Profilbild von Flyspy

Flyspy

Lesejury Star
offline

Flyspy ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Flyspy über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.02.2026

Kater Bürste plaudert aus dem Nähkästchen

Die schlimmste Klasse der Welt (Band 6) – Helden und Legenden
0

Das Cover ist im wahrsten Sinne des Wortes einfach bombastisch. Ein echter Eye-Catcher, mit dem Erwartungen auf das Buch geschürt werden. Die Illustrationen von Falk Holzapfel
lockern den Text auf. Jede ...

Das Cover ist im wahrsten Sinne des Wortes einfach bombastisch. Ein echter Eye-Catcher, mit dem Erwartungen auf das Buch geschürt werden. Die Illustrationen von Falk Holzapfel
lockern den Text auf. Jede der zahlreichen Illustrationen spricht für sich, die unterschiedlichen Charaktere sind wirklich gut getroffen.
Der sechste Band aus der Reihe unterscheidet sich nicht in Aufmachung oder Schreibstil, sondern in Bezug auf die eigentliche Geschichte. Denn es ist diesmal nicht eine Story, die sich durch das Buch zieht, sondern es sind viele kurze Geschichten. Roter Faden ist die Einschulung aller Schüler in die 5a, damit beginnt das Buch. Und Kater Bürste beginnt über jeden der 25 Schüler und deren Eigenheiten bzw. Besonderheiten zu berichten, wie der Titel aussagt: eine Erzählung über Helden und Legenden. Selbstverständlich darf auch am Ende seine eigene Heldengeschichte nicht fehlen.
Wie bereits die vorhergehenden Bände (ich kenne Band 1-3), ist dieser auch sehr witzig zu lesen. Vor allem die Gedanken und Kommentare des Klassenkaters Bürste sind wieder genial und machen einfach Laune. Besonders dieser Band lebt davon. Ich persönlich hätte lieber wieder eine durchgehende Geschichte gelesen, in der die Klasse allerlei harmlosen Unsinn anstellt und dabei wieder trotz der Scherze, die oftmals einfach nicht so laufen, wie es gedacht war, beweist, dass sie zusammenhält. Dieses Mal lernt man dafür alle Kids kennen, auch die, die in den bisherigen Büchern vielleicht nicht ganz so im Mittelpunkt standen. Auch die Kurzgeschichten machen Spaß und eignen sich auch für Kids, die nicht so viel Ausdauer beim Lesen mitbringen, denn die Kapitel sind zwischen 5 und 10 Seiten lang. Empfehlenswert!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.02.2026

Was für ein reizender Igel!

Willkommen im Zoo - Ein neues Zuhause für Ignaz Pfefferminz Igel
0

Wenn ein Elefant im Porzellanladen Geschirr zerdeppert, passiert dies genauso unabsichtlich wie das Platzen-Lassen von Luftballons, wenn ein tollpatschiger Igel in der Nähe ist. Und genau das passiert ...

Wenn ein Elefant im Porzellanladen Geschirr zerdeppert, passiert dies genauso unabsichtlich wie das Platzen-Lassen von Luftballons, wenn ein tollpatschiger Igel in der Nähe ist. Und genau das passiert Ignaz Igel, als er den Zoo betritt. Und sofort wird er als das Stachel-Ungeheuer abgestempelt, welches er gar nicht ist. Auf seiner Flucht vor seinen Verfolgern, dem Zoodirektor und der Erdmännchen-Bande, lernt Ignaz die übrigen Zoobewohner kennen, findet Freunde und kann den Tieren durch seine freundliche und selbstlose Art bei der Lösung ihrer kleinen und größeren Probleme helfen. Auch Zoodirektor Alfred Ungestüm erkennt, dass der kleine Igel liebenswert ist und entscheidet, dass er im Zoo bleiben darf.
Schon das farbenfrohe Cover gefällt auf Anhieb! Das Buch wirkt sehr hochwertig und ist auch mit einem Lesebändchen ausgestattet. Zwölf Geschichten, die sich gut zum Vorlesen eignen und eine schöne Länge haben, finden sich in diesem Buch wieder. Die Geschichten sind schön und kindgerecht erzählt. Ich finde auch, dass die Tiere gut charakterisiert wurden. Die kleinen Probleme, bei deren Lösung Ignaz Igel hilft, passen sehr gut zu der jeweiligen Gattung. Spaß und Humor kommen auch nicht zu kurz, das Buch hält viele witzige Ideen bereit. Dabei geht es auch um Freundschaft, den Abbau von Vorurteilen, Zusammenhalt und vor allem um gegenseitige Unterstützung.
Die wunderbaren Zeichnungen von Günther Jakobs, viele davon ganzseitig, illustrieren die Geschichte hervorragend, und machen beim Betrachten nicht nur den Kindern großen Spaß.
Sehr empfehlenswert für Erstleser und zum Vorlesen!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.02.2026

Von Vertrauen und Selbstvertrauen

Animox Origins 2. Der Stich der Wespe
0

Ariana, Tochter der amtierenden Königin des Insekten- und Arachnidenreiches, wird zur Spionin ausgebildet und erhält zusätzlich zu den normalen Unterrichtsstunden noch eine besonders intensive Einzelschulung ...

Ariana, Tochter der amtierenden Königin des Insekten- und Arachnidenreiches, wird zur Spionin ausgebildet und erhält zusätzlich zu den normalen Unterrichtsstunden noch eine besonders intensive Einzelschulung bei dem Spionagemeister, einem guten Freund und Vertrauten ihrer Mutter.
Ich war sofort in der Geschichte drin, es liest sich von der ersten Seite an einfach gut. Es wird spannend und rasant erzählt. Der Schluss entwickelt ein eigenes Tempo und überrascht. Mit der Hauptfigur Ariana wurde ich gleich warm und konnte mich auch in sie hineinversetzen, wie schwer es ihr fallen muss, ihre Herkunft und ihre wahren Fähigkeiten nicht offen zu legen. Eine besondere Prüfung ist zu meistern, hierfür muss sich ein Team zusammenfinden, was bei den unterschiedlichen Charakteren in diesem Abenteuer schon eine Herausforderung darstellt. Ariana lernt, wem sie vertrauen kann und wem nicht. Dazu gewinnt sie an Selbstvertrauen, lernt sich zu behaupten. Ich fand es interessant, ihre Entwicklung zu beobachten und nach dem ersten Band er Animox-Origins eine neue Spezies aus dieser besonderen Fantasywelt kennen zu lernen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.02.2026

Wenn die Moral auf der Strecke bleibt

Tödliches Angebot
0

Der Immobilienmarkt in Washington ist hart umkämpft. Margo, Ende 30, möchte raus aus ihrer Übergangswohnung und mit ihrem Mann ein schönes Haus in einer bevorzugten Wohngegend kaufen, um dort Kinder großzuziehen. ...

Der Immobilienmarkt in Washington ist hart umkämpft. Margo, Ende 30, möchte raus aus ihrer Übergangswohnung und mit ihrem Mann ein schönes Haus in einer bevorzugten Wohngegend kaufen, um dort Kinder großzuziehen. Die Suche ist frustrierend und so versucht sie mit zunehmend eskalierenden Methoden an ihr bereits ins Auge gefasstes Wunschhaus zu kommen.
Erzählt wird die Story von Margo selbst, sie ist eine Persönlichkeit mit mehr als genug Ecken und Kanten. Ich mochte sie im Verlauf des Lesens immer weniger, fand sie zunehmend verhaltensgestört. Aber es war ein Vergnügen, das Buch zu lesen und ihren Gedankengängen und perfiden Handlungen zu folgen. Gerade weil es verstörend auf mich wirkte, bin ich drangeblieben, denn den Schluss wollte ich nicht versäumen. Dass der Ehemann eine Geliebte hatte, konnte ich sogar verstehen. Nur, warum bleibt er in der Beziehung mit Margo? Aber wer weiß, zu was Margo fähig gewesen wäre, wenn er sie verlassen hätte. Teilweise beschreibt die Autorin minutiös das Geschehen und lässt die Leserschaft teilhaben. War das Ende für mich vorauszusehen? Nicht mit der vollen Konsequenz. Wer sich auf das Buch einlässt, den erwartet ein intensives Kopfkino.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.01.2026

Mord in der Buchhandlung

Mord in der Charing Cross Road
0

Von flyspy
Es handelt sich um die Neuauflage eines Romans von 1956. Das merkt man diesem Krimi auch an. An historisch anmutenden britischen Krimis bin ich interessiert und lese sie zwischendurch gerne. ...

Von flyspy
Es handelt sich um die Neuauflage eines Romans von 1956. Das merkt man diesem Krimi auch an. An historisch anmutenden britischen Krimis bin ich interessiert und lese sie zwischendurch gerne. Und den Start in das Buch fand ich noch ganz gut, man lernt die Personen kennen. Denn es sind viele Protagonisten, die hier zusammenspielen und mit denen man erst bekannt werden muss, um nicht den Faden zu verlieren. Eine Übersicht über die handelnden Personen hätte dem Buch gutgetan.
Die Handlung ist in einem antiquarischen Buchladen angesiedelt, der von einer alteingesessenen Buchhändlerfamilie geführt wird. Johnny ist Juniorchef und Sally eine geschätzte Angestellte. Mr. Butcher dagegen ist weniger beliebt und wird ermordet an seinem Schreibtisch aufgefunden. Auch ein Geist treibt anscheinend sein Unwesen. Neben Scotland Yard ermitteln Sally und Johnny, denn es gilt Johnnys Cousin zu entlasten.
Bei allem Interesse für das Buch: es las sich etwas zäh, fast hölzern und den Mittelteil fand ich zu langatmig. Ich war schon versucht, den Krimi - dem es auch an Spannung fehlte - zur Seite zu legen. Zudem mangelt es dem Krimi an Londoner Lokalkolorit, der Schauplatz könnte irgendwo an einem beliebigen Ort angesiedelt sein. Die Auflösung wurde dann ziemlich rasch abgehandelt, die sich anbahnende Liebesbeziehung war eher wie eine Randnotiz beschrieben.
Fazit: Leider konnte mich das Buch nicht überzeugen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere