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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.10.2025

Gut, besser, Superlife!

Superlife
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Gut, besser, Superlife!
Dies ist kein gemütliches Buch, das man mal eben durchliest und weglegt. Dieses Buch ist unbequem. Es zeigt auf dich, es legt den Finger in die Wunde, es fordert dich auf, dein ...


Gut, besser, Superlife!
Dies ist kein gemütliches Buch, das man mal eben durchliest und weglegt. Dieses Buch ist unbequem. Es zeigt auf dich, es legt den Finger in die Wunde, es fordert dich auf, dein Leben nicht nur besser zu machen, sondern zum besten Leben, das du haben kannst. Autor Darin Olien beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Ernährung und gesunder Lebensweise. Er hat fleißig Informationen gesammelt, selbst ausprobiert, was möglich ist und sein Wissen in dieses lebensverändernde Buch gesteckt.

Oliens Schreibstil ist locker, flüssig, verständlich und spannend. Er beschäftigt sich mit den wichtigsten Bereichen zur Optimierung des Körpers, gibt zahlreiche Ratschläge und brilliert mit seiner Kompetenz. Ich habe mich während des Lesens regelrecht energetisch aufgeladen gefühlt und sogleich Lust bekommen, Veränderungen in meinem Alltag vorzunehmen. Der Umfang der Informationen kann erstmal erschlagend wirken, aber ich sehe „Superlife“ als ein lebensbegleitendes Buch, das immer wieder beliebig aufgeschlagen und erneut gelesen werden kann.

Nicht alles, was ich erfahren habe, möchte ich auch umsetzen. Ich weiß, ich werde niemals perfekt sein, aber ich bin davon überzeugt, dass es viel ausmacht, wenn man immer wieder, schrittweise Veränderungen und Verbesserungen vornimmt. Dabei hilft dieses Buch. Zum Ende hin bietet Olien eine Vielzahl toller Rezepte an. Diese werde ich nach und nach ausprobieren und mein Leben Stück für Stück an mein persönliches Superlife heranführen.

Veröffentlicht am 28.10.2025

Mitten durch den Schmerz

Dem Sturm entgegen
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Eine schicksalhafte Nacht hebt Enyas nach außen hin so beschauliches Leben aus den Angeln. Bei Nacht und Sturm rettet die Ärztin einen verunfallten Jungen, danach findet sie nicht mehr zurück in den Alltag, ...

Eine schicksalhafte Nacht hebt Enyas nach außen hin so beschauliches Leben aus den Angeln. Bei Nacht und Sturm rettet die Ärztin einen verunfallten Jungen, danach findet sie nicht mehr zurück in den Alltag, in ihre Familie. Schon lange sind ihr Mann und Enya nicht mehr glücklich miteinander und ihr gemeinsamer Sohn kapselt sich zusehends ab. Sie braucht einen Neustart, doch auch als Landärztin in einem weit entfernten Dorf, lässt der Unfall des Jungen Enya nicht los. Jetzt, wo sie in dem Alter ist, in dem ihre Mutter viel zu früh verstorben ist, gerät ihr Leben unwiderruflich in eine Krise …

Schon seit „P.S. Ich liebe dich“ bin ich Fan von Cecelia Aherns Romanen. Viel Zeit ist seitdem vergangen, ihre Geschichten haben sich verändert, behandeln ernste, moralisch graue Themen, gehen in die Tiefe. In „Dem Sturm entgegen“ schlittert Protagonistin Enya in einen Strudel aus Angst, Schuld und Hoffnung. Realitätsnah und authentisch durchleben wir mit ihr gemeinsam den Verlust von Integrität, vom sicheren Stand und dem Vertrauen ins Leben. Wie schnell verliert man den Boden unter den Füßen, wird geradezu wahnhaft, wenn alles im Chaos zu versinken scheint? Doch Enya erfährt auch Güte und Freundschaft, darf sich ganz neu sortieren. „Dem Sturm entgegen“ zeigt berührend, dass der Weg oft mitten durch den Schmerz führt.

Ich konnte mich in Enya, die wir in personaler Erzählperspektive begleiten, gut hineinversetzen. Sprecherin Sandrine Mittelstädt hat dazu aktiv beigetragen. Sie gibt Enya eine authentische und sehr angenehme Stimme, liest lebhaft und mit emotionaler Tiefe. Gefallen hat mir an der Geschichte sehr, dass ich sie nicht vorausahnen konnte und sie einen eleganten, wenn auch schmerzhaften Bogen nimmt, der zu einer runden Handlung führt. Dass mich Enyas Schicksal ehrlich berührt hat, habe ich dadurch gemerkt, dass ich noch tagelang über das Hörbuch nachgedacht habe.

Veröffentlicht am 28.10.2025

Was sich liebt, das neckt sich ♥️

Hearts & Falcons. Im Herzen wild und frei
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Sie ist vorlaut, direkt, frech. Und sie ist die Beste in einem von Männern dominierten Sport. Der Falkenjagd. 1895: Hedwig lebt mit ihrer Schwester abgelegen im Wienerwald. Sie liebt die Einsamkeit, die ...

Sie ist vorlaut, direkt, frech. Und sie ist die Beste in einem von Männern dominierten Sport. Der Falkenjagd. 1895: Hedwig lebt mit ihrer Schwester abgelegen im Wienerwald. Sie liebt die Einsamkeit, die Stille und ihren Habicht Avis. Eines Tages taucht der adlige Konrad Ahnen auf und verlangt von Hedwig in der Falkenjagd unterrichtet zu werden, um an einem Turnier teilzunehmen zu können. Eine bodenlose Frechheit, doch Hedwig ist gezwungen ihm zu helfen. Unweigerlich kommen sie sich näher und stellen nach dem ein oder anderen Schlagabtausch fest, so übel ist der andere gar nicht …

„Hearts and Falcons“ ist eine wunderschöne und romantische Liebesgeschichte mit Enemies-to-Lovers-Flair und einer starken, unabhängigen Protagonistin. Hedwig ist ein super sympathischer und liebenswerter Charakter. Sie lässt sich nicht unterkriegen, schon gar nicht von Männern, doch gleichzeitig entdeckt sie durch Konrad auch ihre zarte und verletzliche Seite. Außerdem ist das Setting traumhaft und die Falkenjagd eine spannende Thematik, die mir so noch nie in einem Buch begegnet ist.

Erzählt wird sowohl aus Hedwigs als auch aus Konrads Ich-Perspektive. Sie sind grundverschiedene Charaktere und somit passt der Spruch „Gegensätze ziehen sich an“ perfekt. Autorin Nora Lynn hat ihre Eigenarten, Gefühle und Handlungen authentisch und bildhaft in Worte gefasst. Ihr Schreibstil plätschert so angenehm dahin wie ein Bächlein im Wienerwald. Flüssig, gefühlvoll und romantisch, aber nicht zu kitschig! Schön fand ich auch, wie die historische Rolle der Frau eingebettet wurde und wie mutig Hedwig sich der Ungerechtigkeit entgegenstellt. Ein durch und durch lesenswertes Buch für gemütliche Stunden auf dem Sofa.

Veröffentlicht am 28.10.2025

Es ist nicht alles Gold, was glänzt

The Goldens
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Als Chloe an der Dern University beginnt, trifft sie unausweichlich auf Clara Holland. Dieses eine reiche Mädchen, das von allen bewundert und angehimmelt wird. Alles an ihr ist glanzvoll und glamourös. ...

Als Chloe an der Dern University beginnt, trifft sie unausweichlich auf Clara Holland. Dieses eine reiche Mädchen, das von allen bewundert und angehimmelt wird. Alles an ihr ist glanzvoll und glamourös. Jeder will mit ihr befreundet sein, doch niemand scheint es in ihren Inner Circle zu schaffen, bis ausgerechnet Chloe zu ihrer auserwählten Freundin wird. Die Mädchen sind unzertrennlich, doch Clara umgibt auch eine düstere Aura. Nach und nach kommt Chloe ihren Geheimnissen auf die Spur. Die Grenzen zwischen Freundschaft, Abhängigkeit, Obsession und Liebe verwischen …

Jeder kennt das Phänomen. Eine Person sticht heraus, hat das gewisse Etwas, wird zum leuchtenden Vorbild Tausender. In „The Goldens“ ist Clara diese Strahlende Persönlichkeit und Chloe ihr größter Fan. Eine toxische Beziehung wird zum Zentrum dieses YA Soft Thrillers. Wir schlüpfen in Chloes Haut und erleben aus ihrer Ich-Perspektive, wie es sich anfühlt in das Licht einer manipulativen Ikone einzutauchen. Obwohl der Roman kaum Action enthält, ist die Handlung spannend und von glamouröser Düsternis geprägt.

Chloe ist eine liebenswerte, freundliche junge Frau voller Träume und Wünsche. Ich konnte mich problemlos in sie hineinversetzen und ihre Handlungsweise verstehen. Letztlich sehnt sich jeder nach Liebe und Aufmerksamkeit. Obsession, Kontrolle und Machtspiele werden von Lauren Wilson glaubhaft und authentisch dargestellt. Ich mochte ihren anschaulichen Schreibstil, der mich in die Welt der Goldens entführt und sehr gut unterhalten hat.

Veröffentlicht am 28.10.2025

Romantische Winter-Weihnachtsgeschichte

Dich hatte ich nicht auf dem Wunschzettel
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Nachdem Maya ihren Job verloren hat, zieht sie zurück zu ihren Eltern in das schottische Dorf Glenavie. Unweigerlich trifft sie auf ihre verflossene Jugendliebe Sam. Da sie vor vielen Jahren nicht im Guten ...

Nachdem Maya ihren Job verloren hat, zieht sie zurück zu ihren Eltern in das schottische Dorf Glenavie. Unweigerlich trifft sie auf ihre verflossene Jugendliebe Sam. Da sie vor vielen Jahren nicht im Guten auseinandergegangen sind, ist die Stimmung frostig. Wie passend, dass die beiden nun als Skilehrer zusammenarbeiten müssen. Aber was ist damals wirklich passiert? Und sind da nicht immer noch ungeklärte Gefühle?

„Dich hatte ich nicht auf dem Wunschzettel“ ist eine romantische Wintergeschichte mit gemütlich-weihnachtlichem Flair. Ich finde den Titel nicht gut gewählt, da er langweilig klingt. Die Geschichte ist es aber gar nicht, auch wenn sie relativ seicht und vorhersehbar ist. Ich finde schön, dass auch eine ernste Thematik in die Handlung eingewoben wurde. Maya und Sam sind sympathische Figuren. Ihre Schlagabtausche sind humorvoll und authentisch. Zoe Allisons Schreibstil plätschert friedlich und flüssig dahin.

In diesem Liebesroman geht es nicht um Spannung, sondern familiäre und freundschaftliche Bande, um gesunde Beziehungen und dem Streben nach privatem Glück. Man spürt die Liebe der Autorin zu ihren Figuren. Für gemütliche Stunden vor dem Kamin ist die Geschichte bestens geeignet.