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Veröffentlicht am 12.12.2025

Vergebung pur und bedingungslos

Ich vergebe
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Vergebung. Ein Thema, das auf seine ganz eigene Weise in jedem Menschenleben irgendwann eine kleine oder große Rolle spielt. Beeinflusst von Gesellschaft, Umgebung und Erfahrung, hat jeder Mensch seine ...

Vergebung. Ein Thema, das auf seine ganz eigene Weise in jedem Menschenleben irgendwann eine kleine oder große Rolle spielt. Beeinflusst von Gesellschaft, Umgebung und Erfahrung, hat jeder Mensch seine spezielle Definition von Vergebung und auch von Begriffen wie „Täter“ und „Opfer“. Wir sind im Leben beides. Schon gewesen und werden es sein. Und das immer wieder.



Mich hat das Buch „Ich vergebe“ in einer schwierigen Lebenssituation erreicht. Da ich nicht an Zufälle glaube, bin ich einfach dankbar dafür, dass es mich gefunden hat. Zuerst fand ich den Ansatz des Autors einfach nur spannend. Was, wenn jede noch so schwierige Lebenslage eine gewisse Vollkommenheit in sich birgt und genau auf die Bedürfnisse deiner Seele zugeschnitten ist? Was, wenn andere Menschen, die dir als Täter erscheinen, Seelen sind, die sich mit deiner verabredet haben, um aneinander zu wachsen und zu lernen?



Zugegeben, diese Denkweise erfordert eine gewisse Offenheit für Spiritualität. Für den Glauben, dass es „hinter der Materie“ noch viel mehr gibt. Dass wir nicht zufällig und chaotisch auf diesem Planeten landen, herumgeschubst und gepiesackt werden, um dann einfach zu Staub zu zerfallen.

Aber was, wenn es so etwas wie Schuld im herkömmlichen Sinne gar nicht gibt? Wenn eine Situation vollkommen neu gedeutet werden kann, damit die Beteiligten Verantwortung übernehmen, aber Schuld und Scham loslassen können?

Und ja, damit sind Opfer und Täter gemeint.



Auch das ist eine ungewöhnliche Herangehensweise. Eine Denkweise, die irgendwie scharfkantig ist, sich erstmal falsch anfühlen kann. Wobei der Autor damit keinesfalls sagen möchte, dass Handlungen, die andere verletzen, in Gefahr bringen oder traumatisieren, in Ordnung seien oder beschönigt werden sollten. Jeder Mensch trägt die Verantwortung für sein Handeln und kann diese niemals abgeben. Und nicht jeder, der Schlimmes erlebt hat, ist bereit, radikale Vergebung zu praktizieren. Was vollkommen in Ordnung ist.



Ich glaube, dieses Buch ist für Menschen gemacht, die tief in ihrem Inneren ein „Ja“ zu komplett neuen, welterschütternden Ansichten spüren. Die sich nach der einen bedingungslosen Liebe der Ganzheit sehnen. Die alles, was nicht mehr zu ihnen gehört und auch nicht hilfreich ist für ihre Entwicklung, endlich loslassen möchten. Wir sind nicht getrennt vom Licht. Wir laufen vielleicht über Umwege, aber immer dorthin, wo es leuchtet!



Wenn du diesen steinigen Weg ein wenig ebnen möchtest, dann lass dich von Colin C. Tipping inspirieren! Ich mag die persönliche Art seines Schreibstils, die Authentizität und das Vertrauen, das er zwischen sich und dem Leser schafft. Das Buch hinterlässt in jedem Fall Eindruck. Es beschäftigt mich immer wieder und kann eine große Wirkung auf die Lebensweise eines jeden ausüben. Ich würde allerdings dazu raten, vor dem Lesen in sich hinein zu spüren, ob man das Thema an sich heranlassen kann und will.

Veröffentlicht am 12.12.2025

Ein Buch für Körper, Geist und Seele

Der Jahreskreis
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Der „Jahreskreis“ von Martina Kaiser ist ein Wissensschatz aus Natur, Geschichte und Mythologie. Auf einer Reise durch das Jahr erzählt die Autorin von alten Ritualen und Rezepten, von Göttern, Sagen und ...

