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Veröffentlicht am 25.02.2026

Zauberhafte Fortsetzung

Herr Hütchen sagt Gute Nacht - Neue Einschlaf-Geschichten aus dem Wald
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Es war ein bisschen wie Nachhausekommen, Herr Hütchen und die Tiere des Waldes wiederzutreffen. Schon beim Aufschlagen des Buches stellt sich sofort diese vertraute, ruhige Stimmung ein. Besonders schön ...

Es war ein bisschen wie Nachhausekommen, Herr Hütchen und die Tiere des Waldes wiederzutreffen. Schon beim Aufschlagen des Buches stellt sich sofort diese vertraute, ruhige Stimmung ein. Besonders schön fand ich, dass man alten Bekannten wieder begegnet: dem Weckkäfer Klickklack, aber auch Hummel und Bär sind wieder dabei. Gleichzeitig ist es überhaupt kein Problem, wenn man Band 1 nicht kennt. Vor den eigentlichen Geschichten gibt es ein paar einführende Seiten, die erklären, wer Herr Hütchen ist und was seine Aufgabe als Nachtwächter im Wald ist. Das ist liebevoll gemacht und holt alle Leserinnen und Leser gut ab.

Dann folgen zwölf in sich abgeschlossene Geschichten. Mit etwa fünf bis zehn Minuten pro Geschichte ist das Timing wieder perfekt für den Abend. Genau richtig, um zur Ruhe zu kommen, ohne dass es zu lang wird. Man hat damit ganz entspannt Stoff für zwölf Abende.

Inhaltlich ist die Mischung wieder sehr gelungen. Da ist der Wolf, der schlecht träumt und Angst vor einem bösen Maiskolben hat, der am Ende zu Popcorn wird. Herr Hütchen nimmt dem Traum behutsam die Schärfe und hilft dem Wolf, seine Angst zu verlieren. Es gibt einen Biber, der sich mit Händen und Füßen gegen das Zähneputzen wehrt und sogar die Zahnpasta der anderen Tiere versteckt, bis Herr Hütchen kurzerhand einen Zahnputz Rap erfindet. Das ist witzig und gleichzeitig sehr nah am Familienalltag. Auch der Regenwurm, der einfach nicht müde ist und lieber gräbt, als ins Bett zu gehen, ist eine dieser Geschichten, in denen man schmunzeln muss, weil man die Situation so gut kennt. Und am Ende findet Herr Hütchen natürlich wieder eine Lösung, die für alle passt.

Besonders schön fand ich das große gemeinsame Fest am Schluss. Alle Tiere kommen zusammen, schlafen auf der Lichtung und erzählen ihre Gute Nacht Geschichte gemeinsam, indem sie Wörter und Ideen hineinrufen. Das ist eine kreative und warme Idee, die gut zum Grundton des Buches passt.

Herr Hütchen selbst ist wieder genau so, wie man ihn kennt und mag. Ruhig, zugewandt, einfühlsam und sehr bedürfnisorientiert. Er nimmt die Sorgen der Tiere ernst, macht sich nicht lustig und begegnet jedem auf Augenhöhe. Für mich hat er ganz klar diese liebevolle Papa Rolle, die Sicherheit gibt, ohne belehrend zu sein.

Auch die Illustrationen von Barbara Scholz passen wieder perfekt. Sanfte Farben, viele kleine Details und eine sehr gemütliche, fast schon cozy Atmosphäre. Man bleibt gerne auf den Seiten hängen und schaut gemeinsam noch ein bisschen länger hin.

Insgesamt ist Band 2 eine rundum gelungene Fortsetzung. Warm, ruhig, fantasievoll und perfekt geeignet für die abendliche Vorlesezeit. Für uns ist Herr Hütchen auch mit diesem Band ein echtes Wohlfühlbuch zum Einschlafen.

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Veröffentlicht am 25.02.2026

Tolles Abenteuer

Das Fundbüro der verlorenen Schätze - Flammensturm
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Abenteuerbücher mit Rätseln sind hier gerade hoch im Kurs. Als dann auch noch klar war, dass man bei Das Fundbüro der verlorenen Schätze – Band 1: Flammensturm selbst entscheiden darf, wie die Geschichte ...

