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Veröffentlicht am 23.04.2026

Berührender Roman über die Suche nach den Wurzeln und Familiengeheimnisse

Das Leuchten von Ligurien
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Adeline lebt in Nizza und ist als Archivarin tätig, die sich besonders für Familienforschung interessiert. Sie lebt ziemlich zurückgezogen und hat nicht viele soziale Kontakte. Nur Damien ist wie ein ...

Adeline lebt in Nizza und ist als Archivarin tätig, die sich besonders für Familienforschung interessiert. Sie lebt ziemlich zurückgezogen und hat nicht viele soziale Kontakte. Nur Damien ist wie ein Vater für sie, denn er hat sie als Sozialarbeiter vor Jahren als Jugendliche von der Straße geholt. Ihn und seine Familie liebt sie sehr.
Durch Zufall erfährt Adeline im Einwohnermeldeamt beim Besuch einer Kollegin, dass dort eine Frau erscheint, die ihren Sohn sucht. Sie hatte ihn angeblich bei einer Veranstaltung gesehen, obwohl man ihr erzählte, dass er im Jahr 1949 bei der Geburt gestorben war.
Die Kollegin kann jedoch keine Eintragungen zu dem Mann finden. Da die Dame völlig aufgelöst ist, nimmt sich Adeline ihrer an und erfährt, dass sie Miranda heißt und auf einem Weingut in San Remo lebt. Sie ist fest davon überzeugt, dass der Mann den sie sah, ihr Sohn sein muss, den sie damals Nikolaj nannte. Die Augen waren ihr vertraut und eine Mutter spürt das.
Adeline lässt die Geschichte nicht los und da sie Familienforschung liebt und gut beherrscht, möchte sie sich der Sache annehmen.
Als Dank erhält Adeline von Miranda eine Flasche Wein zugesandt, der auf dem Meeresboden gereift ist. Bei der Verkostung überkommt Adeline ein merkwürdiges Gefühl, dass sie noch darin bestärkt, nach Nikolaj zu suchen. Doch ihr väterlicher Freund Damien ist irgendwie dagegen und möchte sie von der Suche abhalten.
Welches Geheimnis verbirgt sich dahinter?

Anfangs lernt man Adeline und ihre Lebensgeschichte kennen. Sie hat als Kind und Jugendliche einiges erleben müssen, dass sie fast von der richtigen Bahn hat abkommen lassen. Doch mit Damians Hilfe bekam sie seinerzeit die Kurve und machte eine Ausbildung, die sie dann wieder auf einen guten Weg führte. Sie ist eine facettenreiche Figur, die ich mochte, weil sie geradlinig ist und ihren Weg geht, so wie sie das mag und möchte. Ihre Leidenschaft für die Archive und besonders die Familienforschung ist gut bei mir angekommen. Und so konnte ich gut verstehen, dass sie Mirandas Geschichte nicht mehr losgelassen hat und sie schließlich nach San Remo zu Miranda reist, um mehr zu erfahren.
Es war sehr schön zu erleben, welche wunderbare Verbindung zwischen den beiden so unterschiedlichen Frauen entsteht. Mit Mirandas Informationen beginnt Adeline mit der Suche nach Nikolaj. Dabei deckt sie ganz langsam und nach und nach einige Fakten auf, die sie regelrecht erschüttern, denn es gibt tatsächlich eine Verbindung zu ihrer Vergangenheit.
Zwischenzeitlich gibt es ein paar Längen, wenn es nicht so richtig voran geht, aber auch diese tragen auf ihre Weise zur Handlung bei.

Das Archiv, in dem Adeline arbeitet, bekommt einen neuen Leiter, da der aktuelle nach vielen Jahren in Rente geht. Der neue Chef ist kein geringerer als ihr Ex-Freund Janus, was Adeline zuerst auch einmal aus der Bahn wirft und tatsächlich über eine Versetzung nachdenken lässt.
Gespannt habe ich verfolgt, wie die beiden, die etwa ein Jahr ein Paar waren, nach einigen Jahren wieder aufeinander treffen und miteinander klar kommen müssen, eben im Vorgesetzten-Mitarbeiterin-Verhältnis. Ich habe fast erwartet, dass da noch oder wieder Gefühle entstehen könnten.

Das Thema Wein spielt ebenfalls eine große Rolle in dieser Geschichte. Es war interessant im Zusammenhang mit Mirandas Weingut einiges darüber zu erfahren. Von Wein, der auf dem Meeresgrund in Flaschen reift, hatte ich auch noch nie gehört. Mit Interesse habe ich auch die Fakten und Informationen über Wein und Weinbau zu Beginn eines jeden Kapitels gelesen.

„Das Leuchten von Ligurien“ ist ein durchaus fesselnder Roman über ein Familiengeheimnis und der Suche nach den Wurzeln. Cristina Cabonis lebendiger und mitreißender Schreibstil macht ihn zu einem schönen Leseerlebnis, das mit Herzlichkeit und Gefühlen auch berühren kann!


Fazit: 4 von 5 Sternen



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Veröffentlicht am 21.04.2026

Unterhaltsamer Cosy Crime mit Humor und Nordsee-Feeling

Tod mit Meerblick
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Mit Schirm, Scharfsinn und Sanddornlikör ermitteln die drei Seniorinnen Lilo Ampütte, Gertrud Möbius und Ditte Wilhelm zum ersten Mal gemeinsam.
Eigentlich sind sie mit anderen Dingen beschäftigt, Lilo ...

Mit Schirm, Scharfsinn und Sanddornlikör ermitteln die drei Seniorinnen Lilo Ampütte, Gertrud Möbius und Ditte Wilhelm zum ersten Mal gemeinsam.
Eigentlich sind sie mit anderen Dingen beschäftigt, Lilo führt ja ihren Campingplatz und dann gibt es da noch den Fotowettbewerb für den Ortskalender von St. Peter-Ording und einen Schwimmclub zum gemeinsamen Schwimmen am Morgen wollen sie auch gründen.
Als Lilo am Strand ein angeschwemmtes Fass findet, in dem sich offenbar Luxus-Uhren befinden, wird die Polizei hinzugezogen und beginnt mit Ermittlungen, denn dieser Fund ist schon merkwürdig.
Wenig später quartiert sich eine gewisse Andrea Meisner auf dem Campingplatz von Lilo ein und wird kurz darauf an einem Aussichtspunkt tot aufgefunden. Die Polizei vermutet einen Selbstmord doch Lilo und ihre beiden Freundinnen bezweifeln das.

Es hat mir richtig gut gefallen, dass in diesem Küstenkrimi drei wohlbekannte Damen die Hauptfiguren sind, die man bereits aus früheren Wohlfühlromanen der Autorin kennt.
Lilo führt den Campingplatz Strandperle, Ditte führt einen alteingesessenen Friesenhof und Gertrud hilft ihrem Lebensgefährten im örtlichen Bestattungsunternehmen. Zudem sind die drei seit Jahren enge Freundinnen und teilen viel miteinander. Und sie kennen sich natürlich besonders gut in ihrer Heimat aus und können viele Dinge besonders gut einschätzen.

So war es schön lesend wieder nach St. Peter-Ording zu reisen und mit den drei Damen auf zu ermitteln. Das war durch die Vielzahl früherer Romane wie nach Hause kommen. Die Liebe der Autorin zu diesem Ort spürt man auf jeder Seite und man spürt den salzigen Wind und sieht den weiten Strand und die Salzwiesen vor dem inneren Auge. So wird es auch immer ein kleiner Urlaub im Kopf am Wattenmeer.

Der Fall gestaltet sich spannend, denn man muss herausfinden, ob der Tod von Andrea Meisner und das merkwürdige Fass am Strand in einer Verbindung stehen. Die Polizei ermittelt den drei Damen nicht gründlich genug, so dass sie sich selbst auf Spurensuche begeben.
Mit Geschick und guten Spürnasen kommen sie so einigen Dingen auf die Spur, die bis weit in die Vergangenheit reichen.
Das gestaltet sich durchaus fesselnd, auch wenn es zwischendurch immer mal wieder Ablenkung durch andere Dinge gibt, nicht für die drei Damen auch für die Lesenden. Aber miträtseln macht hier Freude wenn man gemeinsam mit den Damen auf Verbrecherjagd geht.

Tanja Janz hat hier einen unblutigen Cosy Crime vorgelegt, der abwechslungsreich und originell ist. Ein schönes Setting, liebenswerte Protagonistinnen, norddeutscher Humor und ein bisschen Urlaubsfeeling bilden eine schöne Mischung für einen kurzweiligen Küstenkrimi, der mich gut unterhalten hat!


Fazit: 4 von 5 Sternen



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Veröffentlicht am 17.04.2026

Emotionaler, packender Roman über eine tragische Familiengeschichte

Die Gezeitentochter
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Die 32-jährige Emma Miller ist Schriftstellerin und hat mit ihrem ersten Buch einen Erfolg gelandet. Nun hat sie sich von ihrem sehr dominanten Mann getrennt und sucht ein neues Zuhause.
Auf der Insel ...

Die 32-jährige Emma Miller ist Schriftstellerin und hat mit ihrem ersten Buch einen Erfolg gelandet. Nun hat sie sich von ihrem sehr dominanten Mann getrennt und sucht ein neues Zuhause.
Auf der Insel Orkney entdeckt sie ein altes Herrenhaus, das vom letzten Erbe der Familie verkauft wird.
Emma ist von dem Haus fasziniert und möchte es kaufen, damit sie dort ein neues Heim und einen ruhigen Platz zum Schreiben hat.
Als mit den Renovierungsarbeiten beginnt entdeckt sie in einer Trennwand, die nachträglich in einem großen Raum eingebaut wurde, einen Toten. Da dieser zwar vermutlich ermordet wurde aber das bereits vor etwa 200 Jahren, sichert die Polizei zwar Spuren, ermittelt aber nicht weiter. Dann geschehen merkwürdige Dinge und Emmas Neugier auf die früheren Besitzer und die Herkunft des Toten ist geweckt. Mit Unterstützung des letzten Erbes der Bloomsburys, dem smarten Anwalt Joey, geht sie auf Spurensuche und die beiden tauchen ein in eine tragische Familiengeschichte.

Wie auch schon im ersten Band der „Frauen der Inseln“ entführt uns die Autorin auf eine kleine rauhe Insel vor der Nordküste Schottlands, auf die Inseln Orkney.
Das Setting ist gut gewählt, interessant und bildhaft beschrieben, so dass ich mir vieles gut vorstellen konnte und auch interessiert im Internet nach Bildern der Inseln gesucht habe.
Erneut wurde ich schnell an die Handlung gefesselt, was auch dem mitreißenden Schreibstil der Autorin zu verdanken ist.
Sie erzählt auch diese Geschichte in zwei Handlungssträngen auf zwei Zeitebenen. In der Gegenwart erleben wir Emma, die auf der Suche nach einem neuen Zuhause ist, nachdem sie ihren Mann verlassen hat. Ihre Eltern verstehen ihre Entscheidung nicht und stellen sich mehr auf die Seite ihres Schwiegersohns. Alle drei gemeinsam wollen Emma den Kauf des Anwesens ausreden, doch Emma lässt sich nicht beirren. Sie hat schon genaue Pläne, was sie dort machen möchte, damit sie sich den Unterhalt des großen Hauses langfristig leisten kann. Als ihr merkwürdige Dinge geschehen und Emma das Gefühl hat, beobachtet und verfolgt zu werden, denkt sie, dass sie jemanden stört und dieser sie vertreiben möchte. Aber sie hält tapfer durch.
Gemeinsam mit dem Anwalt Joey begibt sie sich auf Spurensuche und die beiden tauchen ein die Geschichte der Bloomsburys.

Im zweiten Handlungsstrang erleben wir in den 1840er Jahren die junge Abigail, eine der drei Töchter des Hauses, sowie den ebenso jungen Eszra.
Abigail wird zu ihrer Tante nach Glasgow geschickt, damit sie dort einen Ehemann finden soll. Sie findet auch schnell jemanden, der ihr gut gefällt und das Interesse scheint auch bei dem jungen Mann vorhanden zu sein. Doch ihre Tante verhindert die Verbindung, denn sie plant insgeheim etwas anderes. Ihr eigener Sohn, Abigails Cousin, wäre nämlich der nächste Erbe, solange die Töchter nicht verheiratet sind, denn in dieser Zeit durften nur Männer erben. Doch der Cousin stellt sich als Tyrann und gefährlich heraus. Abigail muss eine schwere Entscheidung treffen, denn sie möchte unter allen Umständen ihre Familie retten und ihre Mutter sowie die Schwestern schützen, so dass sie in eine völlig andere Rolle schlüpft.

Nicht nur die Wechsel zwischen den beiden Handlungssträngen sorgen hier für viel Spannung. Der Teil in der Vergangenheit nimmt mehr Raum ein als die Gegenwart und entwickelt sich dramatisch und sehr fesselnd. In der Gegenwart kommen Emma und Joey Schritt für Schritt dem Geheimnis auf die Spur und kommen sich dabei, wie zu erwarten war, auch näher.

Auch die zweite Teil über „Die Frauen der Inseln“ hat mich begeistert und sehr gefesselt. Toll gezeichnete Charaktere, eine beeindruckende Handlung und dazu die tolle Landschaft und das alte Herrenhaus auf Orkney sind die Bausteine einer packenden Geschichte!


