Profilbild von Eternal-Hope

Eternal-Hope

Lesejury Star
offline

Eternal-Hope ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Eternal-Hope über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.04.2026

Unsere Träume als Verbindung zu Gott

Entdecke die Kraft deiner Träume
0

Bücher über Träume und Traumdeutung gibt es so einige, oft mit psychologischem Hintergrund. Dieses Buch unterscheidet sich grundlegend von den anderen Werken zu diesem Thema, denn es ist von einer christlichen ...

Bücher über Träume und Traumdeutung gibt es so einige, oft mit psychologischem Hintergrund. Dieses Buch unterscheidet sich grundlegend von den anderen Werken zu diesem Thema, denn es ist von einer christlichen Pastorin aus Kalifornien geschrieben und es geht um die religiös-christliche Sicht auf Traumdeutung, um in Kontakt mit Gott zu kommen.

Insofern ist es ein empfehlenswerte Buch für christliche Menschen und auch für alle, die sich für diese Sichtweise interessieren und offen sind, ihre Perspektive diesbezüglich zu erweitern. Die Autorin selbst ist eine sehr sympathische Frau, die auch einiges aus ihrem Leben und davon, wie Gott sie auf ihrem eigenen spirituellen Weg geleitet und unterstützt hat, erzählt.

Träume werden hier als ein Weg angesehen, durch den Gott mit uns kommunizieren kann und auf symbolische Weise mit uns spricht: er kann uns Hinweise geben, die nächsten Schritte zeigen, uns unsere Berufung aufzeigen oder auf den richtigen Weg zurückführen, bei Entscheidungen unterstützen, uns trösten, aber auch uns oder andere vor Gefahren und Irrwegen warnen. Kern des Buches ist das Führen eines christlichen Lebens in Verbindung mit Gott; nicht nur in Träumen, sondern auch durch Praktiken wie Gebet, Fasten und Meditation.

Außerdem geht es auch darum, wie wir lernen können, zu unterscheiden, welche Träume und Hinweise von Gott, welche von unserer eigenen Seele und welche vielleicht von dunkleren Mächten kommen, indem wir uns mit der Bibel und dem Wesen Gottes auseinandersetzen. Es finden sich auch viele Beispiele aus der Bibel zum Thema Träume und Visionen. Eine besonders wichtige Botschaft für mich war auch, dass Gott sich wünscht, dass wir unsere Gaben, wie hier die der Traumdeutung, nicht nur selbst leben, sondern auch für andere nützen und weitergeben, im Sinne des Vermehrens.

Insgesamt ist es ein sehr interessantes und wertvolles Buch, das Gläubige in ihrem Glauben und in der Verbindung zu Gott unterstützen kann und neue Wege aufzeigt, bewusster die eigenen Träume wahrzunehmen und als wertvolles Kommunikationsmittel mit Gott zu nutzen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.04.2026

Persönliche Erfahrungsgeschichte einer deutschen Journalistin in Israel

Manchmal würde ich gern schreien
0

Bei "Manchmal würde ich gern schreien" von Steffi Hentschke handelt es sich um ein sehr persönliches Buch. Die Autorin nimmt uns mit auf eine Reise durch ihre Erfahrungen als Journalistin in Israel, angefangen ...

Bei "Manchmal würde ich gern schreien" von Steffi Hentschke handelt es sich um ein sehr persönliches Buch. Die Autorin nimmt uns mit auf eine Reise durch ihre Erfahrungen als Journalistin in Israel, angefangen von ihren ersten Praktika in Israel Anfang der 2010er Jahre über die Eskalationen um 2020 bis hin zum traumatischen Überfall der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023, des darauffolgenden Einmarsches Israels im Gaza-Streifen und der Bombardierung dieses, der Verhandlungen um die Freilassung der Geiseln bis hin zu den Anfängen des Kriegs mit dem Iran im Jahr 2025. Spürbar wird, wie die Autorin empathisch mit den unschuldigen Opfern beider Seiten mitfühlen kann.

Es ist ein sehr persönliches und nahbares Buch: wir lernen die Autorin als junge Frau kennen, erleben Israel und auch die palästinensischen Gebiete in der Westbank und zum Teil im Gaza-Streifen durch ihre Augen, erfahren, wie sie sich Mühe gibt, sich ein differenziertes Bild der Lage zu machen und beide Seiten zu verstehen. Zusätzlich zu ihrer persönlichen Geschichte beschreibt sie den Nahostkonflikt aus ihrer Sicht und macht dabei dessen Komplexität deutlich.

Insgesamt ist es ein sehr interessantes, zugängliches und leicht zu lesendes Buch für alle, die sich für den Nahostkonflikt interessieren. Besonderes Vorwissen zu dem Thema ist nicht nötig, die Autorin erklärt alles so, dass es gut verständlich ist. Kein Buch wird es schaffen, diesen alten Konflikt abschließend zu erklären, aber für eine erste Annäherung an das Thema kann ich dieses Werk jedenfalls empfehlen. Für mich war es sehr interessant und ich habe es gerne gelesen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.04.2026

Schönes Buch für ältere Kinder oder Erwachsene

Du bist mein Anfang
0

"Du bist mein Anfang" von Octavie Wolters ist ein wunderschön künstlerisch gestaltetes, philosophisches Buch, in dem es um einen kleinen Hasen geht, der auf der Suche nach dem Frühling durch die Jahreszeiten ...

"Du bist mein Anfang" von Octavie Wolters ist ein wunderschön künstlerisch gestaltetes, philosophisches Buch, in dem es um einen kleinen Hasen geht, der auf der Suche nach dem Frühling durch die Jahreszeiten hoppelt und erlebt, wie alles miteinander verbunden ist. Jede Doppelseite besteht aus künstlerisch sehr ansprechenden schwarz-weiß Schnitten von Hasen in der Landschaft, darunter sind jeweils zwei oder drei Zeilen zum Vorlesen oder Selbstlesen.

Mich als Erwachsene spricht das Buch sehr an und ich finde es wunderschön. Meiner knapp 5-jährigen Tochter habe ich es auch vorgelesen und sie hat interessiert zugehört, allerdings scheint es nicht zu ihren absoluten Lieblingsbüchern zu zählen - dafür sind die Botschaften zu abstrakt und philosophisch und vielleicht auch die Bilder zu wenig bunt und ansprechend für ein Kind in diesem Alter.

Ich würde es also eher als tiefgründiges Geschenkbüchlein für ältere Kinder, Jugendliche oder Erwachsene empfehlen als zum Vorlesen für Kinder im Kindergarten- oder Vorschulalter.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.04.2026

Über die negative Seite sozialer Medien

Der Kampf in den Köpfen
0

Dieses Buch entspricht inhaltlich genau dem, als was es angekündigt wird: es geht um die Schattenseiten des Internets und sozialer Medien, speziell für Kinder und Jugendliche. Dabei werden neue Medien ...

Dieses Buch entspricht inhaltlich genau dem, als was es angekündigt wird: es geht um die Schattenseiten des Internets und sozialer Medien, speziell für Kinder und Jugendliche. Dabei werden neue Medien genau unter dieser Linse betrachtet: als große Gefahr und als etwas, wovor unsere Kinder und Jugendlichen tendenziell eher geschützt werden müssen. Das ist eine mögliche Betrachtungsweise, wenn auch eine etwas einseitige. Natürlich gibt es viele Belege für das, was die Autorin anführt, die würden sich aber für Vorteile neuer Medien auch finden lassen, es hängt immer davon ab, wo man wie hinschaut und was man wie auswählt aus der Vielfalt an Quellen und Studien.

Als Digital Native, die das Internet liebt und seit langem auch viele positive Aspekte davon erlebt, hätte ich der Autorin an manchen Stellen gerne widersprochen bzw. ihre Sichtweise um die vielen Bereicherungen ergänzt, die das Internet und Social Media bieten, auch für junge Menschen. Das hätte für mich ein vollständigeres Bild ergeben, auch wenn es dann insgesamt vielleicht ein weniger zugespitztes und polarisierendes Buch geworden wäre, dass sich nicht mit so einem Aufmerksamkeit erregenden Titel vermarkten lässt. Auch hat mich persönlich etwas gestört, dass die Autorin politisch eine klare Haltung hat, die im Buch immer wieder durchkommt und so wirkt, als ob sie die einzig wahre und gute sei, in die sich unbedingt die gesamte Gesellschaft entwickeln solle. Auch diese Themen kann man auch anders sehen.

Insgesamt ist es ein interessantes Buch zu einem aktuellen Thema, das dieses aber klar mit Fokus auf das Negative beleuchtet. Ich habe es als Hörbuch des Argon-Verlages gehört, dabei hatte ich den Eindruck, dass die Sprecherin gut zum Buch passt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.04.2026

Sehr empfehlenswertes Praxisbuch mit vielen Übungen

The Artist's Toolkit
0

Der Haupt Verlag ist dafür bekannt, ganz besonders schön und ansprechend gestaltete Bücher herauszubringen. Da ist auch die neueste Erscheinung - The Artist's Toolkit - keine Ausnahme. Es handelt sich ...

Der Haupt Verlag ist dafür bekannt, ganz besonders schön und ansprechend gestaltete Bücher herauszubringen. Da ist auch die neueste Erscheinung - The Artist's Toolkit - keine Ausnahme. Es handelt sich um ein Buch, das schon viel Freude macht, wenn man es nur anschaut und durchblättert, denn es ist wunderschön gestaltet und steckt voller Inspiration.

Es ist ein Mitmachbuch, das dazu einlädt, sich mit verschiedenen Themen, die für künstlerische Tätigkeiten relevant sind, experimentierend auseinanderzusetzen. Trockene Theorie gibt es hier nicht, die Einführung in die jeweiligen Schwerpunkte ist kurz und knapp gehalten, danach geht es immer sofort an die praktische Arbeit und ans Ausprobieren. Das Buch beginnt mit einer Einführung in die hilfreiche innere Haltung beim künstlerischen Arbeiten und betont dabei, wie wichtig Prozessorientierung, Üben und Offenheit für die künstlerische Arbeit sind. Passend dazu ist dem Thema "Fehler machen" ein ganzes Kapitel gewidmet.

Geübt wird zum Beispiel blind zu zeichnen, jeden Tag Notizen zu machen, bewusst die eigene Umgebung zu beobachten, dabei den Fokus auf ein bestimmtes Thema zu lenken, einen Gegenstand in immer neuer Umgebung zu betrachten und vieles mehr. Wer sich auf diese Übungen einlässt, schult nicht nur die eigene Kreativität, sondern auch die Wahrnehmung der Welt, das Durchhaltevermögen und vieles mehr. Dadurch erwirbt man viele wichtige Fähigkeiten, die im Kunstbereich, aber auch in vielen anderen Bereichen nützlich und hilfreich sind und bekommt damit, in den Worten der Autorinnen "eine gut bestückte Werkzeugkiste mit künstlerischen Überlebenstechniken" (S. 190).

Inhaltlich geht es außerdem um Themen wie Skizzieren, Inspiration finden, Durchhaltevermögen, Umgang mit verschiedenen Materialien, Mut zur Lücke, bewusste Raumwahrnehmung, Organisation und schließlich auch um das Veröffentlichen der eigenen Werke, damit auch andere Menschen davon inspiriert werden und sich darin spiegeln können. In den Kapiteln finden sich viele Übungen zum praktischen Ausprobieren und am Ende jedes Kapitels gibt es weiterführende Literaturtipps für eine tiefer gehende Beschäftigung mit dem jeweiligen Schwerpunktthema sowie Selbsttests und Reflexionsfragen.

Das Buch eignet sich mit seiner offenen, Mut machenden Gestaltungsweise gut für Menschen, die sich neu mit dem Thema Kunst und eigene Kreativität beschäftigen. Es kann problemlos im Selbststudium durchgearbeitet werden. Man merkt den Autorinnen an, dass sie viel Erfahrung in der praktischen Arbeit mit Studierenden und in der Vermittlung des künstlerischen Handwerks haben. Auch ich als Hobbykünstlerin ohne berufliche Ambitionen in diesem Bereich habe mir eine Menge aus diesem inspirierenden Buch mitnehmen können und viele der Übungen und Haltungen daraus werden mich noch weiterhin begleiten. Aber auch Menschen, die sich schon länger mit dem Thema beschäftigen, können sich bestimmt so einiges mitnehmen, denn durch die praktischen Übungen haben alle die Möglichkeit, sich von ihrem eigenen Niveau aus weiterzuentwickeln.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere