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Veröffentlicht am 14.05.2026

Die Welt der Mathematik und Synästhesie

Die Kryptografin
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Hanna Aden entführt uns in die Welt der Mathematik und der Synästhesie. Das klingt auf den ersten Blick vielleicht etwas trocken oder sogar abschreckend, doch die Autorin schafft es, den Lesenden beide ...

Hanna Aden entführt uns in die Welt der Mathematik und der Synästhesie. Das klingt auf den ersten Blick vielleicht etwas trocken oder sogar abschreckend, doch die Autorin schafft es, den Lesenden beide Themenwelten in einem unterhaltsamen Roman näherzubringen. Wer Rätsel liebt, ist hier auf jeden Fall richtig.

Im Mittelpunkt des Romans steht Margot Buth. Sie studiert in den frühen 1950er-Jahren Mathematik an der LMU. Ihr mathematisches Können fällt nicht nur ihrem Professor auf, sondern auch dem Geheimdienst, der sie anwerben möchte. Doch Verschwiegenheit steht über allem, und Margot darf weder ihrer Mutter noch ihrer besten Freundin Sue erzählen, wo sie arbeitet – geschweige denn, was sie dort macht. Der Nachbar Jasper bedrängt sie zunehmend, und sie fühlt sich in seiner Gegenwart immer unwohler. Anders verhält es sich mit dem Studenten Willi, den sie im Amerikahaus bei einem Diskussionsabend kennenlernt.

Sue möchte unbedingt Journalistin werden, muss jedoch in einer Näherei Geld für die Familie verdienen und sich um ihre beiden jüngeren Schwestern kümmern. Ihr Bruder ist als Kriegsheimkehrer schwer gezeichnet. Besonders am Herzen liegt ihr die Rolle der Frau in der modernen Gesellschaft. Frauen müssen den Spagat zwischen Beruf, Familie und Haushalt meistern, was in den 1950er-Jahren angesichts der hohen gesellschaftlichen Erwartungen alles andere als einfach ist.

Hanna Aden beschreibt sehr einfühlsam die Welt von Menschen mit Synästhesie. Dabei werden verschiedene Sinneseindrücke miteinander verknüpft, sodass ein sehr komplexes Bild beziehungsweise Gefühl entsteht. Schon die Kapitelüberschriften geben einen guten Einblick in dieses besondere Phänomen.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm zu lesen, teilweise hätte ich mir jedoch etwas mehr Tempo in der Geschichte gewünscht. Besonders interessant fand ich die Verschlüsselungsmethoden für Nachrichten und die Art, wie diese wieder entschlüsselt werden können. Auch die Einblicke in die Arbeit des Geheimdienstes waren sehr spannend. Letztlich bin ich nun gespannt, ob es Margot gelingt, den Spagat zwischen Beruf und Privatleben zu meistern. Wir werden es in der Fortsetzung erfahren, die im Dezember 2026 erscheint, denn Margots Geschichte geht weiter in „Die Kryptografin – Der Preis der Freundschaft“.

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Veröffentlicht am 14.05.2026

Gute Grundgeschichte manches wirkt etwas konstruiert

Meeresdunkel
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Eine beklemmende Atmosphäre zweier Familien auf Mallorca, die als Schicksalsgemeinschaft aufeinander angewiesen sind. Zwei Familien haben unabhängig voneinander ein Ferienhaus auf Mallorca gebucht. Bei ...

Eine beklemmende Atmosphäre zweier Familien auf Mallorca, die als Schicksalsgemeinschaft aufeinander angewiesen sind. Zwei Familien haben unabhängig voneinander ein Ferienhaus auf Mallorca gebucht. Bei der Ankunft kommt es somit zum ersten großen Missverständnis, doch man arrangiert sich zunächst. Mit der Zeit treten jedoch Probleme zutage, die das Zusammenleben sehr schwierig werden lassen.

Die Charaktere sind gut konstruiert und wirken weitgehend lebensnah. Samuel, der eine Familienvater, war mir allerdings etwas zu glatt und stellenweise zu mechanisch dargestellt. Er wirkte beim Lesen wie eine eher schwierige Persönlichkeit. Mein Lieblingscharakter ist der junge Juri, der Sohn von Samuel und seiner Frau Marie. Er besitzt eine gewisse Altklugheit, die er zusammen mit seiner Puppe Hedwig auslebt, die durch ihn in der dritten Person „zum Leben erweckt“ wird und die Erwachsenen in vielen Situationen mehr als verblüfft zurücklässt.

Die Story an sich bietet viel Potenzial, und eine Grundspannung ist in diesem Roman deutlich spürbar. Allerdings wirkte manches für mich etwas zu konstruiert und trotz der fiktiven Handlung auch stellenweise unglaubwürdig. Auch das Beziehungsgeflecht der Figuren untereinander erschien mir teilweise etwas mechanisch, nach dem Motto: „Jetzt habe ich dich gern – und jetzt nicht mehr.“

Auch wenn ich beim Lesen eine Vorahnung hatte, war ich mit dem Ende einverstanden. Erst gegen Ende der Erzählung löst sich vieles auf, und es wird deutlich klarer, warum bestimmte Figuren so gehandelt haben.

Der Schreibstil des Autors ist direkt und gut lesbar und sorgt für ein authentisches Sprachgefühl. Ich persönlich würde diesen Roman eher als Spannungsroman und weniger als Thriller einordnen, aber das ist meine subjektive Einschätzung. Insgesamt ein Roman mit interessanten Ansätzen, der jedoch etwas mehr Natürlichkeit in Handlung und Figuren vertragen hätte.

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Veröffentlicht am 14.05.2026

Intensive Familien- und Unternehmensgeschichte

Villa Rivolta
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Daniel Speck hat einen Roman geschrieben, der vor uns das Panorama Italiens in den 40er- bis 60er-Jahren ausbreitet. Wir tauchen ein in eine italienische Industriellenfamilie und lernen die Unternehmenskultur ...

Daniel Speck hat einen Roman geschrieben, der vor uns das Panorama Italiens in den 40er- bis 60er-Jahren ausbreitet. Wir tauchen ein in eine italienische Industriellenfamilie und lernen die Unternehmenskultur Italiens kennen.

Im Mittelpunkt des Romans stehen Valeria und Piero; sie sind seit Kindertagen befreundet. Rückblickend erzählt Valeria ihrem Sohn Tonino eine Geschichte zwischen Freundschaft und Liebe, zwischen Familie und Loyalität.

In zwei Erzählsträngen verwebt der Autor eine intensive Geschichte, die immer mehr offenbart und berührt. Tonino (Ich-Erzähler) ist vierzehn Jahre alt und gerät in den späten 70er-Jahren in Schwierigkeiten. Um ihn aus der Schusslinie zu nehmen, fährt Valeria mit ihm zu ihrem alten Kindheitsfreund Piero.

Auf der Vergangenheitsebene wird die Geschichte von Piero Rivolta, dem Sohn eines Industriellen, und Valeria, der Tochter der Hausangestellten der Rivoltas, geschildert. Es ist eine Geschichte über Freundschaft und Liebe, über Loyalität und Familie, über Zusammenhalt und Abhängigkeiten, über Ingenieurskunst und Unternehmertum in Italien, aber auch über das Erwachsenwerden.

Ein gelungener Roman, der wunderbar die Stimmung einfängt und einem einen kleinen Italienurlaub im Kopf beschert. Man lernt beim Lesen viel über die Automobilindustrie in Italien, aber auch über die italienische Gesellschaft.

Insgesamt gliedert sich der Roman in drei große Teile. Jeder Wechsel wird durch eine Orts- und Zeitangabe angekündigt, sodass man dem Autor mühelos folgen kann. Die Spannungsbögen sind gut gesetzt; selbst wenn man sich – wie ich – nicht so sehr für die technischen Aspekte von Autos interessiert, wird es nicht langweilig.

Die Sprache ist wunderschön und großartig zu lesen. Teilweise spürt man die Sonne auf der Haut im Garten der Rivoltas oder den Rausch der Geschwindigkeit – so sehr spielt Daniel Speck mit der Sprache und hat mich damit vollends gefesselt, sodass ich das Buch kaum aus der Hand legen wollte.

Einen kleinen Kritikpunkt habe ich jedoch: die Beziehung zwischen Piero und Valeria. Dieses Hin und Her zwischen Freundschaft und Liebe konnte ich am Ende nicht mehr so gut nachvollziehen. Am liebsten hätte ich sie beide einmal kräftig durchgeschüttelt und ihnen die Leviten gelesen, damit sie zumindest ehrlich zu sich selbst sind.

Ein Roman, der mir unglaublich viel Spaß gemacht hat. Wer gerne Familiengeschichten und/oder Romane über Italien liest, wird hier mit Sicherheit gut unterhalten werden.

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Veröffentlicht am 14.05.2026

Informatives über Geheimdienste

Wir dachten, das Leben kommt noch
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Über Elisabeths Sandmann hatte ich schon viel Positives gehört, ihr neuestes Buch sprach mich an, und so freute ich mich auf schöne Lesestunden.

Wobei ich rückblickend sagen würde: Es war zumindest für ...

Über Elisabeths Sandmann hatte ich schon viel Positives gehört, ihr neuestes Buch sprach mich an, und so freute ich mich auf schöne Lesestunden.

Wobei ich rückblickend sagen würde: Es war zumindest für mich das falsche Format. Der Roman spielt auf zwei Zeitebenen und wird aus zwei Perspektiven erzählt: Gwen, die von ihrer Großmutter beauftragt wurde, nach einer bestimmten weiblichen Person zu suchen, die diese zur Zeit der deutschen Besatzung in Paris kennengelernt hat – dieser Erzählstrang spielt in der Gegenwart. Der zweite Erzählstrang spielt in der Vergangenheit während der Zeit des Nationalsozialismus, als die junge Pat sich als Agentin ausbilden lässt und dann nach Paris geschickt wird, um als Spionin zu arbeiten.

Man lernt sehr viel Informatives über die Geheimdienste der Briten im Zweiten Weltkrieg, aber auch über den Widerstand in Frankreich zur Zeit der deutschen Besatzung. Viele Menschen haben sich ihre Menschlichkeit bewahrt und sind aufrichtig geblieben. Auch die Arbeit der BBC war zu dieser Zeit sehr bemerkenswert.

Für mich als Leserin waren die vielen Perspektiv- und Zeitwechsel während des Lesens manchmal eine Herausforderung. Ich merke immer wieder, dass Bücher mit mehr als zwei Zeitebenen mich vor Schwierigkeiten stellen.


Eine gute und interessante Geschichte, die mich wirklich mitgenommen hat. So bleibt für mich ein wenig das Gefühl, dass ich nicht alles aufnehmen konnte, weil meine Konzentration nicht immer zu 100 % da war.

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Veröffentlicht am 14.05.2026

Urlaubskrimi mit nicht vorhersehbarem Turn

Mallorca - Insel des Schweigens
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Ein Krimi mit einem nicht vorhersehbaren Turn, der mich äußerst gut unterhalten hat. Eigentlich möchte Elena Vela auf ihrer Heimatinsel endlich zur Ruhe kommen. Doch mit der Ruhe ist es schnell vorbei, ...

Ein Krimi mit einem nicht vorhersehbaren Turn, der mich äußerst gut unterhalten hat. Eigentlich möchte Elena Vela auf ihrer Heimatinsel endlich zur Ruhe kommen. Doch mit der Ruhe ist es schnell vorbei, als sie eine Leiche am Strand vorfindet. Elena ist eine Frau mit Vergangenheit und Schuldgefühlen. Sie versucht, ihr vorheriges Leben abzuschütteln, doch die Schatten der Vergangenheit holen sie immer wieder ein.

Sehr gut ist es der Autorin gelungen, durch geschickte Zeitsprünge Aspekte aus Elenas Vergangenheit herauszuarbeiten, ohne dass man dadurch auf die Lösung der Probleme oder der Thematik stößt. Immer wieder gibt es Andeutungen, die jedoch in verschiedene Richtungen führen.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr erfrischend und gut lesbar. Besonders deutlich wird dabei ihre Orts- und Lebenskenntnis: Sie lässt viel vom Flair, der Kulinarik, aber auch von der topografischen Beschaffenheit in ihre Erzählung einfließen. Auch wenn ich Mallorca leider nur von wenigen Tagen kenne und viele der beschriebenen Orte bisher nicht gesehen habe, konnte ich sie mir sehr lebhaft vorstellen.

Die Spannung der Story ist durchgängig vorhanden und wird durch einen nicht vorhersehbaren Turn bei den Figuren nochmals gesteigert. Das Ende war interessant und ließ mich etwas verwundert zurück.

Ein rundum gelungener Krimi mit einer sympathischen Ermittlerin, der hoffentlich eine Fortsetzung findet.

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