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Veröffentlicht am 23.04.2026

Der "richtige" Mann entpuppt sich ebenfalls als Red Flag

The Night We Met
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Also irgendwie war das nichts mit diesem Buch und mir. Abby Jimenez gilt für mich als eine meiner Instant Buy-Autorinnen. Ich kaufe also jedes Buch von ihr. Leider hat mich dieses nicht so überzeugt (das ...

Also irgendwie war das nichts mit diesem Buch und mir. Abby Jimenez gilt für mich als eine meiner Instant Buy-Autorinnen. Ich kaufe also jedes Buch von ihr. Leider hat mich dieses nicht so überzeugt (das erste Buch aus der Reihe fand ich auch schon nicht so toll aber das sei mal dahingestellt). Aber nun zum Buch:
Schreibstil und Cover gefallen mir (wie immer) hervorragend! Bei dem Trope "love triangle" war ich schon skeptisch, jedoch dachte ich mir: "Wenn Abby es schreibt, wird es schon gut.". Und es war gut, don't get me wrong. Aber irgendwie auch nicht. Für mich waren alle Charaktere irgendwie problematisch. Angefangen mit Larissa, die einen Haufen Schulden von ihrem Vater aufgebürdet bekommt und so beschäftigt mit ihrem Leben ist, dass sie einfach aus Bequemlichkeit mit einem uuuuultraproblematischen Typen zusammen bleibt. Was uns zu Mike führt: Mike hat irgendwie das volle Programm an psychischen Dingen mit bekommen, aber keins davon wird so richtig genannt. Er schreit nur so nach ADHS, bipolarer Störung, Imposter Syndrom und Depression. Und auch wenn ich weiß, dass psychische Erkrankungen einen Menschen nicht ausmachen, konnte ich hier nicht anders, als Mike nicht zu mögen. Er ist so kopflos, ignorant und selbstbezogen, dass ich im Strahl kotzen wollte. Die. Ganze. Zeit. Und dann ist da noch Chris. Chris ist ein wirklich lieber Kerl und er tut mir die meiste Zeit einfach nur leid, dass er in jemanden verliebt ist, den er (vermeindlich) nicht haben kann. Diese Gefühle werden aber immer mehr zu Obsession. Noch nie in meinem Leben habe ich ein Buch gelesen, wo eine Nussallergie so eine große Rolle spielt. Er kauft für 700€ einen EpiPen.Er räumt um 4 Uhr nachts ihr Auto vom Schnee frei. Einfach so. Sorry, aber da kann mir niemand erzählen, dass das nicht zumindest ein klitzekleinesbisschen creepy ist.

Das Pacing fand ich über das gesamte Buch hinweg ganz gut. Es wurde sehr deutlich, dass Larissa und Mike eigentlich keine gute Grundlage haben und Larissa und Chris sehr gut zusammenpassen würden. Am Ende ging mir alles etwas zu schnell und ich hätte mir etwas mehr Selbstreflexion gewünscht.

Schlussendlich hat mich das Buch aber gut unterhalten und ich hab es gerne gelesen. Nicht jedes Buch kann ein Banger sein.

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Veröffentlicht am 28.03.2026

Wie gewohnt: fantastische Romance

The Iced Caramel Coffee Agreement
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Die iced caramell coffee Agreement ist ein ganz klassisches Kyra Groh-Buch. Witzig, warmherzig und mit ganz schön viel Tiefe. Bei einem so guten ersten Buch wie bei dieser Reihe ist es schwer, ...

Die iced caramell coffee Agreement ist ein ganz klassisches Kyra Groh-Buch. Witzig, warmherzig und mit ganz schön viel Tiefe. Bei einem so guten ersten Buch wie bei dieser Reihe ist es schwer, das im zweiten Buch zu toppen. Leider war für mich der erste Band definitiv stärker, was den zweiten kleinstes Falls schlecht macht. Auch hier hat Kyra es geschafft, witzige Dialoge mit tiefgründiger Story zu verbinden. Eleonore ist eine Protagonistin, wie ich sie mir in Büchern wünsche. Endlich mal keine kleine, zierliche Frau sondern jemand, wie du und ich. Das hat mir wirklich gut gefallen, weil ich mich wirklich sehr mit Nore identifizieren konnte. Ihre Selbstzweifel, welche im Buch viel thematisiert werden, hätten exakt so auch aus meinem Kopf kommen können. Die Liebesgeschichte zwischen Dex und ihr war genau deshalb auch eine besondere. Sie ist gewachsen aus Freundschaft und aus Zuneigung zum Menschen und nicht unbedingt zum Körper. Generell hat mir der Aufbau der Liebesgeschichte gefallen. Die beiden haben sich langsam angenähert und währenddessen erkannt, dass da mehr zwischen ihnen ist. Die Tension war fantastisch. Auch hier finde ich, dass Kyra wirklich eine Liebesgeschichte geschrieben hat, die so im echten Leben passieren könnte, was das mitfühlen natürlich total erleichtert. Das Dex ein Rockstar ist, klammern wir da einfach Mal aus ;) Leider habe ich etwas gebraucht, um mit Dex warm zu werden. Er war einfach sehr lange unnahbar und seine Handlungen waren für mich nicht greifbar.
Was zum dem ein bisschen schade fand ist, dass das Buch mit "Festival-Vibes" beworben wird. Klar, am Ende findet ein Festival statt, eine sonderlich große Rolle spielt es jedoch nicht im Buch. Auch das Thema Musik wurde im ersten Teil weitaus mehr behandelt als hier im zweiten. Hier liegt der Fokus eher auf dem Musikerleben, was ja auch nicht schlecht ist.
Schlussendlich wars ein gutes Buch, was mich sehr gut unterhalten hat. Ich freue mich auf den dritten Teil.

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Veröffentlicht am 09.11.2025

Lebenshighlight

Monstergott
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Ok, mit diesem Buch habe ich mich etwas aus meiner Komfort-Unterhaltungsliteratur-Bubble herausbewegt... Und mein GOTT (haha), hat es sich gelohnt! In Monstergott geht's um Esther und Ben, einem Geschwisterpaar, ...

Ok, mit diesem Buch habe ich mich etwas aus meiner Komfort-Unterhaltungsliteratur-Bubble herausbewegt... Und mein GOTT (haha), hat es sich gelohnt! In Monstergott geht's um Esther und Ben, einem Geschwisterpaar, die in einer evangelikalen Freikirche groß geworden, und dort tief verwurzelt sind. Wegen ganz unterschiedlicher Dinge beginnen aber beide mit der Freikirche und ihrem Glauben zu strugglen. Im Buch werden wir mitgenommen vom sehr-überzeugt-sein und alles-für-die-Kirche/Gott-machen über das Zweifeln bis hin zum großen Knall. 

Für mich war das ein hochemotionales Buch, denn meine ganz persönliche Freikirchen-Erfahrung ist eine Mischung aus Esthers und Bens Geschichte. Ich habe mich seit langem nicht mehr so in einem Buch gesehen gefühlt, wie in diesem. Caroline schafft es, das Denken von Freikirchlern so exakt auf den Punkt zu bringen, dass man manchmal denkt, sie hat beim Schreiben wohl in meinen Kopf geschaut. Das Wording, die Gedanken, die Diskussionen... wirklich gruselig. Für Menschen, die nichts mit Freikirche zu tun haben/hatten mag dieses Buch etwas befremdlich sein, weil es so überspitzt wirkt (und es ständig nur um Sex geht... Der ja aber absolutes Tabu-Thema in Gemeinden ist... How ironic) ... Aber ich sags euch: genauso läuft es in den evangelikalen Gemeinden ab. Am Ende habe ich geweint weil Caroline so gut aufzeichnet, wie abgefuckt diese ganze Bubble ist und wie sehr vermeintlich göttliche Doktrine das Selbstbild von jungen Menschen zerstört. Falls ihr Angehörige habt, die in eine Freikirche gehen, selbst ausgestiegen seid, oder euch das Thema einfach interessiert: Lest dieses Buch! Es wird für immer in meinem Regal stehen.

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Veröffentlicht am 09.11.2025

Das ein Impulskauf sich als so ein gutes Buch entpuppen wird? Tja, damit habe ich nicht gerechnet.

Never Trust Your Fake Husband
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Ich hab "Never Trust your Fake husband" vor allem wegen des Covers gekauft. Und und auch ein bisschen wegen der Haptik. Ich lieb das, wenn Bücher diesen samtigen Überzug haben. Hach, macht das lesen mit ...

Ich hab "Never Trust your Fake husband" vor allem wegen des Covers gekauft. Und und auch ein bisschen wegen der Haptik. Ich lieb das, wenn Bücher diesen samtigen Überzug haben. Hach, macht das lesen mit allen Sinnen wunderbar.
Aber nun zum Buch: Sowas habe ich buchstäblich noch nie gelesen. Dieses Buch ist eine perfekte Mischung aus einem James Bond-Film und einer romantischen Komödie. Die Protagonistin verliert zu Beginn der Story ihr Gedächtnis und wird (für sie) unerklärlicherweise von irgendwelchen Gangstern... Und einem sehr hotten Geheimagenten gejagt. Der wiederum merkt, dass mit ihr irgendwas nicht stimmt und nimmt sie kurzerhand unter seine Fittiche. Auch wenn man dich jetzt denkt: um Gottes Willen! Wie will das denn zu einem guten Buch werden? Trust me! Der Plot ist da und die Chemie zwischen den beiden Protagonisten auch... Und wie! Das Buch schafft es schier mühelos Action, Romantik und Komik miteinander zu vereinen. Ich hab so viel und so oft gelacht und gleichzeitig war der Plot so spannend, dass mir kaum Zeit zum atmen geblieben ist. Lasst euch also nicht vom süßen Cover täuschen. Dahinter verbirgt sich eine superspannende, actiongeladene Story. Das war auf jeden Fall nicht das letzte Buch der Autorin für mich.

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Veröffentlicht am 22.09.2025

Romantasy meets Dystopie? Call me in!!!

Silver Elite
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Ich hab's komplett geliebt. „Silver Elite“ hat wirklich alles, was für mich persönlich ein gutes Buch ausmacht. An allererster Stelle stehen da für mich die dystopischen Anteile des Buches. Dystopie war ...

Ich hab's komplett geliebt. „Silver Elite“ hat wirklich alles, was für mich persönlich ein gutes Buch ausmacht. An allererster Stelle stehen da für mich die dystopischen Anteile des Buches. Dystopie war und ist meine erste große Bücherliebe. Dani Francis bleibt hier ganz klassisch. Es gab einen diktatorischen Führer unterdessen eine Menschenmasse unterdrückt wurde. Von eben dieser wurde er dann gestützt. Jetzt sind die anderen an der Macht und das Regime heißt wirklich klassisch „die Company“. Jetzt werden die anderen unterdrückt. Ist doch ganz klar, Leute. Hier kommt jetzt der Fantasyanteil ins Spiel. Die unterdrückte Spezies sind Menschen mit besonderen Fähigkeiten wie Telepathie, Projektion, Manipulation und so weiter. Dani Francis schafft es, im ersten Buch gerade so viel über die Company (und über die Rebellion, die gibt’s natürlich auch) zu verraten, dass man dranbleibt. Viel und detailliert ist das nicht, finde ich aber gar nicht schlimm. So bleibts spannend. Ebenfalls gut gelungen empfinde ich die Protagonistin Wren. Wren ist natürlich außergewöhnlich stark. Wie könnte es in einem Romantasy/Dystopie-Roman auch anders sein. Manchmal war sie mir etwas zu naiv und impulsiv. Aber naja… sie ist ja auch erst 19. Die Beziehung zu Cross, dem Love Interest, hat sich für mich perfekt aufgebaut. Generell ist das Pacing eine große Stärke des Buches. Ich habe mich während der gesamten 660 Seiten nie gelangweilt. Immer passierte etwas Spannendes oder man erfuhr etwas Neues über die Company, die Silver Elite oder die verschiedenen Charaktere. Ich habs komplett geliebt. Vom Feeling her würde ich es am ehesten mit Fourth Wing vergleichen, auch wenn die Welten nicht unterschiedlicher sein könnten. Aber man möchte einfach wirklich ganz ganz dringend wissen, wie es weiter geht. Der Plottwist am Ende war nämlich echt fies.

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