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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.10.2024

Viel besser als erwartet

Die Leoniden - Spektrum (#1)
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Sechs Jugendliche finden auf dem Dachboden des Astrophysikers Karl Christensen einen unbekannten Apparat. Als sie diesen aus Versehen starten, erleiden sie alle sechs Verbrennungen an den Händen. Als sie ...

Sechs Jugendliche finden auf dem Dachboden des Astrophysikers Karl Christensen einen unbekannten Apparat. Als sie diesen aus Versehen starten, erleiden sie alle sechs Verbrennungen an den Händen. Als sie nach ein paar Tagen feststellen, dass jeder von ihnen plötzlich über besondere Fähigkeiten verfügt, versuchen sie herauszufinden, was hinter Karls Apparat steckt…

Es hat mir sehr gefallen, dass die Geschichte so erzählt wird, dass wir viele alltägliche Szenen der Teenager erleben. Wir begleiten sie Zuhause und in der Schule. Die Science Fiktion Anteile nehmen erst im Laufe der Erzählung langsam zu. Die Erklärungen bleiben selbst für mich, die Science Fiktion Büchern eher skeptisch gegenübersteht, verständlich. Die Autorin Nanna Foss vermeidet es, dass Buch mit ausführlichen wissenschaftlichen Ausführungen zu überfrachten. Dadurch bleibt die Geschichte für mich spannend.

„Die Leoniden – Spektrum Band 1“ habe ich als Hörbuch gehört. Die Sprecherin Hannah Schepmann hat eine angenehme Stimme, die sehr gut zur weiblichen Erzählerin Emilie passt. Es war für mich ein Vergnügen, ihrer Lesung zu lauschen.

Ein wenig schade fand ich es, dass die Figuren allesamt eher blass bleiben. Hier hätte Tiefe für mehr Identifikation mit den Charakteren gesorgt. So sind sie für mich bloße Namen geblieben, die mit meist äußerlichen Merkmalen zur Identifikation verbunden sind. Da hoffe ich auf Band 2, damit ich komplett in das Abenteuer eintauchen kann.

Veröffentlicht am 13.10.2024

Genau so mag ich Krimis

Bis in alle Endlichkeit
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Privatdetektiv Lee Crowe ist der typische einsame Wolf. Er löst seine Fälle mit Hilfe seiner Beharrlichkeit. Recht und Gesetz sind für ihn keine bindenden Vorgaben. Wenn ein Fall gefährlich ist und als ...

Privatdetektiv Lee Crowe ist der typische einsame Wolf. Er löst seine Fälle mit Hilfe seiner Beharrlichkeit. Recht und Gesetz sind für ihn keine bindenden Vorgaben. Wenn ein Fall gefährlich ist und als kaum lösbar gilt, dann wird er gerufen. Denn er lässt nicht locker, bis er die Lösung kennt.

Zu Beginn hat mich das Buch „Bis in alle Endlichkeit“ an einen Crime Noir erinnert. Reiche, schöne Frauen, Polizisten, die bei ihren Ermittlungen feststecken, Gangster, die über Leichen gehen, damit ihre Verbrechen ungesühnt bleiben. Es fehlte nur noch der Dauerregen, Bars, in denen Jazz gespielt wird und eine Frau, die den melancholischen Ermittler betört und damit ablenkt und auf eine falsche Fährte lockt.

Doch ansonsten hatte das Buch alles, was ich mir von einem guten und unterhaltsamen Krimi wünsche. Es wird gelogen und betrogen, es gibt Intrigen und das Spiel mit gezinkten Karten. Die Grenzen zwischen Gut und Böse verwischen und nicht jede Person ist, was sie vorgibt zu sein.

Gerne habe ich Lee Crowe bei seinen Ermittlungen begleitet und fand seine Methoden immer wieder spannend. Lediglich die Auflösung hat mir nicht gefallen, denn ich fand, dass sie nicht zum Rest des Buches passte.

Ich würde mich dennoch sehr freuen, wenn der Autor James Kestrel den Privatdetektiv Lee Crowe in weiteren Fällen ermitteln lässt.

Veröffentlicht am 13.10.2024

Ich bin regelrecht durch das Buch geflogen

Everything We Never Said – Liebe lässt uns böse Dinge tun
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Ella hat vor 6 Monaten ihre beste Freundin bei einem Unfall verloren, den Ella verursacht hat. Nun fängt das letzte Schuljahr für Ella an und sie muss dieses Jahr ohne Hayley durchstehen. Der einzige Mensch, ...

Ella hat vor 6 Monaten ihre beste Freundin bei einem Unfall verloren, den Ella verursacht hat. Nun fängt das letzte Schuljahr für Ella an und sie muss dieses Jahr ohne Hayley durchstehen. Der einzige Mensch, der versteht, was Ella gerade durchmacht, ist der Freund von Hayley, Sawyer. Nach und nach kommen sich Sawyer und Ella näher, verlieben sich ineinander. Doch als Ella das Tagebuch von Hayley in die Hände fällt, ist sie sich nicht mehr sicher, ob eine Beziehung mit Sawyer möglich ist.

Die Autorin Sloan Harlow hat einen Schreibstil, der mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt hat. Ich konnte mich so gut in Ella hineinversetzen. Ihr Schmerz war deutlich zu spüren. Ebenso eindrücklich war die Anziehungskraft zwischen Ella und Sawyer zu spüren. Genauso wie Ella konnte ich mir nur schwer vorstellen, dass Sawyer manipulierend und verlogen ist. Den Konflikt zwischen Kopf und Herz, Verstand und Gefühl, den Ella hat, hatte ich genauso. Auf der einen Seite wollte ich Ella warnen und beschützen. Auf der anderen Seite wollte ich Sawyer zur Seite nehmen und zur Rede stellen.

Das Buch war sehr spannend und entwickelte eine regelrechte Sogwirkung auf mich. Zu Beginn folgte ich den Fährten, die die Autorin ausgelegt hatte. Doch bald machte ich mich davon frei und stellte meine eigenen Vermutungen an. Teilweise war die Auflösung vorhersehbar und zum Teil war ich überrascht. Das Buch hat mir sehr gut gefallen und ich freue mich auf weitere Bücher der Autorin.

Veröffentlicht am 13.10.2024

Tolle Geschichte

Nightbirds, Band 1 - Der Kuss der Nachtigall
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Da in Simta Magie nur bei Frauen vorkam, wurde sie verboten. Lediglich in der Oberschicht gibt es die Nightbirds, das bestgehütete Geheimnis der Stadt. Die Nightbirds verkaufen ihre Magie an zahlende Kunden ...

Da in Simta Magie nur bei Frauen vorkam, wurde sie verboten. Lediglich in der Oberschicht gibt es die Nightbirds, das bestgehütete Geheimnis der Stadt. Die Nightbirds verkaufen ihre Magie an zahlende Kunden und geben diese mit Hilfe eines Kusses zur mehrmaligen Anwendung weiter. Doch dann machen auf einmal mehrere Fraktionen Jagd auf die Nightbirds.

Mir gefiel die Idee von jungen Frauen aus der gehobenen Gesellschaft, deren Magie reiche Personen kaufen können, sehr. Matilde stammt aus einer der führenden Familien Simtas. Sie wächst behütet und mit vielen Privilegien auf. Entsprechend naiv und verwöhnt ist sie zu Beginn der Geschichte. Sayer ist die Tochter eine Frau, die ihr Herz an den falschen Mann verschenkte und von ganz oben bis in die Slums von Simta fiel. Sayer ist misstrauisch, starköpfig und eine Einzelkämpferin. AEsa stammt aus einem Gebiet der Republik Eudeas und ist mit den Bräuchen Simtas nicht vertraut. Sie ist ängstlich, vorsichtig und gläubig erzogen worden.

Das Buch „Nightbirds – Der Kuss der Nachtigall“ hat alles, was ich mir von einer guten Fantasygeschichte wünsche. Z.B. Hauptfiguren, die eine enorme Entwicklung durchmachen, selbstbewusst werden und für sich einstehen. Zudem ist die Geschichte sehr kurzweilig, weil ein Abenteuer das nächste jagt. Die Autorin Kate J. Armstrong hat mich immer wieder mit ihren guten Ideen und unerwarteten Wendungen überrascht.

Es wird gelogen und betrogen, es werden Intrigen gesponnen. Doch es gibt auch Zusammenhalt, Treue und Ehrlichkeit. Zum Ende des Buches war ich ganz traurig, dass meine Reise mit den Nightbirds erst einmal beendet ist und warte nun ungeduldig auf Band 2.

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Veröffentlicht am 24.09.2024

Mit der episodenhaften Erzählstruktur konnte ich nichts anfangen

Als wir Schwäne waren
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Nachdem ich im letzten Jahr einen Fernsehbeitrag über den Autor Behzad Karim Khani gesehen hatte, war ich sehr neugierig auf seine Bücher. Der Autor erschien mir smart, intelligent und hatte etwas zu erzählen. ...

Nachdem ich im letzten Jahr einen Fernsehbeitrag über den Autor Behzad Karim Khani gesehen hatte, war ich sehr neugierig auf seine Bücher. Der Autor erschien mir smart, intelligent und hatte etwas zu erzählen. Seine Familie ist in den 80er Jahren aus dem Iran nach Deutschland gekommen und in Bochum gelandet.

In seinem zweiten Roman erzählt er nun aus dieser Zeit. Für mich war das auch deshalb sehr spannend, weil ich mehrere Jahrzehnte in Bochum gelebt und gearbeitet habe. Wobei sich mein Bochum von dem des Autors sehr unterschieden hat.

Begeistert an dem Buch hat mich die Sprache des Autors. Seine Formulierungen, die pointierten Sätze und Metaphern. Ganz toll war für mich, als er den Text von Herbert Grönemeyers Lied Bochum mit seinem Bochum verglichen hat.

Leider ist das Buch „Als wir Schwäne waren“ keine zusammenhängende Geschichte. Der Autor erzählt in Schlaglichtern aus dem Leben seiner Buchfigur Reza. Wir blicken wie mit einem Scheinwerfer auf einzelne Szenen. Für mich ist das eine Erzählmethode, der ich nicht viel abgewinnen kann. Zu flüchtig sind mir die einzelnen Sequenzen. Dazu kommt, dass der Autor keine Emotionen in den Schreibstil einbringt. Dadurch fühle ich mich den Figuren nicht verbunden, kann sie nicht fühlen und ihr Handeln und Sein nur teilweise nachempfinden.

Fazit: Ein Autor, der etwas zu sagen hat, der zudem sehr gut mit der Sprache umzugehen weiß, es jedoch aufgrund seiner Erzählstruktur nicht vermag, mich zu fesseln und für sich und sein Buch zu gewinnen.