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Veröffentlicht am 23.10.2025

Ein Friseursalon, zwei Schwestern und das Leben mit seinen Widrigkeiten

Der Salon am Rosenplatz
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Bremen, 1966: Als der Vater der drei Geschwister Gisela, Kurt und Ruth verstorben ist, hat er in seinem Testament verfügt, dass der Friseursalon an seine älteste Tochter Gisela geht und diese ihren beiden ...

Bremen, 1966: Als der Vater der drei Geschwister Gisela, Kurt und Ruth verstorben ist, hat er in seinem Testament verfügt, dass der Friseursalon an seine älteste Tochter Gisela geht und diese ihren beiden jüngeren Geschwistern dort Arbeit gibt. Allerdings war Gisela immer lieber im Büro als vorne im Geschäft und hat sich daher in den vergangenen Jahren lieber den Zahlen als den Kunden gewidmet. Leider hat sie auch nicht auf ihre Tochter Marianne, die zwischenzeitlich ebenfalls den Beruf der Friseuse erlernt und im Familiengeschäft tätig ist, und Ruth gehört und nichts modernisiert. So kommt es, dass nur noch Stammkunden in den Salon am Rosenplatz kommen und das Geld immer knapper wird. Auch die Stimmung ist angespannt, denn seit Giselas Mann plötzlich und überraschend verstorben ist, hat sie keinen Antrieb mehr und versteckt sich lieber in ihrem Büro. Für Ruth und Marianne wird es dadurch immer anstrengender, lediglich Kurt geht stoisch seiner Arbeit nach. Nachdem erst Marianne den Salon verlassen hat, um als Mannequin in London durchzustarten und Gisela Ruth gekündigt hat, ist sie nun mit Kurt allein und die Kunden werden noch weniger. Der Schmorbrand, der dann auch noch ausbricht, bringt das Fass schließlich zum Überlaufen und fordert die Geschwister heraus, bringt sie aber auch dazu, endlich wieder zusammenzuhalten.

Caroline Jansen erzählt sehr kurzweilig und wechselt zwischen den Perspektiven von Marianne, Gisela und Ruth ab. So erhalten die Leser viele Einblicke in die Leben der Drei und auch ihre Gedanken und Gefühle. Dank dieser Nahbarkeit, wachsen sie den Lesern weit mehr ans Herz als bei einer eindimensionaleren Erzählweise.

Leider stand dieser Roman viel zu lange ungelesen in meinem Bücherregal. Denn nun hat er mir wirklich schöne und unterhaltsame Lesestunden geschenkt, weshalb ich auch froh bin, den zweiten Band der Reihe bereits hier liegen zu haben.

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Veröffentlicht am 22.10.2025

Ein großartiges Backbuch

Emmi backt einfach (Emmi kocht einfach – das 1. Backbuch)
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Christiane Emma Prolic hat seit vielen Jahren ihren Foodblog "Emmi kocht einfach" und veröffentlicht erfolgreich schnelle, einfache und leckere Rezepte, die das tägliche Kochen erleichtern. Auch in ihrem ...

Christiane Emma Prolic hat seit vielen Jahren ihren Foodblog "Emmi kocht einfach" und veröffentlicht erfolgreich schnelle, einfache und leckere Rezepte, die das tägliche Kochen erleichtern. Auch in ihrem ersten Backbuch gilt vorallem, dass alle Rezepte vielfach erprobt, Schritt für Schritt erklärt und absolut gelingsicher sind.

Das Buch ist in sieben Abschnitte gegliedert: Rührkuchen, Blechkuchen, Kuchen mit Obst und Gemüse, Käsekuchen, Kleinigkeiten, Winterliches und Brot und Brötchen. Der Aufbau der einzelnen Rezepte ist immer gleich, sodass ein Überblick über Dauer, Menge, Zutaten, Zubereitung und Haltbarkeit sofort gegeben ist. Auch ein Foto des Gebäcks ist immer vorhanden.

Ich liebe es zu backen und freue mich deshalb immer, wenn wieder ein neues Backbuch in mein Bücherregal wandern darf. Dieses Buch hat mich vorallem durch die gelingsicheren Rezepte und die tolle Auswahl an Klassikern aber auch besonderen Gebäcken überzeugt. Außerdem finde ich es toll, dass ich neue Rezepte für altbekannte Kuchen entdecke, die durch kleine Abwandlungen besser sind als meine bisherigen. Auch meine Tochter konnte fleißig mitbacken, denn die Zubereitungsschritte werden sehr genau und detailliert beschrieben, sodass auch eine Achtjährige problemlos alles selbständig ausführen kann. Bisher haben wir fünf Gebäcke ausprobiert, wobei aber der Eierlikörkuchen mein absoluter Favorit ist und mit Sicherheit noch öfter nachgebacken wird. Aber auch das italienische Landbrot, der Käsekuchen ohne Boden, der versunkene Apfelkuchen und die Himmelstorte unheimlich lecker und extrem einfach in der Zubereitung waren. Da ich nochmal so viele Rezepte ausgesucht habe, die ich gerne nachbacken würde, wird das Buch noch länger und wahrscheinlich für immer ganz vorne in meinem Backbücherregal liegen. Daher bewerte ich dieses Buch mit der allerbesten möglichen Sternezahl und wünsche mir noch weitere Backbücher von Emmi.

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Veröffentlicht am 21.10.2025

Stürmische Zeiten brechen an

Berlin Friedrichstraße: Novembersturm
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Berlin, 1920: Robert, Johannes, Ilse und Luise waren allerbeste Freunde und kaum ohne einander anzutreffen, als sie in ihrer Kindheit viel Zeit zusammen vor und in ihrem Wohnhaus an der Friedrichstraße ...

Berlin, 1920: Robert, Johannes, Ilse und Luise waren allerbeste Freunde und kaum ohne einander anzutreffen, als sie in ihrer Kindheit viel Zeit zusammen vor und in ihrem Wohnhaus an der Friedrichstraße verbracht haben. Auch Ella aus dem Hinterhaus war immer zugegen und hatte vorallem Augen für den feschen Johannes. Doch nun, nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs, ist alles anders, denn Johannes gilt immer noch als verschollen und niemand rechnet mehr damit, dass er jemals nach Berlin zurückkehren würde. So versucht auch Luise weiterzumachen und nimmt schließlich den Heiratsantrag von Robert an. Denn schon früher bestand zwischen ihm und Johannes ein Konkurrenzkampf um Luises Gunst. Dass Johannes aber gerade an dem Tag aus dem fernen Frankreich zurückkehrt, als die Beiden sich das Ja-Wort geben, bringt alles durcheinander. Für die Freunde beginnt eine wilde Zeit voller Unsicherheit, Vergebung und geprägt von den dunklen Schatten, die der vergangene Krieg immer noch auf ihre Leben wirft.

Ulrike Schweikert widmet diesen ersten Band ihrer Familiensaga rund um diese fünf Charaktere aus der Friedrichstraße in Berlin den Goldenen Zwanzigern mit seinen zahlreichen politischen Umbrüchen, der Inflation, dem damit einhergehenden Hunger, dem neuerwachten kulturellen Leben in der Hauptstadt und dem Erwachsenwerden der Protagonisten. Aufgrund der gründlichen Recherchen der Autorin wirken die Begebenheiten sehr realistisch und ziehen die Leser mitten hinein in diese stürmische Zeit.

Voller Freude habe ich diesen Roman begonnen zu lesen und fand das Leben der fünf jungen Menschen faszinierend und sehr interessant. Allerdings hat das Buch mit dem Fortschreiten der Handlung an Spannung verloren und ich habe die berührenden, emotionalen Momente vermisst. Denn die Autorin erwähnt jeden politischen Umbruch, jedes Attentat, jeden Putsch und alle anderen historischen Fakten und sorgt so dafür, dass es irgendwann sehr sachlich wird. Ebenso ergeht es mir mit der Nennung der vielen Kulturschaffenden, die zwar sehr prägend für dieses Jahrzehnt sind, aber auch so viel Platz im Geschehen einnehmen, dass das Leben der wahren Protagonisten immer weiter in den Hintergrund rückt, was ich sehr schade finde. Naütrlich möchte ich trotzdem noch den zweiten Teil der Familiensaga lesen und bin gespannt, wie es in der Friedrichstraße mit seinen Bewohnern weitergeht.

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Veröffentlicht am 19.10.2025

Ein Besuch in der Glücksschule

Ich bring dir das Glück – Vom kleinen Elefanten und seinen Glücksgeheimnissen
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Der kleine Elefant und seine Freunde besuchen jeden Tag die Glücksschule. So wurde aus ihm ein Glückselefant. Und damit er auch wirklich immer glücklich ist, lernt er in seiner Schule ganz viele Tricks, ...

Der kleine Elefant und seine Freunde besuchen jeden Tag die Glücksschule. So wurde aus ihm ein Glückselefant. Und damit er auch wirklich immer glücklich ist, lernt er in seiner Schule ganz viele Tricks, dass das Glück auch im Alltag immer da ist. So beginnt sein Tag immer mit dem Spruch "Heute wird ein schöner Tag!", auch das regelmäßige Durchatmen und dabei bis fünf zählen ist etwas ganz normales für ihn. Auf dem Stundenplan der Glückselefanten steht aber auch Lachen als eigenes Fach, denn gerade Erwachsene vergessen häufig das Lachen und dass es glücklich macht. Sollte trotzdem ein anderer Elefant oder Mensch einmal nicht so nett sein, gibt es den Seifenblasen-Trick, der dazu führt, dass sich diese Person wandelt und plötzlich freundlich ist. Auch der Bumerang und dessen Wirkung im Leben, der Spaß am Spiel, die Geduld und das Vertreiben der Angst werden den Glückselefanten erklärt und so dafür gesorgt, dass aus diesen lieben Kindern irgendwann auch glückliche Erwachsene werden können.

Die Autorin Anjana Gill widmet dieses Bilderbuch für Kinder ab vier Jahren einem ganz besonderem Thema, dem Glück. Ist es doch ein sehr abstrakter Begriff, der erst durch die Beispiele im Verlauf der Geschichte greifbarer und alltäglicher wird. So lernen Kinder auch so manchen Trick kennen, der ihnen schwierige Situationen in ihrem Leben erleichtern kann. Trotzdem wirkt das Buch nicht wie ein Sachbuch, sondern erklärt den Unterricht in der Glücksschule kindgerecht und unterhaltsam und lädt die Kinder durch kleine Aufgaben dazu ein, selbst tätig zu werden. Zusammen mit den farbenfrohen, ansprechenden und detailreichen Illustrationen von Anita Schmidt wird das Buch perfekt abgerundet und spricht auch Kinder an, die noch nicht selbst lesen können.

Meine Tochter und ich sind ganz begeistert von diesem Buch, denn es wird ein sehr wichtiges Thema angesprochen. Doch die Autorin beschränkt sich nicht auf oberflächliche Erklärungen, sondern geht in die Tiefe, erzählt Beispiele und lädt dazu ein, die Tipps auch selbst anzuwenden und auszuprobieren. Sehr gelungen und empfehlenswert!

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Veröffentlicht am 18.10.2025

Eine wunderbar romantische Story!

Du schenkst mir die Welt
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Angie lebt seit ihrer Geburt zusammen mit ihren Großeltern mitten in der Wüste, in Coober Pedy. Dort lebt sie nun schon siebenundzwanzig Jahre inmitten vieler Freunde. Denn als sie vor zehn Jahren ihren ...

Angie lebt seit ihrer Geburt zusammen mit ihren Großeltern mitten in der Wüste, in Coober Pedy. Dort lebt sie nun schon siebenundzwanzig Jahre inmitten vieler Freunde. Denn als sie vor zehn Jahren ihren Großvater bei einem Grubenunglück in einem der Opal-Stollen verloren hat, hat sie ihrer immer kränker werdenden Großmutter versprochen, sie nie im Stich zu lassen. Damals war die Demenz noch nicht weit fortgeschritten und Angie konnte sich nicht vorstellen, wie fordernd die folgenden Jahre noch werden würden. Trotzdem hat sie das nicht auf den Tod ihrer geliebten Nan vorbereiten können. So ist sie umso geschockter, als sie im Weinregal ihrer Großeltern einen Brief findet, der an ihren, eigentlich unbekannten Vater in Rom gerichtet war. Denn Angie durfte nur drei Tage mit ihrer Mutter verbringen, als diese überraschend an einer Entzündung erkrankt und verstorben ist. Sofort beginnt Angie ihre sechsmonatige Reise nach Rom zu planen und erhält extrem viel Unterstützung aller Bewohner von Coober Pedy. Doch obwohl Angie freudig in Italiens Hauptstadt empfangen wird, ist das Verhältnis zu ihrem Vater angespannt. Dafür versteht sie sich mit ihrer neuen Mitbewohnerin Christina und ihrem Stiefbruder Alessandro umso besser. Doch obwohl die Zeit mit Alessandro schön und entspannt ist, spürt sie immer diese Düsternis in ihm, die er nur selten ganz abzuschütterln vermag.

Paige Toon versteht es, die Geschichte rund um Angie und das Kennenlernen ihrer neuen Familie interessant, fesselnd und berührend zu erzählen. Rom bildet eine wunderschöne Kulisse für diesen romantischen Roman und sorgt für eine sommerliche und entspannte Stimmung. Angie selbst ist eine sehr aufgeschlossene junge Frau, die sich nach einer neuen Familie sehnt und sich sehr für diesen neuen Teil ihrer Familie interessiert. Daher möchten die Leser unbedingt wissen, wie es ihr ergeht und sind gefesselt.

Da ich bereits Bücher von Paige Toon gelesen habe, war ich gespannt, ob auch dieser Roman mich packen und fesseln kann. Und er hat es geschafft und mir wunderschöne und auch romantische Lesestunden geschenkt. Ich mochte Angie von der ersten Seite an und habe mich immer wieder für sie gefreut, aber auch mit ihr gelitten.

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