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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.05.2017

Ein Krimi zum Verlieben

Die Stille der Lärchen
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Ich muss gestehen, ich bin kein wirklicher Krimi Leser, aber dieses Buch ist außergewöhnlich. Der Schreibstil, das aussagekräftige Bild der Stille der Berge auf dem Cover, hat mich sofort angesprochen. ...

Ich muss gestehen, ich bin kein wirklicher Krimi Leser, aber dieses Buch ist außergewöhnlich. Der Schreibstil, das aussagekräftige Bild der Stille der Berge auf dem Cover, hat mich sofort angesprochen.
Der Autor Lenz Koppelstädter versteht es, den Leser mitzunehmen, auf eine ganz unnachahmliche und ungewöhnliche Art und Weise, ich war als Leser mittendrin im Geschehen, sah mit den Augen des Commissario Grauner die Bergwelt, die Menschen, fühlte die unterschiedlichen, teilweise auch unterschwelligen Stimmungen der Orte, der Menschen.
Commissario Grauner ermittelt im Fall eines toten Mädchens und das Erste was auffällt ist die einzigartige Beschreibung der Menschen in einem abgelegenen Tal Südtirols, die in diesem Tal leben, sie sind gottesfürchtig, stolz und schweigsam und haben für sich schon festgestellt, wer der Mörder ist, jemand, der nicht dort geboren wurde, ein „Zugezogener“. Kopplelstätter beschreibt die Mentalität der Menschen sehr treffend und bewegend. Doch nichts ist so, wie es auf den ersten Blick zu sein scheint, als auch noch ein paar Schriftstücke gefunden werden, die die Ermittlungen ausdehnen auf eine andere Zeitepoche und der Leser ahnt, das alles viel komplizierter ist, als es zu sein scheint.
Ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen und habe es durchgelesen.


Veröffentlicht am 11.05.2017

Ein Roman, spannend auf eine andere Art und Weise

Noah will nach Hause
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Parapsychologie und Wiedergeburt. Gibt es dieses Phänomen wirklich? Der fiktive Debütroman von Saron Guskin behandelt exakt dieses Thema. Das Cover des Romans hat mir sehr gut gefallen, die ausgestanzten ...

Parapsychologie und Wiedergeburt. Gibt es dieses Phänomen wirklich? Der fiktive Debütroman von Saron Guskin behandelt exakt dieses Thema. Das Cover des Romans hat mir sehr gut gefallen, die ausgestanzten Fenster und die Tür des Hauses, hinterlegt mit gelbem Papier, lassen das Haus in einem warmen Licht erscheinen, man fühlt sich aufgefordert, einzutreten in diese Geschichte. Die Protagonstin Janie (39) trifft während Ihres Urlaubs in Trinidad einen unbekannten Mann, ein kurzes Sexabenteuer, was nicht ohne Folgen bleibt. Die Geschichte beginnt, als Noah, ihr Sohn (4)im Kartengarten auffällig wird und die Kindergartenleiterin das Jugendamt einschalten möchte, da Noah für sein Alter „abnormale“ Verhaltensweisen zeigt, er hat panische Angst vor Wasser, fast in jeder Nacht Albträume, in der er nach seiner Mutter ruft – seiner anderen Mutter. Janie lehnt die Einschaltung des Jugendamtes ab und begibt sich auf die Suche nach Psychiatern, die helfen können, es ist eine Odyssee, der erst endet, als Janie durch Zufall einen Bericht über Dr. Anderson liest, der sich mit dem Thema der Reinkarnation (Wiedergeburt) beschäftigt. Sie nimmt Kontakt zu ihm auf, um ihrem Sohn zu helfen, aber wird er helfen können?
Der Schreibstil ist sehr fesselnd, sehr authentisch und fordert den Leser mit, mitzukommen auf eine außergewöhnliche Reise, die wahre Mutter mit nur recht wenigen bekannten Anhaltspunkten ausfindig zu machen um Noah zu helfen, aber wird es gelingen?

