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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.03.2020

Alles, was mein Leserherz sich wünscht. ♥

Zweimal im Leben
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Catherine und Lucian galten als das Traumpaar schlechthin. Schon damals, als sie ihn zum ersten Mal sah, hatte sie das Gefühl, für ihn bestimmt zu sein. Damals, als Studentin war ihr sofort klar, dass ...

Catherine und Lucian galten als das Traumpaar schlechthin. Schon damals, als sie ihn zum ersten Mal sah, hatte sie das Gefühl, für ihn bestimmt zu sein. Damals, als Studentin war ihr sofort klar, dass sie so etwas wie Seelenverwandte waren.
Lucian verstand sie. Lucian liebte sie und Lucian war der Mann, der nicht nur ihr bester Freund, sondern auch alles andere für sie war.
Doch dann geschah etwas, dass Catherine's Welt erschütterte. Die Beziehung der beiden zerbracht und Catherine heiratete Jahre später einen anderen Mann, bekamn sogar Kinder.
Und doch ist Lucian immer da. In ihren Gedanken, mit ihren Gefühlen, einfach immer.
Als sie ihn fünfzehn Jahre später tatsächlich wiedertrifft, ist es, als wären sie nie voneinander getrennt gewesen.
Das Vertrauen von damals ist sofort wieder da und mit ihm all das Verlangen und die Sehnsucht nach Lucian.
Aber manchmal kann man einfach nicht da anfangen, wo man damals aufgehört hat, ohne die Gegenwart zu zerstören.
Oder alles zu verlieren, was man liebt.

Der Schreibstil des Buches hatte mich sofort. Er ist wunderschön, bildhaft und ich hatte direkt das Gefühl, mich in die Charaktere hineinversetzen zu können.
An manchen Stellen war das Vertrauen, dass zwischen Lucian und Catherine geherrscht hat, für mich so sehr greifbar, dass ich das Gefühl hatte, neben ihnen zu stehen.
Die ergänzen einander, sie brauchen und vertrauen einander, bis ein Moment alles zersört, was je zwischen ihnen gewesen ist.
Durch zwei Handlungsstränge, die unmittelbar aufeinander zu führen, erwährt der Leser, was damals passiert ist und wie sich all das auf die Gegenwart auswirkt.
Catherine's und Lucian's Leben sind so sehr miteinander verbunden, dass sie auch fünfzehn Jahre später nicht voneinander loskommen.
Mein heimlicher Lieblingscharakter in diesem Buch war allerdings Catherines jetziger Ehemann. Er war mein heimlicher Held.
Ich möchte nicht beschreiben warum, aber er hat mich nachhaltig wirklich sehr beeindruckt.
Clare Empson hat es geschafft, dass ich dieses Buch förmlich durchgesuchtet habe. Sie hat es geschafft, dass ich mit den Charktere mitgefühlt und gefiebert habe.
Ich habe ihre Verzweiflung gespürt, die Liebe die sie füreinander empfinden und all die unausgesprochenen Worte in meinem Kopf "gehört", die zwischen den beiden lagen.
Ich will gar nicht zu viel verraten, aber das Ende, das hat mich wirklich überrascht und geschockt gleichermassen und doch hat es einfach gepasst.
Mit unendlich viel Gefühl, mit Charakten, die einander ergänzen und einer Familiengeschichte, die bis aufs Herz berührt, hat Clare Empson dafür gesorgt, dass ich unbedingt mehr von ihr lesen möchte.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.03.2020

Leider nicht so überzeugend, wie ich es mir gewünscht hätte

Böse Opfer
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Gem Goldings rasende Kopfschmerzen zwingen sie dazu, auf einem einsamen Parkplatz anzuhalten. Mitten in der Nacht hält sie vor einem kleinen Laden, um sich Schmerztabletten zu besorgen.
Noch bevor sie ...

