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Veröffentlicht am 20.11.2025

Wunderschöner, stimmungsvoller Weihnachtsroman mit tollen Figuren und vielen Emotionen

Lichterzauber in New York
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Kerry’s Familie besitzt eine Weihnachtsbaumfarm und verkauft diese Weihnachtsbäume jedes Jahr in New York.
Da ihr Vater erkrankt ist, muss Kerry, die eigentlich völlig andere Pläne hatte, mit ihrem Bruder ...

Kerry’s Familie besitzt eine Weihnachtsbaumfarm und verkauft diese Weihnachtsbäume jedes Jahr in New York.
Da ihr Vater erkrankt ist, muss Kerry, die eigentlich völlig andere Pläne hatte, mit ihrem Bruder nach New York reisen.
Ihr Bruder fährt den Truck mit den Bäumen und Kerry muss den uralten Familienwohnwagen in die Stadt bringen, worin sie in den nächsten Wochen mit ihrem Bruder wohnen soll. Ihr graust es davor aber sie hat keine andere Wahl, wenn sie ihre Familie nicht im Stich lassen will.
Der Wohnwagen wird dann am Straßenrand geparkt und daneben der Verkaufsstand für die Weihnachtsbäume aufgebaut. An diesem Ort findet der Verkauf in jedem Jahr statt, so dass die Nachbarschaft dies bereits kennt und die Familie unterstützt. In Restaurants kann die Toilette benutzt werden und eine andere Familie stellt die Dusche und die Waschmaschine zur Verfügung. So findet sich auch Kerry bald zurecht und lernt nette Menschen kennen. Aber dann taucht Konkurrenz auf, die sich in Sichtweite postiert und dann verschwindet auch noch ein netter alter Mann…

Ich fand den Anfang der Geschichte teilweise recht humorvoll, denn Kerry’s Entsetzen ist schon groß, als sie hört, dass sie wochenlang im Wohnwagen leben soll ohne eigenes Badezimmer und mit ihrem mürrischen Bruder auf engstem Raum.
Doch sie fügt sich und nimmt die Aufgabe an. Die Menschen in der Nachbarschaft sind nett zu ihr und sie findet schnell Anschluss durch die Besuche im italienischen Restaurant von Claudia und auch bei anderen Menschen, die dort im Viertel leben. So lernt sie auch Patrick und dessen Sohn, den kleinen Austin kennen. Patrick ist getrennt von seiner Frau, aber beide kümmern sich gut um den Jungen. Der kleine Austin findet schnell Gefallen daran, Kerry am Weihnachtsbaumstand zu besuchen und die beiden freunden sich an, was sich dann natürlich auch auf den sympathischen Vater Patrick überträgt. Kerry und Austin erfinden eine Geschichte, zu der Kerry die entsprechende Zeichnung fertigt. Darüber lernen sie den älteren Heinz kennen, der sie ebenfalls täglich besucht und zwar etwas brummig aber offenbar herzensgut ist.
Kerry und ihr Bruder raufen sich tatsächlich zusammen und Kerry kurbelt mit guten Ideen den Verkauf an. Auch als die Konkurrenz in der Nähe erscheint, hat Kerry Ideen, um diese auszustechen. Aber plötzlich ist der alte Heinz verschwunden bzw. erscheint nicht mehr und alle machen sich Sorgen, auch der kleine Austin. Sie machen sich auf die Suche und dann gibt es Ereignisse, die eröffnen für alle neue Möglichkeiten.

Das Setting im Greenwich Village und West Village von New York war wunderschön beschrieben. Ich konnte mir so richtig gut die Straßenzüge vorstellen, die schon im vorweihnachtlichen Lichterglanz erstrahlen und wo täglich nette Menschen an den Verkaufsstand kommen. Es gibt viele schöne Beschreibungen des vorweihnachtlichen Trubels und Geschehens, was insgesamt auch eine wunderschöne Stimmung erzeugt.

Besonders schön sind die Begegnungen von Kerry mit der Nachbarschaft, besonders natürlich mit dem kleinen Austin und seinem Vater Patrick. Hie gibt es viele charmante und sympathische Figuren, die die Geschichte alle auf ihre Weise bereichern.
Durch die Freundschaft mit dem kleinen Jungen kommt es dazu, dass sich zwischen Kerry und Patrick auch Sympathien und Gefühle entwickeln. Das ist alles sehr romantisch und glaubhaft dargestellt und hat mein Herz erwärmt. Und ich war gespannt, wie die beiden das Problem lösen werden, dass Kerry ja nicht in New York lebt und zum Ende der Verkaufszeit wieder nach Hause muss.
Als dann der ältere Heinz verschwindet zeigt sich erneut Kerrys gutes Herz und ihre Hilfsbereitschaft. Sie recherchiert und versucht Heinz zu finden, denn ihn kennen zwar viele Menschen aber niemand weiß, wo er wohnt.
Als sie ihn dann finden und feststellen, dass er Hilfe braucht, entwickelt die Handlung einen weiteren herzerwärmenden Teil, der am Ende dazu führt, dass sich für viele der Figuren einiges verändert.

„Lichterzauber in New York“ ist ein wirklich stimmungsvoller, romantischer und herzerwärmender Weihnachtsroman. Liebenswerte Figuren, viele unterschiedliche Emotionen und Themen wie Freundschaft, Neuanfang, Gemeinschaft und Zusammenhalt bilden eine perfekte Mischung für einen wunderschönen Roman, den ich gerne für die Weihnachtszeit empfehle!


Fazit: 5 von 5 Sternen



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Veröffentlicht am 11.11.2025

Bewegende, romantische Weihnachtsgeschichte mit viel Herzenswärme

Der Weihnachtssee
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Kurz vor Weihnachten besucht Jana ihre Eltern im Bayrischen Wald, um Weihnachten vor zu feiern. Ihre Schwester hat als Überraschung für die Eltern eine gemeinsame Reise geplant, Jana aber nicht in die ...

Kurz vor Weihnachten besucht Jana ihre Eltern im Bayrischen Wald, um Weihnachten vor zu feiern. Ihre Schwester hat als Überraschung für die Eltern eine gemeinsame Reise geplant, Jana aber nicht in die Pläne einbezogen. Als Jana sich wieder auf den Weg nach München macht, wo sie lebt, setzt ein Schneesturm ein. Binnen kürzester Zeit sind die Straßen zugeschneit und Räumdienste sind nicht in Sicht. Jana bleibt mit ihrem Auto in einer Schneeverwehung im Graben stecken. Glücklicherweise sieht sie in der Nähe ein abgelegenes Haus, wohin sie sich zu Fuß aufmacht. Dort trifft sie zufälligerweise auf ihren früheren Schulfreund Toni und den kleinen Finn. Toni gewährt Jana natürlich Unterschlupf, auch wenn er mitten in den Vorbereitungen für die Abreise steckt. Er ist Finns Patenonkel und seine Schwester, Finns Mutter, ist kürzlich verstorben. Nun will er Finn mit zu sich nach Hamburg nehmen, wo er eigentlich lebt. Später am Tag treffen vier weitere Personen am Haus ein. Sie kommen von einer Chorprobe und sind mit dem Auto ebenfalls im Schnee stecken geblieben. Zwei Schwestern, die den örtlichen Friseursalon betreiben, ein griechischer Koch und wie es der Zufall will, ist die vierte Person Janas Ex-Verlobter Stefan. Jana ist aufgrund der Trennung noch immer verletzt und hat Stephan seitdem nicht mehr gesehen. Nun stecken sie zusammen fest, in dem kleinen Haus am zugefrorenen See …

Wie in jedem Jahr habe ich mich auch diesmal sehr auf den Weihnachtsroman von Angelika Schwarzhuber gefreut.
Die Geschichte ist insoweit etwas Besonderes, als dass hier durch den Schneesturm zufällig sieben Personen zusammen kommen und die Zeit miteinander auf engen Raum verbringen müssen.
Schnell ist klar, dass hier jeder seine Geschichte hat und mitbringt.
Der kleine Finn trauert sehr um seine Mama und möchte nicht nach Hamburg ziehen sondern lieber in Bayern in der gewohnten Umgebung und in seinem Kindergarten bleiben. Toni versteht seinen kleinen Neffen natürlich, sieht aber keine andere Möglichkeit.
Jana sieht sich plötzlich dem Mann gegenüber, der sie verlassen und eine andere geheiratet hat, mit der er in die Wohnung zog, die sie eigentlich gemeinsam beziehen wollten.
Stephan sorgt sich um seine Frau, die schwanger ist. Der griechische Koch wäre viel lieber in seiner Heimat, ist aber wegen des Jobs in Bayern. Und auch die beiden Schwestern haben ihr Problem, denn eine hat ein Geheimnis.
Die Figuren sind alle sehr liebevoll, authentisch und lebensnah dargestellt. Es war eine Freude, sie alle zu erleben.

