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Veröffentlicht am 10.03.2020

Zwiegespalten

Zerbrechlich
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Dieses Buch (als gekürztes Hörbuch gehört) lässt mich ziemlich zwiegespalten zurück!

Von der ersten Minute an ist es sehr nervenaufreibend (nicht im negativen Sinne gemeint). Es appelliert absolut an ...

Dieses Buch (als gekürztes Hörbuch gehört) lässt mich ziemlich zwiegespalten zurück!

Von der ersten Minute an ist es sehr nervenaufreibend (nicht im negativen Sinne gemeint). Es appelliert absolut an die eigenen Gefühle und man kann kaum fassen, was passiert. Die Glasknochenkrankheit wurde gut beleuchtet und war absolut interessant, da ich bisher noch nicht so viel darüber wusste. Die Erzählperspektive aus der Sicht der verschiedenen Charaktere und mit unterschiedlichen Stimmen war sehr gut gewählt. So konnte man jede einzelne Person besser kennenlernen und die Geschichte noch besser verfolgen. Nur die Perspektive von Sean mochte ich überhaupt nicht, da der Erzähler einen flüsternden Ton hatte – das konnte ich tatsächlich kaum ertragen und war froh, dass nicht das ganze Hörbuch so gesprochen wurde.

Man leidet mit den Charakteren mit und kann sich gut in sie hineinversetzen. Besonders in die beiden Schwestern, die auf so unterschiedliche Arten leiden müssen und trotzdem irgendwie ähnlich fühlen. Die Handlungen der Mutter und des Vaters konnte ich hingegen nur bedingt nachvollziehen. Ich habe überhaupt nicht verstanden, woher auf einmal der Gedanke der Mutter kam, auf Biegen und Brechen jemanden verklagen zu wollen. Eigentlich war das der Plan, weil sie sich ungerecht behandelt fühlten und auf einmal ging es um die Zukunft von Willow. Ich habe auch nicht verstanden, wieso sie nicht vorher mit den betroffenen Personen spricht und das wäre hier definitiv nötig gewesen! Auch, wie es überhaupt dazu kommen konnte, ist mir ein Rätsel. Als Eltern ist man hier doch vorbelastet und weiß, wie man handeln muss, damit jeder einen versteht. Sie stellten so oft dar, wie gut sie sich kümmern, aber eine Kopie von der ärztlichen Bescheinigung zu machen und diese an allen erdenklichen Orte zu deponieren, kam ihnen nicht in den Sinn? Unwahrscheinlich!

Trotz dieser Makel war das Buch auch sehr spannend. Man wollte erfahren, wie der Prozess ausgeht. Man wollte erfahren, was Willow noch passiert und wie man mit den Problemen ihrer Schwester umgeht und man wurde einfach mitgerissen. Das Ende fand ich etwas unnötig und hätte ich mir definitiv anders gewünscht, aber nunja. Ich bin alles in allem nun weiterhin zwiegespalten, würde es aber trotzdem empfehlen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.03.2020

Nach Startschwierigkeiten genial

Das neunte Haus
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„Das neunte Haus“ war für mich wieder eine typische Leigh Bardugo Geschichte und das meine ich im positiven Sinne!

Der Anfang war recht anstrengend, was ich tatsächlich bei der Autorin schon öfter so ...

„Das neunte Haus“ war für mich wieder eine typische Leigh Bardugo Geschichte und das meine ich im positiven Sinne!

Der Anfang war recht anstrengend, was ich tatsächlich bei der Autorin schon öfter so empfunden habe. Man wird in die Geschichte hinein katapultiert und muss sich erst einmal zurecht finden, ohne schon allzu viele Details zu haben. Diese ergeben sich nach und nach, sodass sich das Bild im Kopf klärt. Auch die vielen komplizierten oder unbekannten Begriffe sowie Figuren haben dazu beigetragen, dass das Lesen anfangs noch relativ zäh war. Nach etwa einem Drittel wurde es dann aber plötzlich absolut spannend. Von gefühlt einem auf den anderen Moment war ich völlig in der Geschichte gefangen, kam mit den Namen und Orten zurecht und wollte am liebsten dauerhaft weiter lesen. Genau das, was ich mir erhofft habe, ist eingetreten.

Der Schreibstil der Autorin gefällt mir nach den Startschwierigkeiten eigentlich immer total gut! Ja, er eignet sich vielleicht nicht, wenn man nur eine locker, leichte Lektüre für zwischendurch haben möchte, aber um eine Welt im Kopf erschaffen zu lassen, ist er einfach perfekt. Leigh Bardugo schreibt wahnsinnig bildhaft, sodass man die Details direkt vor sich sieht. Sie lässt einen das gelesene erleben, als sei man hautnah dabei und nimmt einen hierdurch absolut gefangen.

Die Charaktere wurden mal wieder wunderbar erschaffen. Sie sind nicht perfekt und haben auch ihre Schattenseiten – genau das mag ich an Bardugos Büchern auch so. Man schließt sie trotzdem ins Herz und fiebert und fühlt mit ihnen mit! Durch die zwischendurch wechselnde Sicht von der Gegenwart in die Vergangenheit, erfährt immer mehr aus ihrem Leben und kann so auf Dauer auch irgendwann die Zusammenhänge komplett erfassen. Das Entdecken der Vergangenheit von Alex hat mir hier besonders gefallen!

Leigh Bardo hat mir dieser Geschichte eine Art urban Fantasy Krimi erschaffen. Dieses Zusammenspiel zwischen Fantasy und Krimi hat mir wirklich gut gefallen und war für mich mal was völlig Neues. Auch die Fantasyelemente selbst, habe ich in dieser Form noch nie gelesen und ich hoffe, dass es in den Folgebänden noch viel mehr Infos dazu gibt.

Das einzige, womit ich in diesem Buch wirklich so gar nichts anfangen konnte, waren die ab und zu vorkommenden „Tagebuch- und Geschichtsbucheinträge“. Diese waren für mich nichtssagend und haben auch am Ende der Geschichte leider nicht wirklich zu der Geschichte beigetragen.

Abschließend kann ich sagen, dass ich wieder mal absolut zufrieden bin und jedem, der anfangs Probleme mit diesem Buch hat, kann ich nur raten: Bleib dran! Meiner Meinung nach wird es noch richtig gut!!


  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.02.2020

Gut

Alles so leicht
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Stevie wurde zur Bekämpfung ihrer Essstörung von ihrem Vater in eine Spezialklinik eingewiesen, doch Stevie will gar nicht kämpfen. Sie tut alles dafür, dass sie an dem ersten Todestag ihres Bruders ebenfalls ...

Stevie wurde zur Bekämpfung ihrer Essstörung von ihrem Vater in eine Spezialklinik eingewiesen, doch Stevie will gar nicht kämpfen. Sie tut alles dafür, dass sie an dem ersten Todestag ihres Bruders ebenfalls nicht mehr lebt, denn sie fühlt sich schuldig.

Der flüssige Schreibstil unterstützt den Leser dabei schnell vorwärts zu kommen und Stevie auf ihrem Weg durch Höhen und Tiefen zu begleiten. Durch die Ich-Form, die abwechselnd im "Heute" und "Früher" spielt, erfährt man nach und nach, was in Stevie vorgeht und vor allem auch wieso. Diese Erzählweise fand ich sehr gut gewählt, ich hätte mir hier jedoch gewünscht, dass die einzelnen Absätze irgendwie markiert sind, denn ab und zu musste ich erstmal wieder völlig umdenken und habe gar nicht sofort gemerkt, dass der Absatz nicht mehr im "Heute" spielt.

Das Buch ist wirklich anschaulich und gefühlvoll geschrieben, jedoch ging mir Stevie mit ihren extrem negativen Gedanken manchmal leider sehr auf die Nerven - schon klar, sie ist krank, sie kann nicht ganz klar denken und es muss ihr schlecht gehen, aber irgendwie mochte ich sie einfach nicht - das ist schade. Ihrre Mitbewohnerin in der Klink, war mir da um einiges sympathischer!

Fazit:
Ein gelungenes Jugendbuch mit sich ganz so einfachen Charakteren, das anschaulich erzählt, wie es zu einer Essstörung kommen kann und was in jemandem vorgeht, der eine hat. Ob diese Erklärungen alle so richtig waren, kann ich nicht beurteilen, ich bin nur der Meinung, dass man auch andere Punkte als die im Buch genannten als Gründe wählen könnte. Ich bin froh, dass ich "Alles so leicht" lesen durfte, muss es aber nicht nochmal lese. Es ist für mich weder Hit noch Flop des Jahres und hat somit einen guten Durchschnitt für mich erreicht. 4 Sterne gibt es dafür von mir.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.02.2020

Empfehlenswert!

Wonderland
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Wonderland war für mich wirklich ein Glücksgriff. Irgendwie hatte ich keinerlei Erwartungen, konnte somit also auch nicht wirklich enttäuscht werden. Der Schreibstil war angenehm und man konnte gut dem ...

Wonderland war für mich wirklich ein Glücksgriff. Irgendwie hatte ich keinerlei Erwartungen, konnte somit also auch nicht wirklich enttäuscht werden. Der Schreibstil war angenehm und man konnte gut dem Geschehen folgen. Der Wechsel der Sichtweise hat mir auch gut gefallen, weil man so immer einen Einblick ist die Sicht der anderen hatte und mehr über deren Gefühlswelt erfahren konnte. Ich hätte mir hier nur gewünscht, früher in die Gedanken der "Bösen" schauen zu können. Außerdem habe ich recht viele Schreibfehler und teilweise Verwechslungen entdeckt (Beispielsweise Nummern und Namen vertauscht), was meinen Lesefluss immer kurz unterbrochen hat.