Der „Jahreskreis“ von Martina Kaiser ist ein Wissensschatz aus Natur, Geschichte und Mythologie. Auf einer Reise durch das Jahr erzählt die Autorin von alten Ritualen und Rezepten, von Göttern, Sagen und Bauernregeln. Eine bunte Wissens-Mischung rund um den jeweiligen Monat.Wer sich dem Gedanken, dass es mehr gibt als die materielle Welt, nicht verschließt, der kann in Kaisers Buch viel Weisheit und eine tiefe Verbundenheit zur Natur- und Tierwelt (wieder-)entdecken.Der Schreibstil der Autorin ist angenehm flüssig und eingängig. Obwohl sie aus gefühlt jeder Himmelsrichtung Informationen zusammenträgt, konnte ich ihr durch das Buch wunderbar folgen. Ich fand alles spannend und interessant, manches wusste ich, aber vieles noch nicht.Das Schönste ist wohl, dass dieses Buch nicht einfach durchgelesen und dann ins Regal gestellt wird bzw. irgendwo auf dem e-Reader in Vergessenheit gerät. Es behält immer an Aktualität und kann wieder und wieder gelesen werden. Rituale und Rezepte können ausprobiert und in uralten Sagen und Mythen gestöbert werden. Eben ein Schatz, wie schon gesagt!

Veröffentlicht am 12.12.2025

Wenn der vergoldete Vogel dem goldenen Käfig entkommt

The Darkest Gold – Die Gefangene
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Auren ist anders als die Frauen im goldenen Schloss des sagenumwobenen König Midas. Die sogenannten „Sättel“ des Königs sind durchweg wunderschön und erfüllen ihre Aufgabe als dessen Liebesgespielinnen ...

Auren ist anders als die Frauen im goldenen Schloss des sagenumwobenen König Midas. Die sogenannten „Sättel“ des Königs sind durchweg wunderschön und erfüllen ihre Aufgabe als dessen Liebesgespielinnen gewissenhaft und leidenschaftlich. Doch Auren ist nicht nur Mätresse, nicht nur schön, sie ist auch so gold wie eine zum Leben erwachte Statue.Einst ein verlorenes Mädchen, verschleppt und mittellos, fristet sie heute ihr Dasein als des Königs „Favoritin“ oder besser gesagt, als gehüteter Schatz, wie ein Vogel im Käfig. Während sich die junge Frau nach dem Sinn ihres Daseins fragt, schmiedet König Midas Pläne, intrigiert gegen die Herrscher der Nachbarländer und schreckt auch nicht davor zurück Auren als Mittel zum Zweck einzusetzen.Nun soll die goldene Favoritin nach über 10 Jahren Gefangenschaft ihrem König quer durchs Land in ein entferntes Gebiet folgen. Eine gefährliche Reise durch Eis und Schnee beginnt. Wie aus dem Nichts tauchen Piraten auf, dann die Armee eines feindlichen Königreichs. Alle scheinen es auf den goldenen Sattel abgesehen zu haben. Auren muss lernen, sich selbst zu beschützen. Doch sie ist nicht so hilflos, wie es scheint. Das erkennt auch der Kommandant der feindlichen Armee. Ein bedrohlicher, verführerischer Fae …Erstmal, wow, was für eine Sprecherin! Regine Lange ist für mich das eigentliche Highlight dieser Geschichte, denn durch sie wurden Handlung und Figuren erst richtig plastisch. Die Frau kann sogar singen! Ich habe ihr so gerne gelauscht, dass ich die langatmigen Szenen und inneren Monologe am Anfang gut überstanden habe. Es dauert nämlich eine ganze Weile bis die Story Fahrt aufnimmt. Immer wieder habe ich mich gefragt, wohin die Reise denn nun eigentlich gehen soll. Im Nachhinein ist das gar nicht so verkehrt von der Autorin, denn dadurch ist die Handlung null vorhersehbar. Jedenfalls für mich. Aber Spannung kommt meines Erachtens erst im letzten Drittel des Buches auf.Auren ist die Protagonistin von Raven Kennedys Fantasy-Roman, die den Leser bzw. Hörer in der Ich-Form mit auf die Reise nimmt. Wirklich warm geworden bin ich mit ihr bisher nicht, aber ich bin mega gespannt, wie sich ihr Charakter und das Verhältnis zum beängstigenden Fae-Kommandanten Riss entwickeln wird. König Midas bleibt in diesem ersten Band sehr blass und verschwommen, aber mein Gefühl sagt mir, ich werde ihn bald besser kennenlernen.Ich erschnuppere definitiv eine Menge Potenzial in dieser Fantasy-Reihe und hoffe, die Autorin hat es genutzt. Damit habe ich jetzt schon verraten, dass ich mir auch die Folgeteile zu Gemüte führen werde. Ich hoffe, der teilweise etwas mühsame Einstieg hat sich gelohnt!

Veröffentlicht am 12.12.2025

Spannender, dystopischer Sci-Fi-Thriller

Genuine Conspiracy
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Der dystopische Thriller „Genuine Conspiracy“ von Tobias Miller bildet den zweiten Teil einer Dilogie. Er kann unabhängig vom ersten Band gelesen werden, da die nötigen Informationen zum Verständnis der ...

Der dystopische Thriller „Genuine Conspiracy“ von Tobias Miller bildet den zweiten Teil einer Dilogie. Er kann unabhängig vom ersten Band gelesen werden, da die nötigen Informationen zum Verständnis der gesamten Handlung im Text zu finden sind. Es ist dennoch ratsam, die beiden Teile nacheinander zu lesen.Erzählt wird aus verschiedenen personalen Perspektiven, die nach und nach miteinander verknüpft werden.Tom und Elaine sind von Atlanta nach Nashville geflüchtet. Sie haben dafür gesorgt, dass die Wahrheit über das „Wundermittel“ Genuine ans Licht kommt, das durch ein grausames Verfahren gewonnen wird. Doch schnell wird klar, dass niemand an einer Aufklärung und der Verfolgung der Schuldigen interessiert ist. Am wenigsten der Guvnor. Ein Teufel, wie er im Buche steht. Tom und Elaine geben alles, um ihn zur Strecke zu bringen und geraten dabei selbst ins Fadenkreuz skrupelloser Mächte.Sci-Fi ist nicht gerade mein typisches Lese-Genre, aber ich fand es spannend in die Geschichte einzutauchen. Millers Schreibstil ist flüssig und eingängig, konnte mich jedoch nicht immer zu 100% abholen. Ich hätte mir zudem ein bißchen mehr Love-Story und mehr menschliche, emotionale Interaktion gewünscht, damit die Charaktere plastischer und greifbarer sind. Die Geschichte ist dennoch gut gelungen und bietet einen interessanten und unterhaltsamen Ausflug in eine düstere Zukunftswelt.

Veröffentlicht am 12.12.2025

Man kann ein Mädchen aus der Wildnis holen, aber nicht die Wildnis aus einem Mädchen

October, October
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October ist wild. Sie lebt allein mit ihrem Vater in einem Häuschen im Wald, weit entfernt von dem Trubel der Stadt London. October liebt das wilde Leben im Wald und sie liebt Geschichten. Nur ihre Mutter, ...

October ist wild. Sie lebt allein mit ihrem Vater in einem Häuschen im Wald, weit entfernt von dem Trubel der Stadt London. October liebt das wilde Leben im Wald und sie liebt Geschichten. Nur ihre Mutter, die kann ihr gestohlen bleiben. Diese Fremde, die ständig versucht, Kontakt zu ihr aufzunehmen. Dabei hat sie October verlassen, als sie noch ganz klein war und ist in die Stadt gezogen. Das hat das Mädchen ihr nie verziehen. Doch an ihrem 11. Geburtstag taucht die Frau, die Octobers Mutter ist, wieder im Wald auf. Als das wilde Mädchen vor ihr flüchten will, geschieht ein schreckliches Unglück und October muss zu ihr nach London ziehen. Mitten in die graue Stadt hinein. Weit weg von ihrem geliebten Wald und dem wilden Leben … Oder ist es möglich, auch woanders wild und frei zu sein?



Katya Balen ist mit „October, October“ eine magische Geschichte über den Zauber der Kindheit, der Liebe zwischen Eltern und Kind und der Sehnsucht nach Verbundenheit gelungen. Sie schlüpft so selbstverständlich und nachvollziehbar in die Haut der 10jährigen October, dass jeder Gedanke, jedes Worte und jede Handlung authentisch ist.

Aus der Ich-Perspektive erzählt, gelingt dies auch dem Leser bzw. in meinem Fall dem Hörer ganz ohne Anstrengung. Dazu trägt die Sprecherin Luise Helm wesentlich bei, denn sie liest die Geschichte ganz und gar wunderbar. Man spürt, dass sie sich in den Charakter voll hineinversetzen kann und ihm authentisches Leben einhaucht. Ihre Darbietung rundete die Handlung harmonisch ab und hat mir extrem gut gefallen.



Das Buch ist nicht nur für Kinder ein Genuss! Ich würde sogar sagen, dass es für die gesamte Familie eine spannende und unterhaltsame Lektüre darstellt. Die Autorin reißt den Leser mit ihrem lebhaften Schreibstil einfach mit und lässt ihn nachdenklich und mit einem Lächeln auf dem Gesicht zurück. Eine tolle Leistung, die fünf Sterne absolut verdient hat.