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Veröffentlicht am 02.03.2026

heimat ist dort, wo dein Herz schlägt

Und das Glück duftet nach Wolken und Meer
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Mit “Und das Glück duftet nach Wolken und Meer” hat Autorin Susa Bartel einen gefühlvollen Debütroman vorgelegt und lädt die Lesenden ein, mit Kayla in das wunderschöne Irland, nach Old Quay, zu reisen. ...

Mit “Und das Glück duftet nach Wolken und Meer” hat Autorin Susa Bartel einen gefühlvollen Debütroman vorgelegt und lädt die Lesenden ein, mit Kayla in das wunderschöne Irland, nach Old Quay, zu reisen. Schon das stimmungsvolle Cover weckt die Sehnsucht danach, an der stürmischen Atlantikküste zu stehen und den rauen Wind zu spüren.

Kayla hat bis jetzt in Berlin gelebt. Ihre Beziehung mit Partner Ben steht auf der Kippe und ihr Business, Trauerbegleiterin beim Tod eines Haustieres, läuft gar nicht gut. Nun fliegt sie aus einem traurigen Anlass nach Hause. Ihr Dad ist schwer krank und stirbt. Sie selbst wird im Dorf ihrer Kindheit teils wohlwollend, teils mit Vorwürfen empfangen. Denn manche sind der Meinung, sie hätte ihre alte Gran im Stich gelassen. Auch Kaylas Bruder Logan wirft ihr das vor, daher herrscht zwischen ihnen Eiszeit. Denn die Geschwister haben sich noch nicht vom größten Schicksalsschlag ihrer Jugend erholt: Ihre Mutter ist verschwunden, als sie noch Kinder waren.

Langsam erkennt Kayla, wie schön es in ihrer Heimat ist und dass Gran sie brauchen würde. Denn ihr verstorbener Vater war in den letzten Jahren sehr aufbrausend und trunksüchtig. Auch trifft sie ihre Freundin aus Kindertagen, Maeve, wieder, die eine Galerie betreibt. Als Kayla ihr die Fotographien zeigt, die sie in Berlin gemacht hat, eröffnen sich neue Perspektiven und der Wunsch, nach Berlin zurückzukehren und ihre alte Beziehung wieder aufzunehmen, tritt immer mehr in den Hintergrund. Denn da gibt es Nathan, einen jungen Witwer, zu dem es Kayla immer mehr hinzieht. Soll Kayla mutige Entscheidungen treffen und die Beziehung mit Ben beenden, sich sogar mit ihrem Bruder aussöhnen und die Suche nach ihrer verschwundenen Mutter aufnehmen?

Susa Bartel hat mit “Und das Glück duftet nach Wolken und Meer” nicht nur einen Sehnsuchtsroman nach Irland geschrieben, sondern es hervorragend verstanden, tiefe Gefühle, Trauer und die Suche nach den eigenen Wurzeln zu einer atmosphärischen Wohlfühlgeschichte zu verdichten, die man nicht mehr aus der Hand legen möchte. Es fällt leicht, sich in das Geschehen zu versetzen, die Gefühle der Protagonisten sind lebendig dargestellt und gut nachvollziehbar. Die Autorin beschreibt überzeugend, in welch innerer Zerrissenheit gepaart mit Schuldgefühlen sich Kayla lange Zeit befindet und wie schwierig es ist, wieder auf ihren Bruder zuzugehen. Besonders beeindruckt, wie Gran Kayla sofort das Gefühl gibt, bei ihr zu Hause und geborgen zu sein. Zusätzlich stürzt Nathan, der im Burren- Nationalpark eine Parfümerie betriebt und augenscheinlich Interesse an Kayla hat, sie in Verwirrung. Sehr gut dargestellt ist die Ablehnung, die ihr Bruder Logan Kayla entgegen bringt, lange ist ungewiss, ob sich die Geschwiste annähern werden. Trotzdem hat man als Leserin das Gefühl, dass hier eine Entwicklung beginnt, die für alle Beteiligten ein versöhnliches und gutes Ende nehmen wird.

