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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.08.2020

Klare Leseempfehlung

Scham
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Meine Meinung:

Der Debütroman von Ines Bayard ist ein fesselnder, schockierender Roman der einen von der ersten Seite an packt und nicht mehr locker lässt. Gleich im ersten Kapitel wird das Ausmaß der ...

Meine Meinung:

Der Debütroman von Ines Bayard ist ein fesselnder, schockierender Roman der einen von der ersten Seite an packt und nicht mehr locker lässt. Gleich im ersten Kapitel wird das Ausmaß der Katastrophe deutlich und der Leser wird direkt mitten ins Geschehen "geworfen". Der Anfang des Romans ist zugleich das Ende bzw. der Ausgang des Romans, was aber der Spannung keinen Abbruch gibt.

Es fällt einem schwer für diesen Roman die passenden Worte zu finden.

Das Leben der Marie schien perfekt - Ehemann, Job, Freunde und Familie und dann der Kinderwunsch. Doch dieser Abend im Auto ihres Chefs verändert ihr ganzes Leben und man bekommt hautnah mit wie der Verfall von Marie von statten geht.... wie sie den Zeitpunkt verpasst und sich niemanden anvertraut. Sie hasst ihr Kind und dieser Hass wird so ungeschönt erzählt aber auch der Hass auf sich selbst , ihre Familie und ihren Ehemann.

Der Schreibstil ist direkt, flüssig und ungeschönt. Es ist kein Wort zu viel, nicht ausgeschmückt, man erfährt ohne Umschweife den Akt der Vergewaltigung und den Verfall bzw. den Verlauf vom Opfer zur Täterin.

Fazit:

Ein Roman, wo man Schwierigkeiten findet, die passenden Worte zu finden und der einen die Abgründe der menschlichen Seele vor Augen führt. 4,5 Sterne für dieses Buch.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.08.2020

Klare Leseempfehlung

Lehrerin einer neuen Zeit
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Laura Baldini erzählt in ihrem Roman „Lehrerin einer neuen Zeit“ das Leben der Maria Montessori zwischen 1894 und 1902.

Maria Montessori ist Ärztin und später macht sie ein zweites Studium und zwar das ...

Laura Baldini erzählt in ihrem Roman „Lehrerin einer neuen Zeit“ das Leben der Maria Montessori zwischen 1894 und 1902.

Maria Montessori ist Ärztin und später macht sie ein zweites Studium und zwar das der Pädagogik. Sie wird eine der ersten Ärztinnen Italiens und muss sich während des Medizinstudiums durchquälen. Sie überzeugt durch sehr gute Leistungen und ist die beste Studentin ihres Jahrgangs. Aber sie begeistert nicht nur durch hervorragendes Fachwissen sondern auch als fabelhafte Rednerin, die ihr Publikum begeistert und fasziniert.

Es erzählt wie eine Frau sich zu dieser Zeit emanzipieren musste und wie schwer sie es hatte in der von Männer dominierten Welt zu studieren, sich zu behaupten und schliesslich eine anerkannte Ärztin und Pädagogin zu werden und welche schwierige Entscheidung sie zu Gunsten der Kinder treffen musste.

Ich habe das Buch sehr gerne gelesen und fand es spannend das Leben dieser tollen Frau in Romanform zu erleben, so sehr dass ich auch noch eine Biografie über Maria Montessori lesen möchte. Mich hat diese Geschichte fasziniert und begeistert, der Schreibstil war flüssig und ausdruckstark, man konnte gut mit den Protagonisten mitgehen und die Charaktere waren authentisch dargestellt.

Man kann nachvollziehen, dass die Eltern dem Medizinstudium skeptisch gegenüber standen und sich mit Marias Entscheidung schwer taten. Toll war die stetige Unterstützung und Ermutigung seitens der Mutter Renilde.

Nicht unerwähnt sollten einige Nebenprotagonisten bleiben wie die tolle Freundin Anna, die immer wieder auch den Spaß des Lebens miteinbrachte und die Feministin Rina Faccio und der Professor von Maria, der nach seiner Skeptik, merkte wie gut Maria wirklich ist, welches Potenzial in ihr steckt.

Nebenschauplatz ist die Liebesgeschichte zu ihrem Kollege Dr. Giusepp Montesao, die nicht vom eigentlichen wirken der Maria Montessori ablenkte.


Fazit:

Für mich eine tolle Lektüre, die 4,5 Sterne mit Sicherheit verdient hat.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.08.2020

Klare Leseempfehlung

Das Mädchen aus dem Lager – Der lange Weg der Cecilia Klein
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AutorIn:Heather Morris
Verlag:Piper Verlag
Erscheinungsdatum: 3.8.2020
Seitenzahl: 464 Seiten, Klappenbroschur Kosten:16 Euro
ISBN: 978-3-492.06229-9


Klappentext:

Ihre Schönheit rettete ihr das ...