Fazit: 5 von 5 Sternen



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Veröffentlicht am 10.04.2026

Packende und geheimnisvolle Familiengeschichte im rauhen Schottland

Die Sturmtochter
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Die 24-jährige Isla Fraser ist Tochter einer wohlhabenden Familie und arbeitet als freie Journalistin. Unterstützung ihrer Familie durch deren Einfluss und Geld lehnt sie aber ab, was öfter mal zu Unstimmigkeiten ...

Die 24-jährige Isla Fraser ist Tochter einer wohlhabenden Familie und arbeitet als freie Journalistin. Unterstützung ihrer Familie durch deren Einfluss und Geld lehnt sie aber ab, was öfter mal zu Unstimmigkeiten mit den Eltern führt. Aktuell recherchiert sie zum Verbleib ihrer Tante Shelley, die vor zwanzig Jahren nach Australien ausgewandert sein soll. Doch niemand hat mehr etwas von ihr gehört. Irgendjemand scheinen diese Recherchen nicht zu gefallen, denn es geschehen merkwürdige Dinge, ihr Auto brennt, Beinaheunfälle usw.
Isla reist auf den Familiensitz nach Schottland und findet dort ein Tagebuch eines Vorfahren und Aufzeichnungen von dessen Tochter. Diese offenbaren ihr die Existenz einer kleinen Insel, die seit vielen Jahren im Familienbesitz ist. Isla besucht die Insel und kommt einen Geheimnis auf die Spur …

Durch Zufall bin ich auf diese Reihe über „Die Frauen der Inseln“ aufmerksam geworden.
In diesem ersten Teil entführt uns die Autorin nach Schottland sowie auf eine kleine Insel der Äußeren Hebriden.
Der Schreibstil der Autorin hat mich ganz schnell gefangen genommen und an die Geschichte gefesselt. Sie fängt die Atmosphäre der schottischen Highlands und der kleinen Insel wunderbar ein und beschreibt auch die Landschaft detailreich und bildhaft.
Die Handlung wird in zwei Handlungssträngen auf zwei Zeitebenen erzählt. In der Vergangenheit befinden wir uns in der Mitte der 1880er-Jahre und lernen dort die junge Rosa kennen.
In der Gegenwart erleben wir zunächst wie Isla merkwürdige und teilweise unheimliche Dinge passieren. Sie recherchiert über ihrer Tante Shelley, die als junge Frau vor über zwanzig Jahren nach Australien ausgewandert sein soll. Isla findet es sehr merkwürdig, dass seitdem niemand in der Familie mehr über sie spricht und offenbar auch niemand weiß, wo Shelley in Australien genau lebt. Isla begibt sich auf den Familiensitz in den Highlands, der nicht mehr dauerhaft bewohnt aber von einer Haushälterin und einem Gärtner in Ordnung gehalten wird, so dass er als Feriensitz genutzt werden kann. Dort entdeckt Isla, dass es eine kleine Insel in den Äußeren Hebriden gibt, die sich im Familienbesitz befindet. Niemand hat ihr bisher davon erzählt und offenbar macht die Familie ein Geheimnis daraus. Auf der Suche nach einer Möglichkeit, auf die Insel zu gelangen, trifft Isla auf den Fischer Ben, der sie mit seinem Boot auf die Insel bringen kann. Gemeinsam entdecken sie auf der Insel merkwürdige Dinge und kommen einem schrecklichen ja gar abscheulichen Familiengeheimnis auf die Spur. Dabei geraten beide auch in große Gefahr.

Durch die häufigen Wechsel zwischen den beiden Handlungssträngen entsteht ein unheimlicher Sog und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Was Isla und Ben auf der Insel entdecken ist wirklich unglaublich und wir erleben durch die Erzählung in der Vergangenheit vieles davon mit. Die Familie hat es geschafft, all diese schrecklichen Dinge über 100 Jahre verborgen zu halten, was fast unglaublich ist.

Auch wenn ich es erwartet habe, dass sich zwischen Isla und Ben etwas entwickeln würde, geschieht das zögerlich und glaubhaft, denn die beiden erleben gemeinsam so einiges.

Das Ende ist noch mal dramatisch aber dann sind alle Fragen geklärt und es kommt zu einem versöhnlichen Abschluss dieser Familiengeschichte.

Der erste Teil über „Die Frauen der Inseln“ hat mich sehr gefesselt, ja richtig beeindruckt. Die tolle Landschaft Schottlands, ein dramatisches Familiengeheimnis und starke Figuren bilden einen tollen Mix für packende Lesestunden!


Fazit: 5 von 5 Sternen




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Veröffentlicht am 09.04.2026

Fesselnde Fortsetzung der geheimnisvollen Familien-Dilogie

Die Bücherfrauen von Listland. Der Duft des Strandhafers
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Die Journalistin Anna hatte die 85-jährige Bücherfrau Fenja Lorenzen auf Sylt bereits früher kennengelernt. Sie hatte sie für ihren Podcast interviewt und dann besucht, da sie als Sachbuchautorin deren ...

Die Journalistin Anna hatte die 85-jährige Bücherfrau Fenja Lorenzen auf Sylt bereits früher kennengelernt. Sie hatte sie für ihren Podcast interviewt und dann besucht, da sie als Sachbuchautorin deren Biografie schreiben möchte.
Nun kehrt Anna nach Sylt an den Lister Ellenbogen zurück, um Fenja bei der Suche nach deren älterer Schwester Martje zu helfen, die im Jahr 1958 spurlos verschwand.
Anna beginnt zu recherchieren und zu suchen und taucht in das Verhältnis der Schwestern und der Familie ein. Wird sie Martje finden und die Schwestern wieder zusammenführen können?
Und dann begegnet sie erneut Eric, Fenjas Sohn, für den ihr Herz schlägt.

Ich habe mich sehr auf diesen zweiten Teil der Dilogie um die Bücherfrauen von Listland gefreut und wurde nicht enttäuscht. Dieser zweite Teil hat mir fast noch besser gefallen als der erste Teil.
Schnell habe ich mich in der wunderbaren Landschaft auf Sylt wieder heimisch gefühlt und habe die Atmosphäre der schönen Natur, des Meeres und der Strände genossen. Alles wird lebendig und detailreich beschrieben und man spürt den Wind und hört die Wellen rauschen.

Es gibt ein Personenregister, das die Figuren sowohl in der Gegenwart als auch in der Vergangenheit aufzeigt und erklärt.
Das Buch gliedert sich in zwei Teile und führt uns nicht nur nach Sylt, sondern auch auf die Inseln Amrum und Föhr.
Es gibt wieder zwei Handlungsstränge, die Gegenwart mit der Suche und die Vergangenheit, die im Jahr 1958 beginnt, als Martje nach einer Sturmnacht spurlos verschwand und sich über die 1960er und 1970er Jahre bis in die 1990er Jahre und die Gegenwart erstreckt.
Beide Handlungsstränge wechseln sich passend zu den Erkenntnissen in der Gegenwart ab und sind regelrecht miteinander verknüpft. So gibt es eine ziemliche Spannung, denn Martje hat so einiges erlebt und durchgemacht. Ihre junge Liebe damals zu dem Strandpiraten Hark hatte etwas Verwegenes, ja gar Abenteuerliches und war für die damalige Zeit sicher ungewöhnlich für eine junge Frau. Mutig begibt Martje sich in der Sturmnacht auf eine Reise und muss sogar ums Überleben kämpfen. Sie ist eine wirklich spannende und interessante Figur, die ihr Leben dann eigenwillig und eigenständig gestaltet. Auch wenn ich manche Entscheidungen von ihr nicht nachvollziehen konnte, hatte sie immer meine Achtung.

Neben der Familiengeschichte und der Geschichte um die beiden Halbschwestern gibt es passend zum Titel der Bücherfrauen auch schöne Bücherthemen, die das Herz jedes Buch- und Lesefans höher schlagen lassen. Zusätzlich gibt es ein Schreibstipendium, das Fenja ausgeschrieben hat. Die Gewinnerin Leevke reist zu Fenja nach Sylt und ihre Geschichte bzw. die Figur verknüpft sich auf überraschende Weise mit der Handlung und sorgt für ein wunderschönes und warmherziges Finale der Handlung.
Auch wenn gegen Ende alles ziemlich schnell ging, hat mir die Auflösung sehr gut gefallen, wie die gesamte Geschichte.
Die Bücherfrauen und ihre geheimnisvolle Geschichte haben mich in ihren Bann gezogen und gefesselt.

„Der Duft des Strandhafers“ ist ein fesselnder Roman, der mit wunderschönen Schauplätzen auf den Nordsee-Inseln, starken und toll gezeichneten Frauen-Figuren, schönen Bücherthemen und einer geheimnisvollen Familiengeschichte überzeugen kann. Ich empfehle gerne nicht nur diese Fortsetzung sondern die gesamte Dilogie!


Fazit: 5 von 5 Sternen




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