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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.12.2018

Ein Krimi, Geschichtsunterricht und jede Menge Stoff zum Nachdenken

Darktown
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Zum einen treten 1948 in Atlanta die ersten acht farbigen Cops ihren Dienst an. Zum anderen wird eine Farbige ermordet und bei der Kripo scheint es niemanden zu interessieren…

Das erste Drittel des Buches ...

Zum einen treten 1948 in Atlanta die ersten acht farbigen Cops ihren Dienst an. Zum anderen wird eine Farbige ermordet und bei der Kripo scheint es niemanden zu interessieren…

Das erste Drittel des Buches war ich fast nur mit meiner Wut beschäftigt. Wut auf die Zustände, unter denen die farbigen Cops arbeiten mussten. Die Demütigungen, die sie täglich ertragen mussten – von Seiten ihrer weißen Kollegen, von Seiten der Weißen, die sie behandeln wie Vieh, von Seiten der anderen Farbigen. Dieser Rassismus, der wirklich alles durchdringt und wo Farbige ständig mit Affen gleichgesetzt werden, fand ich schockierend. Das Verhalten und die Gespräche der weißen Cops waren einfach nur abstoßend.

Daraufhin habe ich im Internet recherchiert, um herauszufinden, ob es Berichte gibt zu diesen acht farbigen Cops aus Atlanta. Das Buch von Thomas Mullen ist zwar ein Roman, aber diese Cops gab es ja wirklich. Und tatsächlich waren sie damals in einem separaten Gebäude untergebracht, weil sie nicht das Polizeigebäude der weißen Cops betreten durften. Es hat 20 Jahre gedauert, bis schwarze und weiße Polizisten zusammenarbeiteten.

Diese geschichtlichen Bezüge liefern selbstverständlich jede Menge Stoff zum Nachdenken. Zum einen über die Verhältnisse damals, aber auch über heute – und nicht nur in den USA, sondern auch über Rassismus in unserem Land. Das Buch passt deshalb sehr gut in die jetzige Zeit und ist daher sehr wichtig und aktuell, denn die Auseinandersetzung damit, wie wir andere Menschen behandeln, ist zurzeit wichtiger denn je!

Aber das Buch erzählt auch einen spannenden Kriminalfall, den Tod an einer jungen Farbigen. Wie hier ermittelt bzw. nicht ermittelt wird, wie der Fall gelöst wird, was vertuscht wird, das alles finde ich sehr spannend. Und auch das finde ich zum Teil sehr politisch. Beim Lesen kam mir immer wieder der Gedanke, dass Darktown auf so vielen Ebenen Stoff zum Analysieren bietet, dass es sich lohnen würde, sich damit im Unterricht zu beschäftigen.

Darktown ist für mich ein gelungener Krimi, ein hoch aktuelles Buch, welches zudem geschichtliches Wissen vermittelt. Mehr kann ich als Leser von einem Buch nicht erwarten!

Veröffentlicht am 02.12.2018

Es geht spannend weiter

Pheromon
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Im Jahr 2018 begleiten wir weiter Jake, der nun nach dem misslungenen Attentat auf das HFP Gebäude auf der Flucht ist. 2118 jedoch sind die Personen aus Teil 1 nicht mehr Teil der Geschichte. Wir treffen ...

Im Jahr 2018 begleiten wir weiter Jake, der nun nach dem misslungenen Attentat auf das HFP Gebäude auf der Flucht ist. 2118 jedoch sind die Personen aus Teil 1 nicht mehr Teil der Geschichte. Wir treffen nun auf eine junge Anwältin, Giovanella, die von einem exzentrischen Millionär den Auftrag erhält, Jake im Jahr 2018 zu finden…

Besonders gut gefällt mir, dass das Buch ganz klar strukturiert ist. Mit jedem neuen Kapitel wechseln wir die Zeitebene. Das Jahr 2018 und das Jahr 2118 wechseln sich gleichmäßig ab. Das ergibt einen sehr angenehmen Erzählfluss, den ich bereits in Band 1 sehr mochte.

Da die Story im Jahre 2018 mit Jake weitergeht, fällt der Anschluss leicht und die Spannung ist sofort wieder da. Sich in die Ereignisse des Jahres 2118 einzufinden, dauert ein wenig länger, doch auch da werden die Geschehnisse schnell spannend, sodass ich das Hörbuch gar nicht ausschalten wollte. Besonders spannend wird es, als sich die beiden Ebenen immer mehr verbinden und sich erst Giovanella ins Jahr 2018 begibt und später Karl die fünf Hunter im Jahr 2018 unterstützt.

Viele Geschehnisse, die voraussichtlich in Teil 3 geklärt werden, sind bereits in Teil 2 angedeutet worden und ich bin froh, dass es nicht mehr lange dauert, bis Teil 3 erscheint und ich endlich erfahre, wie sich alles miteinander verknüpft. Teil 2 fand ich noch einmal spannender als Teil 1.

Sehr traurig finde ich, dass Teil 3 nicht als Hörbuch erscheinen wird.

Veröffentlicht am 02.12.2018

Guter Abschluss einer super Reihe

Taste of Love - Rezept fürs Happy End
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Endlich: Die große Schwester von Liz bekommt ihr eigenes Taste of Love – Buch! Vicky soll für den Wirtschaftsteil ihrer Zeitung über den Wirtschaftsfaktor Single berichten. Dabei nimmt sie unter anderem ...

Endlich: Die große Schwester von Liz bekommt ihr eigenes Taste of Love – Buch! Vicky soll für den Wirtschaftsteil ihrer Zeitung über den Wirtschaftsfaktor Single berichten. Dabei nimmt sie unter anderem an einem Kochkurs für Männer teil. Dort trifft sie auf Mitch, den sie bereits auf ihrem gemeinsamen Freundeskreis kennt. Die beiden bilden beim Kochen ein Team und auch schon bald darüber hinaus…

Herrlich! Vicky bekommt ihre eigene Geschichte und ich habe jede Seite genossen. Vicky ist mit ihrer großen Klappe und ihrem trockenen Humor einfach ein Genuss. Es macht Spaß, etwas über sie zu lesen und sie zu begleiten. Mitch mochte ich dagegen zu Beginn nicht sonderlich. Er wurde mir erst ab dem Zeitpunkt immer sympathischer, als er anfing, seine Zeit mit Vicky zu verbringen. Die beiden harmonierten unglaublich gut miteinander.

Poppy J. Anderson hatte in dem Buch ein paar witzige Ideen, was Vicky für ihre Artikel so alles recherchieren musste. Die Zeit mit dem Buch ist wie im Fluge vergangen. Ich bin sehr traurig, dass dies der Abschlussband der Taste of Love Reihe war, denn ich habe die Bücher geliebt und jedes einzelne sehr genossen.

Sehr schön ist zudem, dass die Figuren aus den anderen Teilen alle wieder vertreten sind! Uns begegnen alle liebgewonnenen Charaktere wieder!

Fazit: Ein sehr humorvolles Buch, das selbstverständlich auch voller Liebe steckt! Toller Teil einer super Buchreihe!

Veröffentlicht am 19.11.2018

Den Mittelteil stehen lassen, den Rest gnadenlos kürzen

Hazel Wood
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Alice wächst in dem Wissen auf, dass ihre Großmutter die berühmte Schriftstellerin der Märchen aus dem Hinterland ist. Nur sie durfte diese Märchen nie lesen. Als eines Tages ihre Mutter verschwindet, ...

Alice wächst in dem Wissen auf, dass ihre Großmutter die berühmte Schriftstellerin der Märchen aus dem Hinterland ist. Nur sie durfte diese Märchen nie lesen. Als eines Tages ihre Mutter verschwindet, macht sie sich mit einem Freund und Fan ihrer Großmutter auf den Weg nach Hazel Wood – dem Anwesen ihrer kürzlich verstorbenen Großmutter…

Selbst nach einigen Tagen Bedenkzeit fällt es mir eine Beurteilung dieses Buches, welches ich als ungekürzte Lesung gehört habe, sehr schwer. Den ersten Teil des Hörbuchs fand ich viel zu lang. Die Geschichte war einfach so verwirrend und unklar. Ständig habe ich mich gefragt, worauf läuft das Ganze hinaus, was soll das Ganze, worum geht es eigentlich. Ich kann mir gut vorstellen, dass einige Leser/innen bereits aufgegeben haben, bis Alice Hazel Wood überhaupt erreicht.

Und das wäre schade! Denn der Teil, der kommt, nachdem sie Hazel Wood erreicht hat und ihre eigene Geschichte erfährt, den fand ich richtig gut und spannend. Es beginnt kurz bevor sie Hazel Wood erreicht und endet, kurz nachdem sie ihre Mutter wiederfindet. Das Ende fand ich dann wieder zu lang geraten. Auch hier wäre weniger mehr gewesen.

Der mittlere Teil war gut, den Rest hätte man überarbeiten, kürzen sollen. Dann wäre ein gutes Buch dabei herausgekommen.

Veröffentlicht am 18.11.2018

Ein guter und solider Krimi

Bluthaus
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1997 werden in einem Reetdachhaus an der Ostsee ein paar Menschen ermordet. Für die Bewohner des Dorfes, in dem das Haus steht, heißt dieses fortan nur noch das Bluthaus. Bei einer Ermittlung 20 Jahre ...

1997 werden in einem Reetdachhaus an der Ostsee ein paar Menschen ermordet. Für die Bewohner des Dorfes, in dem das Haus steht, heißt dieses fortan nur noch das Bluthaus. Bei einer Ermittlung 20 Jahre später stößt Frida Paulsen genau auf dieses Bluthaus und versucht herauszufinden, was genau damals passiert ist…

Ich kenne den ersten Band um Frida Paulsen und Bjarne Haverkorn nicht, hatte jedoch nicht das Gefühl, dass ich deshalb Band 2 nicht verstehe. Die beiden Ermittler sind sehr sympathisch, ebenso wie die Nebenfiguren, die näher mit ihnen zu tun haben. Es sind alles Menschen, die ich mir auch im wahren Leben so oder so ähnlich vorstellen könnte.

Das Buch war spannend. Dabei hat mich auch nicht gestört, dass ich zumindest einen Teil des Rätsels sehr schnell durchschaut hatte. Dieser Teil war gut und glaubhaft in die Handlung eingebunden.

Das Buch hat mich bis zum Schluss gut unterhalten, sodass ich in der nächsten Zeit auf jeden Fall den ersten Band um die beiden Ermittler Frida Paulsen und Bjarne Haverkorn lesen werde und mich auf weitere Fälle der beiden freue.