Ein Urlaub in der Bretagne
Einmal Crepes mit Liebe, bitte! (Bretagne-Träume)Hanna Holmgren nimmt ihre Leser diesmal mit nach Menhirville in der Bretagne. Der Schreibstil ist locker, bildhaft und sehr angenehm zu lesen. Die Länge der Kapitel ist gut gewählt und die Handlung ist ...
Hanna Holmgren nimmt ihre Leser diesmal mit nach Menhirville in der Bretagne. Der Schreibstil ist locker, bildhaft und sehr angenehm zu lesen. Die Länge der Kapitel ist gut gewählt und die Handlung ist in sich schlüssig. Die Protagonisten wirken sympathisch und authentisch, sodass man als Leser gut mitfühlen kann. Das Cover passt gut zur Geschichte und man bekommt direkt Lust einmal selbst dort Urlaub zu machen.
Hauptprotagonistin ist Isabell. Mit ihrem Partner hat sie einen 4-wöchigen Urlaub in der Bretagne geplant, doch kurz vor der Abreise eröffnet er ihr, dass er eine Andere kennengelernt hat und sich trennt. Mona kann ihre Freundin dazu überreden, dass sie sich trotzdem auf dem Weg nach Menhirville macht und endlich mal etwas Zeit für sich genießt. Dort angekommen lernt sie schnell ihre Nachbarin Claire mit ihrem kleinen Sohn kennen. Sofort hat sie zu Beiden ein gutes Verhältnis und sie machen gemeinsam Ausflüge. Aber auch die Männerwelt hält so einiges in der Bretagne bereit. Da wäre der Alleinerziehende Vater Philippe, der der Sohn ihres Ferienhaus Vermieters ist. Auch mit seinen Mädels Lea und Yuna freundet sie sich direkt an. Und dann der Crepebäcker Olivier. Hatte sie anfangs noch Sehnsucht nach Karlsruhe und Ihren Ex-Partner Robert, so fand sie mit jedem neuen Tag mehr Gefallen an dem Leben in Frankreich. Ihr wird sogar immer klarer, dass sie in ihrem Bankjob nicht mehr glücklich ist und sie viel lieber etwas mit Menschen machen möchte. Als sie Philippe und seine Mädchen im Museum trifft und dafür sorgt, dass auch die Beiden gefallen an dem Ausflug im Museum finden, kommt sie auf die Idee, dass ihr der Beruf als Reiseleiterin vielleicht Spaß machen könnte. Und auch Olivier bekräftigt sie darin den Urlaub zu nutzen um das herauszufinden. Generell tut ihr Olivier sehr gut, doch kann sie sich schon wieder auf etwas Neues einlassen und würde ihr Herz das aushalten, wenn sie in wenigen Wochen wieder abreist? Und möchte sie eine von den üblichen Touristinnen sein, die Olivier hin und wieder hat? Wird sie auch ohne Erfahrung in dem Beruf eine Chance bekommen, sich ein wirkliches Bild über die Arbeit einer Reiseleiterin machen können? Was werden ihre Eltern von ihren Plänen halten und gibt es für sie die Möglichkeit einen längeren unbezahlten Urlaub zu nehmen?
Hanna Holmgren hat erneut einen wunderbaren Wohlfühlroman erschaffen, der zeigt das in jedem Ende auch ein Neuanfang steckt und das man immer selbst dafür verantwortlich ist, was man aus seinem Leben macht. Manchmal braucht es einfach nur Mut zur Veränderung, um sein Glück zu finden.