Profilbild von Elite1304

Elite1304

Lesejury Star
offline

Elite1304 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Elite1304 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.07.2025

im Reich der Fae, Kobolde und Magie

Court of Sun 1: Court of Sun
0

Das Buch hat nicht ganz 500 Seiten und hier passiert so wahnsinnig viel, das ich regelrecht begeistert bin.

Die Story ist eine totale Empfehlung und ich warte nun sehnsüchtig darauf, dass ich mit Teil ...

Das Buch hat nicht ganz 500 Seiten und hier passiert so wahnsinnig viel, das ich regelrecht begeistert bin.

Die Story ist eine totale Empfehlung und ich warte nun sehnsüchtig darauf, dass ich mit Teil 2 beginnen kann.

Das Cover ist schon so dermaßen wunderschön und innen findet man auch eine Karte zur Orientierung der Reiche. In dem Buch geht es um Abriella (Brie). Sie ist ein Mensch und eine Diebin, die stiehlt um ihre Freunde und ihre Familie über Wasser zu halten. Sie wohnt mit ihrer Schwester Jas bei Madame Vivia. Doch da sie nie genug besitzen und mit der Miete im Rückstand sind, wird Jas ins Fae-Reich als Sklavin verkauft und Brie versucht sie zu retten. Als sie mithilfe eines Kobolds erfährt, dass der Schattenkönig Mordeus ihre Schwester hat, gelangt sie zu ihm und macht mit ihm einen Deal. Sie muss 3 magische Artefakte für ihn stehlen, niemanden davon etwas verraten und im Gegenzug lässt er Jas am Leben. Im Fae-Reich begegnet sie ihrem langjährigen Freund und Nachbarn Sebastian. Er ist Lehrling und wohnt in derselben Straße wie sie. Außerdem ist sie von Beginn an in ihn verliebt und er ist ihr bester Freund.

Es zeigt sich, dass er auch in sie verliebt ist und dass er nicht der ist, für den er sich ausgegeben hat Brie hat eine starke Abneigung gegen die Fae, da ihre Mutter sie und ihre Schwester verlassen hat um mit einem Fae zusammen sein zu können. Ausgerechnet ihr Sebastian ist der Fae-Prinz, der sich nur als Mensch ausgegeben hat .Doch er beschützt sie und verdient sich wieder und wieder ihr Vertrauen.

Brie lernt während ihres Aufenthalts im Königreich viel über die Fae. Sie muss mit anderen Kandidatinnen um die Gunst von Sebastian ringen um seine Frau werden zu dürfen. Andernfalls muss sie das Reich wieder verlassen. Ohne ihre Schwester zu retten will sie natürlich nicht gehen.

Sie lernt den Schattensohn Finn kennen, der sie trainiert als sich herausstellt, dass sie Kräfte besitzt. Und Pretha, eine Vertraute von Finn und spätere Freundin von Brie. Mehr will ich nicht verraten, denn es passiert so viel und ich will nicht spoilern.

Der Leser fiebert immer mit Brie mit. Wer ist Freund? Wer ist Feind? Was wollen die Kobolde mit ihren Haaren? Warum wollen die Prinzen, dass sie sich an sie bindet? Wie steht es wirklich um ihre familiäre Vergangenheit? Lebt Jas noch? Man ist immer wieder hin- und hergerissen. Noch dazu wird sie oft hinters Licht geführt, vergiftet oder entführt.

Man empfindet oft Mitgefühl für Brie. Ein bisschen endet Teil 1 wie erwartet, aber nicht komplett. Fünf Sterne für das Setting, die Magie, die Charaktere, die Wendungen und den krassen Inhalt/Verlauf auf dafür wenigen Seiten (es gibt so viele Wälzer, in denen weniger passiert). Ich fand, es war eine gelungene Fantasy-Geschichte. Es hat mir total gefallen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.07.2025

Liv & Tristan

Words Like Feathers
0

Ich hatte das große Glück bei einer Leserunde dieses wunderschöne Buch zu gewinnen! Vorab möchte ich gleich sagen: Ich hoffe, das Buch bekommt nie einen Farbschnitt, denn es ist seit langem ein Exemplar, ...