Gem Goldings rasende Kopfschmerzen zwingen sie dazu, auf einem einsamen Parkplatz anzuhalten. Mitten in der Nacht hält sie vor einem kleinen Laden, um sich Schmerztabletten zu besorgen.
Noch bevor sie dazu kommt, taucht ein Mann aus der Dunkelheit auf, bedrängt und überwältigt sie.
Er verspricht ihr, ihr nichts zu tun, wenn sie sich nicht wehrt.
Als sich ihr doch eine unerwartete Gelegenheit bietet, muss Gem sich fragen, was ihr lieber wäre: Opfer sein, und sich ihm fügen oder um ihr Leben kämpfen?!


Das Buch ist in zwei Handlungsstränge aufgeteilt. Wie würde Gem's Leben verlaufen, wenn sie sich dem Täter fügt und wie, wenn sie sich gegen ihn stellt.
Die Idee dahinter fand ich wirklich gut, aber sie hat mich auch ziemlich verwirrt. Oft wusste ich nicht, in welchem der beiden Handlungsstränge ich mich gerade befinde, was mir das Lesen manchmal echt schwer gemacht hat.
Mir hat der Spannungsbogen bei beiden Variationen gefehlt und ich konnte mich mit den Charakteren nicht richtig identifizieren.
Obwohl man an einigen Stellen durchaus gemerkt hat, dass gerade Gem über sich hinaus wächst, sber im allgemeinen ist sie mir einfach zu blass geblieben.
Genau, wie der Täter an sich und sein Tatmotiv hat sich mir auch nicht ganz erschlossen. Ich meine, ich habe schon verstanden, was er damit bezweckt und auch, worauf sein Verhalten am Ende hinausläuft, aber wirklich verstehen konnte ich ihn nicht.

Den Ansatzpunkt, dass man selbst anfängt, darüber nachzudenken, wie man in so einer Situation geraten würde, fand ich hingegen wirklich gut.
Wer entscheidet darüber, ob man Opfer der Kämpfer ist? Wie verhalten sich Familie und Freunde, wenn man sich für eine der anderen Seiten entschieden hat?
Und wie verläuft das restliche Leben, wenn man sich fügt oder wehrt?

Die Idee hinter dem Buch ist tatsächlich gut, leider konnte mich der Autor mit seiner Umsetzung nicht überzeugen.
Ich hätte mir ein wenig mehr Spannung gewünscht, um das Buch wirklich eines Thrillers würdig sein zu lassen.
Die Charaktere waren mir zu blass und die Handlung zu verwirrend. Lediglich der Denkanstoss, wie man selbst reagieren würde, konnte mich überzeugen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.03.2020

Mehr als nur ein Buch ♥

Zurück zum Glücksgefühl
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Das Buch befasst sich hauptsächlich mit der Lehre des Buddhismus und was wir daraus lernen können.
Ich habe mich ein wenig näher damit befasst, schon im Vorfeld, aber dieses Buch hat mich nochmal auf eine ...

Das Buch befasst sich hauptsächlich mit der Lehre des Buddhismus und was wir daraus lernen können.
Ich habe mich ein wenig näher damit befasst, schon im Vorfeld, aber dieses Buch hat mich nochmal auf eine Art von anderer Ebene gehoben.
Carolin Müller verbreitet in Zusammenarbeit mit Nadim Mekki Wissen, dass hilfreich und lehrreich zugleich ist.
Es ist kein Buch, dass man einfach mal so eben zwischendurch lesen kann. Obwohl es nur 160 Seiten hat, geben diese Seiten soviel preis.
Durch Erklärungen und Erläuterungen, aber auch durch Übungen über Achtsamkeit oder Glücksgefühle, die der Leser direkt anwenden kann.
Mit einigen beschäftigt man sich länger und vor allem nachhaltig, mit anderen schließt man bereits nach ein paar Minuten ab.

Der Titel weist bereits daraufhin, dass dieses kleine Glückgefühl längst da ist, wir müssen es nur suchen.
Oder uns darauf einlassen, es zu finden und an die Oberfläche zu lassen.
Mit Tipps und Anregungen, mit Erklärungen und Weisheiten, die Autorinnen wissen wovon sie reden und wie sie das Glückgefühl in uns wecken können.
Ich möchte auf jeden Fall noch mehr dieser kleinen Ratgeber in mein Leben integrieren, denn schon dieser Band hat mir ein Stück weit geholfen.
Mehr, als ich es vielleicht je für möglich gehalten hätte.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.02.2020

Ein Buch, dass zum Nach - und Umdenken anregt

Hier und Jetzt
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Bei Peter Maffay denkt man nicht zuerst an die Zukunft, sondern eher an die Vergangenheit. Ich persönlich denke bei ihm an Musik, an Tabaluga, an einen Promintenten.
Dieses Buch zeigt den Menschen hinter ...

Bei Peter Maffay denkt man nicht zuerst an die Zukunft, sondern eher an die Vergangenheit. Ich persönlich denke bei ihm an Musik, an Tabaluga, an einen Promintenten.
Dieses Buch zeigt den Menschen hinter all dem, auch wenn es sich dabei keineswegs um eine Biographie handelt.
Ich zum Beispiel wusste bereits, dass er eine Stiftung auf Gut Dietlhofen hat, aber nicht, wie er zu dieser gekommen ist.
Oder was ihn dazu animiert hat. Und auch nicht, wie er über die heutige Zukunft mit all ihren positiven, aber auch erschreckend negativen Seiten denkt.
Er beschreibt die Anfänge seiner Stiftung, er beschreit seine Bemühungen diese aufzubauen und auch auftrecht zu erhalten.
Und er spricht auch davon, welche Rolle die Kirche und Gott dabei gespielt haben. Ich muss sagen, dass ich mich mit diesem Teil nicht unbedingt identifizieren konnte, aber ich konnte auch verstehen, warum er Peter Maffay so wichtig ist, dass er zumindest seinen Platz im Buch finden musste.

Peter Maffay gibt einen Einblick in sein Leben, dass man von aussen gar nicht vermuten mag. Gerade den Part, in dem er über seine Kindheit erzählt hat mich sehr gefallen und man spürt deutlich, wie naturverbunden er schon damals war.
Das hat sich bis heute nicht geändert.Und anhand der Bilder, die dem Buch beigefügt sind, kann ich verstehen, warum er sich gerade dort auf Gut Dietlhofen so wohl fühlt.

Perter Maffay widmet sich in diesem Buch ausserdem der Nachhaltigkeit. Was können wir tun, um unserem Planeten ein bisschen von dem zurück geben, was er uns gibt?
Müssen wir dazu unser Essen aus dem Ausland importieren oder die Natur zerstören, die uns soviel mehr gibt, als nur schönes Aussehen?
Anhand des Wissens, dass Peter Maffay vermittelt, merkt man, dass er nicht nur einfach dahin sagt, was er denkt, sondern es auch wirklich so meint.
Er macht sich Gedanken um das, was um ihn herum passiert. Sei es der Umweltschutz, die Nachhaltigkeit oder das Klima.
Und das sollten wir alle tun. Wir alle können nicht nur von einer sicheren Zukunft träumen, sondern auch etwas dafür tun.
Wenn wir es nur wollen.

Das Buch ist eine klare Leseempfehlung für alle, die nicht an den Musiker Peter Maffay denken, sondern den Menschen kennenlernen wollen, zu dem er außerhalb der Musik geworden ist.

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Veröffentlicht am 24.02.2020

Anders und doch besonders.

KHAOS
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Daya lebt auf einem Gefängnisplanten. Als einzige Frau hat sie dort einen schweren Stand und kann sich nur mit Hilfe ihrer Gabe in Sicherheit wiegen.
Und mit der Tatsache, dass sie aufgrund ihrer weiten ...

Daya lebt auf einem Gefängnisplanten. Als einzige Frau hat sie dort einen schweren Stand und kann sich nur mit Hilfe ihrer Gabe in Sicherheit wiegen.
Und mit der Tatsache, dass sie aufgrund ihrer weiten Kleidung und der abgebundenen Oberweite, noch immer als Kind durchgeht.
Als sie wieder einmal vor einem der Männer dort entfliehen will, entdeckt sie Kapseln, die Ähnlichkeit mit einem Sarg haben.
Kaspeln, in dessen Inneren sich tatsächlich Männer befinden. Einer von ihnen ist Khaos und noch bevor Daya überhaupt die Möglichkeit bekommt, ihm gegenüberzutreten, ist sie vom ihm fasziniert.
Ihr Boss Boz bekommt Wind von den Kapseln und nötigt Daya alle der Reihe nach aufzutauen. Er rechnet nicht damit, dass sich Daya damit gegen ihn stellt und mit den Kriegern gemeinsame Sache macht.
Khaos lässt sie nicht los, seine Seele scheint mit ihrer eng verbunden zu sein, aber kann man jemanden lieben, der nicht lieben kann?

Ich muss an dieser Stelle gestehen, dass mir die Rezension echt nicht leicht gefallen ist. Wie bei manch anderer Rezension hatte ich das Gefühl, einfach nicht die richtigen Worte finden zu können. Oft habe ich vor dem Rechner gesessen und Worte in das Dokument eingefügt, die ich hinterher doch wieder gelöscht habe.
Das Buch hat mich mit gemischten Gefühlen zurückgelassen. Mit Gefühlen, die einer Achterbahnfahrt gleichen und die ich versuchte möchte, zu entschlüsseln.

Der Schreibstil Lin Rina's ist zweifelohne toll. Mit dem hat sich mich definitiv direkt gefangen genommen.
Er ist flüssig, wortgewandt und so fasziniernd, dass ich mich schon ein wenig in ihn verliebt habe.
Daya als Protagonistin ist anders, als die, denen ich bislang begegnet bin.
Sie ist Jemand, der Gedanken und Gefühle lesen kann, indem sie in die Seelen ihrer Gegenüber blickt.
Ich finde diese Gabe sehr interessant und möchte das so manches Mal auch können. Als sie auf Khaos trifft, spürt sie sofort die Anziehung und auch die Besonderheit, die von dem Krieger ausgeht.
Ihre eigene Gefühls - und Gedankenwelt steht völlig Kopf und ich finde, dieser Aspekt ist Lin Rina wirklich sehr gut gelungen.
Es mag vielleicht ein typisches Klischee sein, dass sich Daya direkt ihn verliebt und auch, dass ein Krieger schöner und kräftiger ist, als der andere, aber ich denke, dass hat auch einfach in den Storyverlauf gepasst.
Im Laufe des Buches hatte ich das Gefühl, dass gerade Daya über sich hinauswächst und etwas von ihrer anfänglichen Naivität und Unsicherheit verliert.

Khaos ist ein Charakter, den ich auch jetzt nicht richtig einschätzen kann. Er wirklich kalt und unnahbar, hat aber in Dayas Gegenwart auch Momente, in denen der Aspekt "Harte Schale, weicher Kern", sehr gut passt.
Lin Rina hat ihn so beschrieben, dass er nahezu perfekt wird und manchmal hat mich das ein bisschen gestört.
Anfangs habe ich ihn wirklich aufgrund seiner Art absolut unsympatisch gefunden, aber umso mehr ich ihn kennenlernen durfte, umso mehr hat sich mein Herz für ihn geöffnet.
Eigentlich will er auch nur das, was sich fast jeder wünscht: Geliebt werden.

Die Hintergrundgeschichte hat mir sehr gefallen. Auch, wenn die Liebesgeschichte zwischen Daya und Khaos im Vordergrund steht, spinnt Lin Rina auch im Hintergrund ihre Fäden.
Das Buch braucht nicht viel Action, um ein Highlight zu werden. Auch wenn der Klappentext es vielleicht verspricht.
Die Autorin schafft es trotzdem Spannung aufzubauen, ohne dabei die Liebesgeschcihte zweier Wesen aus den Augen zu verlieren, die unterschiedlicher nicht sein könnten.
Mit dem Buch hat es Lin Rina geschafft, mich der SciFi Welt ein wenig näher zu bringen und es ist sicherlich nicht das letzte Buch, dass ich aus dem Genre gelesen habe.
Und auch nicht das letzte Buch aus der Feder von Lin Rina.

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