Veröffentlicht am 11.05.2017

Reiseerlebnisse auf eine andere Art - ein tolles Buch

Hinter dem Horizont rechts
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Von Anfang an hat mich der Schreibstil von Chris Many in den Bann gezogen, die Reise von Europa nach Australien, welch eine Herausforderung, der Autor reist mit seiner Lebenspartnerin Laura Pattara zwar ...

Von Anfang an hat mich der Schreibstil von Chris Many in den Bann gezogen, die Reise von Europa nach Australien, welch eine Herausforderung, der Autor reist mit seiner Lebenspartnerin Laura Pattara zwar mit dem Motorrad, doch das ist rückt in Hinsicht auf die tiefen Einblicke in andere Länder und Kulturen, gepaart mit viel politischen Hintergrundwissen, die der Autor dem Leser gewährt, ein wenig in den Hintergrund. Chris Many versteht es, seine Erlebnisse auf den einzelnen Etappen dieser Reise spannend, manchmal amüsant und auch nachdenklich, dem Leser sehr authentisch zu vermitteln. Reiseerlebnisse, wirtschaftliche, politische und Umweltanmerkungen sowie auch die Veränderungen im Laufe der Jahre sind mehr als nur oberflächlich.

Er holt den Leser ab und man begleitet ihn auf einer außergewöhnlichen Reise.
Ich muss zugeben, dass ich das Buch nur schwerlich aus der Hand legen konnte, es hat mich sehr gefesselt.

Veröffentlicht am 11.05.2017

tierisch gut

Mopsfluch
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Es war das erste Buch, was ich von der Autorin gelesen habe, also mein erster Mopskrimi, wenn man soll will, aber bestimmt nicht der letzte Krimi.
Normalerweise bin ich überhaupt kein Krimi Fan, aber ...

Es war das erste Buch, was ich von der Autorin gelesen habe, also mein erster Mopskrimi, wenn man soll will, aber bestimmt nicht der letzte Krimi.
Normalerweise bin ich überhaupt kein Krimi Fan, aber mich hat schon das Cover sehr inspiriert, doch mal einen Blick mehr zu riskieren. Ich wollte wissen, wie die Protagonisten, in diesem Fall also die Möpse samt der Familie als Nebendarsteller, den Fall auf ihre ganz spezielle Art aufklären werden, mit oder ohne menschliche Hilfe. Da Tiere nicht wie die Menschen sprechen können, war mir von vornherein ziemlich klar, dass hier unterhaltsame Momente voller Missverständnisse gewiss sind , ganz besonders hat mich interessiert, wie umschifft die Autorin diese Klippen zwischen der menschlichen Sprache und den tierischen Verhaltensweisen und den tierischen Verständigungsmöglichkeiten.
In "Mopsfluch" geht es um Holmes, einem schon aus zwei Krimis bekannten Spürmops , der sich bereits einen Namen als Spürnase oder besser gesagt Spürmops gemacht hat und der mit Hilfe seines Freundes Waterson, einem menschlichen Kommissar, verschiedene Fälle aufklärt. Die Interaktionen zwischen den beiden hat mir gut gefallen, auch wenn die Verständigung vielleicht ein klein wenig "zu gut" geklappt hat, aber das gehört auch dazu. So schienen die Arten der Kommunikation mir doch schon sehr realistisch zu sein - beispielsweise erklärt Waterson dem Hund, dass er bellen soll, falls er die richtige „Vermutung“ anstellt, das sicherlich ein wenig weit hergeholt erscheint, aber irgendwie trotzdem gut hinpasst.
Der Mops Holmes hat sich hierbei als wirklich sehr intelligenter Mops herausgestellt, der für mich überzeugend und glaubwürdig geschrieben war, auch wenn er und die anderen Tiere ein wenig vermenschlicht wurden, um die Geschichte möglich zu machen. Sie behalten dennoch alle tierischen Eigenschaften ihrer speziellen Art, wenn wir das als Menschen überhaupt so beurteilen können, bei, es war amüsant und witzig zu lesen, wie die Menschen auf die ungewöhnlich wirkenden Aktionen ihrer tierischen Mitbewohner reagierten.

