Platzhalter für Profilbild

Fraufuchsliest

Lesejury-Mitglied
offline

Fraufuchsliest ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Fraufuchsliest über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.04.2026

Ich liebe diese Reise

Die Pforten von Lopahr: Lichter und Geheimnisse
0

"Verdrossen malte sie mit dem Finger die Umrisse eines kleinen Tillis auf das Glas. Wo steckte die Rachel, die diesen Planeten fürchtete und sich nach der Erde sehnte?"

Es hat kaum ein paar Sätze gebraucht, ...

"Verdrossen malte sie mit dem Finger die Umrisse eines kleinen Tillis auf das Glas. Wo steckte die Rachel, die diesen Planeten fürchtete und sich nach der Erde sehnte?"

Es hat kaum ein paar Sätze gebraucht, bis ich wieder komplett in dieser Welt versunken war und die neue Kullise fühlt sich deutlich schattiger und komplexer an. Cornelia löst zwar einige Knoten aus dem ersten Band, wirft aber gleichzeitig Fragen auf, die mich direkt wieder gepackt haben.

Rachel bekommt den verdienten Raum sich zu verändern und sie sammelt nicht nur neue Erfahrungen, sie stößt auch an ihre Grenzen. Vor allem erkennt sie, dass der Frieden (wie wohl häufig in der realen Welt), eine zerbrechliche Angelegenheit ist.

Unter den Neuzugängen hat es mir Aros besonders angetan. Was sich da zwischen ihm und Cayl abzeichnet, kam für mich völlig unerwartet und das Bonuskapitel am Ende hat dem Ganzen noch die Krone aufgesetzt 😵.

Da es hier um den zweiten Band geht, vermeide ich jetzt natürlich Spoiler und halte mich von Story-Angaben fern, aber eines bleibt: Erins Fantasie beim Worldbuilding ist einfach grenzenlos. Ich liebe es, wie sie Bilder erschafft, auf die man sich einfach nur einlassen muss.

​Ein riesiges Kompliment geht an Fanny Bechert, denn dieses Mal habe ich das Buch auch gehört, und Fanny hat Rachel so eindrucksvoll „gespielt“, dass ich mit geschlossenen Augen das Gefühl hatte, einen Film zu sehen. Die Mischung aus Erins Worten und Fanny's Stimme war für mich einfach perfekt.

4,5/5 ⭐

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.04.2026

Leider ist der Funke nicht übergesprungen

Spellcaster
0

Manchmal gibt es Bücher, bei denen das Grundgerüst eigentlich vielversprechend wirkt, die Umsetzung dann aber leider an der Oberfläche hängen bleibt. Paisleys Weg an das renommierte College fühlte sich ...

Manchmal gibt es Bücher, bei denen das Grundgerüst eigentlich vielversprechend wirkt, die Umsetzung dann aber leider an der Oberfläche hängen bleibt. Paisleys Weg an das renommierte College fühlte sich für mich leider weniger nach einer magischen Entdeckung und mehr nach einer Aneinanderreihung von Momenten an, die letztlich nirgendwo hinführten. Dass sie als Hexe auf ihre Kräfte wartet, während ihre gefühlt unzähligen Geschwister bereits fest in dieser Welt verankert sind, hätte spannend sein können, verlor sich aber in zu viel familiärem Trubel.
​Ein großer Knackpunkt war für mich die Beziehung zu Logan. Obwohl die Feindschaft zwischen den beiden erklärt wird, blieb sie für mich rein rational und emotional nicht greifbar. Wenn die Chemie nur auf dem Papier existiert, fällt es schwer, mitzufiebern. Hinzu kam eine Jugendsprache, die in meinen Augen deplatziert wirkte und dem Ganzen einen fast parodistischen Beigeschmack verlieh, was mich immer wieder aus der Geschichte geworfen hat.
​Auch die Nebencharaktere, wie die überdrehten besten Freundinnen, konnten die fehlende Tiefe nicht ausgleichen. Man wird in Freundschaften hineingeworfen, die sich noch gar nicht entwickeln durften, was das gesamte Gefüge etwas künstlich wirken lässt. Insgesamt blieb das Weatherstone College für mich leider hinter seinen Möglichkeiten zurück und konnte mich trotz des interessanten Settings nicht mitreißen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.04.2026

Noch etwas Luft nach oben

Nightweaver
0

Das Setting klang vielversprechend und gibt der Story schon einen ganz eigenen Vibe. Doch der Start war für mich ein wenig chaotisch und ich musste mich erst mal sortieren. Doch die Idee mit den Nightweavern ...

Das Setting klang vielversprechend und gibt der Story schon einen ganz eigenen Vibe. Doch der Start war für mich ein wenig chaotisch und ich musste mich erst mal sortieren. Doch die Idee mit den Nightweavern hat mich dann doch schnell neugierig gemacht, also stürzte ich mich mich mit hohen Erwartungen ins Abenteuer.

Mit Aster hatte ich jedoch so meine Schwierigkeiten. Sie ist eine Prota, an die man sich erst mal gewöhnen muss, aber sie bekommt zum Glück genug Raum, um sich zu entwickeln. Dass sie sich mit Will (einem Nightweaver) einlassen muss ist natürlich ein bekanntes Muster was in der Regel gut funktioniert, doch bei mir ist dieses Mal der Funke nicht ganz übergesprungen.


Der Schreibstil ist super flüssig, aber beim Pacing hat es für mich etwas gehakt. Es haben sich immer mal wieder Längen eingeschlichen, die mich ein bisschen aus dem Flow gebracht haben. Da viele Fragen offen bleiben und das Ganze mit einem fiesen Cliffhanger endet, bin ich aber trotzdem gespannt, wie es weitergeht. Insgesamt eine echt unterhaltsame Geschichte mit ein paar Ecken und Kanten. 3,5/5

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.04.2026

Hab mir mehr versprochen

House of Blight
0

Die angekündigten Gothic-Elemente haben mich neugierig auf diese Geschichte gemacht und der Schreibstil hält glücklicherweise, was die Optik verspricht: Er ist atmosphärisch und trägt die düstere Grundstimmung ...

Die angekündigten Gothic-Elemente haben mich neugierig auf diese Geschichte gemacht und der Schreibstil hält glücklicherweise, was die Optik verspricht: Er ist atmosphärisch und trägt die düstere Grundstimmung sicher durch die Seiten. Dennoch blieb bei mir eine gewisse Distanz bestehen.
​Obwohl das Setting auf dem Anwesen der Ferngloves viel Potenzial bietet, konnte mich die Handlung nicht vollends in ihren Bann ziehen. Vor allem der Funke bei Orin ( ich hab es mir gewünscht ) wollte nicht recht überspringen, was es schwer machte, die emotionale Verbindung zu ihm aufrechtzuerhalten. Es ist ein Buch, das optisch und stilistisch überzeugt, mich aber inhaltlich leider nicht so tief greifen konnte, wie ich es mir erhofft hatte.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.04.2026

Dark Fantasy nach meinem Geschmack

The cold light of dying star
0

Manche Bücher liest man, um für ein paar Stunden dem Alltag zu entfliehen, und dann gibt es diese Geschichten, die etwas ganz anderes mit einem vorhaben. Sie lassen einen nicht einfach gehen, sondern fordern ...

Manche Bücher liest man, um für ein paar Stunden dem Alltag zu entfliehen, und dann gibt es diese Geschichten, die etwas ganz anderes mit einem vorhaben. Sie lassen einen nicht einfach gehen, sondern fordern den Platz im eigenen Kopf ein. Sie lassen einen nachdenklich zurück, wecken eine leise Wehmut oder brechen einem schlichtweg das Herz.

​Genau so ein Werk haben Lisa und Noa erschaffen. Mein Wunsch nach einer echten Dark Fantasy (inklusive Ende) wurde hier absolut erfüllt. Die Erzählung ist dabei so finster und atmosphärisch, wie es das Cover bereits vermuten lässt.

​Arivey und Koa haben mich mit ihrer enormen Intensität und Präsenz vollkommen unvorbereitet getroffen. Ihre Schicksale sind so tiefgreifend verwoben, dass sie zu Persönlichkeiten gereift sind, die jenseits jeder Vorhersehbarkeit agieren.

Beeindruckend ist die Verwendung von Sprache und die Macht der Worte. Das Autorenduo nutzt den Schreibstil so gezielt, dass die Welt einfach lebendig werden muss. Die Worte schleichen sich im besten Slow-Burn-Stil in die Gedanken, nisten sich dort ein und bleiben.

​Es ist eine bewusste Entscheidung, dass diese Rezension mehr über mein Innenleben als über den reinen Handlungsablauf verraten. Doch genau das spiegelt den Kern des Buches wider und ich kann euch diese Geschichte nur ans Herz legen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere