Profilbild von Franci

Franci

Lesejury Star
offline

Franci ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Franci über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.09.2024

Mitreißender Roman.

Crashing Stars
0

Zum Leidwesen ihrer Mutter und ihrer Tante besitzt Vesper Quill nur wenig Magie, sodass sie sich ihren Lebensunterhalt als eine von vielen LaborantInnen in Kent Corp verdient. Die junge Frau ist taff, ...

Zum Leidwesen ihrer Mutter und ihrer Tante besitzt Vesper Quill nur wenig Magie, sodass sie sich ihren Lebensunterhalt als eine von vielen LaborantInnen in Kent Corp verdient. Die junge Frau ist taff, schlagfertig und hat das Talent, Fehler zu analysieren, zu erkennen und Dinge in erstaunlicher Geschwindigkeit zu reparieren. Und doch tüftelt sie hauptsächlich an Brühautomaten rum, dabei träumt sie von einer Arbeit im wesentlich komplexeren, aufregenderen Waffenlabor.
Eines Tages wird sie Opfer einer Intrige, stolpert in eine gewaltige Schlacht und trifft gerade auf Kyrion Caldaren: einen der berüchtigsten Assassine der ganzen Galaxis...

In ihrem neuesten Roman baute Jennifer Estep ein interessantes System auf, schildert die Gegebenheiten - von Hierarchien, Rängen und Magie - verständlich und schuf facettenreiche Figuren. Während Kyrion bereits aufgrund seines Rufs Gefahr ausstrahlt, gnadenlos und unnahbar, entwickelt der Auftragskiller im Verlauf mit Quill eine dichte Dynamik, die über die schicksalhafte Verbindung hinausgeht. Dass der romantische Strang nicht im Vordergrund steht, macht „Crashing Stars“ übrigens besonders, konzentriert sich die Autorin doch hauptsächlich auf Ursprung und Intention der Intrige sowie der Mächtigen und die Politik der Archipel-Galaxie. Die Storyline hält unterhaltsame und spannende Momente bereit, magische Irrungen, Action und allerhand Hintergründe, doch erst am Ende wird das Ausmaß all dessen, was die Protagonisten erfuhren und erlebten, deutlich.
Ein runder, mitreißender Standalone, der Spaß macht.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.09.2024

Auch in Staffel drei geht's spannend weiter.

Flüsterwald - Die magische Akademie. Gefährliches Zauberchaos (Flüsterwald, Bd. III-1)
0



Wer denkt, dass Andreas Suchanek langsam die Ideen ausgehen, der irrt. Denn obgleich magische Akademien nicht neu sind, schafft es der Autor, diese Schule mit allerhand fantasievollen Details auszuschmücken, ...



Wer denkt, dass Andreas Suchanek langsam die Ideen ausgehen, der irrt. Denn obgleich magische Akademien nicht neu sind, schafft es der Autor, diese Schule mit allerhand fantasievollen Details auszuschmücken, eine kreative Storyline zu generieren und die bereits bekannten Charaktere samt neuen Figuren zum Leben zu erwecken.
Ebenfalls unverändert sind die liebevoll gestalteten Illustrationen von Timo Grubing, die die Geschichte begleiten.

Endlich können Lukas und Ella an der Akademie des Flüsterwalds das Zaubern lernen. Doch leider wird die Euphorie der Kinder schnell getrübt, denn merkwürdige Dinge verursachen das reinste Chaos, und es scheint, als hätten die SchülerInnen ihre Kräfte nicht mehr unter Kontrolle. Unsere HeldInnen versuchen, der Ursache auf die Schliche zu kommen, und decken dabei dunkle Machenschaften auf ...

Haben wir gehofft, dass Ella, Lukas und Co. endlich ein bisschen Ruhe gegönnt wird, wussten wir doch, dass Andreas ihnen diese nicht schenken wird.
Durch einen leichten, altersgerechten Stil und kurze, knackige Kapitel wurden Zusammenhänge und Gegebenheiten verständlich dargelegt. Einzelne Räumlichkeiten der Akademie sowie das gesamte Setting waren bildreich ausgeschmückt, während die Atmosphäre vor Aufregung, Begeisterung und letztlich auch vor Geheimnissen und Bedrohungen pulsierte.
LeserInnen werden dank Humor und Mysterien gekonnt mitten hinein in das zauberhafte Durcheinander gezogen und dazu animiert, mit zu rätseln.
Dass der Auftakt der dritten Staffel nicht nur mit einer Überraschung endet, sondern auch Fragen in der Luft schweben, steigert die Vorfreude auf die Fortsetzung.

Andreas Suchanek und Timo Grubing haben es wieder geschafft und mit diesem Buch ein magisch-chaotisches Abenteuer erschaffen, das Spaß macht.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.08.2024

Originelle Aufmachung samt interessanten, spaßigen Inhalt.

Akademie Splitterstern 1: Akademie Splitterstern
0

„Akademie Splitterstern“ ist definitiv eine spaßige Überraschung – nicht nur durch die äußere und innere originelle, aufwendige Aufmachung, sondern auch durch den Aufbau, der an eine Art „Game“ erinnert. ...

„Akademie Splitterstern“ ist definitiv eine spaßige Überraschung – nicht nur durch die äußere und innere originelle, aufwendige Aufmachung, sondern auch durch den Aufbau, der an eine Art „Game“ erinnert.
Wie in der Buchbeschreibung erwähnt warten Kapitelzierden, Illustrationen, Steckbriefe der Hauptakteure – der AdeptInnen. Auch deren sich entwickelnde „Level“ sind gestalterisch festgehalten, und ja, ich kann mir vorstellen, dass Falk Holzapfels innotative Art, eine Geschichte zu erzählen und aufzubereiten, bei Kindern, die mit dem Lesen/der Konzentration Probleme oder schlicht kein Interesse an Büchern haben, Interesse weckt.

Ein Zauberlehrling, eine Barbarin, eine Schurkin und ein Wächter werden von dem um Worte verlegenen Direktor in das „Verließ für Versager“ geführt. Und wie sollte es anders sein: Wenn die wohl ungeschicktesten, am wenig begabtesten SchülerInnen einer ehrenwerten Akademie gemeinsam in einem unspektakulären Raum „unterrichtet“ werden sollen, geschieht ein quakendes Missgeschick. Um ihren Fauxpas zu korrigieren, müssen diese vier die Splitterlande verlassen und im Knochenmoor ein Artefakt ausfindig machen …

Dieses erste Abenteuer war genau das: ein Abenteuer. Es war einfallsreich und unterhaltsam, Ribisel, Erika, Garek und Fenja kennenzulernen und zu begleiten; ihre gemeinsamen Fortschritte und ihre individuelle Entwicklung zu verfolgen. Die Storyline war wunderbar abwechslungsreich: Wir überwinden mit den Kids allerhand Hürden – auch eigene –, lernen so einiges – auch über Freundschaft –, und begegnen (wenig) wohlgesonnen magischen Wesen.

„Akademie Splitterstern: Wo sind die Helden?“ ist eine spaßige und, gemessen an der Zielgruppe, wirklich spannende, herzige Geschichte, in der HeldInnen geboren werden und sich Freundschaften bilden.
Abgesehen der tollen Haptik, der schönen Karte von den Splitterlanden und einem altersgerechten, sehr witzigem Ton – die Fantasy-Story ist übrigens ab 10 Jahren empfohlen, ich denke jedoch, dass bereits Erst- und ZweitklässlerInnen hier Vergnügen finden werden – möchte ich noch erwähnen, dass sich am Beginn des Buches der Aufbau der Splitterstern-Akademie sowie eine Figurenvorstellung befinden und am Ende Richtlinien bzgl. des Level-Aufstiegs und ein kleiner Überblick über legendäre PatronInnen zu finden sind.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.08.2024

Unterhaltsamer Auftakt.

Karma Drama 1. Dämonische Prüfung
0

Livia scheint vom Pech verfolgt. Alles geht schief, und das gerade, bevor DER Termin in der Schule ansteht, auf den sie so lange gewartet hat. Immerhin ist dieser Wettbewerb die Chance, in der Gunst ihres ...

