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Veröffentlicht am 25.08.2020

Es passiert eigentlich nicht viel ..

Dreams of Yesterday
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MEINE MEINUNG
Obwohl mir das Cover ehrlich gesagt niemals im Regal aufgefallen wäre, finde ich es wirklich wunderschön. Die Farbgebung gefällt mir, besonders in Kombination mit den zarten Blümchen, die ...

MEINE MEINUNG
Obwohl mir das Cover ehrlich gesagt niemals im Regal aufgefallen wäre, finde ich es wirklich wunderschön. Die Farbgebung gefällt mir, besonders in Kombination mit den zarten Blümchen, die zudem sehr gut zum Inhalt passen. Hätte ich es nicht geschenkt bekommen, wäre dieses Buch aber vermutlich an mir vorbei gegangen.

Die schüchterne Evelyn und der zurückhaltende Dylan gehen auf die gleiche Schule und wohnen im selbsten Wohnblock in Irland, mehr verbindet sie nicht. Bis Dylan eines Tages bei Ev Unterschlupf sucht und sich daraus die große Liebe zwischen den beiden entwickelt. Doch Dylan steht kurz vor seinem Abschluss und möchte danach für einen Neustart nach New York auswandern und Ev ist nicht bereit, ihre Familie zurück zu lassen - kann die junge Liebe das aushalten?

Evelyn ist ein junges, zurückhaltendes Mädchen, das in der Schule nicht groß auffallen möchte. Sie hat ihren besten Freund Sammy und das war schon ihr Freundeskreis. Sie liebt Pflanzen und die Natur und bringt diese mit einem kleinen Dachgarten in die triste Gegend ihres Wohnortes.
Obwohl Dylan einer der "heißesten Jungs" der Schule ist, ist er nicht wirklich beliebt. Er hat ebenfalls einen kleinen Freundeskreis und gerät häufig mit Mitschülern aneinander. Er gibt nicht zu viel über sich Preis, hat aber große Pläne für seine Zukunft.

Beide Charaktere waren ganz süß, konnten mich aber nicht komplett erreichen, da mir beide zu oberflächig gestaltet waren. Ich mochte allerdings vor allem, dass Dylan ein ganz normler Junge ist, kein Bad Boy, kein Good Guy, keine Extremen - ganz normal. Ev fand ich ganz okay, aber wie gesagt fehlte mir da einfach etwas.

Mit den Nebencharakteren erging es mir ähnlich, aber ich fand es super, dass wir hier einen queeren Nebencharakter bekommen haben.

Geschrieben war der Roman in der Ich-Form aus Evelyns Perspektive. Der Schreibstil hat mir ganz gut gefallen, auch wenn er mich nicht sonderlich abholen konnte. Ich konnte es zwar relativ gut und flüßig lesen, aber außergewöhnlich oder besonders emotional war er nun auch nicht.

Kommen wir zur Handlung, die etwas ganz anderes war, als erwartet. Zunächst einmal ist die Geschichte im Jahr 2006 angesetzt, durchgehend, bis zum Ende. Nach meinem Empfinden sehr seltsam, ich habe mich die ganze Zeit über gefragt, was das soll. Mir war klar, dass es vermutlich für einen größeren Zeitsprung so gemacht wurde, dennoch fand ich es sehr seltsam.

Zudem stimmte der Klappentext leider nicht wirklich: "Sie haben auch einen gemeinsamen Traum: Eines Tages wollen sie ihr eigenes Unternehmen in New York gründen!" heißt es dort. Es ist aber kein gemeinsamer Traum, ganz und gar nicht und Evelyn fehlt nicht der Mut, sie geht einfach noch zur Schule und kann deswegen nicht einfach so nach New York auswandern.

Und auch der Rest hat mich einfach nicht begeistern können. Es passiert nämlich nichts, einfach gar nichts.
Ich habe das Buch an jeder beliebigen Stelle zur Seite gelegt, weil ich keine Lust mehr auf die Story hatte und habe es problemlos an jeder beliebigen Stelle wieder anfangen können.
Die Geschichte der beiden war zwar ganz süß und etwas übertrieben und die Gespräche unter den Freunden auch ganz witzig und sehr authentisch, aber insgesamt war es unglaublich langweilig!
Wir verfolgen Dylan und Ev, wie sie sich (etwas zu schnell und zu tief) ineinander verlieben und jede freie Minute miteinander verbringen. Wir erleben, wie Dylans wenige Freunde Sam kennen lernen und sie gemeinsam zu einer größeren Clique werden. Alles schön und gut, aber nichts, was ich einen ganzen Roman lang lesen möchte.

Einzige Spannungspunkte waren die Mitschüler, die homophobe und aggressive Jugend-Banden sind und die Clique immer wieder aufmischen. Es gibt ein paar Streits, ein paar Prügeleien und vor allem ganz viel Mobbing. Ist wirklich schrecklich, aber leider das einzig interessante an diesem Buch. Und trotzdem wurde es hier an keiner Stelle tiefer thematisiert, was ich wieder sehr enttäuschend fand. (view spoiler)

Außerdem werden hier wirklich einige Themen aufgegriffen, die allesamt sehr oberflächig behandelt werden. Ich hätte mir ein großes Hauptthema gewünscht, um das sich alles dreht, sodass es genügend Tiefe verliehen bekommen hätte. Leider war es mal hier etwas, mal dort und insgesamt sehr schwammig.
Und dann kam noch der Schluss. Nachdem ich das Buch relativ schnell weg gelesen habe, was eher an der geringen Seitenzahl und nicht an der aufregenden Handlung lag, brachte das Ende noch einen großen Schocker. Im Klappentext wird ja bereits der Unfall erwähnt, der mich dann doch noch aus den Socken hauen konnte. Gleichzeitig wurde auch das mir viel zu schnell abgehandelt, obwohl man da noch mit viel mehr Nachdruck hätte arbeiten können.

Schlussendlich bleibt das Ende offen, was ich schon erwartet habe, da noch ein zweiter Teil erscheinen wird. Ob ich den noch lesen werde, weiß ich aktuell noch nicht, auch wenn ich gerne ein Ende dieser Geschichte hätte.

FAZIT
Ein Buch, das ich mit gemischten Gefühlen zur Seite gelegt habe. Eigentlich ist nicht viel passiert und obwohl Dylan und Ev ganz süß miteinander waren, habe ich mich viel gelangweilt. Gleichzeitig werden einige wichtige Themen aufgegriffen, die allesamt nie genauer thematisiert werden. Nicht sonderlich schlecht oder schlimm zu lesen, aber leider hätte ich mit der Zeit lieber andere Bücher gelesen.

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Veröffentlicht am 25.08.2020

Insgesamt sehr schön, leider etwas zu viel

Never Too Late
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MEINE MEINUNG
Nachdem der erste Teil mich absolut positiv überrascht und begeistert hat, war für mich klar, dass ich auch den zweiten Teil unbedingt lesen muss. Das Cover gefällt mir total gut, es passt ...

MEINE MEINUNG
Nachdem der erste Teil mich absolut positiv überrascht und begeistert hat, war für mich klar, dass ich auch den zweiten Teil unbedingt lesen muss. Das Cover gefällt mir total gut, es passt perfekt zum Vorgänger und reiht sich schön im Regal ein.

Zoé und Jason treffen vor Weihnachten in einer Bar aufeinander, verbringen eine eher schlechte Nacht miteinander und wollen sich eigentlich nie wieder sehen. Zu schade, dass ihre jeweiligen beste Freunde, Violette und Loan, zusammen wohnen und sie so gezwungenermaßen wieder aufeinander treffen. Doch während sie sich stetig streiten und aneinander geraten, verspüren beide schnell ein Kribbeln im Bauch, wenn sie an den anderen denken ...

Beide Figuren kennen wir schon aus dem ersten Teil und beide Figuren habe ich ganz anders eingeschätzt.
Zoé trat stets selbstbewusst, häufig etwas zickig und oft distanziert auf. In diesem Teil lernen wir die Gründe dafür und erfahren viel über ihre Jugend, ihre Familie und ihre Persönlichkeit. Sie wird ein tiefgründiger und komplexer Charakter, der mit wirklich vielem zu kämpfen hat.

Jason kennen wir ebenfalls schon, er war mir im ersten Teil nicht wirklich sympathisch, das Blatt hat sich aber absolut gewendet. Er ist ein super lieber Kerl, der nie wirklich böse wird, stets einen guten Spruch auf den Lippen hat und einfach von Grund auf Fröhlich ist. Gleichzeitig hat er mir immer wieder ein Lächeln ins Gesicht zaubern können, was vor allem an seinen verrückten Aktionen liegt, mit denen er immer wieder übertreibt. Er hat nicht so tiefliegende Probleme wie Zoé, auch wenn er natürlich auch nicht das perfekte Leben führt. Dennoch fand ich die Umsetzung, in der mehr Fokus auf Zoé liegt, sehr gut. Zwar hätte ich mir noch etwas mehr zu Jasons Familie gewünscht, aber das wäre vermutlich zu viel geworden.

Geschrieben war der Roman in der Ich-Form, wechselnd aus den Perspektiven von Zoé und Jason, was mir sehr gut gefallen hat. Den Schreibstil der Autorin mag ich absolut, ich liebe die Atmosphäre, die sie vermittelt und war so sehr von dem Buch gefesselt, dass ich es an einem Stück gelesen habe. Ab und an gibt es zudem noch Zeitsprünge, in Zoés Vergangenheit, die besonders ihre High School-Zeit aufarbeiten und die Familienprobleme darstellen. Ich fand diese Kapitel sehr spannend und passend gewählt, weil dadurch ein kompletteres Bild entstehen konnte.

Aber kommen wir nun zur Handlung, die wirklich einiges bietet, was ich gar nicht alles thematisieren kann, ohne zu spoilern.
Fangen wir mal beim One-Night-Stand zwischen Zoé und Jason an. Im Klappentext wird ja schon gesagt, dass die beiden ihre gemeinsame am liebsten schnellsmöglich wieder vergessen wollen. Ich mochte es total, dass es so unperfekt ablief, da das nicht so oft in Büchern vor kommt, war es eine erfrischende Abwechslung.

Alles was darüber hinaus geht sind sehr viele komplexe Themen, die mal mehr und mal weniger gut angesprochen und dargestellt wurden. Ich habe in keinen dieser Themen sonderliche Erfahrungen (zum Glück) und kann es deswegen nur aus meiner Laien-Sicht einordnen. Doch wurde hier vieles sehr ungeschönt und un-romantisiert dargestellt, wodurch ein Großteil der Darstellung auf mich sehr authentisch wirkte. Gleichzeitig war es aber auch ein riesiger Themen-Komplex den die Autorin sich hier zusammen gebaut, der mir teilweise ein wenig zu viel war. Es ist wirklich ständig etwas passiert, was auch dazu geführt hat, dass ich das Buch wirklich nicht weglegen konnte. Und obwohl ich absolut gebannt und gefesselt war, ist es natürlich schwierig, so so viele Themen in einer einzigen Geschichte unter zu bekommen. Es hätte noch besser funktioniert, hätte die Autorin sich auf ein oder zwei Grundthemen konzentriert, da sie diese dann noch ausführliche hätte besprechen können. So war es zwar schon ziemlich gut, doch an einigen Stellen etwas oberflächig.

Das Buch hat zum Glück eine Trigger-Warnung, die war nämlich bei dieser Maße an schwierigen Themen auf jeden Fall bitter nötig. Ich selbst lese sie tatsächlich nie, weil ich bisher noch nie in einem Buch Trigger für mich hatte und mich ungerne spoilern lasse. Dennoch war es vermutlich für eine große Gruppe an Leserinnen sehr wichtig, da so viele schwierige Themen aufgegriffen wurden, also schon mal ein Lob für die Warnung.

Auch zu erwähnen wäre, dass dieses Buch parallel zum ersten Teil verläuft, was ich äußerst ungewöhnlich finde. Zeitliche Überschneidungen finden sich in solchen Reihen ja häufig wieder, doch hier war es absolut komplett eine Parallel-Geschichte. So haben sich leider einige Dinge wiederholt, die im ersten Teil noch schockierend und aufregend waren und hier eben leider nur noch eine Wiederholung

So, jetzt habe ich ganz schön viel kritisiert und bin so einiges an Gedanken los geworden und muss trotzdem sagen, dass ich das Buch geliebt habe. Die Kritik gewichtet in meiner Meinung gar nicht so viel, wie es vielleicht scheint. Es sind einfach ein paar Punkte zusammen gekommen, die ich gerne ansprechen wollte, doch hat mir die gesamte Geschichte viel zu gut gefallen, um es schlechter zu bewerten. Es bricht mir schon fast das Herz einen Punkt abzuziehen.
Ich bin so schnell durch die Seiten geflogen, ich war gefesselt und gebannt und konnte einfach nicht aufhören, zu lesen. Das Verhältnis zwischen Zoé und Jason hat mich wahrlich süchtig gemacht, sodass ich gar nicht wollte, dass es endet.
Auch wenn es an Themen, die zwar super wichtig und spannend waren, sehr überladen war und die Autorin das an einigen Stellen ehrlich hätte reduzieren können, war ich persönlich beim Lesen absolut begeistert. Ich habe die französische Atmosphäre geliebt, ich habe das Feeling der Freundes-Gruppe geliebt und habe mich absolut in ihrer Geschichte verlieren können.

FAZIT
Eine wahnsinnig komplexe Geschichte, die mich einem gebrochenen Herzen und zerrissenen Gefühlen hinterlässt. Während die ausgewählten Themen sehr wichtig sind, hat die Autorin leider einen zu großen und wirren Themen-Komplex aufgebaut, der viele Themen zu schnell abhandelte. Dennoch haben mich Zoé und Jason in ihren Bann ziehen können, sodass ich voller Begeisterung ihre Geschichte gelesen habe und auch noch viel mehr von ihnen hätte lesen können.




Hier möchte ich allerdings noch einmal genauer auf die Themen eingehen, deswegen ab hier Spoiler: [ Wo soll ich hier bitte anfangen? Die Themen reichen von häuslicher Gewalt, Drogenmissbrauch, LGBTQ
, Mobbing, Feminismus, Essstörung bis hin zum Tod - wir haben also wirklich alles. Einerseits gut, dass solche Themen Aufmerksamkeit bekommen, andererseits schwierig, alles unter einen Hut zu bekommen. Hier hat das dadurch nur teilweise funktioniert.

Grundthemen waren hier aber besonders die häusliche Gewalt, in Kombination mit Drogenmissbrauch und als häufiger "Auslöser" Zoés Bisexualität und Zoés Essstörung. Hier wurde nichts geschönt, vieles thematisiert und häufig auch tiefgründiger behandelt. Was mir bei allem aber gefehlt hat, war ein Abschluss. Klar, das ist auch in der Realität nicht so einfach und dadurch wirkt es noch authentischer, doch ist es hier immer noch ein Roman, der vielleicht Betroffenen helfen könnte. Mit gutem Vorbild voraus gehen heißt es doch, oder? Da hätte man vielleicht zeigen können, wie man aus so etwas heraus kommt. Wobei ich natürlich weiß, dass es hier wirklich den Rahmen gesprengt hätte.

Aber gehen wir mal weiter im Themen-Komplex: es geht zudem viel um die LGTBQ*-Community und Feminismus. Für ersteres entwirft Zoé im Laufe des Buches ein eigenes Mode-Label, was zwar zu ihrem Typen und Studiengang und allem passt, doch irgendwie kam es mir zu sehr aus dem Nichts. Obwohl ihre Sexualität zuvor immer wieder thematisiert wird und der Einsatz für die Community echt wichtig ist, war es hier einfach ein Ticken zu viel.

Was auch ein Ticken zu viel war, war Sarahs Tod, was jetzt sehr radikal klingt. Ich hätte nie damit gerechnet und muss zugeben, dass es auch nicht unbedingt super nötig für die Handlung war. Die hat schließlich genug Aufregung, Spannung und unerwartete Plot-Twists, sodass eine einfache Trennung zwischen Zoé und Sarah vollkommen gereicht hätte. So war es mir etwas zu überdramatisiert.

Und das letzte Thema, das mir zu überdramatisiert war: Zoés "Schwangerschaft". Also wirklich. Erstens sind unerwartete Schwangerschaften in NA-Roman wirklich nicht mehr überraschend oder schockierend und zweitens hatte das Buch wie gesagt bereits genug Themen! Das hätte echt nicht gemusst.

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Veröffentlicht am 25.08.2020

Sehr schöne Geschichten & (leider) immer noch hochaktuell!

Nur einmal
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MEINE MEINUNG
Ich habe die Neuauflage dieses Buches von Kampa in der Vorschau entdeckt und wurde zunächst von dem schönen Cover angezogen. Als ich dann noch den Klappentext gelesen habe, war ich ganz begeistert ...

MEINE MEINUNG
Ich habe die Neuauflage dieses Buches von Kampa in der Vorschau entdeckt und wurde zunächst von dem schönen Cover angezogen. Als ich dann noch den Klappentext gelesen habe, war ich ganz begeistert und sehr gespannt auf Collins Kurzgeschichten.

Dieses Buch beinhaltet 16 Kurzgeschichten, die bereits vor Jahrzehnten geschrieben wurden. Die Autorin ist 1988 bereits ans Krebs gestorben und ihre Tochter hat all ihre Aufzeichnungen jahrlang mit sich herum getragen, bis sie sich schließlich vor wenigen Jahren dazu entschlossen hat, die Geschichten ihrer Mutter zu veröffentlichen. Und obwohl all diese Geschichten schon vor Jahren geschrieben wurden, sind sie hochaktuell, was es einerseits interessant, aber auch sehr traurig macht. Collins schreibt von der Bürgerrechtsbewegung in den 60ern, die sich für mehr Rechte für PoC einsetzte. Collins betrachtet hier vor allem die Seite von Frauen und beschreibt in ihren Kurzgeschichten verschiedene PoC und ihre Leben, ihre Wünsche und Sehnsüchte und die Liebe zwischen Schwarzen und Weißen.

Die einzelnen Geschichten haben mich mal und mal weniger begeistert. Einige konnten mich nicht wirklich erreichen, da ich sie nicht unbedingt verstanden haben, doch andere haben mich absolut abholen und begeistern können. Und die Geschichten, die mir gefallen haben, haben mir wirklich sehr sehr gefallen. Viele Aussagen sind mir im Kopf hängen geblieben und mit vielen beschäftige ich mich auch immer noch.

Auch die Tatsache, dass diese Geschichten in den 60ern spielen und heute genauso aktuell sind, beschäftigt mich sehr. Es gab schon einige Fortschritte, doch insgesamt leben wir noch immer in einer sehr rassistischen Welt, in der PoC stets benachteiligt und diskriminiert werden. Es ist erschreckend, die Parallelen zu der Welt vor 60 Jahren zu sehen.

Besonders zu erwähnen ist hier aber auch Kathleen Collins Schreibstil, der wirklich fantastisch war. Jede Geschichte hatte ihre eigenen Atmosphäre, die Collins jeweils durch ihre abwechslungsreichen Erzählweisen sehr gut einfangen konnte. Ihre Sprache war poetisch und literarisch sehr gut und zudem einfach sehr angenehm zu lesen.

FAZIT
Gerne hätten einige Geschichten länger sein können und gerne hätte ich auch noch mehr von der Autorin gelesen. Das Thema ist hochaktuell, die Geschichten zum großen Teil sehr interessant und gut zu lesen und mir hat es in einigen Momenten die Augen öffnen können.

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Veröffentlicht am 25.08.2020

Riesige Enttäuschung

Perfect Twin - Die Rebellion
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MEINE MEINUNG
Nachdem ich den 1. Teil dieser Reihe vor 7 Jahren gelesen und geliebt habe, habe ich unendlich lange auf den 2. Teil gewartet. Als dieser dann endlich dieses Jahr von cbt übersetzt wurde ...

MEINE MEINUNG
Nachdem ich den 1. Teil dieser Reihe vor 7 Jahren gelesen und geliebt habe, habe ich unendlich lange auf den 2. Teil gewartet. Als dieser dann endlich dieses Jahr von cbt übersetzt wurde und (leider nur als E-Book) erschienen ist, konnte ich es kaum abwarten, endlich die Geschichte von Elysia und Zhara weiter lesen zu können.

Die Handlung setzt etwas vor dem Ende des ersten Teils an und zwar als Zhara auf die Insel vor Denesme kommt. Es wird ihre Geschichte erzählt und wie sie schließlich auf der Insel voller "defekter" Klone landet und einige offene Fragen aus dem ersten Teil werden schnell geklärt. Schließlich landet auch Elysia nach ihrem Todes-Sturz dort und während Zhara ihren Groll auf den Klon hegt, planen die anderen Klone eine Revolution, um die Unterdrückung der Klone zu stoppen.

Zhara ist Elysias First und die einzige First, die noch lebt. Sie ist eigensinnig, rebellisch und wurde wegen ihrer Raxia-Sucht in ein Erziehungscamp gesteckt, das sie mit einem waghalsigen Fluchtversuch verlässt. Sie ist taff und beißt sich durchs Leben, aber sie scheut sich auch nicht davor, ihre Gefühle zu zeigen, von denen sie sich häufig mitreißen lässt.
Elysia wird immer selbsbewusster, auch wenn sie nach wie vor sehr naiv und unschuldig durch das Leben läuft. Ihre Gefühle und Emotionen sind noch immer noch vollends ausgeprägt und sie hinterfragt nur selten die Aktionen oder Aussagen anderer.

Beide Figuren sind sehr ähnlich, aber gleichzeitig absolut verschieden. Elysia ist deutlich ruhiger als ihre First und handelt weitaus weniger impulsiv. Das Verhältnis zwischen den beiden hat einen schwierigen Start, der vor allem Zhara geschuldet ist, doch fand ich die Entwicklung zwischen beiden sehr schön.

Die Nebenfiguren waren allesamt aber eher schwammig und weniger ausgeprägt, mit vielen konnte ich nichts anfangen. Vor allem Alexander hat mich einfach nur genervt, ich habe seine gesamte Gefühlswelt absolut nicht verstanden. Während er zuvor Zhara große Liebe war, hat er nun Elysia "ausgewählt", was alles sehr verwirrend und unlogisch auf mich wirkte.
Tahir und Aiden mochte ich da zwar lieber, aber die Distanz zu ihnen war zu groß, sodass ich sie kaum wirklich kennen lernen durfte.

Geschrieben ist der Roman in der Ich-Form, wechselnd aus Elysias und Zharas Perspektiven. Der Schreibstil war ganz angenehm zu lesen, vor allem die Wechsel der Perspektiven wurden hier sehr gut eingefangen. Elysias Sicht hat sich etwas anders gelesen, ihre Naivität wurde sehr gut wiedergespiegelt, was ich sehr mochte.

Die Handlung war allerdings anders, als ich erwartet habe und sie hat auch leider nicht meine Erwartungen erfüllt. Während ich den ersten Teil über alles geliebt habe, hat es sich hier sehr gezogen und irgendwie ist nichts passiert. Ich könnte es nicht einmal wirklich zusammenfassen, weil wirklich einfach nichts passiert ist.
Eigentlich habe ich eine große Rebellion, Kämpfe, emotionale Szenen und erschreckende Ereignisse erwartet und leider habe ich all das nicht bekommen. Es wird zwar die ganze Zeit über eine Rebellion geredet, aber einen wirklichen Plan scheint es nicht so richtig zu geben. Es gibt viel Liebesdrama und einige "Trainings"-Einheiten, aber insgesamt war die Handlung einfach super langweilig. Das ganze Drama zwischen Zhara, Elysia und Alexander hat sich sehr gezogen und war aus meiner Sicht wirklich nicht nötig. Es hat die Rebellion total in den Hintergrund gestellt und immer wieder unnötigen Platz eingefordert.
Gleichzeitig fehlte es mir an überraschenden Erkenntnissen und schockierenden Wendungen, wie es sonst immer in solchen Geschichte der Fall ist. Leider hatten wir da nur kleine Szenen, die viel viel zu schnell wieder abgeflacht sind, als dass sie großartig Eindruck hinterlassen hätten können.
Es wurde hier sehr vieles angeschnitten, was super interessante Theorien und Ideen waren, die aber nur kurz und oberflächig angesprochen und nie tiefer thematisiert wurden.

Und vor allem fehlte eins: DIE REBELLION! Die ganze Zeit hat mein Leserherz auf einen großartigen Sturz des Governeurs oder ähnliches gehofft und leider kam da nichts.

FAZIT
Leider eine sehr enttäuschende Fortsetzung, auf die ich viel zu lange gewartet habe. Es passiert nicht viel, der Fokus wurde auf die falschen Dinge gesetzt und einen Großteil der Handlung hat sich sehr gezogen. Die Spannung blieb aus und es wurde immer wieder das seltsame "Liebes"-Dreieck zwischen Elysia, Zhara und Alexander thematisiert, was leider eher störend war.

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Veröffentlicht am 25.08.2020

Etwas verwirrend, dennoch sehr spannend

your name. 02
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MEINE MEINUNG
Viel zu lange habe ich nach dem 1. Teil gewartet, weiter zu lesen. Ich war mir unsicher, was noch in zwei weiteren Teilen passieren würde, war aber auch umso gespannter.

Der zweite Teil ...

MEINE MEINUNG
Viel zu lange habe ich nach dem 1. Teil gewartet, weiter zu lesen. Ich war mir unsicher, was noch in zwei weiteren Teilen passieren würde, war aber auch umso gespannter.

Der zweite Teil geht auf jeden Fall anders weiter, als ich erwartet habe. Es gab einen spannenden Twist, den ich an dieser Stelle niemandem vorweg nehmen möchte, doch war der super eingebaut und hat mir sehr gut gefallen. Dadurch hat die Handlung noch einmal eine ganz andere Bedeutung bekommen und konnte mich aufs Neue absolut fesseln.

Leider wird es danach etwas verwirrend und ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich hier alles verstanden habe, ich glaube eher nicht. Dennoch ist es stets spannend und absolut fesselnd, weswegen ich sehr froh war, den 3. Teil schon griffbereit gehabt zu haben.

Die Zeichnungen haben mir wie im ersten Teil wieder unglaublich gut gefallen. Besonders für einen Manga-Anfänger, wie ich es bin, ist es nicht zu kompliziert und wirr aufgebaut, was mir sehr gut gefallen hat.

FAZIT
Eine wunderschöne Fortsetzung, die sofortige Lust auf den Folgeband gemacht hat. Leider war es an einigen Stellen etwas verwirrend, insgesamt aber sehr gut!

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