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Veröffentlicht am 09.01.2026

WG-Leben & London-Flair, aber keine große Liebe

Two steps away - London Hearts 2
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Kurzmeinung: WG-Leben top, Romance überzeugt mich nicht – deutlich schwächer als Band 1 (3,5 - 4 Sterne) aber freue ich mich auf Band 3 und 4.

Ich bin mit einem sehr guten Gefühl in Two Steps Away gestartet. ...

Kurzmeinung: WG-Leben top, Romance überzeugt mich nicht – deutlich schwächer als Band 1 (3,5 - 4 Sterne) aber freue ich mich auf Band 3 und 4.

Ich bin mit einem sehr guten Gefühl in Two Steps Away gestartet. Der erste Band der London-Hearts-Reihe hat mir viel Spaß gemacht, besonders die Mädels aus der Londoner WG und die Dynamik zwischen den Mitbewohnerinnen. Auch Pippa mochte ich im ersten Teil gern, weshalb meine Vorfreude auf ihre Geschichte entsprechend hoch war.

Der Einstieg in Band zwei hat diese Erwartungen allerdings recht schnell etwas getrübt. Ich war nicht direkt enttäuscht, aber auch nicht begeistert, eher verhalten und unsicher, wohin sich die Geschichte entwickeln würde.

Perspektive und Schreibstil

Die Geschichte wird abwechselnd aus der Ich-Perspektive von Ben und Pippa erzählt. Zu Beginn fiel es mir leichter, einen Zugang zu Bens Perspektive zu finden als zu Pippas, was sich im Verlauf der Geschichte jedoch noch einmal gewandelt hat. Dennoch bin ich mit keinem der beiden Charaktere so richtig warm geworden. Ihre Gedanken und Gefühle konnten mich nicht nachhaltig abholen, wodurch vieles für mich nicht besonders im Kopf geblieben ist. Nach einer kurzen Lesepause habe ich gemerkt, dass ich bereits einige Details wieder vergessen hatte, da mich die Figuren und ihre Geschichte insgesamt nicht genug überzeugen konnten.

Der größte Knackpunkt für mich war leider der Schreibstil. Grundsätzlich ist er eher schlicht gehalten. Dennoch gab es immer wieder Satzkonstruktionen, die meinen Lesefluss stark gestört haben. Teilweise waren Passagen für mich so unklar formuliert, dass ich sie mehrfach lesen musste, einmal habe ich sogar versucht, gemeinsam mit einer außenstehenden Person die Logik hinter bestimmten Sätzen zu verstehen. Im direkten Vergleich zum ersten Band ist mir der Stilunterschied sehr aufgefallen. Dort hatte Lorena Schäfer geschrieben, und diesen Schreibstil mochte ich sehr: leicht, flüssig, fast schon ein Durchfliegen der Seiten. In Two Steps Away habe ich mich damit lange nicht wirklich wohlgefühlt. Erst ab etwa Seite 220 wurde es für mich spürbar besser und angenehmer zu lesen.

Zusätzlich kamen in meiner Auflage sehr viele Rechtschreibfehler vor, die mich leider ebenfalls gestört haben, da sie den ohnehin holprigen Lesefluss weiter unterbrochen haben.

Themen & Setting

Inhaltlich fand ich die Themen grundsätzlich interessant, auch wenn sie für mich keine absoluten Highlights waren. Besonders gefallen hat mir das Setting rund um die Agentur und Pippas Bemühungen, dort einen Praktikumsplatz zu bekommen. Die Handlung innerhalb dieses Arbeitsumfeldes wirkte stimmig und brachte Abwechslung in die Geschichte. Auch die winterliche Atmosphäre ist gut eingefangen: Schnee, London und eine gewisse Gemütlichkeit ließen sich stellenweise sehr gut vorstellen. Bildhafte Szenen gab es durchaus, sie haben für mich jedoch erst im späteren Verlauf des Buches richtig gewirkt.

Sehr positiv hervorheben möchte ich den Familienaspekt. Die Beziehung zu den Eltern und das unterschwellige Familiendrama haben der Geschichte Tiefe verliehen und mich emotional mehr abgeholt als die Liebesgeschichte. Hier hätte ich mir sogar noch etwas mehr Raum und Ausbau gewünscht.

Charaktere & Dynamiken

Die Dynamiken innerhalb der WG sind für mich erneut ein großes Highlight gewesen. Die Szenen mit den Mitbewohnerinnen haben mir sehr viel Spaß gemacht und fühlten sich lebendig und vertraut an. Auch wenn manche Situationen etwas überzogen wirkten, hat genau diese Gruppendynamik die Geschichte für mich getragen. Die Nebencharaktere insgesamt fand ich sehr gelungen und interessant, so sehr, dass meine Neugier auf die Folgebände (Band drei und vier) definitiv geweckt wurde.


Liebesgeschichte: Pippa & Ben

Leider konnte mich die Liebesgeschichte zwischen Pippa und Ben überhaupt nicht abholen. Sie ließ mich größtenteils kalt. Es gab Momente, in denen ich ehrlich gesagt keine Lust mehr hatte, weiterzulesen, weil mich ihr vergangenes wie auch das sich entwickelnde Liebesdrama kaum interessiert hat. Stattdessen hätte ich mir viel mehr Fokus auf das WG-Leben, Freundschaften, Familie und das Umfeld gewünscht. Einige Szenen zwischen Ben und Pippa empfand ich als seltsam, unpassend oder einfach nur verwirrend, sowohl inhaltlich als auch stilistisch. Das führte sogar dazu, dass ich das Buch für etwa zwei Wochen komplett beiseitegelegt habe.

Entwicklung & Ende


Positiv hervorheben möchte ich jedoch das letzte Drittel des Buches. Ab etwa Seite 220 wurden nicht nur der Schreibstil, sondern auch die Handlung und die zwischenmenschlichen Dynamiken deutlich besser. Vor allem die letzten rund 100 Seiten haben mich gut unterhalten und fühlten sich insgesamt stimmig an. Der Abschluss der Geschichte ist gelungen, sodass ich im Endspurt auch darüber hinwegsehen konnte, dass mich die Liebesgeschichte insgesamt nicht überzeugt hat.

Fazit

Two Steps Away hat mich mit gemischten Gefühlen zurückgelassen. Das WG-Leben, die Nebencharaktere, das Setting und die familiären Themen haben mir gut gefallen und tragen die Geschichte. Die Liebesgeschichte hingegen konnte mich leider nicht überzeugen, und der Schreibstil hat mir den Einstieg und große Teile des Buches unnötig schwer gemacht.

Während des Buches befand ich mich in einer Leseflaute, weshalb mir der Einstieg schwerfiel. Ich habe das Buch über einen längeren Zeitraum in kleinen Abschnitten gelesen, was mein Leseerlebnis sicherlich beeinflusst hat. Gut möglich, dass Two Steps Away zu einem anderen Zeitpunkt eine bessere Bewertung von mir bekommen hätte.

Trotz aller Kritik bin ich neugierig auf die weiteren Bände, da mich die Geschichten der anderen WG-Mädels sehr interessieren. Insgesamt war es für mich kein schlechtes Buch, aber leider auch keines, das mich emotional vollständig mitnehmen konnte. Unter Berücksichtigung aller Aspekte würde ich das Buch bei 3,5 bis 4 Sternen einordnen.

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Veröffentlicht am 04.01.2026

Sherlock-Vibes

Mord am Heiligen Abend
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Kurzmeinung: Atmosphärische Krimi-Kurzgeschichte mit leichten Sherlock-Vibes und einem herausragenden Sprecher.

Die Kurzgeschichte Mord am Heiligen Abend hat mir insgesamt gut gefallen und vor allem als ...

Kurzmeinung: Atmosphärische Krimi-Kurzgeschichte mit leichten Sherlock-Vibes und einem herausragenden Sprecher.

Die Kurzgeschichte Mord am Heiligen Abend hat mir insgesamt gut gefallen und vor allem als Hörfassung überzeugt. Ein ganz großer Pluspunkt ist der Sprecher Peter Lontzek: Seine unglaublich angenehme, markante Stimme zieht einen sofort in die Geschichte hinein und sorgt für eine dichte, stimmungsvolle Atmosphäre.

Inhaltlich hatte das Ganze für mich leichte Sherlock-Vibes, was unter anderem daran liegt, dass immer wieder Straßennamen und konkrete Orte genannt werden. Dieses Detail schafft ein klares Setting und verleiht der Geschichte einen besonderen Charme. Auch das Befragen von möglichen Zeugen und Tatverdächtigen fand ich spannend und gut umgesetzt, das Ermittlungsgefühl kommt definitiv auf.

Der Schreibstil lädt zum Zuhören ein, und das schrittweise Aufklären des Falls ist interessant gestaltet. Einziger Kritikpunkt: Mit einer Laufzeit von nur 36 Minuten bleibt die Geschichte etwas zu kurz. Ich hätte mir gewünscht, dass sie auf etwa eine Stunde oder etwas mehr ausgedehnt worden wäre, um Figuren und Handlung noch mehr Raum zu geben.

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Veröffentlicht am 04.01.2026

Drei wirklich kurze Geschichten

Wie wir in Småland Weihnachten feierten
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Kurzmeinung: sehr kurzes Weihnachts-Hörbuch mit drei kleinen Geschichten, die inhaltlich kaum hängen bleiben.

Wie wir in Småland Weihnachten feierten ist ein sehr kurzes Hörbuch mit drei kleinen Weihnachtsgeschichten, ...

Kurzmeinung: sehr kurzes Weihnachts-Hörbuch mit drei kleinen Geschichten, die inhaltlich kaum hängen bleiben.

Wie wir in Småland Weihnachten feierten ist ein sehr kurzes Hörbuch mit drei kleinen Weihnachtsgeschichten, gelesen von zwei Frauen und einem Mann. Die Geschichten sind zwar niedlich und stimmungsvoll, bleiben aber insgesamt sehr oberflächlich und flüchtig. Besonders die erste und zweite Geschichte sind so kurz, dass kaum Zeit bleibt, eine Beziehung zu den Figuren oder zur Handlung aufzubauen, entsprechend bleibt inhaltlich wenig im Gedächtnis.

Positiv hervorzuheben sind die Stimmen, vor allem der männliche Sprecher, der mit ruhiger, sanfter Art und unterschiedlichen Stimmlagen fast Hörspielcharakter erzeugt. Die erste Sprecherin wirkte in der Ich-Perspektive dagegen etwas unpassend.

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Veröffentlicht am 04.01.2026

Mehr Perspektiven, neue Geheimnisse

Cursebound
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„Cursebound – Battle of the Drumfire“ setzt die Geschichte nahtlos an das Ende von Band 1 an. Schon zu Beginn gibt es eine ausführliche Zusammenfassung des ersten Bandes, sodass man theoretisch nicht zwingend ...

„Cursebound – Battle of the Drumfire“ setzt die Geschichte nahtlos an das Ende von Band 1 an. Schon zu Beginn gibt es eine ausführliche Zusammenfassung des ersten Bandes, sodass man theoretisch nicht zwingend Band 1 vorher lesen müsste, ich selbst habe es aber nochmal getan, was die Rückkehr in die Welt von Mosima noch einmal sehr erfrischend gemacht hat.

Wir begleiten erneut Yeeran und Lettle, aber eine Besonderheit dieses Bandes ist, dass wir zusätzlich zwei weitere Perspektiven bekommen. Der personale Erzähler ermöglicht so noch tiefere Einblicke in die komplexe Welt von Mosima und entfaltet nach und nach kleine Mysterien. Politische Situationen und Intrigen spielen wieder eine zentrale Rolle, während die Liebesgeschichte eher in den Hintergrund rückt. Gerade diese Fokussierung auf politische Dynamiken hat in vielen Szenen für Spannung gesorgt.

Allerdings war mein Lese- bzw. Hörerlebnis nicht ganz optimal: Zunächst habe ich das Hörbuch gehört, das leider fehlerhaft war, mehrere Kapitel fehlten, wodurch der Fluss und das Zusammenspiel der Geschichte stark beeinträchtigt wurden. Erst zwei Wochen später habe ich die vollständige Version nachgeholt. Dieser Umstand könnte meine Bewertung ein wenig beeinflussen.

Abgesehen davon hat mir das Buch erneut viel Freude bereitet, insbesondere durch die zusätzlichen Perspektiven, die neue Einblicke in die Welt und ihre Figuren erlauben. Gleichzeitig konnte es mich nicht ganz so packen wie Band 1. Die Erzählung ist etwas langsamer, die Handlung stärker auf politische Themen fokussiert, und die bekannten Protagonisten Yeeran und Lettle bekommen leider weniger Raum für die Charaktertiefe, die man im ersten Band so lieben gelernt hat.

Fazit:
In „Cursebound – Battle of the Drumfire“ werden einige der bisherigen Mysterien weiter aufgedeckt, was die Welt von Mosima noch greifbarer macht. Der Band ist insgesamt etwas ruhiger und konzentriert sich stärker auf politische Dynamiken und neue Perspektiven, wodurch die bekannten Hauptcharaktere zeitweise in den Hintergrund treten. Dennoch gelingt es dem Ende, neugierig auf Band 3 zu machen und Spannung für die Fortsetzung aufzubauen.

Eventuell bewegt sich die Bewertung zwischen 3,5 und 4 Sternen was auf das fehlerhafte Hörerlebnis zurückzuführen ist !

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Veröffentlicht am 04.01.2026

Necken, Lachen, Verlieben

Ein Weihnachtswunder für uns
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Kurzmeinung: Warmherzig, humorvoll - Kurzer Zeitraum der Liebesentwicklung, aber ein echtes Wohlfühlbuch mit viel Charme und Gefühl. 4,5–5 Sterne

Ein Weihnachtswunder für uns ist der zweite Band der Reihe ...

Kurzmeinung: Warmherzig, humorvoll - Kurzer Zeitraum der Liebesentwicklung, aber ein echtes Wohlfühlbuch mit viel Charme und Gefühl. 4,5–5 Sterne

Ein Weihnachtswunder für uns ist der zweite Band der Reihe und begleitet Christopher, den wir bereits aus Band 1 kennen. Obwohl mir der erste Teil schon sehr gut gefallen hat, hat mich dieser zweite Band emotional sogar noch mehr abgeholt. Ich konnte mich deutlich stärker mit den Figuren identifizieren, weshalb ich für mich ganz klar sagen kann: Band 2 hat mir besser gefallen als Band 1. Dieses Hörbuch hat genau das getroffen, was ich in dem Moment gebraucht habe – eine süße, herzerwärmende Liebesgeschichte mit viel Humor, Wärme und Gefühl.

Einstieg & Schreibstil

Der Einstieg in die Geschichte fiel mir extrem leicht. Der Schreibstil ist einfach, locker und sehr zugänglich, sodass ich sofort in der Handlung angekommen bin. Besonders positiv fand ich, dass immer wieder kleine Rückblicke und kurze Einblicke eingebaut werden, die erklären, was im ersten Band passiert ist. Dadurch kann man der Geschichte auch gut folgen, ohne den ersten Teil gelesen zu haben. Trotzdem würde ich persönlich jedem empfehlen, mit Band 1 zu starten, da die emotionale Verbundenheit zu den Figuren dadurch noch intensiver wird.

Erzählperspektive

Die Geschichte wird in einer personalen Erzählweise aus zwei Perspektiven erzählt. Es handelt sich also nicht um eine Ich-Perspektive, sondern um zwei personale Sichtweisen, zwischen denen regelmäßig gewechselt wird. Dadurch bekommt man einen sehr guten Einblick in beide Hauptfiguren, ihre Gedanken und Gefühle. Diese Erzählweise hat für mich besonders gut funktioniert, da die Geschichte sehr dialoglastig ist. Trotz der personalen Perspektive hatte ich nie das Gefühl, dass mir etwas fehlt oder dass ich den Figuren emotional nicht nahe genug bin. Im Gegenteil: Durch die vielen Gespräche, Wortgefechte und kleinen Interaktionen entsteht eine große Nähe zu den Charakteren, ohne dass es eine Ich-Perspektive gebraucht hätte.

Atmosphäre, Humor & Rom-Com-Vibes

Für mich ist Ein Weihnachtswunder für uns eine richtig gelungene Rom-Com. Die beiden Protagonisten necken sich ständig, ärgern sich liebevoll und liefern sich großartige Wortgefechte. Dazu kommen viele Nebenfiguren, die unglaublich viel Humor in die Geschichte bringen. Besonders die ersten zwei Drittel habe ich extrem viel gelacht ... wirklich sehr oft.

Im letzten Drittel verschiebt sich der Fokus stärker auf die emotionalen und romantischen Aspekte, wodurch der Humor etwas in den Hintergrund tritt. Das fand ich aber sehr passend, da die Geschichte dadurch emotional an Tiefe gewinnt, ohne ihren Charme zu verlieren.

Handlung & Zeitrahmen

Die Handlung spielt rund um Weihnachten und erstreckt sich vom 20. Dezember bis etwa Silvester. Erzählt wird sehr detailliert, sodass wir die Protagonisten von morgens bis abends begleiten. Oft finden mehrere Ereignisse an einem einzigen Tag statt, was dafür sorgt, dass man den Figuren extrem nah ist und ihren Alltag sehr intensiv miterlebt.

Man muss allerdings damit klarkommen, dass sich die Liebesgeschichte in einem sehr kurzen Zeitraum entwickelt, im Grunde innerhalb von etwa sechs Tagen. Wenn man darüber hinwegsehen kann, funktioniert die Geschichte wunderbar. Hinterfragt man diesen Aspekt zu stark, könnte es schwerfallen, die Gefühle vollständig nachzuvollziehen.

Themen & Repräsentation

Besonders hervorheben möchte ich die queere Repräsentation. Christopher setzt sich weiterhin mit seiner Bisexualität auseinander, und mit Nash haben wir einen transmann als Love Interest. Diese Darstellung fand ich sehr sensibel und authentisch umgesetzt. Zusätzlich gibt es wieder Repräsentation von Behinderungen und Neurodivergenz.

Ein zentrales Thema ist außerdem Kochen und Backen, was ich in Geschichten generell liebe. Dieses Thema zieht sich sehr präsent durch die Handlung und sorgt für viele gemütliche, herzerwärmende Momente. Ergänzt wird das Ganze durch Nashs Schauspielkarriere, das charmante Kleinstadtszenario und ein wunderbares Weihnachtssetting.

Nebenfiguren & Reihenverbundenheit

Die Nebenfiguren sind ein echtes Highlight. Sie bringen nicht nur Humor, sondern treiben die Handlung aktiv voran. Besonders schön fand ich, dass wir viele bekannte Charaktere aus dem ersten Band wiedersehen. Dadurch entsteht eine starke Verbundenheit innerhalb der Reihe und das Gefühl, wieder nach Hause zu kommen.

Fazit


Ein Weihnachtswunder für uns ist eine warmherzige, humorvolle und emotionale Weihnachts-Rom-Com, die mich sehr berührt hat. Wenn man ein Auge zudrücken kann, was den kurzen Zeitraum der Liebesentwicklung angeht, bekommt man hier eine wunderschöne, queere Liebesgeschichte mit tollen Charakteren, viel Charme und ganz viel Herz.

Für mich ist es ein absolutes Wohlfühlbuch, mit kleinen Schwächen, aber sehr viel Gefühl. Insgesamt lande ich bei 4,5 bis 5 Sternen und kann das Hörbuch wirklich wärmstens empfehlen.

Hörbuch-Umsetzung

Die Hörbuch-Umsetzung ist insgesamt ein großer Pluspunkt. Die Leistungen der Sprecher fand ich wirklich sehr, sehr gut. Es wurde nicht einfach nur vorgelesen, sondern tatsächlich gespielt, besonders in humorvollen Szenen. Der Witz kam dadurch richtig gut zur Geltung, und man war als Hörerin bzw. Hörer voll mit drin. Auch die Darstellung der Nebenfiguren ist hervorragend gelungen. Bestimmte Figuren, zum Beispiel eine ältere Frau, wurden stimmlich so gut umgesetzt, dass ich sie mir allein durch die Betonung und Sprechweise sofort bildlich vorstellen konnte. Das hat die Geschichte sehr lebendig gemacht.

Es gibt jedoch auch kleinere Kritikpunkte. Zum einen unterscheiden sich die beiden Hauptsprecher stimmlich nur wenig, sodass nicht immer sofort klar war, aus wessen Perspektive gerade erzählt wird. Zum anderen ist mir aufgefallen, dass der zweite Sprecher (Nash) Christopher in Dialogen teilweise etwas anders und stellenweise sogar arroganter, dargestellt hat, als er eigentlich ist und als ihn sein eigener Sprecher verkörpert. Natürlich wirken Dialoge je nach Perspektive unterschiedlich, dennoch gab es ein paar Momente, in denen mich diese Darstellung kurz irritiert hat, da sie für mich nicht ganz zu Christophers Charakter gepasst haben. Trotz dieser kleinen Kritikpunkte überwiegen für mich ganz klar die positiven Aspekte, und insgesamt ist die Hörbuch-Umsetzung sehr gelungen.

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