Gefährliche Liebe
Riskante BegierdeAls die Bewährungshelferin Jess und der Mafia-Kronprinz Trace aufeinandertreffen, fliegen die Funken. Jess steht auf der Seite des Gesetzes, Trace auf der von Gesetzlosen, doch die Anziehungskraft ist ...
Als die Bewährungshelferin Jess und der Mafia-Kronprinz Trace aufeinandertreffen, fliegen die Funken. Jess steht auf der Seite des Gesetzes, Trace auf der von Gesetzlosen, doch die Anziehungskraft ist überwältigend. Entgegen aller Vernunft beginnen sie sich zu treffen, doch schon bald ist ihr beider Leben in Gefahr. Geheimnisse kommen ans Licht. Freunde und Familien sind unwiderruflich miteinander verstrickt. Zwischen Chaos, Schmerz und Tod halten Jess und Trace an ihren Gefühlen füreinander fest und kämpfen darum, einander nicht zu verlieren …
Ich brauchte anfangs eine Weile, um mich sowohl in die Geschichte als auch in Tijans Schreibstil hineinzufinden. Sie verwendet eine sehr einfache, fast schon platte Sprache, die aber gerade durch das düstere Setting und die gefährlichen, zwielichtigen Charaktere einen passenden Rahmen für die Story bildet.
Je länger ich las, desto mehr zog mich die Handlung in den Bann. Wer ist Freund, wer Feind? Hinter jeder Ecke lauert die Gefahr. Schonungslos lässt Tijan ihre Figuren gegeneinander Krieg führen, verletzt und quält sie.
Ich hätte mir gerade am Anfang mehr Gefühl gewünscht, mehr Sinn und Erklärung hinter der entbrennenden Leidenschaft zwischen Jess und Trace. Auf den ersten Seiten kam mir diese plötzliche Besessenheit zu gewollt vor. Ich fragte mich, wieso eigentlich? Die beiden kennen sich doch gar nicht. Es fehlte die Substanz. Glücklicherweise nimmt diese im Verlauf immer mehr Gestalt an und irgendwann fing ich richtig Feuer. Ab da hätte ich mir mehr spicy Szenen und prickelnde Momente zwischen Jess und Trace gewünscht, die Ihre Leidenschaft füreinander noch greifbarer gemacht hätten. Die Spannung hat das aber gut ausgeglichen.
Zum Ende verdichtet sich die Handlung, allerdings blieb Trace für mich eine recht blasse Figur. Er und Jess erzählen die Geschichte zwar aus der jeweiligen Ich-Perspektive, aber so richtig schlau wurde ich aus ihm nicht. Jess hingegen ist eine recht klare, starke Persönlichkeit, tough, aber auch verletzlich. Ich war gespannt auf ihre charakterliche Entwicklung, die aber auch hätte greifbarer sein können.
Band eins endet sehr abrupt, eben war ich noch mitten in der Handlung, zack, ist sie auch schon vorbei. Das macht neugierig auf den zweiten Teil, der allerdings die Geschichte zweier Nebendarsteller aus Band eins erzählt. Ich hätte gerne noch Jess und Trace weiterverfolgt.