens altes Leben mit ihrer Vergangenheit, von der kaum jemand weiß oder Benni und sein Leben vor Maren.
Alte Weggefährten, neue Freunde und ein Plot, der den Leser zum Weiterlesen zwingt. Alva hat ein Buch geschaffen, bei dem ich mitgerätselt habe.
Ich habe mit den Charakteren gelitten und gelacht, wollte einige von ihnen an die Wand klatschen und einige von ihnen einfach nur an mich drücken.
Der Spannungbogen zieht sich durch das komplette Buch und lässt dabei Werte wie Liebe und Vertrauen, Misstrauen und Verrat oder Freundschaft und Loyalität nicht aus.
Es regt zum Nachdenken an, es sorgt für Gänsehaut und Herzflattern.
Für mich - trotz, dass es in dem Genre Thriller angelegt ist - ein rundum gelungenes Buch, von dem ich hoffe, dass es von Alva Furisto nicht das letzte Werk in diesem Genre gewesen sein wird.

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Veröffentlicht am 21.09.2022

Wie würdest du entscheiden?

Die sieben Schalen des Zorns
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Ich muss gestehen, dass ich dem Inhalt des Buches mit gemischen Gefühlen gegenüber gestanden habe und es auch noch immer tue. Sterbehilfe ist ein Thema, das gerne unter den Tisch gekehrt wird. Moralisch ...

Ich muss gestehen, dass ich dem Inhalt des Buches mit gemischen Gefühlen gegenüber gestanden habe und es auch noch immer tue. Sterbehilfe ist ein Thema, das gerne unter den Tisch gekehrt wird. Moralisch nicht vertretbar. Ein Thema, über das man selten spricht, aber über das so mancher von uns mit Sicherheit schon nachgedacht hat.

Das Buch beginnt mit einem Prolog, der es bereit in sich hat. Er regt zum Nachdenken an und lässt den Leser damit auch nach dem Lesen nicht sonderlich los.
Mit Sprüngen in die Vergangenheit, die Max und seine Jugendzeit betreffen hat der Autor zudem ein Wollknäul gesponnen, dass es zu entwirren gilt.
Durch mehrere Perspektiven gelingt es dem Autor einen Zusammenhang zwischen Gegenwart und Vergangenheit zu schreiben, der dem Leser erst nach und nach ein Gesamtkonzept ermöglicht.
Immer dann, wenn ich dachte, ich habe mich in der Geschichte zurecht gefunden und Hintergründe erfragen oder erahnen können, hat Markus Thile einen neuen Faden gesponnen, der alles wieder zunichte gemacht hat.

Durch das von ihm gewählte Thema hat er die moralische Seite in mir in Frage gestellt und ich habe mich nicht nur einmal gefragt, wie ich entscheiden würde.
Es gibt einene Aspekt in meinem engeren Familienkreis, der ähnlich ist und bei dem ich meine moralischen Aspekte auch in Frage stellen muss, aber das möchte ich hier nicht weiter erläutern.
Jedenfalls hat mich der Roman des Autors sehr beeindruckt und Markus Thiele hat es geschafft, dass die Handlung auch jetzt noch in mir nachhallt.
Juristische Fakten, Realität und Fiktion. Markus Thiele hat es geschafft, alles in einem Buch zu vereinen und dabei auch an die eigenen Moralvorstellungen appelliert.

Das Buch hat dafür gesorgt, dass ich mich im Nachhinein nicht klar positionieren kann und auch nicht will, aber es hat zum Nachdenken angeregt. Dem Autor ist es gelungen, dass ich mich auf Gedankengänge eingelassen habe, die ich nicht für möglich gehalten hätte. Ich habe einiges wieder verworfen oder neu überdacht.

Für mich ein gelunger Roman, der nicht nur das Thema Sterbehilfe aufgreift und die eigene Moral hinterfragt, sondern sich noch mit viel mehr Thematik beschäftigt, über die nicht nur längst nachgedacht wird, sondern auch noch viel mehr nachgedacht werden müsste: Psychologische Entwicklung nach einem Traum, Schwangerschaftsabbrüche und Alkoholsucht. Um die Entscheidung um Leben und Tod. Um die Frage nach dem richten Umgang mit Leben und Tod und dem Wunsch eines Menschen, ihm letzteres zu ermöglichen.
Wie würdest du entscheiden?

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Veröffentlicht am 09.09.2022

Alles, was mein Leserherz sich wünscht. ♥

Purpurstaub Magie
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Das Cover des Buches hat es mir sofort angetan und ich kann gar nicht sagen, wie oft ich es selbst beim Lesen angestarrt habe.
Der Einstieg ist mir leicht gefallen und der Schreibstil der Autorin ist von ...

Das Cover des Buches hat es mir sofort angetan und ich kann gar nicht sagen, wie oft ich es selbst beim Lesen angestarrt habe.
Der Einstieg ist mir leicht gefallen und der Schreibstil der Autorin ist von der ersten Seite an einfach nur .. fantasievoll, wunderschön und so bildhaft, dass ich das Gefühl hatte, an Serafinas Seite in die Großstadt zu ziehen. Ihre Ängste und Sorgen waren nachvollziehbar und im Laufe des Buches ist sie nicht nur einmal über sich hinausgewachsen, was mir wirklich sehr gefallen hat.
Sie stellt sich ihren Ängsten, sie beweist Mut und verliert sich doch nicht komplett selbst.

Die Länge der Kapitel war wirklich angenehm und ich bin förmlich durch die Seiten geflogen. Hallo, Wortspiel.
Serafina als Charakter hat mir sehr gefallen und sie hat sich ihren Alter entsprechend verhalten. Okay, manchmal auch nicht, aber ich denke, das gehört in dem Alter einfach dazu.
Obwohl die Geschichte als Alterangabe 10 - 12 Jahre angibt, ist sie längst nicht nur für Kinder in dem Alter geeignet.
Ich für meinen Teil bin nun wahrlich weitaus älter und habe auch bereits ein Kind, dass dieses Alter längst überschritten hat, aber ich habe mich in dieser Geschichte so wohl gefühlt, dass ich am liebsten selbst mit Serafina nach Pipinea geflogen wäre.

Die Nebencharaktere waren so gut ausgearbeitet, dass sie mir gar nicht wie Nebencharaktere vorkamen. Jeder von ihnen hat seinen festen Platz im Buch und ich habe mit ihnen gelitten und gelacht. Geschmunzelt und geflucht.
Dieses Buch ist nicht nur einfach ein Buch, dass man einfach so liest. Es vermittelt viel mehr eine Botschaft, die sich um Selbstvertrauen und Mut dreht.
Um Trauer und Verlust, um Freundschaft und sogar Liebe in all ihren Facetten. Es spricht von Mobbing und Verrat untereinander, von dem Kampf mit sich selbst und dem richtigen Schritt, der nötigen ist, um sich seinen Ängsten zu stellen.
Zumindst in Serafinas Fall.

Ich kann gar nicht anders, als bei diesem Buch eine Leseempfehlung auszusprechen und eines kann ich euch verraten: Ich habe schon ein weiteres Buch der Autorin direkt verschlungen und kann es gar nicht erwarten, euch davon zu erzählen.

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