In ihrem lebendigen Schreibstil erzählt die Autorin, wie sich diese Zufallsgemeinschaft zusammenrauft und die Zeit möglichst gut miteinander verbringt. Gemeinsam kämpfen sie sich zu den Autos durch, wo sie Janas Handy aus dem Schnee retten und die Lebensmittel, die Jana von ihren Eltern mitgenommen hatte, ins Haus holen. Daraus zaubert der griechische Koch leckere Gerichte für alle.
Besonders schön zu erleben war, wie sich alle um den kleinen, traurigen Finn kümmern, der eigentlich nur einen Weihnachtswunsch hat.
Aber auch die anderen setzen sich mit ihren Sorgen und Problemen auseinander und kommen sich dabei näher. Dabei lässt es sich natürlich nicht vermeiden, dass die anderen jeweils mitbekommen, was jeden so umtreibt.

Um in Weihnachtsstimmung zu kommen, schmücken und dekorieren sie weihnachtlich, mit den Dingen, die sie auf dem Dachboden finden. Gemeinsam singen sie Weihnachtslieder und sie improvisieren sogar eine kleine Bescherung und bereiten für Finn damit am Heiligabend schon Weihnachten. Das erzeugt natürlich beim Lesen schon eine wohlige weihnachtliche Stimmung.
Dazu trägt natürlich auch die schöne Winterkulisse bei, die trotz Schneesturm und widriger Wetterverhältnisse heimelig ist. Die tief verschneite Landschaft im Bayerischen Wald ist schnell vor meinem inneren Auge entstanden.
Und auch der kleine zugefrorene See, gleich hinter dem Haus, der dem Roman den Titel gibt, ist wunderbar beschrieben und er entfaltet seine Magie und wird zum Weihnachtssee.

„Der Weihnachtssee“ ist eine sehr herzerwärmende, emotionale Geschichte, die von Freundschaft, Familienbande, Verständnis, Zusammenhalt und auch Liebe erzählt. Eine wunderbare Stimmung, viele verschiedene Themen, liebenswerte Figuren, Überraschungen und viel Menschlichkeit machen den Roman zum perfekten Begleiter für schöne Lesestunden in der dunklen Jahreszeit!


Fazit: 5 von 5 Sternen




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Veröffentlicht am 06.11.2025

Stimmungsvoller, romantischer Weihnachtsroman mit Hundestar und Santa Claus

Schneeflöckchen, Weißpfötchen
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Der Weihnachtsroman mit Hund von Petra Schier gehört für mich in jedem Jahr dazu. In diesem Jahr ist es bereits der 10. Roman aus der Reihe „Weihnachtshund“. Wie immer könnte man ihn auch als Adventskalender ...

Der Weihnachtsroman mit Hund von Petra Schier gehört für mich in jedem Jahr dazu. In diesem Jahr ist es bereits der 10. Roman aus der Reihe „Weihnachtshund“. Wie immer könnte man ihn auch als Adventskalender lesen, denn er hat 24 Kapitel plus ein Bonuskapitel für den ersten Weihnachtstag. Mir ist das aber noch nie gelungen, denn einmal begonnen kann ich den Roman dann meist nicht mehr weglegen.

Und auch wie in jedem Jahr erleben wir Santa Claus, der versucht Wünsche zu erfüllen. Diesmal möchte er unbedingt einen Wunsch erfüllen, der ihn schon im letzten Jahr erreichte, den er aber wegen technischer Probleme erst jetzt entdeckt hat.
Xander, ein erfolgreicher Fotograf und Reiseblogger, möchte nach Jahren auf der Reise in seine Heimatstadt zurückkehren und dort ein Fotostudio und eine Galerie eröffnen. Außerdem wünscht er sich sehnsüchtig, dass seine seit vielen Jahren beste Freundin Ellie seine Gefühle erwidert, denn er ist in sie verliebt. Ellie ahnt davon nichts und sieht in Xander ihren besten Freund. Wie immer bedient sich Santa Claus bei der Wunscherfüllung seiner Elfen und eines Hundes, den er dem Paar schickt. Diesmal ist es eine weiße Schäferhündin mit Namen Amara. Doch Ellie wurde als Kind von einem Hund angefallen und schwer verletzt. Seitdem hat sie Angst vor Hunden. Kann Amara trotzdem helfen und dabei selbst ein neues Zuhause finden?

Ich habe mich sehr auf den neuen Weihnachtshunde-Roman gefreut und wurde auch in diesem Jahr nicht enttäuscht.
Die Hündin Amara ist allerliebst. Sie wurde offenbar ausgesetzt, lebt seitdem draußen und ist ständig auf der Suche nach einem warmen Plätzchen und etwas zu essen. Xander nimmt sich der Hündin an, bringt sie zur Tierärztin und kümmert sich um sie. Amara gewinnt langsam Vertrauen und fasst auch große Zuneigung zu Ellie. Doch dieser muss sie sich langsam nähern und schafft es dann auch, Ellies Herz zu erobern.
Wie immer sind die Gedanken der Hündin in kursiver Schrift im Text eingeschoben.

Auch Santa Claus, seine Ehefrau, die Rentiere und seine Elfen kommen immer wieder zu Wort und wir können erleben, wie alle gespannt die Entwicklung verfolgen und versuchen zu steuern. Da gibt es auch öfter mal humorvolle Szenen und Dialoge, die sehr unterhaltsam sind.

Die Geschichte von Xander und Ellie war besonders gefühlvoll. Beide sind sympathische und liebenswerte Figuren, die authentisch und natürlich agieren. Ich mochte beide sehr, auch weil sie eben so richtig gute Freunde sind, zusammenhalten auch mit den Geschwistern Jelena und Arian aus der Gemeinschaft, die sich schon lange kennt. Gegenüber der Hündin Amara verhalten sich beide sehr verantwortungsvoll und kümmern sich um das verlassene Tier, wobei Ellie immer wieder ihre Angst überwinden muss.
Die Annäherung zwischen Ellie und Xander erfolgt ausgesprochen langsam und zaghaft. Denn kurz nachdem Xander mitgeteilt hat, dass er nun sesshaft werden möchte, lernt Ellie zufällig im Baumarkt den charmanten Anwalt Patrice kennen. Dieser findet Gefallen an Ellie und es kommt zu einigen Dates. Doch Xander gibt nicht auf und er hat ja immer wieder Berührungspunkte mit Ellie durch das gemeinsame Kümmern um Amara.
Als Ellie erkennt, dass Xander vielleicht der bessere Partner für sie wäre als Patrice, wehrt sie sich innerlich dagegen, da sie Angst hat, die Freundschaft aufs Spiel zu setzen.
Santa, seine Elfen und Amara haben wieder alle Hände voll zu tun.

Weihnachtliche Stimmung gibt es natürlich auch wieder. Es gibt das schon bekannte gemeinsame Plätzchen backen, diesmal in einem anderen Kreis. Aber auch der schon bekannte Weihnachtsmarkt mit seinen schönen Angeboten und dem romantischen alten Karussell wird wieder besucht und es werden Weihnachtsbäume aufgestellt und geschmückt. Das alles erzeugt eine wohlige Atmosphäre und wird schön und bildhaft beschrieben.

Der diesjährige Weihnachtshunde-Roman von Petra Schier hat mich auch diesmal sehr gut unterhalten. Die Geschichte von Ellie, Xander und Amara war sehr gefühlvoll und hat mein Herz erreicht und erwärmt.
Ich habe es wieder genossen, diesen Roman zu lesen!