“Und das Glück duftet nach Wolken und Meer” ist ein außergewöhnlicher Roman mit Tiefgang, der große Gefühle beschreibt und die Lesenden an einer Geschichte teilnehmen lasst, deren Höhen und Tiefen sich erst langsam erschließen, aber deren Erforschung sich wirklich lohnt. Trotzdem liest sich das Buch leicht und bietet witzige Situationen. Mir hat dieser Roman sehr gut gefallen und ich möchte ihn gerne allen Lesenden empfehlen, die die grüne Insel mögen und gerne in Familiengeschichten eintauchen.

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Veröffentlicht am 01.03.2026

Umtausch ausgeschlossen?

Ninas Monster. Falsch geliefert
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Der bekannte Autor Rüdiger Bertram hat mit “Ninas Monster- falsch geliefert” ein humorvolles Buch darüber vorgelegt, was sich Kinder manchmal sehnlich wünschen: Ein Monster, das sie beschützt und mit ...


Der bekannte Autor Rüdiger Bertram hat mit “Ninas Monster- falsch geliefert” ein humorvolles Buch darüber vorgelegt, was sich Kinder manchmal sehnlich wünschen: Ein Monster, das sie beschützt und mit dem man kuscheln kann. Schon das fröhlich gestaltete Hardcover zeigt die kleine Nina, deren Traum, ein Monster zu besitzen, in Erfüllung geht. Aber klappt das gleich beim ersten Anlauf?

Nina ist klein für ihr Alter, ängstlich und wird von den Mitschülern gehänselt. Also soll ein Monster her. Doch Ninas Eltern versichern, dass es keine Monster gibt. Aber das weiß Nina besser, schließlich hat sie den Katalog der Firma Frank& Stein, in dem verschiedene Monster abgebildet sind. Für Nina ist klar: Sie will Walter haben, fünf Meter groß und mit blauem Zottelfell. Der wird Nina sicher beschützen, leider ist er teuer, wie soll Nina das bezahlen? Aber sie hat ja noch Oma, die für Nina versucht, das Geld aufzutreiben, denn mit Arbeit, erkennt Nina, kann sie nie genug verdienen.

Nach langem Warten kommt die Lieferung, aber kein Walter. Geliefert wird die kleine, ängstliche Mimi, die jetzt von Nina beschützet werden muss und die sogar Ninas Eltern knuddelig finden. Erst möchte Nina Mimi umtauschen, doch bald möchte sie sie nicht mehr hergeben. Jedoch hält ein großer Lastwagen vor Ninas Haus….

Rüdiger Bertram hat mit “Ninas Monster- falsch geliefert” ein gelungenes Kinderbuch geschaffen, das auf die Ängste von Kindern eingeht und ihnen zeigt, dass man selbst zum Beschützer Schwächerer werden kann, wenn es notwendig ist. Dazu braucht man nur das nötige Selbstvertrauen. Neben den kindgerechten Texten überzeugen die große Schrift, die kurzen Kapitel sowie die phantasievollen schwarz- weiß Illustrationen Mateo Dineen. Das Buch ist für Kinder ab acht Jahren empfohlen.

Doch nicht nur die Darstellung der Monster ist gut gelungen, auch Ninas Oma ist ungewöhnlich, denn sie ist Mode- Influencerin. Da kommen Monster gerade recht, um viele Klicks zu bekommen. Nina liegt etwas anderes am Herzen: bei Frank & Stein werden Monster unter schlechten Bedingungen gehalten. Wird es gelingen, alle zu befreien? Und wo sollen sie wohnen? Die Antworten findest Du in diesem Buch, das die Kinder oft direkt anspricht und damit eine sehr lebendige und fröhliche Geschichte erzählt.

Ich habe das Buch mit meiner Enkelin gelesen, die neun Jahre alt ist, sie hat sowohl Nina wie besonders das Monster Mimi in ihr Herz geschlossen. Und wer weiß, vielleicht gibt es Monster ja doch- zumindest in diesem Buch, das wir gerne weiterempfehlen.