Ich hatte das große Glück bei einer Leserunde dieses wunderschöne Buch zu gewinnen! Vorab möchte ich gleich sagen: Ich hoffe, das Buch bekommt nie einen Farbschnitt, denn es ist seit langem ein Exemplar, das so romantisch, so vintage schön ist wie es eben ist. Ich würde nichts daran ändern, es gibt optisch nichts zu verbessern.

"Words like feathers" beinhaltet die Geschichte von Tristan und Olivia. Olivia zieht in Teenagerjahren mit ihren Eltern nach Bath und lernt dort an ihrer neuen Schule ihre beste Freundin Sienna kennen. Die zwei sind unzertrennlich, auch im Erwachsenenalter. Quasi sofort verliebt sich Liv in Siennas Bruder Tristan.

Liv ist süchtig nach Filmen und Serien. Sie lebt ihre Leidenschaft und beginnt einen Ferienjob im städtischen Kino Cine Heaven. Die Besitzer haben sie ins Herz geschlossen und schon bald sieht sie sich gemeinsam mit Tristan einen Film dort an und fortan kommen sie sich immer näher. Liv ist wahnsinnig glücklich. Sie hat ihre beste Freundin, ihren Freund, ihre Familie und das Kino. Doch dann stellt sie fest, dass etwas mit ihr nicht stimmt.

Hier möchte ich mal einwenden, dass ich es fantastisch finde, dass die Autorin dieses Thema gewählt hat. Vielen Dank dafür! Liv leidet nämlich fortan unter einer Zwangsstörung, Zwangsgedanken und innerer Unruhe. Da ich selbst mit einigen dieser Problemen vertraut bin und gar nicht wusste, dass mich das in dem Buch erwarten würde, war ich sehr gespannt. Ich dachte auch erst, es könnte mich triggern, aber das Gegenteil war der Fall. Dieses Buch vermittelt, dass niemand etwas dafür kann, wenn er psychich belastet ist oder gar krank wird. Bei Liv ist es allerdings auch sehr ausgeprägt. Sie hat bestimmte Routinen und Rituale, die sie nicht abändern oder unterbrechen kann. Als Tristan die Schule beendet und nach London geht um Musicaldarsteller zu werden, trennt sich Liv von ihm, da sie nicht möchte, dass er ihretwegen seine Träume aufgibt.

Sie begegnen sich bei einem Workshop wieder, für den Liv sich beworben hat. Eine Reise ins CineStage Hills, einem Schloss, in dem Bewerber ausgewählt werden, die am Film arbeiten/eine Ausbildung machen, Musicaldarsteller oder Schauspieler sind oder in anderer Weise filmbegeistert sind. Liv hat es zunächst schwer, da sie umgeben ist von wahren Talenten, die nach großem Erfolg streben, während sie ihr Leben so wie es ist mag und eines Tages das Kino übernehmen möchte. Einer der Kandidaten macht sich oft über sie lustig. Komischerweise wird er zum Ende hin nicht mehr erwähnt (einziger kleiner Kritikpunkt). Aber auch hier wird im Buch darauf hingewiesen, dass egal wie groß oder klein deine persönlichen Ziele sind: Solange sie dich zufrieden und glücklich machen, sind sie es wert. Kein "kleines" Ziel ist weniger wert als ein großes, denn wenn es ein Traum ist, ist es wunderbar.

Ich fand das Setting wunderbar. Es war mal was ganz anderes. Auch das Thema Film und die Leidenschaft für Kinos habe ich noch nie in einem Buch so gelesen. Ich fand toll, dass Liv neue Menschen bei dem Event und den Workshops kennenlernte (u. a. ihre Freundin Gracie, die mir total sympathisch war).

Ich liebte die schweren Themen, die positive Energie und Tristan :) Danke für dieses schöne Leseerlebnis!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.06.2025

Die Reise eines jungen Mannes, der Arzt und Heiler werden will

Der Medicus
0

Dieses Buch ist irgendwie an mir vorbei gegangen. Ich habe nie davon gehört bis eine Kollegin mir davon erzählte und das Buch auslieh.

Es ist wirklich sehr gut geschrieben. Wer sich mit historischen Büchern ...