Obwohl die Geschichte sehr witzig und unterhaltsam ist, ist der Fall spannend. Er ist ziemlich verzwickt und voller Überraschungen, mit einem Ende, was mich überrascht, aber auch sehr überzeugt hat. Der Mops Holmes ist ganz klar der Star der Ermittlungen, aber auch seine menschlichen Familienmitglieder und tierischen Freunde haben einen nicht unerheblichen Anteil an der Aufklärung dieses Falls und die Abwechslung zwischen Spannung und Witz sehr gelungen - auch wenn ich mich beim Lesen des Buches und auch dannach gefragt habe, warum nicht alle Polizisten mit einem Mops arbeiten, anstatt mit Schäferhunden ???

Insgesamt kann ich nur sagen, dass "Mopsfluch" sehr gut gefallen hat, locker, witzig gepaart mit einer guten Portion Spannung.
Ich denke darüber nach, auch die ersten beidenerschienen Mopskrimis zu lesen.

Veröffentlicht am 11.05.2017

Amüsant, witzig und auch ein wenig satirisch

Das Leben ist ein zotteliges Ungetüm
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Das Cover des Buches hat mir sehr gut gefallen, der kleine Mischlungshund mit der Denk-,Sprechblase, der VW aus den 70iger Jahren, es passt alles zusammen.
Ist das Leben wirklich zottelig, ja ist es sicher ...

Das Cover des Buches hat mir sehr gut gefallen, der kleine Mischlungshund mit der Denk-,Sprechblase, der VW aus den 70iger Jahren, es passt alles zusammen.
Ist das Leben wirklich zottelig, ja ist es sicher manchmal und sicherlich auch dann und wann türmt sich das Leben für jeden wie ein Ungetüm auf. Der Titel beschreibt den Inhalt des Buches ziemlich gut, denn es geht in dem Buch hauptsächlich um den sehr gelehrigen und wie unschwer vom Cover abzuleiten, zotteligen Hund Amok, der mit dem Protagonisten des Buches, Stefan die Höhen und Tiefen des Lebens durchlebt.
Das Buch startet mit einer mehr als unkonventionellen Vater-Tochter-WG mit Hund, steigert sich zu einem satirischen Blick auf die Arbeits- hier speziell Werbewelt und gipfelt letztlich in einem Road Trip, der das Leben der Protagonisten Stefan von Grund auf verändern wird. Er hat mal irgendwann in der Sicherheitsbranche gearbeitet, ist aber schon seit längerem ohne Job und zieht deshalb zu seiner Tochter. Die Tochter arbeitet in einer KFZ Werkstatt, die direkt unter der Wohnung gelegen ist und Hund Amok, dessen Charakter dem Coverbild entspricht, fungiert ein wenig als "Handlanger" bei der Tochter in der Werkstatt.
Dabei geht es sehr unterhaltsam zu und der Witz und die Pointen passen sehr gut, ich musste manchmal doch recht breit schmunzeln, besonders bei den Charakteren der Werbebranche. Dieses Buch ist in kleinster Weise langweilig oder langatmig. Stefan und seine Tochter sind in jedem Fall „Unikate“ und trotzdem Personen mitten aus dem Leben. Als der Vater sich in einer Werbeagentur vorstellt, weil eine Verwechselung vorliegt, jagt ein komisches Missverständnis das nächste, alle reden miteinander und doch aneinander vorbei. Es ist wunderschön beschrieben und ich habe beim Lesen gedacht, wie im wirklichen Leben. Auch die Nebencharaktere sind sehr lustig und individuell beschrieben, sodass sie den Roman wirklich toll ergänzen. Der Schreibstil ist locker und flüssig und passt sehr gut zu diesem amüsanten Roman. Die Kapitel sind kurz und der angenehme Schreibstil verleitet dazu, das Buch nicht mehr aus der Hand zu legen, ich habe es in einem Rutsch gelesen.
Unterhaltung ist in jedem Fall bei diesem amüsanten Buch garantiert und hier und da blitzt sogar ein wirklich schöner wahrer und vor allem satirischer Anflug durch über das Leben und die Arbeitswelt auf und man kann sicher sein, das da ein Körnchen Wahrheit dran ist.