Livia scheint vom Pech verfolgt. Alles geht schief, und das gerade, bevor DER Termin in der Schule ansteht, auf den sie so lange gewartet hat. Immerhin ist dieser Wettbewerb die Chance, in der Gunst ihres Vaters aufzusteigen, ihm und seiner neuen Frau zu beweisen, dass sie wirklich gewillt ist zu lernen und die Beste sein kann, wenn sie nur will.

Als sie dem Grund ihrer Missgeschicke auf die Schliche kommt, gerät ihr Weltbild kurz in Schieflage, doch dann nutzt sie diese Entdeckung zu ihrem Vorteil: Der Frosch, der sich als Dämonenjunge entpuppt und eine eigene Challenge absolviert, geht auf Livias Vorschlag ein und fortan helfen sie einander. Kasimir, um sein Karma-Punkte-Konto aufzufüllen und im Ansehen des Oberdämons zu glänzen, und Livia, um sich vor dem lästigen Pauken zu drücken und ihren Vater zu überzeugen, sie nicht auf eine andere Schule zu schicken…

Na, ob dem Mädchen dieser Pakt nicht bald auf die Füße fällt?!

„Dämonische Prüfung“ ist der Auftakt der unterhaltsamen Jugendbuchserie „Karma-Drama“, in der sich zwei augenscheinlich verschiedene Teenager beweisen wollen und dabei allerhand Aufruhr stiften, während sie einander kennenlernen, misstrauen, austricksen und Freunde werden.

Erzählt werden die oft komischen Situationen aus der Sicht von Livia, die sich im Verlauf soweit entwickelt, dass sie ihrem Papa die Stirn bietet und es schafft, das eine oder andere Vorurteil zu überwinden. Haftete den vom Pech begleiteten Momenten eine gewisse Komik an, die zum Mitfühlen animiert, gab es auch spannende Szenen, ungeahnte Offenbarungen und eine Enthüllung, die weit über den Bund zwischen ihr und Kasimir hinausgeht.

Viktoria Etzel bindet einige – nicht nur für die jugendliche Zielgruppe – wichtige Themen, wie das Gefühl von Unzulänglichkeit, Selbstzweifeln und Freundschaft, stimmig ein. Wir machen mit einigen menschlichen, dämonischen und eigensinnigen Nebenfiguren Bekanntschaft, ohne die Livia nie so weit gekommen wäre. Wie Justin, Cora oder Großtante Pearl.

Ich mochte die Protagonistin und bin sicher, dass sich viele LeserInnen mit ihr, auch in der Rolle des Scheidungskindes, und den Problemen, die auch Kasimir beschäftigen, identifizieren können. Auch die anderen Charaktere wurden ausreichend eingebracht, während der Ton stets locker war.

Etzel regt mit ihren lebendigen Darstellungen die eigene Fantasie an, fesselt an das Geschehen, welches dank eines ereignisreichen Verlaufs und allerhand Input selten auf der Stelle tritt. Dennoch nahm die Spannung ab der Hälfte des Romans ab: Zu viele Informationen über Dämonen und deren Welt, zu viele Irrungen bzgl. des Karmas ziehen die Handlung auf unspektakuläre Art in die Länge. Nichtsdestotrotz verstecken sich in diesem Roman viele wichtige Botschaften, und mit Kasimir ein unnahbarer Junge, der einerseits hin und her gerissen wirkt, dem andererseits einfach nicht zu trauen ist.

Auf welcher Seite steht er wirklich und welchen Plan verfolgt er am Ende?

Weitere Fragen häufen sich in der zweiten Hälfte an, und nur ein Teil von ihnen wird beantwortet, bis Band eins der urbanen Fantasy-Serie an einer Stelle endet, die ebenso aufregend wie gefährlich ist.

Ich freue mich auf Teil zwei.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.08.2024

0815-Story, deren Umsetzung alles andere als originell war.

THE CHOICE: Die Erwählten
0

In ihrer Romantasyserie führt uns Sophia Hunter nach „Prime Union“ – ein dystopisches Europa, in dem sich alle Frauen im heiratsfähigem Alter einer Jury stellen müssen, um in einer Art Reality-Show, die ...

In ihrer Romantasyserie führt uns Sophia Hunter nach „Prime Union“ – ein dystopisches Europa, in dem sich alle Frauen im heiratsfähigem Alter einer Jury stellen müssen, um in einer Art Reality-Show, die die ganze Welt verfolgt, das Herz von einem der acht Männer, zwei aus jeder Monarchie und vier unter ihnen von königlichem Blut, zu gewinnen.
Juliana ist alles andere als begeistert, als sie zu „The Choice“ geladen wird, hat sie doch aufgrund ihres bescheidenen Lebens am Rande der Gesellschaft keinerlei Chancen. Immerhin sind es immer die Adeligen, die siegen. Doch einem Fauxpas – oder steckt etwas anderes dahinter? – ist es zu „verdanken“, dass sie wahrhaftig Teil der Show wird… Einer Show, die es nicht darauf anlegt, ihre Kandidatinnen wohlwollend darzustellen.

Sind wir ehrlich: Der Plot erinnert u. a. stark an „Selection“ – Liebe im Rahmen eines Wettbewerbs, in dem die Loveinterests aus unterschiedlichen Gesellschaftsschichten stammen. Auch die 0815-„Heldin“ – ein armes Mädchen, das wiesoauchimmer (besonders) intelligent/bissig/gewitzt, jedem/r ein Dorn im Auge ist und begehrt/geliebt wird – kennen wir.
Man kann das Rad nicht neu erfinden, und das ist vollkommen ok, aber leider fand ich in diesem Auftakt nur wenig, was ich als originell bezeichnen könnte.

War es interessant, sich Informationen über „Prime Union“ und die Entstehung herauszupicken, war es der Rest nur selten. Denn klischeehafte Figuren und ein vorhersehbarer Verlauf mimen den Beginn dieser Serie, in der einander weder kennengelernt wurde noch Zeit für etwaige Entwicklungen blieb.
Juliana Gardener – eine junge Frau, die sich nichts aus dieser inszenierten Challenge, der Dekadenz macht und schnell zurück zu ihrer hungernden Familie will – beginnt durch ein verlockendes Angebot für ihren Platz und das Weiterkommen bei „The Choice“ zu kämpfen.
Dass sie im Fokus aller steht, und zwar nicht nur durch ihren „Auftritt zum Niederknien“ bei der Auswahlprozedur, ist dabei nicht sonderlich hilfreich. Mit mehr Glück als Verstand hangelt sich die Protagonistin durch die Aufgaben und den Alltag im Palast, findet fast augenblicklich Verbündete, schlägt jeder Intrige ein Schnippchen und, wie sollte es anders sein, verliebt sich prompt.
Hier wird von „allen Männern schöne Augen machen“, von tiefen Gefühlen, gar Liebe, und Freundschaften gesprochen und ich fragte mich: Wann passierte das? Und wie? Auch zu anderen, rasch gesprochenen, aus dem Nichts kommenden Einschätzungen fehlte mir das Handfeste.

Spannung und Freude blieben bei mir aus. Dabei weckte die Kombination – Dystopie, Brautschau, Reality-TV-Casting und Wettbewerb – sofort meine Aufmerksamkeit. Zusätzlich zu der flachen Umsetzung konnte mich auch Sophias Stil nicht an das Geschehen fesseln. Vieles wirkte überstürzt, Reaktionen übertrieben/für mich nicht nachvollziehbar, Dialoge und Gedanken gestellt. Auch bin ich kein Fan des Insta-Love-Tropes.
Wenn Plot- und Weltidee sowie die vorhandene Gesellschaftskritik ansprechend schienen, halten mich die Klischees und die für mich mangelhafte Ausarbeitung der Figuren inkl. der zwischenmenschlichen Entwicklungen davon ab, weiterzulesen.

Wahrscheinlich gehöre ich nicht zur geeigneten Zielgruppe, denn andere Vorab-LeserInnen warten gespannt auf die Fortsetzung.
„The Choice“ erscheint am 31. August und ich wünsche Sophia Hunter viel Erfolg.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere