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Veröffentlicht am 02.03.2025

Gut, aber nicht das erhoffte Highlight

Sing mir vom Tod
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Als ich im Jahr 2021 das Buch „Diese Frauen“ von Ivy Pochoda gelesen hatte, war ich schwer beeindruckt und das Buch war für mich ein Jahreshighlight. Daher habe ich mich sehr gefreut, als im Januar 2025 ...

Als ich im Jahr 2021 das Buch „Diese Frauen“ von Ivy Pochoda gelesen hatte, war ich schwer beeindruckt und das Buch war für mich ein Jahreshighlight. Daher habe ich mich sehr gefreut, als im Januar 2025 endlich das neue Buch der Autorin „Sing mir vom Tod“ in der deutschen Übersetzung erschienen ist und ich musste es sofort lesen.

Wir befinden uns in der Zeit der Coronapandemie und die Gefängnisse müssen Insassen vorzeitig begnadigen, um die Gefahr der Ansteckung einzudämmen. Die Geschichte wird aus der Sicht von vier Frauen erzählt. Da ist die Hauptfigur Florence, genannt Florida, die vorzeitig aus der Haft entlassen wird. Florida hält sich selbst nicht für die typische Gefängnisinsassin. Schließlich stammt sie aus gutem Hause und will bald wieder in ihrem Luxusauto durch die Gegend fahren und das Leben genießen. Doch mit ihr wird auch Diosmary, genannt „Dios“, begnadigt und entlassen. Dios ist sich sicher, dass Florida nicht besser ist als all die anderen gefangenen Frauen und will ihr dies beweisen.

Ergänzt wird die Perspektive der beiden durch Kace. Sie war zuletzt die Zellengenossin von Florida und kennt viele Geheimnisse aller verurteilten Frauen. Sie ist überzeugt, dass sie die Seelen der Opfer von all diesen Frauen in sich trägt und diese zu ihr sprechen.

Da Florida und Dios unerlaubt von Arizona nach Los Angeles reisen, wird Detective Lobos damit beauftragt, die beiden Frauen zu finden und wieder nach Arizona zu überführen. Während der Suche wird Lobos von ihren eigenen Dämonen begleitet, die ihr das Leben erschweren.

Ivy Pochoda hat einen Schreibstil, der mich nach wie vor beeindruckt. Sie lässt uns völlig emotionslos an der jeweiligen Szene teilhaben. Wie eine Kamera, die auf das Geschehen draufhält, ohne einen eigenen Standpunkt einzunehmen. Und genauso begleiten wir die vier Frauen. Wir erleben ihre Gedanken und gewalttätige Ereignisse. Die Schilderung erfolgt dabei so betont und bewusst nüchtern, dass mich das als Leserin kaum berührt. Es entsteht eine fatalistische Grundhaltung: So ist das Leben dieser Frauen halt. Sie erleben Gewalt, sie säen Gewalt und das Leben geht weiter.

Die Autorin hat uns auch mit ihrem neuen Buch wieder das ungeschönte Leben einzelner Frauen gezeigt. Dabei wirkt das Erzählte sehr realistisch, aber auch sehr hoffnungslos. Ein Stil, der mir gefällt, mich jedoch dieses Mal nicht so stark begeistert hat wie bei ihrem Vorgängerbuch. Nichts desto trotz bin ich schon jetzt sehr gespannt auf ihr nächstes Buch.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.01.2025

Gelungener Band 2

Froststerne (Romantasy-Trilogie, Bd. 2)
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Nachdem Elvy am Ende von Band 1 Erik nicht retten konnte, befindet sie sich nun zusammen mit Tomte Teda und ihrer Freundin Simaja im Reich der Schneekönigin. Ihr gemeinsames Ziel ist es, die Schneekönigin ...

Nachdem Elvy am Ende von Band 1 Erik nicht retten konnte, befindet sie sich nun zusammen mit Tomte Teda und ihrer Freundin Simaja im Reich der Schneekönigin. Ihr gemeinsames Ziel ist es, die Schneekönigin zu besiegen und damit das Land, die versklavten Bediensteten der Schneekönigin und auch Erik zu retten.