Dieses Buch ist irgendwie an mir vorbei gegangen. Ich habe nie davon gehört bis eine Kollegin mir davon erzählte und das Buch auslieh.

Es ist wirklich sehr gut geschrieben. Wer sich mit historischen Büchern schwer tut, findet hier einen guten Schreibstil, dem man leicht folgen kann. Das Buch ist wirklich sehr gut. Wir befinden uns hier im 11. Jh. in London und begleiten den jungen Robert Cole auf seiner Reise und Werdegang zum Medicus.

Der Junge verliert sehr früh seine Eltern und wird seinen Geschwistern entrissen, die er ein Leben lang suchen wird. Ein Bader taucht auf und nimmt ihn in die Lehre. Anfangs tut Rob sich schwer, aber er wird immer besser. Der Bader und er haben eine komplizierte Beziehung. Sie sind sich zugetan, aber nicht immer. Dennoch ist er alles was Rob hat und als seine Ausbildung abgeschlossen ist, empfindet der Bader Stolz für seinen Lehrling. Während seiner Ausbildung stellt er fest, dass er durch die Berührung eines Menschen erkennen kann, ob derjenige voller Leben oder gar dem Tod geweiht ist. Anfangs zweifelt der Bader daran, aber er Rob irrt sich nie und schließlich glaubt auch sein Meister an seine Gabe. Nachdem der Bader verstirbt und Rob in Trauer um ihn ist, lernt er einen Medicus kennen, der Kenntnisse aufzeigt, die Rob bisher unbekannt waren. Er verweist ihn an eine Universität in Persien und Rob reist dorthin um dort studieren zu dürfen.

Auf dieser Reise lernt er die Familie Cullen kennen und verliebt sich in Mary Cullen. Sie erwidert seine Gefühle und will unbedingt, dass er mit ihr und ihrem Vater fortreist, doch er verlässt sie, weil er an die Universität möchte. Rob ist in der Geschichte stets im Zwiespalt: ohne Mary ist er unglücklich, ohne jegliches Wissen aus dem Bereich der Medizin ebenfalls.

Als er die Uni erreicht, hat er es sehr schwer. Trotz seiner Vorkenntnisse muss er Jude sein um dort studieren zu dürfen. Und so gibt er sich als Jude aus und ändert seinen Namen. Als Student macht er sich sehr gut, und findet zwei Freunde dort, die ihm viel bedeuten. Doch sein Doppelleben wird ihm zum Verhängnis als er Mary wiedertrifft und sie nicht mehr gehen lassen will, denn die Liebe zwischen einem Juden und einem Christen wird von keiner Seite gut angesehen. Auch der König Ala spielt hier eine entscheidene Rolle und Rob ist gezwungen in den Krieg zu ziehen und Mary bei der Geburt ihres ersten gemeinsamen Kindes allein zu lassen. Die zwei stehen im Laufe der Geschichte vor so vielen Herausforderungen. Immer wieder leidet man mit ihnen mit und denkt sich, dass es erstaunlich ist, was eine Beziehung in diesen schwierigen Zeiten alles durchstehen kann.

Ich habe an dem Buch sehr geschätzt, dass man Rob von Kindheitstagen an begleitet hat. Es war eine richtige Lebensgeschichte, die einem das 11. Jh. näher bringt. Besonders in Bezug auf die Glaubensfrage merkt man, wie historisch die Geschichte ist. Rob ist sehr klug. Er hinterfragt alles: Glaubenssätze, die ihm unlogisch vorkommen ebenso wie Behandlungsmethoden von Todkranken. Auch damals gab es viele Menschen, die mit dem Wissen, das sie bereits hatten, zufrieden waren und keine neue Sichtweise auf die Dinge wünschten. Rob ist keiner von ihnen und so hat er es oft schwer sich gegen eben diese zu behaupten.

Mary hingegen leidet in Persien. Sie ist Christin und vermisst es, das frei auszleben zu dürfen und unter Gleichgesinnten zu sein. Als sie eines Tages endlich zurück nach London gehen und sie ihrer Heimat auf dem Lande näher kommt, trifft Rob auf seine Vergangenheit und muss sich ihr stellen.