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Veröffentlicht am 27.02.2026

Katzenfriedhof

Commissario Leone und die Toten von Rom
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Der alte protestantische Friedhof in Rom, nahe der Cestius Pyramide, ist der Schauplatz von Patrizia Zanninis dritten Band der Serie Italia Mortale. Schon das mysteriöse Cover gibt die unheimliche Friedhofsatmosphäre ...

Der alte protestantische Friedhof in Rom, nahe der Cestius Pyramide, ist der Schauplatz von Patrizia Zanninis dritten Band der Serie Italia Mortale. Schon das mysteriöse Cover gibt die unheimliche Friedhofsatmosphäre wieder, in der sich ein Drama abspielt.

Eine schrecklich verstümmelte Leiche wird bei den Gräbern gefunden, ein Minister, wie sich herausstellt, als Commissario Enzo Leone und sein Team die Ermittlungen aufnehmen. Eigentlich ist der Mann gut beleumdet, aber dann stellt sich heraus, dass er ein Bauprojekt in einem Naturschutzgebiet erst in letzter Sekunde abgeblasen hat. Musste er deshalb sterben?

Verdächtig sind seine Geschäftspartner und Freunde, doch sie haben ein Alibi. So kann der Mörder weiter seine schrecklichen Taten begehen, es gibt weitere Leichen. Aber was der Mörder nicht zu wissen scheint: Er wurde bei seiner Tat beobachtet, von einer alten Frau, der Katzenlady, die sich um die auf diesem Friedhof lebenden Katzen kümmert. Doch sie geht nicht zur Polizei, obwohl sie Beweise findet, aus Angst vor dem Täter. Der hat jedoch bereits aus anderer Quelle von ihrer Existenz erfahren und sie schwebt in großer Gefahr.

Im Mittelpunkt von Patrizia Zanninis Roman steht zu Recht der protestantische Friedhof im Herzen von Rom, denn dort sind unter anderem die englischen Dichter Keats und Shelly begraben, ebenso wie ein Sohn Goethes. Zwischen wunderbar gestalteten Grabsteinen fristen vierzig Katzen ein einfaches Dasein. Commissario Leone erfährt jedoch lange nichts von dem Zusammenhang zwischen der Tat auf dem Friedhof und einem psychopathischen Mörder, der es auch auf die Frau des Ministers und ihre Schwester abgesehen zu haben scheint. Als die Spuren immer mehr in die Richtung der Vergangenheit des Ministers führen, gerät auch der Commissario in große Gefahr. Denn er erkennt die Zusammenhänge, hat aber wieder einmal nicht mit, was er so nötig brauchen würde, seine Waffe.

“Commissario Leone und die Toten von Rom” ist ein spannender Kriminalroman, der die Atmosphäre der Stadt lebendig einfängt. Loyale Mitarbeiter unterstützen die Arbeit des Commissarios, der bald heiraten möchte. Seine Schwiegermutter in spe hat ihm und Rosa, seiner Braut, erzählt, dass es eine glückliche und lange Ehe bringe, wenn man bis zur Hochzeit tausend Kraniche faltet. Doch wie soll sich das zeitlich ausgehen? Wieder helfen die Kollegen und es scheint nicht nur das Hochzeitsglück garantiert, sondern nach langen Recherchen und oft in die Irre führenden Spuren kann der Mörder gestellt werden.

Patrizia Zannini hat einen spannenden Roman mit gut gezeichneten Protagonisten vorgelegt, der leicht lesbar ist und den man schwer aus der Hand legt. Lebendig wird hier eine hintergründige Geschichte erzählt von einem Milieu, das geprägt ist von politischen Intrigen, Korruption und Vorteilsnahme. Doch immer wieder scheint die Sorge um das Wohlergehen der Friedhofskatzen durch. Ebenso stellt die Autorin an das Ende des Buches Rezepte für typisch römische, einfache Speisen. Wer also einen Krimi mit viel römischem Lokalkolorit schätzt, hat hier sicher zum richtigen Buch gegriffen.