Doch erst einmal befinden sich die drei auf der Flucht vor der Armee der Schneekönigin. Das verbinden sie mit der Suche nach Verbündeten. Denn wenn sie gewinnen wollen, brauchen sie ebenfalls eine schlagkräftige Armee.
Band 2 von Froststerne „Durch Traum und Eis“ ist genauso interessant wie bereits Band 1 „Erinnere dich!“. Der Autorin Anna Fleck gelingt es, den Spannungsbogen hoch zu halten. Doch wie auch schon der Vorgänger, brauche ich bei Band 2 Zeit, um die ganze Geschichte zu lesen. Woran das liegt, weiß ich gar nicht so ganz genau. Die Geschichte ist ereignisreich, spannend, die Entwicklung der Handlung oftmals nicht vorhersehbar. Die Figuren sind mutig, eigensinnig, abwechslungsreich. Alles in allem sind beide Teile jedoch nicht sehr optimistisch und bunt, sondern eher grau und trist bzw. kalt und weiß.

Die unterschiedlichen Völker, denen wir begegnen, sind hauptsächlich auf den eigenen Vorteil bedacht. Simaja und Elvy müssen sich immer wieder ihren Platz in der Gemeinschaft erkämpfen oder vor Intrigen fliehen. Zudem ist die Welt kalt und besteht aus Schnee und Eis. Auch kommen sie gefühlt, der Rettung kaum näher. Das alles sorgt dafür, dass ich immer wieder Pausen einlegen und eine buntere, fröhlichere Geschichte parallel lesen muss.

Trotzdem fasziniert mich die Neuinterpretation von „Die Schneekönigin“ durch Anna Fleck und ich bin gespannt, wie die Erzählung in Band 3 weitergeht.

Veröffentlicht am 26.01.2025

Was war das denn

The Darkest Gold – Die Befreite
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Mit Teil 6 der Reihe „The darkest gold“ steht nun das Finale der Reihe an. Mit Spannung habe ich diesen Band erwartet, um zu erfahren, wie die Geschichte nun endet und um eine starke Auren zu sehen, die ...

Mit Teil 6 der Reihe „The darkest gold“ steht nun das Finale der Reihe an. Mit Spannung habe ich diesen Band erwartet, um zu erfahren, wie die Geschichte nun endet und um eine starke Auren zu sehen, die endlich das Ansehen genießt, das ihr gebührt.
Doch erst einmal befindet sich Auren mal wieder in Gefangenschaft und ist der Willkür und Grausamkeit eines Herrschers ausgesetzt. Da fehlt mir die Entwicklung, denn in jedem Band ist Auren die Gefangene, die machtlos dem Willen anderer ausgesetzt ist. Hat die Autorin Raven Kennedy wirklich keine neuen Ideen? Das ist sehr schade und ermüdend.
Als genauso ermüdend habe ich die viel zu ausführlichen Szenen empfunden. Sie sind oft zu lang und zeichnen sich durch Wiederholungen aus. Dadurch wird das Geschehen extrem ausgebremst und die Handlung ist langatmig. Dazu kommt eine ausgiebige Sexszene, die für mich überhaupt nicht zur restlichen Erzählung passt. Sie ist viel zu lang und stört den Handlungsablauf. Daher habe ich sie übersprungen.
Zum Ende von Teil 6.1 überschlagen sich die Ereignisse und es ist endlich spannend. Ich war regelrecht elektrisiert vor gespannter Erwartung. Diese Szenen hatten Pageturner-Qualität. Davon hätte ich gerne viel mehr gehabt.
Wie bei der gesamten Reihe, bin ich von der hohen Qualität des Hörbuches sehr angetan. Jede erzählende Figur hat ihren eigenen Sprecher bzw. eigene Sprecherin. Mein Liebling ist Slade. Der Sprecher hat eine tolle Stimme und versteht es, die Ereignisse mitreißend zu erzählen. Doch auch die anderen Sprechenden machen ihren Job sehr gut.

Mit Teil 6.2 endet die Reihe von „The darkest gold“. Das Hörbuch Teil 6.1 endet dramatisch und actionreich mitten in einem Kampf. Daher habe ich umgehend mit Teil 6.2 weitergemacht, um zu erfahren, wie der Kampf ausgeht. Doch die Autorin Raven Kennedy hat andere Pläne. Den Spannungsbogen, den sie mit der Kampfszene aufgebaut hat, lässt sie erst abflachen, um ihn dann mit Karacho an die Wand zu fahren.
Statt sich auf den Kampf zu konzentrieren, können zwei Personen nur noch an Sex denken. Wir erfahren nicht einmal mehr, wie der Kampf endet. Stattdessen folgt eine lange, ausgiebige Sexszene, die für mich überhaupt nicht in die Handlung passt. Ich werde fassungslos und frustriert zurückgelassen.
Im Anschluss gibt es einige Verwicklungen und Kämpfe. Die unterschiedlichen Handlungsstränge und das Schicksal der Figuren müssten zu einem Ende geführt werden. Doch auch hier lässt die Autorin mich ratlos zurück. Statt die offenen Fragen hinreichend zu beantworten und uns darüber zu informieren, wie es nun mit den Reichen weitergeht, bleibt vieles unaufgelöst in der Schwebe hängen.
Stattdessen kommt… na könnt ihr es erraten? Richtig, es folgt eine weitere Sexszene. Und wieder finde ich sie vollkommen fehl am Platz. Die gesamte Serie war für mich ein Auf und Ab. Auf das Ende habe ich mich jedoch richtig gefreut, weil dann alle Handlungen zu einem Ende geführt werden und alle Fragen geklärt werden sollten. Tja, leider ist das nicht geschehen und ich bleibe sehr unzufrieden zurück.

Veröffentlicht am 03.01.2025

Für Booknerds, die gerne Fantasy lesen

Mondia-Dilogie 1: Silent Secrets
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Eine Fantasygeschichte, in der eine große Bibliothek im Mittelpunkt steht? So ein Buch ist wohl für fast jeden Buchliebhaber, der gerne Fantasy liest, ein MUSS. Unter Paris existiert die Mondia, die Weltenbibliothek. ...

Eine Fantasygeschichte, in der eine große Bibliothek im Mittelpunkt steht? So ein Buch ist wohl für fast jeden Buchliebhaber, der gerne Fantasy liest, ein MUSS. Unter Paris existiert die Mondia, die Weltenbibliothek. Sie besitzt von jedem je erschienenen Buch eine Erstausgabe. Ihr Wissen ist schier unendlich. Diese Bibliothek hält die Welt im Gleichgewicht. Geschieht ihr etwas, so gerät die Welt aus dem Gleichgewicht. Und genau dies droht gerade, denn die vermeintlich letzte Ripari wurde getötet und somit ist niemand mehr da, der die Bibliothek beschützen kann.

So starten wir in die Geschichte und lernen nach und nach die Welt unter Paris kennen. Hier leben alle Menschen, die sich der Mondia verschrieben haben. Kasimir und seine Familie sind dafür zuständig, dass die Bibliothek auch wirklich jedes erschienene Buch als Erstausgabe beherbergt. Wir begleiten ihn im Laufe des Buches auf seinen Abenteuern. Denn es gibt nicht nur die Menschen, die im geheimen Arbeiten, um die Welt im Gleichgewicht zu halten. Es gibt auch starke Feinde, die ihre eigenen Ziele mit der Mondia verfolgen.

Insgesamt hat mir das Buch „Silent Secrets“ von Alexandra Flint sehr gut gefallen. Die Welt, die sie erschafft, ist faszinierend. Die beiden Hauptfiguren Kasimir und Remy sind Sympathieträger. Ihre Liebesgeschichte ist zart und entwickelt sich in einem langsamen Tempo im Verlaufe der Erzählung. Dadurch nimmt sie nicht zu viel Raum ein. Das Hauptaugenmerk liegt auf der Rettung der Mondia und somit der Rettung der Welt. Das ist spannend und sorgt für Tempo in der Geschichte. Es gilt, Rätsel zu lösen, die nach und nach zur Rettung der Mondia führen sollen. Mir hat es sehr viel Spaß gemacht, Remy und Kasimir bei ihrer Jagd zu begleiten.

Ein wenig genervt war ich im Laufe der Geschichte von den Feinden, die den Guten immer um einen Schritt voraus waren. Obwohl sie diesen Wissensvorsprung hatten, zahlenmäßig überlegen, trainiert und stark waren, haben sie immer wieder verloren. Das wirkte auf Dauer einfach unrealistisch und hat meine Lesefreude zwischendurch immer wieder getrübt.

Nichts desto trotz bin ich sehr gespannt auf Band 2 und somit auf das Finale der Dilogie.

Veröffentlicht am 03.01.2025

Leider nicht so cool wie gedacht

Disney - Malen nach Zahlen: Love Stories
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Als ich gesehen habe, dass Ravensburger Malbücher für Erwachsene „Malen nach Zahlen“ mit Disney Motiven herausgebracht hat, war ich sofort Feuer und Flamme. Ich puzzle z.B. für mein Leben gerne, wenn ich ...

Als ich gesehen habe, dass Ravensburger Malbücher für Erwachsene „Malen nach Zahlen“ mit Disney Motiven herausgebracht hat, war ich sofort Feuer und Flamme. Ich puzzle z.B. für mein Leben gerne, wenn ich Hörbüchern lausche, da ich das sehr entspannend finde. „Malen nach Zahlen“ habe ich mir ebenso entspannend vorgestellt.

Doch leider habe ich schnell gemerkt, dass mich die Tätigkeit nicht sonderlich entspannt. Ravensburger gibt unter den auszumalenden Bildern die Farben an, mit denen die Bereiche ausgemalt werden sollen. Schnell habe ich gemerkt, dass es sich dabei oft nur um minimal unterschiedliche Farbnuancen handelt. Daher habe ich zu meinen bereits vorhandenen Buntstiften noch 3 weitere Sets gekauft, die unterschiedliche Farbvarianten aufweisen. Doch auch mit insgesamt 4 Sets an Buntstiften war es mir nicht möglich, die unterschiedlichen Farbnuancen abzudecken. Da hinten in dem Malbuch die farbigen Motive abgebildet sind, konnte ich schnell feststellen, dass es bei den Farben oft um eine Hauptfarbe und deren Schatten oder Faltenwurf ging. Das erklärt die Farbabstufungen, die benötigt werden. Folglich konnte ich nicht einfach andere Farben verwenden, sondern war gezwungen, ähnliche Farben zu wählen. Statt Entspannung hatte ich daher Anspannung und Stress.

Zudem sind die einzelnen mit Zahlen und Buchstaben markierten Bereiche sehr klein, so dass mich das Ausmalen regelmä0ig angestrengt hat. Hier hätte ich es besser gefunden, wenn die Bilder in A3 Format gewesen wären oder die auszumalenden Kästchen größer gewählt gewesen wären. Denn auch hierbei konnte ich nicht die erhoffte Entspannung finden.

Die Motive sind toll, keine Frage. Es sind oft die klassischen Disneymotive im Bereich Liebe, wie etwa Susi und Strolchi über einem Teller Spaghetti. Ich liebe diese Motive! Auch die Idee selbst, eine weitere Möglichkeit zu haben, mich zu entspannen und dabei Hörbüchern zu lauschen, finde ich nach wie vor gut. Es sind jedoch Nachbesserungen erforderlich, damit ich die Malbücher entsprechend nutzen kann.