Aufwühlend und Nachdenklich über die Verbindung zwischen Müttern und Töchtern
Niemands TöchterMich hat das Buch von Niemands Töchter sehr beeindruckt. Es ist ein aufwühlender, emotionaler und gleichzeitig sehr nachdenklicher Roman über die Verbindung zwischen Müttern und Töchtern.
Im Mittelpunkt ...
Mich hat das Buch von Niemands Töchter sehr beeindruckt. Es ist ein aufwühlender, emotionaler und gleichzeitig sehr nachdenklicher Roman über die Verbindung zwischen Müttern und Töchtern.
Im Mittelpunkt der Erzählung stehen zwei Frauen: Alma und Isabell. Sie könnten unterschiedlicher kaum sein. Alma wächst in den 1980er-Jahren in Mayen in der Eifel auf. Isabell lebt in Berlin und ist Balletttänzerin. Doch die beiden Frauen haben eine Verbindung und genau um diese Verbindung geht es in dem Roman.
Es geht um Mütter und Töchter, um unsere Wurzeln und die Zugehörigkeit zu unserer Familie. Es geht um alleinerziehende Frauen, um die Suche nach der eigenen Herkunft und um das Schweigen innerhalb von Familien, wenn Dinge unbequem werden.
Der Roman hat ein großes Figurenensemble. Die verschiedenen Blickwinkel wechseln sehr schnell und teilweise unvermittelt, daran musste ich mich zunächst gewöhnen. Das erfordert viel Aufmerksamkeit.
Die Sprache der Autorin ist sehr bildhaft und authentisch, da sowohl der Berliner Dialekt als auch der Eifeler Dialekt eine Rolle spielen. Die verschiedenen Zeitebenen und Zeitsprünge waren ebenfalls am Anfang eine Herausforderung, was sich im Laufe des Buches jedoch deutlich gelegt hat.
Für mich ist dies ein Roman, den ich so schnell nicht vergessen werde, da er mir sowohl Gänsehaut beschert als auch zu Tränen gerührt hat. Ein intensives Leseerlebnis, das ich nicht missen möchte, auch wenn es mich an einigen Stellen durchaus gefordert hat.