Fazit: 5 von 5 Sternen



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Veröffentlicht am 04.11.2025

Vorweihnachtlicher Roman in den französischen Alpen mit viel winterlicher Stimmung

Winterzauber in den Alpen
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Orla ist Reisejournalistin und ihre Berichte sind sehr bekannt.
Eigentlich wollte sie die Weihnachtsfeiertage mit ihrer Familie verbringen, doch ihre Chefin hat andere Pläne mit ihr.
Sie schickt sie für ...

Orla ist Reisejournalistin und ihre Berichte sind sehr bekannt.
Eigentlich wollte sie die Weihnachtsfeiertage mit ihrer Familie verbringen, doch ihre Chefin hat andere Pläne mit ihr.
Sie schickt sie für eine Weihnachtsreportage in die französischen Alpen, wo sie über ein kleines Dorf, dessen Bewohner und ein trächtiges Rentier und die Geburt berichten soll. Da Orlas Vater ein Alkoholproblem hat und es in der Familie etwas drunter und drüber geht, nimmt Orla ihre jüngere Schwester Erin mit.
In dem kleinen Ort angekommen, sind die Schwestern zwar verzaubert von der wunderbaren verschneiten Berglandschaft aber der sehr zurückhaltende und wortkarge Jacques, der etwas außerhalb in einem Chalet wohnt und Wolf genannt wird, kommt ihnen schon etwas merkwürdig vor. Angeblich spricht er nicht viel und wirkt mürrisch.
Überhaupt erscheint alles etwas zweifelhaft. In dem Ort gibt es kein Hotel und von dem Rentier ist auch weit und breit nichts zu sehen.

Ich gebe zu, ich hatte anfangs etwas Probleme, in die Geschichte hineinzufinden. Alles sah so aus, als hätte niemand Orla dort erwartet, nichts ist organisiert und dann überlegte ich mir, ob Rentiere wohl wirklich mitten im Winter kalben.
Die familiären Probleme in Orlas Familie, die dazu führen, dass die jüngere Schwester Erin mitreist, hätte es vielleicht auch nicht unbedingt gebraucht. So wie die beiden Frauen dort empfangen werden, war das alles sehr komisch und ich hätte mich an Orlas Stelle am nächsten Tag umgedreht und wäre wieder nach Hause gereist.
Doch die beiden halten durch und ziehen sogar in Jacques Chalet.
Dort trifft Erin auf Jacques Bruder, der in etwa in ihrem Alter ist, doch ihr Hauptinteresse gilt einem anderen jungen Mann, den sie im Internet kennengelernt hat und den sie noch nie gesehen hat. Zum Unverständnis ihrer älteren Schwester tauscht sie aber ständig Nachrichten mit ihm aus.
Doch auch zwischen Orla und Jacques knistert es irgendwann und die Handlung bekommt noch eine romantische Komponente.

Der Roman berührt so einige Themen wie Krankheiten, Einsamkeit, Freundschaft und Zusammenhalt in der Dorfgemeinschaft, über die die Autorin gewohnt einfühlsam und auch unterhaltend schreibt.
Viel weihnachtliche Stimmung kommt auf durch einige Sitten, Bräuche und Traditionen, die die Bewohner des kleinen Dorfes immer in der Vorweihnachtszeit zusammen führt und die detailreich beschrieben werden.

Das Setting in dem abgeschiedenen Bergdorf in den französischen Alpen passt gut zur Handlung. Die Örtlichkeiten beschreibt Mandy Baggot sehr anschaulich und bildhaft und ich sah die tief verschneiten Berge und Wälder vor meinem inneren Auge.

„Winterzauber in den Alpen“ ist ein sehr winterlicher Roman mit eigentlich sogar zwei netten Geschichten um die beiden Schwestern und einen journalistischen Auftrag, der so ganz anders wird als erwartet.
Viel Schnee und Kälte, weihnachtliche Sitten und Gebräuche und eine nette Dorfgemeinschaft erzeugen eine schöne Atmosphäre und ich habe Mandy Baggots Weihnachtsroman wie in jedem Jahr gerne gelesen!


Fazit: 4 von 5 Sternen



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Veröffentlicht am 28.10.2025

Winterlicher Roman um ein rätselhaftes Gemälde und ein Familiengeheimnis

Das Geheimnis einer Winternacht
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Darcy ist Kunststudentin und arbeitet an der Kunstakademie in Kopenhagen an ihrer Dissertation.
Ihr Freund hat sie betrogen und es kam zur Trennung.
Da Weihnachten bevor steht, ist ihre beste Freundin ...

Darcy ist Kunststudentin und arbeitet an der Kunstakademie in Kopenhagen an ihrer Dissertation.
Ihr Freund hat sie betrogen und es kam zur Trennung.
Da Weihnachten bevor steht, ist ihre beste Freundin Freja, selbst sehr verliebt in ihren Chef, der Meinung, dass Darcy nicht alleine bleiben darf. Sie meldet sie auf einer Datingplattform an und drängt sie, sich bis Weihnachten mit drei Männern zu treffen. Darcy willigt widerwillig ein, denn eigentlich möchte sie nur arbeiten und dann erhält sie auch noch einen besonderen Forschungsauftrag. Auf dem Gemälde eines berühmten Malers wird auf der Rückeite ein weiteres Gemälde entdeckt.
Es zeigt das Portrait einer Frau und Darcy soll herausfinden, um wen es sich dabei handelt.
Ausgerechnet am Abend ihres ersten Dates begegnet Darcy dem attraktiven Anwalt Max, der sich als einer der weiteren ausgewählten Männer entpuppt. Zwischen beiden sprühen gleich die Funken, aber da ist neben dem weiteren Date ja auch noch die berufliche Verbindung.
Max arbeitet für eine Stiftung, die den Nachlass des Malers verwaltet und er hat ein Geheimnis, auf das Darcy aber erst später stößt.
Kann Darcy die Geheimnisse lüften?

Die Geschichte spielt in der Vorweihnachtszeit und endet dann zum Fest.
Karen Swan beschreibt in ihrem lebendigen, bildhaften Schreibstil so einige hübsche Szenerien in der Stadt, Winterwetter und Kälte, Weihnachtseinkäufe, den Kauf eines Weihnachtsbaumes usw. und erzeugt so eine schöne vorweihnachtliche Stimmung, in die die Handlung eingebettet ist.
Im Vordergrund stehen eindeutig das geheimnisvolle Bild und Darcys Recherchen dazu. Im Archiv der Stiftung sichtet sie Kiste um Kiste mit altem Material und versucht, der abgebildeten Frau im Umfeld des Malers auf die Spur zu kommen.
Dabei trifft sie immer wieder auf Max, arbeitet sogar zeitweise in seinem Haus, das in der Nähe des Archivs steht und die beiden kommen sich näher.
Trotzdem geht sie nebenbei noch zu den weiteren Dates, die ihre Freundin für sie geplant hat und trifft sich auch mit ihr und lernt deren Chef und neuen Freund kennen. Hier erfährt man in einer Nebenhandlung noch etwas über eine weitere Liebesgeschichte.

Ich fand die Recherchen über das geheimnisvolle Bild sehr spannend, denn hier geht es nicht nur um kunsthistorische Hinweise und Fakten, denn irgendwann wird klar, dass es sich auch um ein Familiengeheimnis handelt. Dabei kommt dann wieder Max ins Spiel und Darcy erkennt auch sein Geheimnis. Dennoch nimmt sie ihre Arbeit, mit der sie ja ausdrücklich beauftragt wurde, sehr ernst. Plötzlich sind die beiden Gegner, denn Max möchte das Geheimnis unter allen Umständen wahren.

Max wirkte auf mich anfangs oberflächlich, stellt sich im Verlauf der Geschichte oft als undurchsichtig heraus, zeigt aber immer wieder auch sein gutes Herz und seine Emotionen.
Deshalb habe ich gespannt verfolgt, ob die beiden ihre Probleme lösen können und ob das Familiengeheimnis am Ende offenbart wird oder nicht.

„Das Geheimnis einer Winternacht“ ist eine schöne Mischung aus Weihnachtsroman, rätselhaftem Familiengeheimnis und Liebesgeschichte. Romantik, Wendungen und winterliche Stimmung haben mich gut unterhalten und auf die Jahreszeit eingestimmt!


Fazit: 4 von 5 Sternen



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