AutorIn:Heather Morris
Verlag:Piper Verlag
Erscheinungsdatum: 3.8.2020
Seitenzahl: 464 Seiten, Klappenbroschur Kosten:16 Euro
ISBN: 978-3-492.06229-9


Klappentext:

Ihre Schönheit rettete ihr das Leben - und wurde ihr zum Verhängnis

1942: Cecilia Klein ist sechzehn Jahre alt, alt sie in das Konzentrationslager Ausschwitz Birkenau deportiert wird. Fasziniert von ihrer Schönheit, trennt der Kommandant des Lagers sie von den anderen Gefangenen und missbraucht sie. Cilka lernt schnell, dass ihre unfreiwillige Machtposition Überleben bedeutet. Doch nach der Befreiung von Ausschwitz wird sie von den Russen als Kollaborateurin angeklagt und in das unmenschliche Gefangenenlager Workuta in Sibirien geschickt. Dort steht Cilka vor neuen und gleichzeitig schrecklich vertrauten Herausforderungen. Unter unvorstellbaren Bedingungen muss sie die Kranken im Lager versorgen. Doch sie stellt auch fest, dass sie in ihrem Herzen trotz allem Elend noch Raum für Liebe ist.

Die schockierende, wahre Geschichte einer Holocaustüberlebenden, erzählt von der Autorin des Weltbestsellers "Der Tätowierer von Ausschwitz".

Meinung:

Heather Morris´Roman nach einer wahren Geschichte der Cilka Klein hat mir sehr gut gefallen. Schon der Tätowierer von Ausschwitz war sehr gut und auch dieses Buch habe ich wieder sehr gerne und mit großen Interesse gelesen.

Das Cover zeigt eine Frau mit Koffer und ich fand das sehr passend zu dem Roman, man kann sich vorstellen, dass Cilka Klein so ausgehen hat.

Ich habe schon viele Bücher über den Holocaust gelesen und muss sagen, dass dieses Buch mir ausgesprochen gut gefallen hat, weil der Schreibstil der Autorin sehr flüssig zu lesen war und Cilka Klein sehr authentisch dargestellt wurde.

Der Roman ist in der dritten Person von Cilka Klein beschrieben. Man erfährt abwechselnd aus ihrer Zeit in Ausschwitz, dem Gefangenenlager in Sibirien und ihrer Kindheit in der Tschechoslowakei. Der Anteil in Ausschwitz hätte für meinen Geschmack länger sein können, denn der Hauptteil der Beschreibungen ist, was in Workuta passiert ist.

Der Roman ist wie gesagt sehr flüssig und gut zu lesen. Man kann sehr gut der Geschichte folgen und fühlt sich der Protagonistin bzw. den Protagonisten sehr nah und kann sich in die einzelnen Charaktere sehr gut reinempfinden.

Die Gedanken und Gefühle werden sehr gut transportiert und die Autorin unterstützt durch ihre jeweilige Sprache das Gefühl der jeweiligen Situation. So kann man die abgestumpften, freudigen, traurigen und melancholischen Momente der Cilka Klein gut nachempfinden.

Ich habe vor der Person Cilka Klein aller höchsten Respekt und finde sie war eine sehr selbstlose Persönlichkeit. Endlich wurde ihre Geschichte erzählt.


Fazit

Ein 5 Sterne Buch für mich, was ich sehr gerne gelesen habe und bei dem ich sehr gut mitgehen konnte. Es war sehr spannend zu lesen.



  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.08.2019

Ein 3,5 Sterne Buch!

Dunkelsommer
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Meinung

Stina Jacksons Dübtroman "Dunkelsommer" ist kein Thriller im klassischen Sinne, sondern wirklich eher ein Spannungsroman.
Das Cover hat mich gleich angesprochen, es vermittelt eine geheimnisvolle, ...

Meinung

Stina Jacksons Dübtroman "Dunkelsommer" ist kein Thriller im klassischen Sinne, sondern wirklich eher ein Spannungsroman.
Das Cover hat mich gleich angesprochen, es vermittelt eine geheimnisvolle, düstere Atmosphäre in Schwedens Wäldern.
Ich bin in das Buch nur langsam reingekommen, weil die Spannung sich nur langsam aufbaut und nicht viel passiert. Es hat anfänglich einige Längen. Erst im letzten Drittel wurde es richtig fesselnd und ich konnte das Buch am Schluss nicht mehr aus der Hand legen.
Die Geschichte besteht aus zwei Handlungssträngen, die sich am Ende zu einem verweben. Die verzweifelte Suche von Lelles nach seiner Tochter ist gut dargestellt und man kann gut nachvollziehen wie dieser sich damit selbst zugrunde richtet. Er lebt nur noch für diese Suche und verliert sich in dieser.
Im zweiten Handlungsstrang geht es um Meja, die mit ihrer Mutter in diese verlassene Gegend zieht. Man kann gut mit ihr mitfühlen und versteht warum sie nicht schon wieder umziehen möchte und der neuen Beziehung ihrer Mutter skeptisch gegenüber steht. Zwischendurch wird man richtig wütend auf die Mutter, weil man den Eindruck hat, dass ihre Tochter nur eine untergeordnete Rolle in ihrem Leben spielt.
Kurz zusammengefasst lässt sich sagen, dass die Figuren sehr authentisch wiedergegeben worden sind. Auch andere Figuren im Buch sind ausführlich vorgestellt.
Die düstere Atmosphäre, die duch das Cover schon vermittelt wird, zieht sich durch das ganze Buch und man hat die dunklen Wälder Schwedens vor Augen. Die Atmosphäre ist
düster durch emotionale Momente im Buch und nicht durch körperliche Brutalität.
Der Schreibstil hat mir gut gefallen und es ließ sich flüssig lesen. Es ist keine Geschichte, die wirklich neu ist, aber dennoch hat sie ihre Berechtigung.
Ab dem letzten Drittel hatte ich großen Lesegenuss, vorher war mir die Geschichte zu langatmig.

Fazit
Für mich hat dieses Buch 3,5 Sterne verdient, aufgrund des Endes, der düsteren Atmosphäre und der gut vermittelten Charaktere. Abzug bekommt das Buch aufgrund von einigen Längen im Buch, durch die man sich "durcharbeiten" musste.

Veröffentlicht am 16.05.2019

Ein super schönes Kinderbuch

Das kleine Waldhotel, Band 01
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Meinung:
Das kleine Waldhotel ist ein wunderschönes, bezauberndes und detailreiches Kinderbuch, welches begeistert und auch mich als Erwachsene mitgenommen hat, in die Welt von Mona Maus. Ich bin mit ...

Meinung:
Das kleine Waldhotel ist ein wunderschönes, bezauberndes und detailreiches Kinderbuch, welches begeistert und auch mich als Erwachsene mitgenommen hat, in die Welt von Mona Maus. Ich bin mit auf die Reise gegangen und habe mitgefiebert bei ihrer Suche nach ihrem Platz im Leben.
Die kanadische Autorin Kallie George, hat Kinderliteratur an der "University of British Columbia! sutdiert und leitet neben ihrer Arbeit als Schriftstellerin Schreibworkshops für angehende Autoren. Die Villa der Zaubertiere ist eine weitere Buchreihe, die auch bei Egmont Schneiderbuch erschienen ist.
Dieses Buch nimmt einen mit in die Welt der kleinen Mona Maus und man kann nicht, nicht mitfiebern bei ihrer verzweifelten Suche nach einem neuen Zuhause für immer.
Bei ihrer Suche muss sie viele Gefahren überwinden, doch dann trifft sie auf das Waldhotel, welches alle Tiere, ob groß oder klein, willkommen heißt.
Die Haptik und das Cover ist traumhaft gelungen, auch wenn man den Schutzumschlag abnimmt, kommt eine Holzoptik mit Herz zum Vorschein. Ein liebevoll gestaltetes Buch, welches gespickt ist mit herzergreifenden Illustrationen.
Mona Maus als Hauptprotagonist ist einfach zuckersüß und sie hat mein Herz im Sturm erobert. Trotz vieler Entmutigungen gibt sie nie auf und sucht immer weiter nach ihrem Platz im Leben.
Offen bleibt warum Tilda, das andere ZImmermädchen, so gemein zu Tilda ist, obwohl eine schlechte Vergangenheit erwähnt wird.
Die Wölfe kommen bei der Geschichte sehr schlecht weg, was auch mein einziger Kritikpunkt bei dem Buch ist. Ich finde es nicht gut, wenn den Kindern dieses Schwarz- Weiß Denken vermittelt wird. Es wird nicht abgewogen, wann und wie Wölfe angreifen bzw. sie werden einfach als böse dargestellt.

Sprachlich gut geschrieben und sehr detailliert, ausgeschmückt und fantasievoll.
Das Buch ist gleichermaßen für Jungen und Mädchen geeignet. Ein wirklich tolles Buch!!!
Fazit :
Ich kann das Buch sehr empfehlen und habe selbst als Erwachsene, Lust der Reihe weiter zu folgen. Ich möchte gerne die Reihe weiterlesen. 4,5 von 5 Sternen für dieses Buch!!! Der Abzug kommt nur durch die oben erwähnte Kritik bezüglich der Wölfe zustande.