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Veröffentlicht am 11.04.2020

Wunderbarer Wohlfühlroman mit Herz und tollen Protagonistinnen

Kirschkuchen am Meer
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Maries Eltern sind geschieden und der Vater hat eine neue Partnerin, die sich gegenüber Marie und deren Schwester Lena immer als „Biest“ gezeigt hat. Daher hatten die Schwestern kaum noch Kontakt zu ihrem ...

Maries Eltern sind geschieden und der Vater hat eine neue Partnerin, die sich gegenüber Marie und deren Schwester Lena immer als „Biest“ gezeigt hat. Daher hatten die Schwestern kaum noch Kontakt zu ihrem Vater. Nun ist Enno gestorben und soll auf See bestattet werden.
Da Maries Schwester Lena hochschwanger ist, reist Marie mit ihrer Mutter und ihrer Oma nach Hooksiel zur Seebestattung. Am Rande der Beisetzung fällt Marie eine rothaarige Frau auf, die sehr traurig über Ennos Tod zu sein scheint. Wer ist sie und warum trauert sie so sehr?
Ein Hinweis führt auf die Insel Norderney und Marie macht sich mit Mutter und Oma auf den Weg nach Norderney. Dort macht sich Marie auf die Suche nach der fremden Frau und findet mehr als sie gedacht hat.

Gemeinsam mit den drei Frauen habe ich mich auf die Reise gemacht und Marie bei ihrer Suche begleitet. Marie erlebt in gewisser Weise auch eine Reise in die Vergangenheit, denn sie findet Spuren, die zu ihrem Vater führen, die schöne Erinnerungen an die eigene Kindheit wecken.
Wie meistens in Anne Barns Romanen ist die Geschichte gespickt mit vielen Leckereien wie frischer Hefezopf, Kirschröster, Käsekuchen und dazu gehört ein guter Kaffee. Zu einigen dieser leckeren Sachen gibt es am Ende des Buchs auch wieder Rezepte.

Marie, ihre Mutter und ihre Oma sind drei richtige Powerfrauen und ich mochte sie alle drei sehr gerne. Auch Schwester Lena, die von zu Hause die drei Frauen bei ihrer Suche unterstützt, ist eine tolle Frau.
Marie erfährt aber bei ihrer Suche nicht nur viel über ihren Vater sondern überdenkt auch ihr eigenes Leben. Sie träumt von einem Café am Meer aber ihr Freund Marc hat ganz andere Pläne.
Marie erhält immer wieder neue Denkanstöße und Ideen und gerät immer weiter in die Vergangenheit ihrer Familie. Dabei lernt sie auch neue Menschen kennen, schließt Freundschaften und erhält Inspirationen.
So wird die Geschichte abwechslungsreich und die Suche bringt auch eine gewisse Spannung mit sich.
Einige der Nebenfiguren sind alte Bekannte aus früheren Romanen und ich fand es nett, diesen wieder zu begegnen.

Das Setting des Romans auf den Inseln Norderney und Juist bringt viel Insel- und Nordseefeeling, passt gut zur Geschichte und zeigt nicht nur die Lebensweise und das Lebensgefühl der Menschen dort sondern auch die Schönheit der Landschaft und der Natur. Anne Barns beschreibt das alles gekonnt und verbreitet viel Inselzauber.

In dieser Geschichte spielt auch die Liebe eine große Rolle und zwar in mehrerer Hinsicht. Aber im Vordergrund steht tatsächlich die Familiengeschichte, die auch eine alte Liebe beinhaltet. Das hat mir sehr gut gefallen, denn dadurch werden einige Themen berührt, die die Geschichte bereichern und ihr auch etwas Tiefgang verleihen.
Es gibt humorvolle, traurige und glückliche Momente, wie im wirklichen Leben und es ist Anne Barns gelungen, die gesamte Geschichte authentisch zu erzählen.

Diese warmherzige und gefühlvolle Geschichte hat mich abtauchen lassen in die Inselwelt der Nordsee und ich habe die tollen Protagonistinnen gerne begleitet und die vielen Leckereien virtuell genossen.
Dieses wunderbare Buch hat für eine schöne Auszeit vom Alltag gesorgt und mich wundervoll unterhalten!


Fazit: 5 von 5 Sternen


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Veröffentlicht am 08.04.2020

Berührender und herzerwärmender Roman über eine innige Frauenfreundschaft

Hibiskustage
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Die vier Freundinnen Mel, Kerstin, Sarah und Izzy waren früher zu Schulzeiten unzertrennlich und beste Freundinnen. Nach dem Abitur hat das Leben sie mit Studium, Beruf und persönlicher Entwicklung aber ...

Die vier Freundinnen Mel, Kerstin, Sarah und Izzy waren früher zu Schulzeiten unzertrennlich und beste Freundinnen. Nach dem Abitur hat das Leben sie mit Studium, Beruf und persönlicher Entwicklung aber auseinander getrieben, wie das im Leben so ist. Den Kontakt haben sie aber nie verloren, denn sie haben all die Jahre über den Chat „44ever“ Kontakt gehalten. Nun steht Izzys 40. Geburtstag bevor und sie lädt die Freundinnen ein, nach Hawaii zu kommen, um dort den Geburtstag gemeinsam zu feiern. Da Izzy bereits alles organisiert hat, machen die drei Frauen sich nach kurzem Zögern auf die lange Reise auf die Trauminsel und freuen sich sehr darauf, dass sie sich nun endlich alle wiedersehen werden. Doch vor Ort stellen sie fest, dass Izzy nicht anwesend ist und sie vertröstet die drei auch immer wieder und überlässt sie erst mal sich selbst. Was ist da los und wo steckt Izzy?

Spontan angesprochen hat mich bei diesem Buch neben dem schönen Cover der Klappentext und die Tatsache, dass es auf Hawaii spielt, wo ich vor 20 Jahren auch mal war.
Und so habe ich mich mit Mel, Sarah und Kerstin auf die Reise gemacht.
Anfangs lernen wir die vier Frauen näher kennen. Izzy lebt in den USA und ist dort eine erfolgreiche Journalistin. Mel lebt mit ihrer Familie auf einem Hof an der Ostsee und vermietet Ferienhäuser, ist allerdings nicht so ganz zufrieden. Sarah lebt in London und gibt vor Jura studiert zu haben und als Anwältin zu arbeiten, was allerdings nicht stimmt, denn sie arbeitet lediglich als Bürokraft in einer Kanzlei, da sie ihr Studium nicht beendet hat. Sie lebt in einem winzigen Appartement und ist unglücklich. Kerstin ist Sterneköchin, hat aber ihre Karriere für einen verheirateten Geliebten aufgegeben, arbeitet in seiner Küche und vertraut immer noch seinen leeren Versprechungen, seine Ehe für sie zu beenden.
Die drei Frauen reisen also mit gewissem Ballast nach Hawaii, den sie aber vor den anderen verbergen.

Die Geschichte wird wechselnd jeweils aus der Sicht von Mel, Sarah und Kerstin erzählt. Wir erleben ihre Ankunft in Izzys Haus und wie sie Freunde und Nachbarn von Izzy kennenlernen.
Die Verwunderung, warum Izzy nicht vor Ort ist und sich nur ab und zu mal über den Chat meldet, ist groß und auch die Freunde machen nur vage Andeutungen. Dennoch genießen die Freundinnen ihren Aufenthalt, lernen die Insel ein bisschen kennen und kommen sich allmählich wieder näher. Genau wie die drei Frauen habe ich gegrübelt, welches Geheimnis Izzy wohl verbergen mag. Was sich dann raus stellt, habe ich so nicht erwartet.

Sabine Lay beschreibt wunderschön die traumhafte Landschaft mit all ihren Besonderheiten, die Einwohner und deren Lebensgewohnheiten und Bräuche. Für mich war es wie eine erneute Reise auf die Trauminsel und ich konnte mein Kopfkino schnell aktivieren und viele schöne Erinnerungen an meine eigene Reise wurden wach.

Die Geschichte berührt sehr viele Themen, ernste, humorvolle und auch romantische. Besonders gut gefallen hat mir die Darstellung dieser besonderen und innigen Frauen-Freundschaft, die nach vielen Jahren mit nur virtuellem Kontakt wieder aufleben kann. Die Frauen nähern sich einander wieder an und ihre Verbundenheit ist bald wieder da. Sie vertrauen sich dann auch gegenseitig ihre Geheimnisse an, führen viele tolle Gespräche und geben sich gegenseitig Denkanstöße, die letztendlich dazu führen, dass sie alle ihr Leben überdenken und Entwicklungen durchmachen. So eine Freundschaft ist wirklich etwas Besonderes!

„Hibiskustage“ ist eine wunderbare Geschichte zum Abtauchen in eine völlig andere Welt, nämlich die Inselwelt der Südsee auf Hawaii, die eine besondere Magie entfaltet und mich im Kopf die Reise miterleben ließ. Aber es ist auch eine Geschichte mit Tiefgang, die von einer besonderen Freundschaft und Schicksalen erzählt und mich sehr berührt hat.
Der sehr lebendige Schreibstil hat mich durch die Seiten fliegen lassen und die schöne Reise war viel zu schnell zu Ende.
Insgesamt hat mich das Gesamtpaket aus Plot, Schauplatz und Charakteren wirklich begeistert und ich kann jedem diese herzerwärmende Geschichte empfehlen.
Aber Achtung: Taschentuchalarm!


Fazit: 5 von 5 Sternen


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Veröffentlicht am 31.03.2020

Fesselnder Krimi mit besonderer Atmosphäre

Dunkel leuchten die Klippen
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Mit diesem Krimi legt die Autorin den 2. Fall für DI Ben Kitto vor, der von der Londoner Polizei zurück in seine Heimat auf die Scilly-Inseln zurückkehrte. Man kann diesen Fall auch ohne Kenntnis des 1. ...

Mit diesem Krimi legt die Autorin den 2. Fall für DI Ben Kitto vor, der von der Londoner Polizei zurück in seine Heimat auf die Scilly-Inseln zurückkehrte. Man kann diesen Fall auch ohne Kenntnis des 1. Falls lesen.
Während sich der 1. Fall auf Bens Heimatinsel Bryher zugetragen hat, muss er diesmal auf der Insel Tresco ermitteln. Vor einer tückischen Höhle wird die Leiche der Profitaucherin Jude Trellon im Wasser treibend gefunden. Da in ihrem Rachen eine Figur gefunden wird, wurde sie offenbar ermordet und fiel nicht einem Tauchunfall zum Opfer. Aber warum ging sie nachts tauchen und dann auch noch in so einer gefährlichen Höhle? Hat sie etwas gefunden, dass jemand anderen interessiert oder handelt es sich um eine Beziehungstat?
Ben Kitto steht vor vielen Fragen und die Ermittlungen bringen ihn selbst auch in Gefahr…

Ich habe mich auf diesen 2. Fall und die Rückkehr zu diesem besonderen Schauplatz auf den Scilly-Inseln gefreut.
Die Autorin kennt diese Inseln gut, denn sie verbringt häufig viel Zeit dort. Das spürt man beim Lesen, denn sie beschreibt nicht nur die wilde Natur dort sehr bildhaft sondern schildert auch das Leben der Bewohner sehr anschaulich. Dort leben nicht so sehr viele Menschen, die untereinander alle kennen und auch eine Gemeinschaft sind, die sich gegenseitig unterstützt.
Ben Kitto ist dort aufgewachsen, kennt jeden und ist mit vielen auch eng befreundet. Das macht seine Ermittlungen besonders, denn einerseits kann er die Menschen gut einschätzen andererseits muss er ihnen auch unangenehme Fragen stellen bzw. sie verdächtigen, denn einer von ihnen muss der Mörder sein.
Das gibt dem Krimi eine ganz besondere Note, die mich schon im 1. Fall begeistert hat.
Schnell gibt es eine Menge Verdächtige, denn vor den Inseln sollen versunkene Schiffe liegen, auf denen wertvolle historische Gegenstände zu finden sein könnten. Da gibt es natürlich viele, die ein Interesse daran haben, diese Schiffe zu finden.
Dann verschwindet ein junger Mann, der Jude oft auf ihren Tauchgängen begleitet hat. In Einschüben, die in kursiver Schrift gedruckt sind, lässt die Autorin den Leser an Toms Gedanken und Erlebnissen teilhaben.
Ben hat jetzt nicht nur einen Mord aufzuklären sondern versucht natürlich mit Hochdruck, Tom zu finden und sein Leben zu retten. Dabei begibt er sich mehr als einmal in Gefahr.

Kate Penrose erzählt diesen Krimi in einem ruhigen und sehr anschaulichen Schreibstil und baut die Spannung langsam auf. Dabei gibt sie dem Leser Gelegenheit, die Bewohner der Insel gut kennenzulernen und selbst Spekulationen anzustellen, wer da gemordet hat und aus welchem Grund. Die Charakterisierung der Figuren ist sehr gut gelungen und Motive gab es einige. Ich habe fleißig mitgerätselt bin allerdings nicht auf die Lösung gekommen, denn diese war sehr überraschend.
Aber bis Ben Kitto die Lösung findet, geschieht einiges und gegen Ende wird es sogar dramatisch und gipfelt in einem Showdown.

Der 2. Fall für Ben Kitto war sehr fesselnd und hat mich mit seiner besonderen Atmosphäre und einem tollen, charismatischen Ermittler spannend unterhalten! Ich freue mich auf eine Rückkehr auf die Scilly-Inseln, um den 3. Fall mit Ben Kitto zu lösen!


Fazit: 5 von 5 Sternen


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Veröffentlicht am 25.03.2020

Eine unterhaltsame, humorvolle Geschichte über einen Neuanfang!

Zu wahr, um schön zu sein
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Caro Oldendorff hat aus Anlass ihrer Silber-Hochzeit eine Feier am Elbstrand organisiert, mit der sie ihren Mann überraschen möchte.
Überrascht wird allerdings sie und das unangenehm, denn auf der Feier ...

Caro Oldendorff hat aus Anlass ihrer Silber-Hochzeit eine Feier am Elbstrand organisiert, mit der sie ihren Mann überraschen möchte.
Überrascht wird allerdings sie und das unangenehm, denn auf der Feier outet sich ihr Mann als homosexuell und gibt eine Beziehung zu seinem Geschäftspartner zu.
Caro steht vor den Scherben ihres bisherigen Lebens, nur ihre beste Freundin Sylvia steht zu ihr und ihre Nachbarin und Vermieterin, die Lotsenwitwe Hedwig, der sie auch im Haushalt ein wenig zur Hand geht.
Aber damit nicht genug, denn Caro verliert auch noch ihren Job und ihr Sohn scheint auch Probleme zu haben. Dazu hat ihre Mutter nicht viel mehr als nervige Sprüche auf Lager.
Nachdem Caro sich vom ersten Schock erholt hat und von Sylvia wieder aufgebaut wurde, nimmt sie ihr Leben wieder in die Hand und steuert wie eine Kapitänin neue Wege an.

In einem sehr lockeren und heiteren Schreibstil erzählt Gabriella Engelmann die Ereignisse rund um Caro. Die Geschichte ist turbulent, ereignisreich und auch manchmal ein bisschen chaotisch. Auch wenn einige ernste Dinge geschehen, werden diese oft mit einem Augenzwinkern behandelt, aber keinesfalls lächerlich gemacht. Es gibt viele liebevoll eingestreute kleine Details, die mich schmunzeln ließen. So braucht Caro morgens immer unbedingt zuerst ihren Kaffee, den sie in einer traditionellen achteckigen Espressokanne auf dem Herd zubereitet. Diese hat sie Signor Bialetti getauft, nach dem Erfinder dieser Kannen. Mit ihr bzw. ihm führt sie auch immer Selbstgepräche, was mich oft zum Lachen gebracht hat.
Auch Caros Mutter sorgt mit ihren eigentlich nervigen Sprüchen für heitere Momente. Aber so nervtötend sie anfangs ist, so beginnt sie sich doch im Laufe der Geschichte zum positiven zu verändern.
Aber auch für Caro stehen einige Veränderungen an. Sie wird selbstbewusster, sucht und findet einen neuen Job und es treten auch neue Menschen in ihr Leben, die es gleich ganz schön durcheinander wirbeln.
Caro ist sympathisch, agiert glaubhaft und ich konnte mich ihr gut nahe fühlen und mich in sie hineinversetzen.
Besonders gut gefallen hat mir aber die Lotsenwitwe Hedwig. Die schon betagte Dame ist ausgesprochen liebenswert und lässt Caro viel an ihrer Lebensweisheit teilhaben bzw. gibt ihr Denkanstöße. So eine Nachbarin, die sogar ein Stück weit zur Freundin wird, hätte ich auch gerne.

Sehr schön in Szene gesetzt hat Gabriella Engelmann die Stadt Hamburg, in der sie lebt und die sie offenbar sehr mag. So erlebt man beim Lesen viele schöne Plätze in der Stadt, wie die Landungsbrücken, eine Villa am Elbstrand, das Portugiesenviertel und natürlich den Hafen und die Elbphilharmonie.
Dabei sind viele schöne Erinnerungen in mir wach geworden an einen eigenen Besuch in Hamburg vor einigen Jahren.

Ich habe Caro auf ihrem Weg in ein neues, anderes Leben gerne begleitet und wurde von dieser warmherzigen, humorvollen Geschichte gut unterhalten!


Fazit: 4 von 5 Sternen


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Veröffentlicht am 24.03.2020

Unterhaltsame Geschichte über viele Bücher und die Liebe

Happy Ever After – Wo das Glück zu Hause ist
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Nina ist Bibliothekarin mit ganzem Herzen und schafft es immer, jedem das richtige Buch zu empfehlen. Nun wird die Bücherei in Birmingham, in der sie arbeitet, wegen Modernisierungen geschlossen und Nina ...

Nina ist Bibliothekarin mit ganzem Herzen und schafft es immer, jedem das richtige Buch zu empfehlen. Nun wird die Bücherei in Birmingham, in der sie arbeitet, wegen Modernisierungen geschlossen und Nina wird arbeitslos. Es bricht ihr das Herz, dass auch die Bücher haufenweise in den Müll geworfen werden sollen. Nina rettet die meisten Bücher, sehr zum Leidwesen ihrer Mitbewohnerin, die mittlerweile Angst um die Statik des alten Hauses hat, in dem die beiden wohnen.
Ninas Lebenstraum war schon immer eine eigene Buchhandlung. Als sie ein Angebot entdeckt, in dem ein alter Transporter zum Verkauf angeboten wird, reist sie in die schottischen Highlands und kauft den Bus. Sie möbelt ihn ein bisschen auf, richtet ihn mit Regalen und einer Vorleseecke für Kinder ein und startet ihre rollende Buchhandlung. Aber sie findet in den Highlands noch mehr, neue Freunde, ein neues Zuhause und sogar ein ganz neues Leben.

Das war mein erstes Buch der Autorin aber mit ihrem lebendigen Schreibstil hatte sich mich schnell in die Geschichte hineingezogen.
Anfangs gibt es reichlich Gelegenheit, Nina kennenzulernen und ich mochte sie auf Anhieb, nicht nur wegen ihrer Liebe zu den Büchern. Beeindruckt hat mich ihr Mut, alles zu versuchen, sich ihren Traum zu erfüllen. Sie fährt nicht nur in die Highlands, um dort den alten Bus zu kaufen sondern sie zieht dann auch ganz dorthin. Auf einer Farm findet sie in einer umgebauten Scheune eine Wohnung und die Einwohner des kleinen Ortes sind dankbar für ihr Angebot, denn einen Buchladen oder eine Bücherei gibt es dort nicht.
Die Menschen begegnen ihr aufgeschlossen und freundlich und sie kann auch schnell Freundschaften schließen. Auch ihr besonderes Talent, jedem das richtige Buch zu empfehlen, hilft ihr Kontakte zu knüpfen.
Auch Männer treten in ihr Leben, Marekt der Zugführer und Lennox, der Farmer, auf dessen Hof sie wohnt, bringen ihr Gefühlsleben ganz schön durcheinander.

Die Geschichte ist turbulent, es geschieht viel und Ninas Weg ist auch nicht immer einfach. Aber die Autorin bietet ihren Lesern hier viel Unterhaltung und auch eine Menge Humor. Es gibt oft witzige Szenen oder Dialoge aber auch die Romantik kommt nicht zu kurz.
Die Nebenfiguren sind alle liebenswürdig und bereichern die Geschichte sehr. Durch sie gibt es neben Ninas Geschichte noch einige kleine Nebenhandlungen, die gut ins Gesamtbild passen und zur Unterhaltung beitragen.
Am besten gefallen hat mir aber Ninas Liebe zu den Büchern und dem, was Bücher mit Menschen machen können. Ich denke sie hat Recht, es gibt für jeden die richtige Geschichte bzw. das richtige Buch.

Das Setting in den schottischen Highlands passt hervorragend zur Geschichte und der Autorin ist es gut gelungen, mein Kopfkino zu inspirieren. Ich sah die weite, schöne Landschaft, die Seen und die idyllischen kleinen Orte förmlich vor mir. Auch die Lebensweise der Menschen dort, die Beschreibung der Gemeinschaft und des Zusammenhalts und auch viel gutes Essen, frisch vom Bauernhof haben zu einer schönen Atmosphäre beigetragen.

Sehr gut zur Liebe zu den Büchern und dem Lesen passen auch die Tipps der Autorin am Anfang des Buchs, wo man überall lesen kann und wie es dort am besten geht. Da musste ich häufig schmunzeln, weil ich mich darin oft wiedergefunden habe.

Ninas Geschichte ist ein schöner Wohlfühlroman mit viel Buchliebe und der Botschaft, dass es sich lohnt mutig zu sein, das Herz in die Hand zu nehmen, einen Neuanfang zu wagen und sich dadurch den Lebenstraum zu erfüllen!


Fazit: 4 von 5 Sternen


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