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Einhorn4444

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.01.2018

Missverstanden und allein

Woman in Cabin 10
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Die Journalistin Laura wird von ihrer Zeitung auf die Jungfernfahrt eines Luxusschiffes geschickt, um über dieses Event zu berichten. Obwohl sie erst kurz vorher einen Einbruch in ihre Privatwohnung erleben ...

Die Journalistin Laura wird von ihrer Zeitung auf die Jungfernfahrt eines Luxusschiffes geschickt, um über dieses Event zu berichten. Obwohl sie erst kurz vorher einen Einbruch in ihre Privatwohnung erleben musste und deshalb noch nervlich angeschlagen ist, nimmt sie diese Herausforderung an, da sie sich von ihrer Berichterstattung auf dem Schiff einen Karrieresprung erhofft. Nur leider wird sie in der Nacht Zeuge eines Mordes oder glaubt zumindest, einen solchen bzw. die Beseitigung der Leiche gesehen zu haben. Doch niemand glaubt ihr, da die angeblich verschwundene Frau nicht zu existieren scheint.
Man fühlt mit der Journalistin Lo, ist hin- und hergerissen, ob man ihr Glauben schenken soll oder nicht. Schließlich ist sie psychisch angeschlagen, hatte kurz vorher ein schlimmes Erlebnis und nimmt Psychopharmaka. Ich habe regelrecht Zorn bekommen, weil sie sofort von den anderen in eine "Schublade" gesteckt worden ist, nur weil sie - berechtigtermaßen - unter Angstzuständen leidet. Ich fand das Buch sehr spannend und - vor allem das Ende - war dann doch recht überraschend.

Veröffentlicht am 29.10.2017

Ausbaufähig

Und du wirst den verborgenen Schatz in dir finden
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Ich habe mir viel von diesem Buch versprochen, aber mitunter war ich etwas überfordert . . .
Alice, eine erfolgreiche Kommunikationsberaterin, die im Hier und Jetzt lebt, versucht ihrem Jugendfreund - ...

Ich habe mir viel von diesem Buch versprochen, aber mitunter war ich etwas überfordert . . .
Alice, eine erfolgreiche Kommunikationsberaterin, die im Hier und Jetzt lebt, versucht ihrem Jugendfreund - einem Priester - zu helfen, der in einer Krise steckt. Jérémie bedauert, dass nur so wenige (und vorwiegend alte) Menschen in seinen Gottesdienst kommen. Indem Alice - eine Atheistin - ihm helfen will, prallen zwei Welten aufeinander: Glaube / Spiritualität und die effiziente, erfolgsverwöhnte Wirklichkeit.
Alice beißt sich ziemlich die Zähne an der Bibel aus, was ich mitunter wirklich zum Lachen fand. Ihre Effizienz stellt ihr selbst ein Bein, und sie muss an sich und ihrem Ego arbeiten, um Jérémie helfen zu können. Mitunter schlägt sie weit übers Ziel hinaus, was auch unangenehme Folgen nach sich zieht. Trotzdem bewundert der junge Priester ihren Einsatz und profitiert davon.
Die Parallelen zwischen Hinduismus, Buddhismus, Judentum und Christentum fand ich ja noch interessant, aber mit dem Daoismus konnte ich leider überhaupt nichts anfangen, und die schwülstigen Theorien waren mir zu heftig, weil ich sie nicht verstanden habe.
Ich hätte mir mehr zwischenmenschliche Ereignisse in dem Buch gewünscht, und deshalb fand ich die aus dem Leben gegriffenen Dorfpersönlichkeiten sehr erfrischend, belustigend und - ja, man bekam dabei auch den Spiegel vors Gesicht gehalten. Insgesamt hat das Buch zum Nachdenken angeregt, war mir aber - vor allen Dingen im Mittelteil - zu theoretisch.

Veröffentlicht am 03.10.2017

Gegen Ende noch mal interessant

Morgen ist es Liebe
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Die junge Ärztin Alexandra verunglückt mit ihrem Auto, aber ein Unbekannter rettet sie rechtzeitig aus dem Fahrzeug, das in Flammen aufgeht. Dieser Mann - Martin - wollte sich eigentlich in dieser Nacht ...

Die junge Ärztin Alexandra verunglückt mit ihrem Auto, aber ein Unbekannter rettet sie rechtzeitig aus dem Fahrzeug, das in Flammen aufgeht. Dieser Mann - Martin - wollte sich eigentlich in dieser Nacht das Leben nehmen.
Das Buch handelt davon, wie er mit ihr Kontakt aufnimmt, von Missverständnissen, Heimlichkeiten, Schuldgefühlen und Charakterschwächen. Mitunter geht es ziemlich turbulent zu, weil auf einmal so viele unterschiedliche Menschen mitmischen. Aber in der Mitte der Lektüre hatte ich eine richtige Flaute, ich fand vieles zu langatmig, und einige Handlungsstränge drehten sich im Kreis, anstatt sich weiter zu entwickeln. Doch im letzten Drittel kam noch mal Bewegung ins Buch, und ich musste mitunter herzlich lachen. Der stärkste Charakter in diesem Buch war für mich Martha, Alexandras Mutter, die mich mit ihren Gefühlen und dementsprechenden Handlungen begeistert hat.

Veröffentlicht am 08.06.2017

Gefühle und Elemente

Winterseele. Kissed by Fear
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Elizabeth fühlt - aus welchem Grund auch immer - gar nichts. Sie empfindet kein Mitgefühl, keine Trauer, keine Freude und keinen Zorn. Aber sie kann ebendiese Emotionen als Wesen wahrnehmen und mit ihnen ...

Elizabeth fühlt - aus welchem Grund auch immer - gar nichts. Sie empfindet kein Mitgefühl, keine Trauer, keine Freude und keinen Zorn. Aber sie kann ebendiese Emotionen als Wesen wahrnehmen und mit ihnen sprechen. Außerdem sieht sie auch die Elemente Nebel, Moos, Winter usw. Ihre Einzigartigkeit macht sie im realen Leben zur Außenseiterin, aber ein ganz bestimmtes Wesen ist sehr interessiert an ihr: Fear = die Angst will herausfinden, warum Liz für ihn und für alle anderen so unantastbar ist. 
​Elizabeth versucht, sich in der normalen Welt zurecht zu finden. Das ist gar nicht so einfach, denn sie hat es schwer in ihrem Zuhause bzw. mit ihren Eltern, und in der Schule hat sie nur einen Jungen - Joshua - der ihr freundschaftliche Gefühle entgegen bringt. Aber was soll daraus werden, wernn Elizabeth seine Gefühle in keinster Weise erwidern kann?
​Ich fand die Idee des Buches von Anfang an sehr interessant und habe mich ständig gefragt, wie ich mir solche Gefühle und Elemente wie Mut, Nebel, Mitleid und Zorn als Personen vorstellen würde. Das Buch reicht von phantasievoll, spannend, langatmig, mysteriös bis zu brutal. Irgendwie war von allem etwas dabei. Est zum Schluss hin lösen sich die meisten Fragen auf, aber einige der Erklärungen scheinen unlogisch und nur schwer nachvollziehbar. Trotzdem ist es ein gutes Buch, von dem ich mir allerdings etwas mehr erhofft hatte.

Veröffentlicht am 28.05.2017

Operndiva zwischen zwei Männern

Mittsommerleuchten
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Das neueste Buch von Asa Hellberg reiht sich vom Stil her in die Reihe ihrer bisherigen Bücher. Es handelt von Frauen Anfang/Mitte 50, die ihr Leben noch einmal umkrempeln wollen und eine neue Liebe erleben ...

Das neueste Buch von Asa Hellberg reiht sich vom Stil her in die Reihe ihrer bisherigen Bücher. Es handelt von Frauen Anfang/Mitte 50, die ihr Leben noch einmal umkrempeln wollen und eine neue Liebe erleben möchten.
Gloria ist eine Operndiva, wie sie im Buche steht: Stimmgewaltig, schön und von Männern heiß begehrt. Doch nicht nur auf der Bühne - in ihrer Rolle als Carmen - sondern auch im wahren Leben steht sie zwischen zwei Männern und trotz ihrer Lebens- und Liebeserfahrung, weiß sie nicht, wie es weitergehen soll.
Ihre jüngere Schwester Agnes - so ganz anders als Gloria - steht ebenfalls am Scheideweg und muss sich neu entdecken. Die beiden Schwestern schließen sich zusammen, entdecken Unterschiede und Gemeinsamkeiten. Ein lange gehütetes Familiengeheimnis schweißt die ungleichen Frauen noch mehr zusammen.
Ich fand dieses Buch sehr lesenswert, da ich mich für Theater, Musik und Oper interessiere und mich der Schreibstil von Asa Hellberg anspricht. Gegen Ende wird das Buch fast sogar ein wenig kriminalistisch. Und natürlich gibt es auch wieder ein Happyend!