Die Story selbst war spannend und mitreißend und ich wollte die ganze Zeit wissen, wie es weiter geht. Leider fand ich einen Punkt ziemlich vorhersehbar, was sich im Nachhinein auch als richtig herausgestellt hat - hier hätte ich mir mehr Verwirrungen gewünscht. Auch die Begründung fiel für mich etwas flach aus und hätte mehr Erklärung benötigt.

Die Protagonisten waren für mich authentisch und sympathisch, auch wenn ich manche Handlungsentscheidungen nicht nachvollziehen konnte - aber sowas passiert ja auch in der Realität.

Alles in allem fand ich das Buch trotz ein paar kleiner Schwächen wirklich gut und würde es auch jedem empfehlen.

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Veröffentlicht am 10.02.2020

Anfang top, dann flop

Amrita
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Amrita fängt wahnsinnig spannend an und macht auch ca im ersten Drittel sehr viel Freude beim Lesen. Man lernt die Welt und Protagonisten kennen und inhaliert deren Geschichte förmlich. Es ist spannend ...

Amrita fängt wahnsinnig spannend an und macht auch ca im ersten Drittel sehr viel Freude beim Lesen. Man lernt die Welt und Protagonisten kennen und inhaliert deren Geschichte förmlich. Es ist spannend und liest sich wunderbar bildhaft, sodass man Teil der Geschichte wird.

Der Schreibstil ist okay, allerdings werden teilweise Wörter verwendet, mit denen man nichts anfangen kann. Das kann schön sein, dafür muss man aber verstehen, was genau es bedeutet, das war hier ab und zu nicht so.

Amrita ist sympathisch und verhält sich mutig und man wünscht ihr und Arjun, dass sie es schaffen. Das Ganze hält ungefähr bis zu Amritas Flucht, denn plötzlich wird diese ängstlich - was ja nicht schlimm ist, aber die Angst ist nur in so sinnlosen Momenten der Fall, beispielsweise hat sie furchtbare Angst, durch einen engen Tunnel zu kriechen, aber weniger, als es um das Leben geht o. Ä. Sie wird launisch, streitet sich mit Thala für Kleinigkeiten und fängt an, einem weniger sympathisch zu werden. Versteht mich nicht falsch, ich mochte sie an keiner Stelle überhaupt nicht, aber eben weniger. Auch die Geschichte wird plötzlich viel weniger interessant. Ungefähr 90 % der Handlungen waren wirklich vorhersehbar und man wusste direkt, was Sache ist, wohingegen Amrita nicht mal auf eine Idee kommt. Als dann "die große Wendung" kommt, akzeptiert sie das so einfach und irgendwie fehlt hier eindeutig etwas.

Die Liebesgeschichte fängt für mich zwar nicht wunderschön an, aber zumindest okay, wird schließlich aber zu einem Desaster. Arjun wird plötzlich nur noch am Rande erwähnt und die große Liebe der beiden scheint es nicht mehr zu geben. Dann hätte man sich diese bitte gleich sparen können. Auch andere hierzu passende Teile der Geschichte fand ich einfach sehr unpassend dargestellt und ich habe mehrfach die Augen verdrehen müssen. Allgemein ist die Gefühlsbasis dieses Buches zu groß geschrieben, man spricht von großer Liebe, teilweise nach nur ein paar Stunden, man spricht davon, dass man sein ganzes Leben leiden wird, wenn man diese nicht mehr hat und ich fand es einfach nur viel zu kitschig.

Teilweise sind die Redensarten auch blöd gewählt und die Sätze ergeben keinen Sinn. Beispielsweise macht sie sich auf einer Seite ganz klar Gedanken um etwas bestimmtes und drei Seiten später heißt es plötzlich "das erste Mal machte ich mir nun Gedanken darüber, dass..". Das ist einfach falsch und kam mehrfach so oder ähnlich vor. Auch die Zeitangaben erwecken unterschiedliche Gefühle. Ganz oft wird von "damals" gesprochen, dabei ist das ganze maximal eine Woche, teilweise weniger, her, was an anderen Stellen auch wieder klar wird.

Allgemein ist diese Geschichte einfach zu gehetzt, sodass Ungereimtheiten entstehen und Szenen, die man sich vorher als wichtig vorstellt, nur kurz angerissen werden.

Fazit: großartiger Anfang mit viel Spannung, der sich nach dem ersten Drittel leider in Luft auflöst, was bleibt sind Ungereimtheiten, vorhersehbare Handlungsstränge und eine kitschige Liebesgeschichte. Für manche sicherlich ein nettes Buch, für mich aber leider nicht.

2 1/2 Sterne, eher in Richtung 2, mehr geht hier nicht.

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