Abenteuerbücher mit Rätseln sind hier gerade hoch im Kurs. Als dann auch noch klar war, dass man bei Das Fundbüro der verlorenen Schätze – Band 1: Flammensturm selbst entscheiden darf, wie die Geschichte weitergeht, war die Neugier sofort geweckt.
Im Mittelpunkt stehen Karlos und Lotta, die eigentlich nur einen entspannten Tag in einem Freizeitpark verbringen wollen. Doch schon bald stolpern sie über ein Geheimnis. Im Fundbüro lernen sie Herrn Nox kennen, der sie auf ein verschwundenes Hufeisen aufmerksam macht. Dieses gehört zur Pferdestatue Flammensturm und ist kein gewöhnlicher Gegenstand, sondern ein Glücksbringer für die Pferde der Show. Als die Kinder später sehen, wie nervös und unruhig die Tiere sind, ist klar, dass sie handeln müssen.
Ab diesem Punkt wird das Buch richtig spannend. Die Geschichte wird nicht einfach von vorne nach hinten gelesen, sondern man trifft immer wieder Entscheidungen. Je nachdem, wofür man sich entscheidet, geht es auf einer anderen Seite weiter. Der grundlegende Handlungsstrang rund um das verschwundene Hufeisen ist zwar bei allen gleich, doch der Weg dorthin und vor allem das Ende können sich deutlich unterscheiden.
Besonders schön finde ich, dass sich das Buch dadurch mehrfach lesen lässt. Wir haben mehrere Enden ausprobiert und waren überrascht, wie unterschiedlich die Auflösungen sind. Wie das Hufeisen verschwunden ist und wie es am Ende wieder auftaucht, variiert stark. Eines bleibt jedoch gleich, Karlos und Lotta schaffen es immer, die Situation zu retten. Genau das macht den Reiz aus und sorgt dafür, dass man Lust hat, neue Wege auszuprobieren.
Auch die Gestaltung hat uns überzeugt. Die bunten Illustrationen passen wunderbar zur Geschichte und lockern das Lesen auf. Schriftgröße und Sprache sind gut verständlich und aus meiner Sicht ideal für Kinder ab der zweiten oder dritten Klasse, die auch selbst lesen möchten. Zusätzlich gibt es drei eingebaute Rätsel, ein Worträtsel, ein Labyrinth und einen Buchstabensalat. Jeder Handlungsstrang führt zu diesen Rätseln, was den Wunsch verstärkt, wirklich jede Ecke der Geschichte zu entdecken.
Negatives kann ich kaum nennen. Die Geschichte ist klar aufgebaut, spannend erzählt und bietet durch kleine Nebenwege immer wieder neue Impulse. Das Pferdethema ist außerdem angenehm geschlechterneutral und spricht sowohl Mädchen als auch Jungen an.
Für uns war es ein richtig gelungenes Mitmach Abenteuer mit Spannung, Rätseln und viel Lesespaß. Wir sind jetzt auf jeden Fall gespannt auf den nächsten Band und freuen uns schon darauf, wieder selbst über den Verlauf der Geschichte entscheiden zu dürfen.

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Veröffentlicht am 25.02.2026

Mit ROSINE auf Schatzsuche

Die unendliche Klassenfahrt - Der Schatz auf der Dreizack-Insel
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Es gibt Klassenfahrten, an die man sich wegen des Wetters erinnert. Und es gibt solche, die man nie vergisst, weil man zwischendurch Piraten anheuert und auf Schatzsuche strandet. Band 2 der unendlichen ...

Es gibt Klassenfahrten, an die man sich wegen des Wetters erinnert. Und es gibt solche, die man nie vergisst, weil man zwischendurch Piraten anheuert und auf Schatzsuche strandet. Band 2 der unendlichen Klassenfahrt gehört eindeutig zur zweiten Sorte.

Dieser schließt nahtlos an den ersten Teil an und verliert keine Zeit. Die Kinder erreichen endlich ihr eigentliches Ziel der Klassenfahrt, doch das Zeltlager am Meer entpuppt sich schnell als ziemlicher Reinfall. Kaputte Spielgeräte, schlechte Stimmung und wenig Feriengefühl. Als dann auch noch Dörte auftaucht, die sich bei einer der vorherigen Reisen heimlich im Bus versteckt hat und Herrn Vogelsang bittet, sie zurück in ihre Geschichte zu bringen, ist die Entscheidung schnell gefallen. Unterricht am Strand oder lieber ein echtes Abenteuer. Natürlich gewinnt das Abenteuer.

Kaum in der Geschichte angekommen, ist das Ziel klar. Ein Schatz muss gefunden werden. Dafür braucht es ein Schiff und eine Crew und so heuern die Kinder bei Dörte an, die sich ganz nebenbei als Piratin Dörte Becker entpuppt. Die Anspielung sorgt für einige Schmunzler. Nach der Enterung eines Handelsschiffs geht es direkt weiter ins Reich der Meerschlange Odi. Als das Schiff sinkt, strandet die Klasse auf einer Insel. Zum Glück auf genau der richtigen. Der Schatzinsel. Dort treffen sie auf den einsamen Schiffbrüchigen Mittwoch und stellen sich gemeinsam weiteren Herausforderungen. Der Schatz wartet tatsächlich am Ende, auch wenn er ganz anders aussieht als erwartet.

Die Geschichte hat wieder ein enormes Erzähltempo. Schauplätze wechseln schnell, Ereignisse überschlagen sich und Langeweile hat hier keine Chance. Die Wortwitze und kleinen Anspielungen funktionieren erneut sehr gut, ohne zu aufdringlich zu wirken. Die Sätze sind kurz und klar, sodass auch jüngere oder weniger geübte Leser problemlos folgen können. Die bunten Illustrationen unterstützen die Handlung und lockern den Text angenehm auf.

Für uns ist Band 2 ein würdiger Nachfolger, der den Charme des ersten Teils beibehält und gleichzeitig ein neues, spannendes Abenteuer erzählt. Humorvoll, rasant und fantasievoll. Wir hatten viel Spaß beim Lesen und vergeben sehr gern fünf Sterne.

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Veröffentlicht am 18.02.2026

Rätselspaß mit Bienenbonus

Ivy und Bärlock Holmes. Fall 1: Die rätselhafte Blume
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Manchmal braucht es nur eine verschwundene Blume, um ein richtig schönes Leseabenteuer zu starten.

In der fiktiven Stadt Bärona begleiten wir Ivy Holmes und ihren Opa Bärlock Holmes bei ihrer Detektivarbeit. ...

Manchmal braucht es nur eine verschwundene Blume, um ein richtig schönes Leseabenteuer zu starten.

In der fiktiven Stadt Bärona begleiten wir Ivy Holmes und ihren Opa Bärlock Holmes bei ihrer Detektivarbeit. Der berühmte Meisterdetektiv ist eigentlich schon im Ruhestand, doch wenn es knifflig wird, kribbelt es ihm offensichtlich immer noch in den Tatzen. Und Ivy steht ihm in Sachen Spürsinn in nichts nach.

Die Geschichte beginnt mit einem großen Knall. Eine extrem seltene Blume, die nur alle hundert Jahre blüht, soll im botanischen Garten feierlich präsentiert werden. Die Aufregung ist riesig. Und dann ist sie plötzlich weg. Über Nacht verschwunden. Die Polizei steht ratlos da und natürlich übernehmen Ivy und ihr Opa den Fall.

Von da an hangeln wir uns gemeinsam mit ihnen von Hinweis zu Hinweis. Mal führt die Spur durch den botanischen Garten, mal ins Museum, später sogar bis zur Imkerei. Dabei sind immer wieder kleine Rätsel direkt in die Geschichte eingebunden. Es gibt Labyrinthe, Suchbilder und Hinweise, die entdeckt werden wollen. Das lockert das Lesen wunderbar auf und lädt Kinder zum Mitdenken ein.

Besonders gelungen finde ich die Verbindung aus Detektivgeschichte und Sachwissen. Ganz nebenbei erfahren die Leser eine Menge über Bienen. Wie funktioniert Bestäubung. Wie entsteht Honig. Was sind Drohnen und wie ist ein Bienenvolk aufgebaut. Dieses Thema zieht sich wie ein roter Faden durch die Handlung und wirkt dabei nie belehrend, sondern gut eingebettet.

Optisch ist das Buch ein echtes Highlight. Der Comicstil mit den gedeckten, fast pastelligen Farben hat mir richtig gut gefallen. Die Illustrationen sind liebevoll gestaltet und die Figuren total niedlich. Auch das Layout wirkt durchdacht und hochwertig.

Bei der eigentlichen Krimihandlung hätte ich mir stellenweise etwas mehr Raffinesse gewünscht. Dafür macht das Drumherum sehr viel wett. Auffällig war für mich die unterschiedliche Schwierigkeit der Rätsel. Während manche Labyrinthe und Suchbilder sehr einfach gehalten sind, setzen die Sachtexte und einige inhaltliche Zusammenhänge durchaus ein gewisses Maß an Verständnis voraus. Gegen Mitte und Ende werden die Rätsel dann etwas anspruchsvoller, was uns deutlich besser gefallen hat.

Insgesamt würde ich das Buch etwa ab sechs Jahren empfehlen. Gerade für Vorschule und erste Klasse ist es eine tolle Mischung aus Vorlesen, Miträtseln und Lernen. Uns hat es richtig gut gefallen und wir hatten viel Spaß dabei, gemeinsam mit Ivy und Bärlock auf Spurensuche zu gehen.

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Veröffentlicht am 15.02.2026

Ferienspaß bei der School of Talents

School of Talents Mission 1: Achtung, Alien!
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Ferien in der School of Talents klingen nach Abenteuer pur. Neue Orte, neue Aufgaben und diesmal raus aus dem gewohnten Schulalltag. Die Schülerinnen und Schüler werden in Zweierteams aufgeteilt und dürfen ...

Ferien in der School of Talents klingen nach Abenteuer pur. Neue Orte, neue Aufgaben und diesmal raus aus dem gewohnten Schulalltag. Die Schülerinnen und Schüler werden in Zweierteams aufgeteilt und dürfen an ganz unterschiedlichen Ferienprogrammen teilnehmen. Allein diese Idee hat mich sofort gepackt.
Alva landet ausgerechnet mit Elwin in einem Team. Und die Begeisterung hält sich bei beiden sehr in Grenzen. Alva ist überzeugt, dass überall dort, wo Elwin auftaucht, auch Ärger vorprogrammiert ist. Elwin wiederum weiß genau, dass Alva eigentlich zu einer ganz anderen Clique gehört und sie bisher kaum Berührungspunkte hatten. Beste Voraussetzungen also für zwei Wochen gemeinsame Mission.
Ihr Ziel ist eine Sternwarte. Raketen, Aliens, Sterne, das klingt zunächst nach einem absoluten Highlight. Doch die Realität sieht anders aus. Das Ferienprogramm entpuppt sich als überraschend langweilig. Der Leiter des Programms, Herr Vesely, wirkt völlig fehl am Platz. Motiviert ist anders und sein Umgang mit den Kindern lässt ebenfalls zu wünschen übrig. Einige der teilnehmenden Kinder waren sogar im letzten Jahr schon dort und berichten, dass es genauso öde war. Man merkt schnell, hier stimmt etwas nicht.
Was ich besonders gelungen finde, ist die Situation, dass Alva und Elwin ihre magischen Fähigkeiten geheim halten müssen. Alva kann Tiere hören, Elwin sich in ein Monster verwandeln. Inmitten ganz normaler Kinder dürfen sie nichts davon preisgeben. Genau das macht den Reiz aus. Sie sind besonders und müssen doch beweisen, dass sie auch ohne großes Tamtam in der Welt draußen bestehen können. Diese Botschaft zieht sich wunderbar durch das Buch.
Natürlich bleibt es nicht lange langweilig. Elwins Fähigkeit sorgt für ordentlich Aufsehen, als er sich in ein riesiges Alien verwandelt und das Ferienprogramm ordentlich durcheinanderwirbelt. Gleichzeitig entwickelt sich eine spannende Nebenhandlung rund um eine Wissenschaftlerin der Sternwarte, die sogenannte Geisterteilchen entdeckt hat. Ausgerechnet am Tag der großen Präsentation vor der Presse funktioniert ihr Programm nicht mehr. Zufall oder Sabotage? Alva und Elwin werden zu kleinen Detektiven und merken schnell, dass hier mehr dahintersteckt.
Mehr zum Ausgang verrate ich natürlich nicht. Nur so viel: Es wird spannend, clever und richtig unterhaltsam.
Mir hat besonders gefallen, dass hier zwei bekannte Figuren aus der School of Talents in den Mittelpunkt rücken und in ein völlig neues Setting geworfen werden. Man sollte die Reihe idealerweise von Anfang an kennen, muss es aber nicht zwingend. Für Fans ist es ein tolles Wiedersehen mit vertrauten Charakteren, nur eben außerhalb der Insel. Die Dynamik zwischen Alva und Elwin entwickelt sich glaubwürdig. Gerade Alvas Versuch, hinter Elwins Rolle als ständiger Unruhestifter zu blicken, gibt der Geschichte zusätzlich Tiefe.
Der Schreibstil ist wie gewohnt locker, witzig und spannend. Es gibt kleine Rätsel, offene Fragen und immer wieder Momente, in denen man unbedingt wissen möchte, wie es weitergeht. Die schwarz weißen Illustrationen lockern das Ganze schön auf.
Besonders freue ich mich darüber, dass bereits angeteasert wird, dass weitere Missionen folgen werden. Andere Zweierteams, andere Ferienprogramme, neue Abenteuer. Das Konzept hat auf jeden Fall großes Potenzial.
Für mich ist dieses Buch eine richtig gelungene Erweiterung der Reihe. Humor, Spannung, Detektivarbeit und eine tolle Charakterentwicklung. Ganz klar fünf Sterne.

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