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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.05.2019

Schönes Wohlfühlbuch

Sommerzauber auf der kleinen Insel
1

Britta ist sehr zielstrebig, strukturiert und sehr gut organisiert. Sie ist auf dem besten Wege in die Führungsspitze ihrer Firma in Frankfurt. Doch dann kommt der Auftrag, ein Feriendorf auf einer Insel ...

Britta ist sehr zielstrebig, strukturiert und sehr gut organisiert. Sie ist auf dem besten Wege in die Führungsspitze ihrer Firma in Frankfurt. Doch dann kommt der Auftrag, ein Feriendorf auf einer Insel in Dänemark zu planen. Auf dieser Insel gerät das Leben von Britta ziemlich durcheinander. Denn diese Insel ist die Heimat ihres Vaters, der vor ihrer Geburt gestorben ist, wie sie immer glaubte. Doch plötzlich steht ihr Vater vor ihr und mit ihm eine große glückliche Familie…

Das Buch von Barbara Erlenkamp verbreitet jede Menge gute Laune. Britta ist eine sehr sympathische Frau und als Leserin fiebere ich mit ihr. Sowohl was ihre beruflichen Entwicklungen angeht als auch im familiären Bereich und in der Liebe. Immer wieder hoffe ich, dass sie doch noch einen Weg findet, alles unter einen Hut zu bringen, auch wenn ich keine Ahnung habe, wie das gehen soll. Das Autorenduo schafft es, die Personen sehr authentisch darzustellen, egal ob es um die netten Menschen geht, wie die Familie, die Britta in Dänemark findet, oder die intriganten Personen, die Britta das Leben schwer machen.

Das Buch ist für mich der perfekte Wohlfühlroman, um ihn entspannt im Urlaub zu lesen. Ich habe die Lektüre sehr genossen. Kaum hatte ich angefangen, war ich auch schon durch damit.

Veröffentlicht am 09.04.2019

Schöner Krimi zum Miträtseln, der Lust auf Sylt macht

Dünengeister
1

In einer Wanderdüne auf Sylt werden alte Knochen gefunden. Doch damit nicht genug, kurz darauf sterben eine Frau und ihr kleiner Sohn, auf deren Grundstück sich die Düne befindet. Kommissar Benthien, seine ...

In einer Wanderdüne auf Sylt werden alte Knochen gefunden. Doch damit nicht genug, kurz darauf sterben eine Frau und ihr kleiner Sohn, auf deren Grundstück sich die Düne befindet. Kommissar Benthien, seine Partnerin Lilly und Fitzen beginnen zu ermitteln…

Dünengeister war mein erstes Buch von der Autorin Nina Ohlandt. Das Buch zeichnet sich durch sympathische Ermittler – Benthien, Lilly und Fitzen aus. Dazu kommt eine Familie, aus der die Opfer stammen, in der jedes Familienmitglied einschließlich deren Freunde und Feinde verdächtig sind. Für mich als Leserin bedeutet dies großen Lesespaß, denn ich hatte die Möglichkeit, beim Lesen mitzuraten, wer der Täter ist. Nina Ohlandt legt zudem immer wieder falsche Fährten aus, um den Leser aufs Glatteis zu führen, was mir zusätzlich Freude bereitet hat.

Die einzelnen Personen sind liebevoll gezeichnet. Dabei ist es egal, ob sie lieb und nett, Eigenbrötler oder wahre Stinkstiefel sind. Man merkt der Autorin die Freude an, die sie beim Erschaffen der Figuren hat.

Besonders gefallen hat mir die Auflösung des Krimis – sowohl das wie als auch das wer!

Ein tolles Buch für Freunde des unblutigen deutschen Krimis, bei dem einfach alles stimmig ist!

Veröffentlicht am 05.03.2019

Schöner Auftrakt einer Trilogie, bei dem ich mich schon jetzt auf Teil 2 freue

Café Engel
1

Gerade zurzeit, wo in Deutschland zunehmend rechtes Gedankengut salonfähig wird und diesen Gedanken dann auch noch abgesprochen wird, in die rechte Ecke zu gehören, lese ich viele Bücher über die Zeit ...

Gerade zurzeit, wo in Deutschland zunehmend rechtes Gedankengut salonfähig wird und diesen Gedanken dann auch noch abgesprochen wird, in die rechte Ecke zu gehören, lese ich viele Bücher über die Zeit vor, während und nach dem zweiten Weltkrieg. Denn Fremden- und Flüchtlingsfeindlichkeit gilt in vielen Kreisen bereits als normal und akzeptiert, daher finde ich es wichtig, sich zu erinnern. Und es muss nicht immer ein Sachbuch sein, um die Schrecken der damaligen Zeit aufleben zu lassen. Auch Romane eignen sich gut, um mich und uns alle daran zu erinnern, was wir nie wieder erleben wollen.

Dieses Buch erzählt seine Geschichte aus der Perspektive von fünf Personen. Zu Beginn, wenn man nicht damit rechnet, mag das ein wenig verwirren, denn es ist sehr ungewohnt, so vielen Handlungssträngen zu folgen. Doch zum einen können dadurch viele unterschiedliche spannende Geschichten erzählte werden, was den Roman interessanter macht. Und zum anderen können unterschiedliche Blickwinkel auf die Ereignisse eingenommen werden. Der gesamte Roman wird dadurch abwechslungsreicher. Nachdem ich mich darauf eingestellt hatte, habe ich diese vielen Blickwinkel als Bereicherung empfunden.

Dazu kommt, dass Marie Lamballe viele Themen im Auftakt ihrer Trilogie Cafe Engel – Eine neue Zeit vereint. Wir begleiten Frauen und Kinder auf der Flucht, erleben zerbombte Städte, bekommen hautnah mit, wie es ist als deutscher Soldat in Kriegsgefangenschaft zu geraten, sich als Judin verstecken zu müssen, dann anschließend das Leben unter Besatzern… Beim Lesen stellte sich mir immer wieder die Fragen, wie die Menschen das damals alles verkraftet haben und ich bin heilfroh und dankbar, dass ich heute lebe!

Die Autorin hat die Ereignisse der damaligen Zeit sehr gut recherchiert und man wird häufig als Leser an Erzählungen der Eltern oder Großeltern aus der Kriegs- bzw. Nachkriegszeit erinnert. Die Personen handeln dadurch vielleicht nicht immer so, wie wir es uns wünschen würden, aber dafür umso authentischer.

Das Buch Cafe Engel – Eine neue Zeit ist ein schönes Buch, das ein erdrückendes Thema mit einer Leichtigkeit erzählt, die Lust auf die Fortsetzungen macht…

Veröffentlicht am 24.06.2019

Frisch, witzig und sexy

Most Wanted Billionaire
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Nachdem ihr letzter Partner sie ausgenommen hat wie eine Weihnachtsgans, steht Lizzie Cooper das Wasser bis zum Hals. Sie arbeitet jetzt als Fachfrau für Internetauftritte im erzkonservativen Unternehmen ...

Nachdem ihr letzter Partner sie ausgenommen hat wie eine Weihnachtsgans, steht Lizzie Cooper das Wasser bis zum Hals. Sie arbeitet jetzt als Fachfrau für Internetauftritte im erzkonservativen Unternehmen von Theo Drummond. Plötzlich findet sie sich als sein Wake-up-Girl wieder…

Das Buch ist in drei Teile gegliedert. Das erste Drittel handelt von Lizzie im Unternehmen und wie sie Theos Wake-up-Girl wird. Im zweiten Drittel setzt Theo Himmel und Hölle in Bewegung, um sein wahres Wake-up-Girl zu finden. Ja, und im letzten Drittel… – findet es selber heraus.

Die ersten beiden Drittel haben mir sehr gut gefallen. Sie sprühen vor Einfallsreichtum. Annika Martin hat gute Ideen. Und sie überrascht mich mit Wendungen, mit denen ich nicht gerechnet habe, wenn ich dachte, dass die Handlung nun in eine bestimmte Richtung weitergeht. Das hat dem Buch Pfiff verliehen und ich habe mit Freude weitergelesen.

Doch im letzten Drittel wird das Buch plötzlich fast fade. Es nimmt alles einen gewöhnlichen Verlauf. Da frage ich mich, hat Annika Martin hier der Mut zum Ungewöhnlichen verlassen? Der Epilog ist dann wieder süß. Aber davor hätte das Buch mehr von dem Pfiff und Einfallsreichtum der ersten Zweidrittel des Buches vertragen können.

Ein wenig einfallslos ist auch der Titel des Buches. Das Buch gehört zur Most-Wanted-Reihe, also musste ein Most-Wanted in den Titel. Aber Most-Wanted-Billionaire ist nicht sehr originell und passt auch nur am Rande zu Theos Persönlichkeit. Da hätte ein kreativerer Titel hergehört.

Mein größter Kritikpunkt ist jedoch, dass sexuelle Rollenspiel der beiden. Zu Beginn war ich nur ein wenig irritiert, dass Theo ein „Ich bin ein A... und das törnt dich total an“ als Anmache gebraucht. Doch das wird im Laufe der Handlung immer wieder gebraucht. Irgendwann dachte ich dann, dass der Gaul nun wirklich zu Tode geritten ist. Doch auch da ging es noch weiter. Hier wird die Tatsache, dass Mädchen und Frauen sehr häufig auf A... hereinfallen bzw. ihnen verfallen, auf eine Art und Weise verharmlost, die ich nicht nachvollziehbar finde.

Doch alles in allem zeichnet sich das Buch durch sehr viel Humor aus. Wer gerne lacht und nette Ideen mag, kann hier zugreifen. Dazu kommt noch ein guter Schuss Erotik. Das hervorragende Niveau wird leider nicht bis zum Schluss gehalten. Doch auf den ersten Zweidritteln des Buches ist gute Unterhaltung garantiert!

Veröffentlicht am 23.06.2019

Genauso mag ich Krimis - spannend und unterhaltsam

Ostseeangst
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Fast ein Jahr ist es her, seitdem Pias Verlobter verunglückt ist. Doch das Leben geht weiter und sie hat einen neuen Rhythmus gefunden. Nur auf der Arbeit gilt sie nach wie vor als nicht belastbar. Und ...

Fast ein Jahr ist es her, seitdem Pias Verlobter verunglückt ist. Doch das Leben geht weiter und sie hat einen neuen Rhythmus gefunden. Nur auf der Arbeit gilt sie nach wie vor als nicht belastbar. Und so erkämpft sich Pia in dem neuen Krimi „Ostseeangst“ ihren Platz zurück ins Team und in die Ermittlungsarbeit…

An diesen neuen Fall mit Pia Korittki bin ich mit gemischten Gefühlen herangegangen. Am Ende des letzten Buches ist ihr Verlobter plötzlich gestorben und ich habe nun befürchtet, dass dieser Teil sehr schwermütig wird. Doch zum Glück ist das nicht der Fall. Denn Eva Almstädt knüpft etwa ein Jahr nach dem Tod von Lars wieder an die Ereignisse an und die akute Trauerphase ist vorbei.

In Ostseeangst laufen drei Ermittlungen zusammen. Die Darstellung fand ich sehr spannend, die einzelnen Verwicklungen und Wendungen waren für mich nicht vorhersehbar, sodass ich mich gut unterhalten gefühlt habe. Trotz mehrerer Ermittlungen, war die Handlung nicht überfrachtet und verständlich. Der Trend geht bei Krimis zurzeit oft dahin, so viele Handlungsstränge einzubauen, dass die Handlung unübersichtlich und zum Teil unverständlich wird. Eva Almstädt ist allerdings in ihrem Genre ein „alter Hase“ und hat ihre Geschichte gut im Griff. Sie lässt die Ermittler und den Leser ein paar Spuren verfolgen, verliert das Ziel dabei jedoch keinen Moment aus den Augen. Dazu kommt die private Entwicklung von Pia, die ich ebenfalls als angenehm empfunden habe.

Für mich also ein rundum gelungener Krimi. Ich freue mich bereits jetzt auf den nächsten Teil!