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Veröffentlicht am 26.02.2026

Mutterliebe

Niemands Töchter
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Die bekannte Schauspielerin Judith Hoersch hat mit “Niemands Töchter” ihren Debütroman vorgelegt. Das stilvolle Hardcover zeigt eine junge Frau- eine Tochter oder doch eine Mutter- mit Sonnenblumen, die ...

Die bekannte Schauspielerin Judith Hoersch hat mit “Niemands Töchter” ihren Debütroman vorgelegt. Das stilvolle Hardcover zeigt eine junge Frau- eine Tochter oder doch eine Mutter- mit Sonnenblumen, die aber nur die Hälfte ihres Gesichts bedecken, denn Freude und Schmerz liegen in diesem Roman ganz eng zusammen.

Im ersten Drittel der Erzählung wird spotlightartig das Schicksal von vier Frauen beleuchtet. Immer wieder gibt es Zeitsprünge und Rückblenden, so dass die Lesenden in diesem Abschnitt dem Buch die Aufmerksamkeit widmen müssen, die es zweifellos verdient.

Marie ist einem lieblosen Elternhaus nach Berlin entflohen, bringt sich als Putzfrau in einem Krankenhaus durch. Dort beobachtet sie eine freundliche und liebevolle Säuglingsschwester, Gabriele. Marie fasst einen Plan, in dem Gabriele eine wesentliche Rolle spielen wird, denn Marie ist ungewollt schwanger.

Gabriele hat ein Kind verloren, ihre Ehe ist gescheitert. Doch bietet sich ihr eine Chance, die ihr Hoffnung gibt. Aber nicht in Berlin. Sie kehrt in ihr Elternhaus, eine Bäckerei, zurück und zieht dort Alma mit aller Liebe auf, die sie aufbringen kann. Doch liegt zwischen ihnen immer eine gewisse Distanz, denn Alma ist ein hoch intelligentes, aber schwieriges Kind. Und Alma wird Gabriele verlassen, denn die Wahrheit kommt immer an die Oberfläche.

Isabell ist Tänzerin, die ihre Karriere wegen ihres Lampenfiebers beendet hat, aus ihrer Vergangenheit leidet sie an starken Verlustängsten, die sie auf ihre Tochter und in ihre Ehe überträgt. Trost findet Isabell beim Betrachten der Polaroid Fotos, die ihre bereits vor Jahren verstorbene Mutter gemacht hat.

Zwischen diesen vier Frauen bestehen unerschütterliche, aber schmerzhafte Verbindungen, gelebte Leben, die einander berühren und doch so weit von einander entfernt sind. Erst im zweiten Drittel des Buches zeichnet der Roman größere Bögen und es fällt leichter, die Absichten der Protagonistinnen, ihr Glück und ihr Scheitern nachzuvollziehen. Judith Hoersch gelingt es meisterhaft, auf die Narben kaum verheilter Wunden zu zeigen und zu beschreiben, dass man sowohl Trauer als auch Heilung die Zeit geben muss, die sie brauchen. Die Lesenden werden vielleicht in manchen dieser familiären Konstellationen und Beziehungen auch Bruchstücke ihres eigenen Lebens erkennen und verstehen, wieso es diesem Roman gelingt, so tief zu berühren.

Judith Hoersch gibt ihrem Buch einen versöhnlichen Schluss, die Sehnsucht nach Mutterliebe überwindet auch tiefe Gräben, die die Vergangenheit aufgerissen hat. Wenn kein Verstehen möglich ist, so kann doch Verzeihen Heilung bringen. “Niemands Töchter” ist ein feinfühlig geschriebener, tiefgründiger Roman, der durch erzählerisches Können die Lesenden mitnimmt, in das Schicksal dieser vier Frauen einzutauchen und mitzufühlen. Daher gebe ich eine absolute Leseempfehlung für diesen so eindrucksvollen und wirkmächtigen Roman.

