Ein besonderer Tatort auf offener See
Trügerisches La RochelleEin Unfall auf dem Installationsschiff Rochefort, welches zur Einrichtung eines Offshore-Windparks vor der französischen Atlantikküste liegt, wird zu einem neuen Fall für Commissaire Chevalier. War es ...
Ein Unfall auf dem Installationsschiff Rochefort, welches zur Einrichtung eines Offshore-Windparks vor der französischen Atlantikküste liegt, wird zu einem neuen Fall für Commissaire Chevalier. War es wirklich ein Unfall? Der Sicherheitsbeauftragte Alain Poyet war unbeliebt, aber die Crew schweigt zunächst. Der Commissaire und sein Team ermitteln in ungewohnter Umgebung und unter schwierigen Umständen. Jean-Claude Vinet beschreibt die Arbeitsumgebung (wirkt gut recherchiert) und die Charaktere sehr bildhaft, die Konflikte vor Ort werden anschaulich umrissen. Interessant wird der Krimi auch dadurch, dass aufgrund der Abgeschiedenheit und der Wetterlage niemand das Schiff verlassen kann, so dass ein Täter noch an Bord sein muss.
Da ich die drei vorherigen Bände kenne, fiel es mir nicht schwer mich in den Commissaire und die wiederkehrenden Charaktere hineinzufühlen. Da auch das Privatleben der Protagonisten in der Geschichte eine Rolle spielt, empfiehlt es sich die Krimis in Reihenfolge zu lesen, denn so hat man den meisten Spaß, so geht es zumindest mir. Für Neueinsteiger ist sicher das Personenverzeichnis am Ende des Buches hilfreich.
Der Krimi an sich liest sich flüssig, wirkt sehr authentisch und sorgt für überraschende Wendungen. Ich hatte Spaß dabei, das Team um Commissaire Chevalier bei seinen Ermittlungen und Überlegungen zu möglichen Motiven, die auch in der Vergangenheit gesucht werden, auf der Tätersuche zu begleiten. Mich hat dann das (durchaus nachvollziehbare) Ende noch überrascht. Empfehlenswert!