Typischer zweiter Band mit Durchhänger
The Things Gods Break – SchattenverführtAchtung Spoiler! Wer Band 1 nicht gelesen hat, bitte nicht weiterlesen!
Nachdem Lyra das Crucible gewonnen und Hades zum König der Götter gemacht hat, wollten die beiden mithilfe der Büchse der Pandora ...
Achtung Spoiler! Wer Band 1 nicht gelesen hat, bitte nicht weiterlesen!
Nachdem Lyra das Crucible gewonnen und Hades zum König der Götter gemacht hat, wollten die beiden mithilfe der Büchse der Pandora endlich Persephone aus der Unterwelt befreien. Doch irgendetwas lief schief, und so findet sich Lyra plötzlich im Tartaros wieder. Nun ist auch sie gefangen im düstersten Teil der Unterwelt, und das ausgerechnet mit den üblen Titanen.
Und als wären die teilweise grausamen Prüfungen des Crucible nicht schon nervenaufreibend genug gewesen, muss Lyra feststellen, dass es tatsächlich einen Weg aus dem Tartaros zu geben scheint, doch dazu muss sie sieben Schlösser knacken und damit erneut sieben Prüfungen bestehen. Dieses Mal an ihrer Seite: Boone. Und die Titanen. Denn die scheinen nicht so brutal zu sein, wie von ihnen behauptet wird – oder doch?
Überhaupt ist dies das Leitmotiv dieses Bandes: Wer oder was ist was es scheint? Oder ist alles ganz anders? Oder eventuell wann anders? Und wem kann Lyra dann überhaupt noch vertrauen?
Die Komposition des Plots ist wahnsinnig raffiniert und erfordert beim Lesen stets höchste Konzentration. Allerdings musste ich feststellen, dass sich das Stilmittel schnell abnutzt. Ab einem gewissen Punkt herrschte nur noch Verwirrung, und diese Verwirrung zur Maxime zu erklären, machte die Lektüre äußerst mühsam. Für meinen Geschmack hätte man von dem über 700 Seiten umfassenden Buch locker 300 Seiten kürzen dürfen. So wurde es leider zäh, und das im ersten Band so euphorische Lesevergnügen flachte für mich mächtig ab. Erst auf den letzten 100 Seiten wurde es wieder richtig, richtig gut.
Für mich ein typischer zweiter Band mit Durchhänger, ehe es im dritten Band hoffentlich wieder fulminant weitergeht.