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Veröffentlicht am 25.02.2026

Gasperlmaier und die Kunst

Letzter Landler
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In Bad Aussee gastiert das Staatsopernballett und Franz Gasperlmaier, Postenkommandant in Altaussee, muss hin. Das hat seine Frau Christine beschlossen, denn Gasperlmaier hat es nicht so mit der Hochkultur. ...

In Bad Aussee gastiert das Staatsopernballett und Franz Gasperlmaier, Postenkommandant in Altaussee, muss hin. Das hat seine Frau Christine beschlossen, denn Gasperlmaier hat es nicht so mit der Hochkultur. Doch die Aufführung gefällt ihm, besonders die Schönheit einer Geigerin, Julia, hat es ihm angetan. Doch am nächsten Morgen ist Julia tot, ermordet.

Nunmehr beginnen die Ermittlungen mit der tatkräftigen Hilfe von Gruppeninspektorin Emina Jovanovic und der Frau Dr. Kohlross, beide aus Liezen. Ein verzwickter Fall, nicht nur die Orchestermusiker, das Ballettensemble und Freunde des Opfers sind potentiell verdächtig, denn Julia hatte wechselnde amouröse Verhältnisse. Doch dann gibt es einen weiteren Toten, diesmal einen Balletttänzer. Waren da Drogen im Spiel? Neben einem Schlagersternchen, das den Toten gut gekannt hat, führen immer mehr Spuren zu den Orchestermitgliedern…

Privat hat Gasperlmaier auch gut zu tun, denn die Eltern von Richelle, seiner Kanadischen Schwiegertochter, sind zu Besuch. Da muss Opa Gasperlmaier schon einmal seine Enkel hüten. Das ist schwierig, aber glücklicherweise wird er schnell bei einem Einsatz gebraucht. Die Einladung nach Kanada, die Richelles Eltern aussprechen, möchte er am Liebsten gleich wieder vergessen, denn der Gasperlmaier will gar nicht von zu Hause weg.

Herbert Dutzler hat mit “Letzter Landler” wieder einen seiner berühmten und teilweise bereits verfilmten Lokalkrimis vorgelegt. Die lieb gewonnenen Figuren haben auch in diesem Band ihren Platz, so der Dr. Altmann, Gasperlmaiers Nachbar, der zur rechten Zeit einen Schnaps ausschenkt. Auch der ehemalige Postenkommandant Friedrich Kahlß hilft bei der Aufklärung des Falles. Natürlich kommen auch die Christine vor, die Gasperlmaier immer sagt, wo es lang geht und seine Tochter Katharina mit ihrer Ehefrau, beides neugierige Journalistinnen. Nicht zu vergessen, hat Herbert Dutzler etliche kleine Seitenhiebe eingebaut, so zum Beispiel auf die Schillingzeitung, die sofort wüste Vermutungen zu den Morden anstellt, natürlich immer mit Fragezeichen hinter den Behauptungen, denn schließlich gilt die Unschuldsvermutung. Diesmal ist auch ein junger Polizist, Kevin, mit von der Partie, der nicht nur in sozialen Netzwerken versinkt, sondern auch kein Benehmen und kein Talent für die Polizeiarbeit hat. Alle diese Figuren sind lebensnah beschrieben und wachsen den Lesenden schnell ans Herz, denn sie passen wunderbar in die Ausseer Landschaft.

Somit dürfen wir uns wieder über einen unterhaltsamen Kriminalroman mit viel Lokalkolorit freuen, der sich nahtlos in die Reihe der bisher erschienenen Bände einreiht. Das Buch ist flott und witzig geschrieben, es gibt viele richtige Indizien und falsche Spuren, bis die Aufklärung der Morde gelingt. Wer Gasperlmaier und seine Familie bisher noch nicht lieb gewonnen hat, wird sicher nach dem Lesen dieses Falles von den Protagonisten und der Szenerie überzeugt sein. Daher kann ich einen fiktiven Urlaub im Ausseer Land nur empfehlen, es warten eine spannende Geschichte und viele originelle Persönlichkeiten.

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