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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.03.2026

Ein besonderer Tatort auf offener See

Trügerisches La Rochelle
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Ein Unfall auf dem Installationsschiff Rochefort, welches zur Einrichtung eines Offshore-Windparks vor der französischen Atlantikküste liegt, wird zu einem neuen Fall für Commissaire Chevalier. War es ...

Ein Unfall auf dem Installationsschiff Rochefort, welches zur Einrichtung eines Offshore-Windparks vor der französischen Atlantikküste liegt, wird zu einem neuen Fall für Commissaire Chevalier. War es wirklich ein Unfall? Der Sicherheitsbeauftragte Alain Poyet war unbeliebt, aber die Crew schweigt zunächst. Der Commissaire und sein Team ermitteln in ungewohnter Umgebung und unter schwierigen Umständen. Jean-Claude Vinet beschreibt die Arbeitsumgebung (wirkt gut recherchiert) und die Charaktere sehr bildhaft, die Konflikte vor Ort werden anschaulich umrissen. Interessant wird der Krimi auch dadurch, dass aufgrund der Abgeschiedenheit und der Wetterlage niemand das Schiff verlassen kann, so dass ein Täter noch an Bord sein muss.
Da ich die drei vorherigen Bände kenne, fiel es mir nicht schwer mich in den Commissaire und die wiederkehrenden Charaktere hineinzufühlen. Da auch das Privatleben der Protagonisten in der Geschichte eine Rolle spielt, empfiehlt es sich die Krimis in Reihenfolge zu lesen, denn so hat man den meisten Spaß, so geht es zumindest mir. Für Neueinsteiger ist sicher das Personenverzeichnis am Ende des Buches hilfreich.
Der Krimi an sich liest sich flüssig, wirkt sehr authentisch und sorgt für überraschende Wendungen. Ich hatte Spaß dabei, das Team um Commissaire Chevalier bei seinen Ermittlungen und Überlegungen zu möglichen Motiven, die auch in der Vergangenheit gesucht werden, auf der Tätersuche zu begleiten. Mich hat dann das (durchaus nachvollziehbare) Ende noch überrascht. Empfehlenswert!

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Veröffentlicht am 28.02.2026

Drei Namen, drei Leben

Die Namen
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Beeinflusst der Namen die eigene Geschichte, den Verlauf eines Lebens? Um diese Frage dreht sich dieser Roman von Florence Knapp. Zuweilen fühlte ich mich an den Roman von Paul Auster 4-3-2-1 erinnert, ...

Beeinflusst der Namen die eigene Geschichte, den Verlauf eines Lebens? Um diese Frage dreht sich dieser Roman von Florence Knapp. Zuweilen fühlte ich mich an den Roman von Paul Auster 4-3-2-1 erinnert, denn er spielt auch mit verschiedenen Lebensverläufen - nur noch intensiver, als es hier der Fall ist.
Cora hat einen Sohn entbunden. Sein Vater wünscht, dass er Gordon - nach alter Familientradition - heißt, Cora selbst hat Julian als passenden Namen ausgesucht und die neun Jahre ältere Schwester Mira findet Bear als Namen für ihren Bruder schön.
Cora entscheidet sich - dreimal. Und jedes Mal entwickelt sich die Lebensgeschichte des Neugeborenen und der ganzen Familie unterschiedlich.
Der Roman erfordert Konzentration, denn man liest ihn nicht einfach weg. Zuweilen habe ich zurückgeblättert, um den Anschluss an den Verlauf der Geschichte wiederzufinden. Vom Schreibstil her wird eher erzählt. Ruhig. Die Dramen entwickeln sich dennoch. Interessant fand ich, dass bestimmte handelnde Figuren in allen drei Szenarien präsent waren. Nur die Rolle in dem Leben, welches sich unterschiedlich entwickelte, war eine andere. Abhängig vom Verlauf lernt man loslassen zu können. Nicht jede Hauptfigur schafft es bis zum Schluss.
Und letztendlich hängt alles davon ab, wie der Vater auf die Namensvergabe reagiert, seine Person ist der Schlüssel für den weiteren Verlauf.
Ein guter und lesenswerter Roman. Nicht für jede(n), aber empfehlenswert.

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Veröffentlicht am 28.02.2026

Schulalltag mit Hindernissen

Willkommen bei den Grauses 3: Der normale Schulwahnsinn
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Die Party mit den Nachbarn ist vorbei und Familie Grause steht eine neue Herausforderung bevor: Muh und Wolfi sollen gemeinsam mit Ottilie in die Schule gehen. Die 5. Klasse ist für sie eine Herausforderung, ...

Die Party mit den Nachbarn ist vorbei und Familie Grause steht eine neue Herausforderung bevor: Muh und Wolfi sollen gemeinsam mit Ottilie in die Schule gehen. Die 5. Klasse ist für sie eine Herausforderung, denn sie sind im Grund genommen noch nicht darauf vorbereitet, was sie erwartet. Und das Institut für andersartige Wesen sitzt ihnen auch wieder im Nacken und droht damit, sie wegzubringen.
Das Cover und die Illustrationen sind wieder gelungen und machen Spaß. Ein Schreibstil, der für das Lesealter passt und auch sehr kurzweilig ist. Die kurzen Kapitel helfen dabei, sich nach persönlichem Lesetempo in das Buch zu vertiefen. Und es zeigt sich, dass auch die vermeintlich normale Nachbarschaft von den Grauses Unterstützung erfährt, auch bei Ottilie können sich die Grauses mal für ihre Hilfe revanchieren - ein Geben und ein Nehmen. Die einzelnen Charaktere haben sich sichtlich entwickelt und lernen allmählich auch mit unerwarteten Situationen umzugehen, ohne sich verbiegen zu lassen. Es fühlt sich an, als wenn die Grauses angekommen wären, wenn nicht noch was im nächsten Band passiert! Aber da hoffe ich, dass wir mehr von Zecke und Hausmeister Bienlein erfahren. Ich lasse mich gerne überraschen.
Einfach eine tolle Geschichte um Freundschaft und das Anderssein! Und dazu sehr unterhaltsam geschrieben! Ich hoffe, ein Folgeband lässt nicht zu lange auf sich warten!

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Veröffentlicht am 20.02.2026

Kater Bürste plaudert aus dem Nähkästchen

Die schlimmste Klasse der Welt (Band 6) – Helden und Legenden
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Das Cover ist im wahrsten Sinne des Wortes einfach bombastisch. Ein echter Eye-Catcher, mit dem Erwartungen auf das Buch geschürt werden. Die Illustrationen von Falk Holzapfel
lockern den Text auf. Jede ...

Das Cover ist im wahrsten Sinne des Wortes einfach bombastisch. Ein echter Eye-Catcher, mit dem Erwartungen auf das Buch geschürt werden. Die Illustrationen von Falk Holzapfel
lockern den Text auf. Jede der zahlreichen Illustrationen spricht für sich, die unterschiedlichen Charaktere sind wirklich gut getroffen.
Der sechste Band aus der Reihe unterscheidet sich nicht in Aufmachung oder Schreibstil, sondern in Bezug auf die eigentliche Geschichte. Denn es ist diesmal nicht eine Story, die sich durch das Buch zieht, sondern es sind viele kurze Geschichten. Roter Faden ist die Einschulung aller Schüler in die 5a, damit beginnt das Buch. Und Kater Bürste beginnt über jeden der 25 Schüler und deren Eigenheiten bzw. Besonderheiten zu berichten, wie der Titel aussagt: eine Erzählung über Helden und Legenden. Selbstverständlich darf auch am Ende seine eigene Heldengeschichte nicht fehlen.
Wie bereits die vorhergehenden Bände (ich kenne Band 1-3), ist dieser auch sehr witzig zu lesen. Vor allem die Gedanken und Kommentare des Klassenkaters Bürste sind wieder genial und machen einfach Laune. Besonders dieser Band lebt davon. Ich persönlich hätte lieber wieder eine durchgehende Geschichte gelesen, in der die Klasse allerlei harmlosen Unsinn anstellt und dabei wieder trotz der Scherze, die oftmals einfach nicht so laufen, wie es gedacht war, beweist, dass sie zusammenhält. Dieses Mal lernt man dafür alle Kids kennen, auch die, die in den bisherigen Büchern vielleicht nicht ganz so im Mittelpunkt standen. Auch die Kurzgeschichten machen Spaß und eignen sich auch für Kids, die nicht so viel Ausdauer beim Lesen mitbringen, denn die Kapitel sind zwischen 5 und 10 Seiten lang. Empfehlenswert!

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Veröffentlicht am 17.02.2026

Was für ein reizender Igel!

Willkommen im Zoo - Ein neues Zuhause für Ignaz Pfefferminz Igel
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Wenn ein Elefant im Porzellanladen Geschirr zerdeppert, passiert dies genauso unabsichtlich wie das Platzen-Lassen von Luftballons, wenn ein tollpatschiger Igel in der Nähe ist. Und genau das passiert ...

Wenn ein Elefant im Porzellanladen Geschirr zerdeppert, passiert dies genauso unabsichtlich wie das Platzen-Lassen von Luftballons, wenn ein tollpatschiger Igel in der Nähe ist. Und genau das passiert Ignaz Igel, als er den Zoo betritt. Und sofort wird er als das Stachel-Ungeheuer abgestempelt, welches er gar nicht ist. Auf seiner Flucht vor seinen Verfolgern, dem Zoodirektor und der Erdmännchen-Bande, lernt Ignaz die übrigen Zoobewohner kennen, findet Freunde und kann den Tieren durch seine freundliche und selbstlose Art bei der Lösung ihrer kleinen und größeren Probleme helfen. Auch Zoodirektor Alfred Ungestüm erkennt, dass der kleine Igel liebenswert ist und entscheidet, dass er im Zoo bleiben darf.
Schon das farbenfrohe Cover gefällt auf Anhieb! Das Buch wirkt sehr hochwertig und ist auch mit einem Lesebändchen ausgestattet. Zwölf Geschichten, die sich gut zum Vorlesen eignen und eine schöne Länge haben, finden sich in diesem Buch wieder. Die Geschichten sind schön und kindgerecht erzählt. Ich finde auch, dass die Tiere gut charakterisiert wurden. Die kleinen Probleme, bei deren Lösung Ignaz Igel hilft, passen sehr gut zu der jeweiligen Gattung. Spaß und Humor kommen auch nicht zu kurz, das Buch hält viele witzige Ideen bereit. Dabei geht es auch um Freundschaft, den Abbau von Vorurteilen, Zusammenhalt und vor allem um gegenseitige Unterstützung.
Die wunderbaren Zeichnungen von Günther Jakobs, viele davon ganzseitig, illustrieren die Geschichte hervorragend, und machen beim Betrachten nicht nur den Kindern großen Spaß.
Sehr empfehlenswert für Erstleser und zum Vorlesen!

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