Es ist sagenhaft gut geschrieben. Es hat mir unglaublich gut gefallen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.06.2025

Eine Freundschaft, die gerettet werden muss und ein Bauernhof, der jeden willkommen heißt

Walk through HOPE
0

"Walk through hope" ist eich leicht zu lesender NA-Roman. Das Setting fand ich super. Ich habe beim Lesen gedacht, ich säße am Meer.

Wir begleiten hier Emilia (Lia), die ohne Ankündigung ihre beste Freundin ...

"Walk through hope" ist eich leicht zu lesender NA-Roman. Das Setting fand ich super. Ich habe beim Lesen gedacht, ich säße am Meer.

Wir begleiten hier Emilia (Lia), die ohne Ankündigung ihre beste Freundin Izzy besucht, weil sie sich Sorgen um sie macht. Izzy verschließt sich seit einiger Zeit und Lia hat Angst um sie. Lia ist Köchin in Frankenberg im Restaurant "Madeleine" und liebt ihren Job, doch ihr Chef scheint sie gern auszunutzen und als es im Laden einen schlimmen Wasserschaden gibt, ist ihre berufliche Zukunft gefährdet.

Lia kocht und backt eigentlich ständig. Immer wieder wird im Buch erwähnt, dass sie süchtig nach neuen Rezepten ist oder sich auch selbst welche ausdenkt. Sie kocht um anderen etwas Gutes zu tun, um sich gesund zu ernähren und um sich abzureagieren, wenn sie wütend ist. Manchmal kommt sie ins Plappern und kann nicht wieder aufhören. Das fand ich alles äußerst sympathisch, aber abgesehen davon war Lia immer der verständnisvollste Mensch der Welt und schien nicht viele Emotionen zu besitzen. Sie sagte immer das Richtige, tat immer das Richtige und hatte auch nie Angst oder sonst was. Ich fand sie in ihren Koch- und Backmomenten immer menschlicher als in allen anderen.

Am Anfang wurde ihre Freundin Izzy so hingestellt, als hätte sie das Schlimmste erlebt, das ein Mensch nur erleben kann, aber als die Auflösung kam, weshalb sie so niedergeschlagen und in sich gekehrt ist, war ich etwas baff. Ich hätte mit Schlimmerem gerechnet und fand es auch total drüber, dass so ein Geheimnis darum gemacht wurde.

Als Lia am Strand unterwegs ist, sieht sie ein entlaufenes Pferd und Milan, der Besitzer, denkt, sie hätte es gestohlen. So lernen sich die beiden kennen. Er bringt das Pferd zurück zum Anwesen seiner Großeltern und Lia sieht erstmalig den Schwalbenhof. Als sie mitbekommt, wie viel dort zu tun ist, mistet sie sofort die Pferdeställe aus. Auch das fand ich ganz schön drüber. Sehr unrealistisch. Ich dachte anfangs, dass Lia ein Workaholic ist und alles darauf anspielt, dass sie kürzer treten müsse, aber nein.

Abgesehen von diesen kleinen Defiziten ist es aber ein gutes Buch. Es ist sehr anschaulich beschrieben, sodass die Geschichte bildlich im Kopf entstehen kann.

Es gibt viele Charaktere, die alle sehr individuell sind und einen Bauernhof mit sehr liebenswerten Tieren, wie beispielsweise einem Rotweiler, der von seinem einstigen Besitzer misshandelt wurde und sich aber Lia annähert. Die Bindung zwischen ihr und dem Hund ist herzzerreißend. Sie und Milan kommen sich auch immer näher und man findet heraus, welche Vergangenheit er hat und wie die Clique in dem Ort aufgebaut ist. Auch hier fand ich es etwas drüber, dass Izzy so entsetzt war, dass Lia Raik und Milan kennt, obwohl Izzy mit einem selbst befreundet war und den anderen gar nicht kennt.

Am besten gefiel mir das Setting um das blaue Haus, in dem Izzy wohnt in Kombination mit den Hunden und den kreativen Hobbys, die Mädels auslebten. Es könnte durchaus ein empfehlenswertes Urlaubsbuch sein.

Bis auf einige Kleinigkeiten war es für mich eine gute Story mit guten Charakteren und noch besserem Setting.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.06.2025

Ein Diebstahl, der zum Bestseller wird

Yellowface
0

Diese satirische Geschichte wird aus der Sicht von June Hayward erzählt, die seit dem College eine "Freundin" der Bestsellerautorin Athena Liu ist.

Zu Beginn der Story merkt man sofort, dass June viel ...

Diese satirische Geschichte wird aus der Sicht von June Hayward erzählt, die seit dem College eine "Freundin" der Bestsellerautorin Athena Liu ist.

Zu Beginn der Story merkt man sofort, dass June viel Neid für Athena empfindet. Sie waren Zimmergenossinnen auf dem College und Athena landet einen Bestseller nach dem nächsten, während das Debüt von June gefloppt ist. Trotz allem wirkt Athena immer freundlich und kein bisschen verurteilend. Die beiden Frauen verabreden sich hin und wieder und eines Abends landen sie noch auf ein paar Drinks in Athenas Wohnung. Dort stellt June dann auch fest, dass sie Spaß mit ihrer Freundin haben kann. Athena zeigt ihr sogar ein Manuskript und bittet sie es zu lesen, was June zunächst verweigert. Als die zwei ein Pancake-Wettessen veranstalten, bei dem Athena erstickt, wird June Zeugin eines Todesfalls, der ihr Leben verändern wird. In der Nacht stiehtl sie das Manuskript ihrer Freundin und geht zur Therapie.

Sie muss den Tod von Athena und die Tatsache, dass sie es mitansehen und ihr nicht helfen konnte, zunächst verarbeiten. Doch dann fragt ihr Agent, ob sie neuen Lesestoff verfasst hat und ihr fällt das Manuskript in ihrer Tasche wieder ein. Sie liest es, ist begeistert und vervollständigt es. Als sie es einreicht, wird es sofort veröffentlicht. Es wird Junes erster Riesenerfolg. Sie landet auf der Bestsellerliste, ist zu etlichen Lesungen eingeladen und verdient eine Menge Geld. Allerdings ist es ein Kriegsroman, der den ersten Weltkrieg aus der Sicht der Chinesen wiederspiegelt. June ist eine weiße Frau, die von der Gesellschaft schnell als Rassistin bezeichnet wird. Allerdings geht der Shitstorm erst so richtig los, als jemand in der Öffentlichkeit der sozialen Netzwerke angibt, dass June das Buch von Athena nur gestohlen hat.

Fortan nimmt alles seinen Lauf. Sie verstrickt sich in Lügen, versucht eigene Werte zu schreiben, scheitert aber. Dann veröffentlicht sie eine Novelle, bei der der Anfang wieder einmal von Athena gestohlen ist. Sie versinkt in Selbstzweifel, glaubt nicht mehr an sich, hat keine eigenen Ideen.

Immer wieder ist sie Shitstorm ausgesetzt und wird erpresst. Irgendwann glaubt sie, Athena würde noch leben und verliert beinahe den Verstand. Wie die Story ausgeht, verrate ich nicht.

Ich muss sagen, der Beginn der Story war für mich das Interessanteste. Als Athena und June sich trafen und plauderten, hat man einen Eindruck von Athena gewinnen können und konnte sich eine Meinung über die Frauen bilden. Nachdem sie verstarb, mochte ich den Rest nicht mehr wirklich. Ich fand die Geschichte nicht spannend, nicht nervenaufreibend, nichts. Wo kamen auf einmal die Personen her, die wussten, dass die Textstellen und Manuskripte gestohlen waren? Das Ende fand ich auch recht fahl.

Und ganz ehrlich? Ich habe wirklich gehofft, dass der Leser irgendwann von der Autorin June Hayward begeistert sein wird, weil sie eigene Texte schreiben kann, aber sie ist so von Athena besessen und ihre Verstrickungen vertieft, dass sie eigentlich nichts Eigenes zustande bringt und das ist doch mehr als fraglich.

Ich weiß wirklich nicht, warum das Buch so gefeiert wurde und so viele gute Bewertungen hat. Mich hats nicht überzeugen können.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere