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Veröffentlicht am 02.09.2025

Die kleine Spinne und das Einschlafen

Die kleine Spinne Widerlich freut sich auf ihr Bettchen
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Als die kleine Spinne mit ihrer Mama am Tisch sitzt, erzählt sie, dass sie gestern gar nicht gut einschlafen konnte und fragt ihre Mama, wie sie wohl besser einschlafen könnte. Ihre Mama erzählt, dass ...

Als die kleine Spinne mit ihrer Mama am Tisch sitzt, erzählt sie, dass sie gestern gar nicht gut einschlafen konnte und fragt ihre Mama, wie sie wohl besser einschlafen könnte. Ihre Mama erzählt, dass sie dann immer an die schönen Dinge denkt, die sie tagsüber erlebt hat. Cousine Bella und Cousin Punki singen Gutenachtlieder und erzählen sich Gutenachtgeschichten. Neugierig geworden auf die Einschlafrituale der anderen Verwandten und Freunde macht sich die kleine Spinne auf den Weg und erfährt so ganz viele neue Möglichkeiten, müde zu werden. Dank der vielen Tipps kann die kleine Spinne am Abend tatsächlich allerbestens einschlafen.

Diana Amft widmet diesen zwölften Band der Reihe rund um die kleine Spinne Widerlich ganz dem Einschlafen. Mit viel Einfühlungsvermögen und kindgerecht erzählt, erfahren Kinder so mehr über die unterschiedlichsten Einschlafrituale, von denen nebenbei bemerkt keines unrealistisch oder unsinnig ist. Zusammen mit den farbenfrohen und detailreichen Illustrationen von Martina Matos wird das Buch gewohnt unterhaltsam.

Meine Tochter und ich waren sofort ganz begeistert von diesem neuen Band der Reihe, denn auch bei meiner Achtjährigen ist das Thema Einschlafen noch aktuell und klappt nicht immer wie erwünscht. Da wir auch die kleine Spinne Widerlich schon lange kennen und lieben, konnte und auch dieser neue Teil tolle, unterhaltsame und hilfreiche Lesestunden schenken.

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Veröffentlicht am 30.08.2025

Eine grüne Leiche, ein schnuckeliger Rechtsmediziner und eine liebenswürdige Staatsanwältin

Das Bierkomplott
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Evi Pflaum ist vor gar noch nicht allzu langer Zeit wieder in ihr Kinderzimmer gezogen. Denn nach der Trennung von ihrem Ex-Freund, hat es sie wieder in ihre Heimat Franken gezogen. Dorthin wo beinahe ...

Evi Pflaum ist vor gar noch nicht allzu langer Zeit wieder in ihr Kinderzimmer gezogen. Denn nach der Trennung von ihrem Ex-Freund, hat es sie wieder in ihre Heimat Franken gezogen. Dorthin wo beinahe jede Woche ein anderes Dorf tagelang Kerwa feiert, jeder jeden kennt und auch die beste Freundin lebt. Einzig die Sache mit dem Neuanfang so ohne eigene Wohnung, eigenes Auto und neuem Job ist etwas anstrengend. Doch dann begegnet Evi dem attraktiven Gerichtsmedizinier Dr. Niklas Rosenbeet und ermittelt schon ab dem ersten Tag im neuen Job gemeinsam mit ihm in einem Mordfall mit einer grünen Leiche.

Carina Heer erzählt diesen Krimi rund um Evi Pflaum, der Münchner Geheimwaffe, wie die Kollegen aus Franken sie nur nennen, sehr unterhaltsam und voller Liebe zu Franken. Evi ist Anfang dreißig und musste leider gezwungenermaßen wieder zurück in ihr Kinderzimmer ziehen, was sie dazu bringt, sich wieder ein bisschen wie ein Teenager zu fühlen und so manches Mal die Sau rauszulassen. Auch die Anziehung zwischen Evi und Niklas ist interessant und macht Lust auf mehr. So ist der Autorin die perfekte Mischung zwischen Cosy Crime und RomCom gelungen.

Dieses Buch hat mich von der ersten Seite an gepackt und ich habe beinahe ohne Pause bis zur letzten Seite gelesen. Denn ich liebe diese Mischung aus Humor, Romantik und Krimi. Hoffentlich werden noch weitere Bände rund um Evi Pflaum folgen, denn sie ist mir mittlerweile doch sehr ans Herz gewachsen.

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Veröffentlicht am 30.08.2025

Theo wird großer Bruder

Mein liebstes Kuscheltier & ich. Theo bekommt ein Geschwisterchen
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Theo freut sich schon sehr auf den Ausflug mit Mama und Papa zum Hexenloch. Doch leider geht es Mama heute gar nicht gut und er geht allein mit Papa. Doch der Tag war trotzdem super und als sie abends ...

Theo freut sich schon sehr auf den Ausflug mit Mama und Papa zum Hexenloch. Doch leider geht es Mama heute gar nicht gut und er geht allein mit Papa. Doch der Tag war trotzdem super und als sie abends nach Hause kommen, hat Mama eine Lasagne gekocht und Theo erfährt, warum es Mama so oft nicht gut geht - er bekommt nämlich ein Geschwisterchen! Theo weiß nicht so genau, ob er sich darüber freuen soll, aber im Kindergarten am nächsten Tag erzählen die anderen Kinder von ihren Geschwistern und Theo fängt an, sich zu freuen. Auch im Freibad, als er Tian, seinen kleinen Bruder Bo und dessen Mama sieht, dass ein Baby wirklich toll sein kann, vorallem wenn er dann auch mal das Fläschchen geben darf. Doch als es dann endlich soweit ist und nicht Mama oder Papa ihn vom Kindergarten abholen, sondern die Mama von Zoé ihn mit zu sich nach Hause nimmt, da ist er schon ein wenig aufgeregt. Da schmeckt nicht mal mehr das Eis! Aber auch Oma und Opa sind sehr nervös, weshalb ihnen ein Missgeschick nach dem anderen passiert. Gut, dass Theo am nächsten Morgen schon von der Hupe von Papas Auto aufwacht und er sein kleines Geschwisterchen kennenlernen darf.

Die Autorin Susanne Böse hat gemeinsam mit Illustratorin Marie Zippel einen weiteren Band der Reihe "Mein liebstes Kuscheltier & ich" geschaffen, indem sie nun alles um das Thema Schwangerschaft und Baby geht. Sie sprechen die Schwangerschaft auf sehr realistische Weise an und zeigen hier, dass es Müttern gerade in der Frühschwangerschaft häufig nicht gut geht, aber auch dass Mamas immer noch vieles gemeinsam mit den Kindern tun können und sie sich nicht davor fürchten müssen, ihre Mama an das neue Baby zu verlieren. Die Illustrationen sind gewohnt detailreich und farbenfroh und sprechen Kinder so sofort an. Auch die Texte sind von angenehmer Länge und lassen sich dank der einfachen, kindgerechten Sprache sehr gut und flüssig vorlesen.

Meine Tochter und ich sind mittlerweile große Fans der Reihe und finden das Buch absolut gelungen. Wir finden die Geschichte wurde wunderschön erzählt und zeigt, dass niemand Angst vor einem kleinen Geschwisterchen haben muss.

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Veröffentlicht am 28.08.2025

Sadies neues Leben

Hello Stranger
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Sadie Montgomery ist überglücklich, denn gerade hat sie den Einzug in das Finale des berühmten Wettbewerbs der North American Portrait Society geschafft und somit eintausendneunhundertneunzig andere Bewerber ...

Sadie Montgomery ist überglücklich, denn gerade hat sie den Einzug in das Finale des berühmten Wettbewerbs der North American Portrait Society geschafft und somit eintausendneunhundertneunzig andere Bewerber hinter sich gelassen. Das muss gefeiert werden findet auch ihre beste Freundin Sue, weshalb Sadie noch unbedingt billigen Wein und Hundeleckerli für ihren Hund Peanut besorgen muss. Doch auf dem Weg nach Hause geschieht es und sie wacht im Krankenhaus wieder auf. Dort teilt man ihr mit, dass sie nur mit Glück dem Zusammenstoß mit einem VW Käfer entgangen ist und in ihrem Kopf ein Kavernom in der Größe einer Himbeere existiert. Sie soll es baldmöglichst operieren lassen, worauf auch ihr Vater, den sie sonst nie zu Gesicht bekommt, plötzlich erstaunlich beharrlich pocht. Nur wegen ihm und seinen Hintergründen lässt sie sich tatsächlich schon wenige Tage nach dem Vorfall operieren. Doch was nach der Operation geschieht, ist noch schlimmer als ihr allerschrecklichster Albtraum. Sadie stellt fest, dass sie keine Gesichter mehr erkennen kann und somit in einer Welt voller Fremder leben soll. Die Aufmunterungsversuche, dass es sich vielleicht nur als kurze Folge der Operation handeln könnte, helfen Sadie leider gar nichts, denn ihre Haupteinkommensquelle ist die Porträtmalerei und auch der Wettbewerb rückt so in weite Ferne. Einzig ihr nerviger, unsympathischer Nachbar Joe und der Tierarzt Oliver zeigen ihr, dass es nicht schadet, die Wohnung zu verlassen und ihr Leben weiterzuleben.

Katherine Center hat diese Strangers-to-Lovers-Romance wunderschön erzählt und neben der Liebe auch die Themen Kavernom, Gesichtsblindheit, Trauer, Geld- und Familienprobleme in die Handlung eingebunden. So sorgt sie für eine unterhaltsame Story mit durchaus ernsten Momenten, die zum Nachdenken anregen. Da ihre Erzählweise kurzweilig und flüssig ist, liest sich der Roman sehr schnell.

Dieses Buch hat mir von der ersten Seite an sehr gut gefallen, denn Sadie ist mir schnell ans Herz gewachsen. Mag ich doch ihre Art, sich durchs Leben zu hangeln, auch wenn das Geld knapp, die Familie uninteressiert und der Ex-Freund ein Narzist ist. Obwohl sie niemals auf Hilfe von anderen angewiesen sein will, schafft Joe es, sich in ihr Leben zu schummeln und ihr auf seine Weise zu helfen. Das hat mir nur zu gut gefallen. So ist Katherine Center die Mischung aus lustigen und tiefgängigen Situationen im ganzen Roman perfekt gelungen! Daher eine ganz klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 25.08.2025

Marie und ihr Glücksbaum

Wo das Glück wächst
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Marie ist mit ihren Eltern von der Stadt aufs Land gezogen. Dort wird sie nicht mehr von den Autos und ihrem Lärm geweckt, sondern von den Vögeln und ihrem Gesang. Obwohl Mama ihr erlaubt hat, einfach ...

Marie ist mit ihren Eltern von der Stadt aufs Land gezogen. Dort wird sie nicht mehr von den Autos und ihrem Lärm geweckt, sondern von den Vögeln und ihrem Gesang. Obwohl Mama ihr erlaubt hat, einfach zu den Nachbarskindern zu gehen, ohne vorher eine Verabredung zu treffen, traut sie sich nicht, denn sie kennt sie ja nicht. Da schaut sie lieber aus ihrem Zimmerfenster und genießt die Sicherheit im neuen Haus. Das ändert sich aber mit Fritz, seinem Pferd Schnecke und dem Hund Zorro, der am sechsten Tag im neuen Wohnort einfach vor ihrem Fenster auftaucht und sagt, dass er dringend zum Glücksbaum im Garten muss. Denn den hat seine Uroma gepflanzt, sich jeden Tag darunter gesetzt und ist 102 Jahre alt geworden. Nun braucht er selbst ein wenig Glück und auch Hund Zorro braucht dringend Glück. Gemeinsam mit Fritz geht Marie in den Garten und spürt, dass ihre neue Heimat gar nicht so übel ist. Fritz ist es auch, der ihr auf dem Rücken von Schnecke das Dorf, die Kinder und alle Besonderheiten zeigt. Und nun fühlt sich Marie gar nicht mehr so fremd und alleine, sondern weiß, dass sie hier glücklich werden und ihr der Glücksbaum dabei immer zur Seite stehen wird.

Die Autorin Cornelia Funke hat zusammen mit Illustratorin Regina Kehn ein bezauberndes Bilderbuch über das Glück herausgebracht. Marie ist ein sehr realistisches Kind, das sich am neuen Wohnort fremd und alleine fühlt und erst durch Fritz und seine Offenheit den Mut erlangt, sich draußen umzusehen. Die Texte auf den einzelnen Seiten sind von angenehmer Länge und lassen sich dank der einfachen Sprache flüssig vorlesen. Die Illustrationen passen wunderbar zur Geschichte und lassen viel Platz, um die eigene Fantasie der Kinder anzuregen und die Geschichte auf ihre eigene Weise weiterzuerzählen.

Meine Tochter und ich mochten das Buch sehr gerne, allerdings überzeugen uns beide die Illustrationen nicht vollkommen, da uns der Stil nicht so gefällt. Auch die Geschichte hätte gerne etwas länger sein dürfen, da so vielleicht noch etwas mehr Details Platz gehabt hätten, andererseits werden so die Leser mehr zum Weitererzählen animiert.

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