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Veröffentlicht am 10.05.2017

spannend und eindrucksvoll, gefühlvoll geschrieben

Die Nightingale Schwestern
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Klappentext: London, 1937. Die Schwesternschülerinnen Dora und Lucy sind Rivalinnen seit ihrem ersten Jahr am Nightingale Hospital. Als ihre Abschlussprüfung näher rückt, müssen sie feststellen, dass sie ...

Klappentext: London, 1937. Die Schwesternschülerinnen Dora und Lucy sind Rivalinnen seit ihrem ersten Jahr am Nightingale Hospital. Als ihre Abschlussprüfung näher rückt, müssen sie feststellen, dass sie eine gemeinsame Sorge verbindet: Beide hüten sie ein Geheimnis, das sie ihre berufliche Zukunft kosten kann. Auch das neue Dienstmädchen Jess sehnt sich nach einem Neubeginn. Sie kommt aus schwierigen Verhältnissen und will ihre Vergangenheit endlich hinter sich lassen. Doch es gibt Menschen, die das mit aller Macht zu verhindern suchen



Den vierten Band der Nightingale Schwestern habe ich regelrecht verschlungen, der Leser ist, wenn er die anderen Bände gelesen hat, sofort wieder mitten im Geschehen. Der Schreibstil von Donna Douglas ist leicht und flüssig und auch wieder spannend von der ersten bis zur letzten Seite. Die Protagonistinnen Dora, Lucy, Effie, die Schwester von Katie und neue Schwesternschülerin am Nightingale Krankenhaus und Jess, die als Dienstmädchen im Schwesternhaus anfängt, um ihrer Situation aus dem Armenviertel zu entfliehen. Katies Schwester Effie entscheidet sich für die Ausbildung als Krankenschwester, um dem kleinen Ort Killarney in Irland zu entfliehen und möchte in London etwas erleben und nicht so unbedingt lernen, sie ist noch ein wenig naiv und da sind einige Schwierigkeiten schon vorprogrammiert. Jess, aus dem Armenviertel vor ihrer Stiefmutter entflohen, möchte das Leben im Elendsviertel hinter sich lassen, holt in Abendkursen ihren Schulabschluss nach und interessiert sich sehr für medizinische Themen, doch ihre Vergangenheit holt sie wieder ein….

Lucy, verwöhntes Millionärsmädchen, kämpft mit großen privaten Problemen und Dora erlebt eine böse Überraschung…

Der Roman war leider viel zu schnell gelesen, die Seiten sind mir davongeflogen und der fesselnde Erzählstil von Donna Douglas ist kurzweilig und gefühlvoll. Ich kann den Roman mit gutem Gewissen weiterempfehlen.

Veröffentlicht am 10.05.2017

Sommerlektüre, mal ein wenig anders

Der Sommer mit Pippa
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Klappentext: Freunde suchst du dir nicht aus. Freunde finden dich. Sarah ist ein Kontrollfreak: Sie hat für jeden Anlass das perfekte Kleid, den perfekten Freund und nun auch endlich den perfekten Verlobungsring ...

Klappentext: Freunde suchst du dir nicht aus. Freunde finden dich. Sarah ist ein Kontrollfreak: Sie hat für jeden Anlass das perfekte Kleid, den perfekten Freund und nun auch endlich den perfekten Verlobungsring am Finger. Die Vorbereitungen für die Hochzeit laufen auf Hochtouren - bis Sarah feststellt, dass sie keine Trauzeugin hat. Weil es so etwas wie eine beste Freundin in ihrem Leben gar nicht gibt. Dann lernt sie zufällig Pippa kennen, eine flippige Chaotin mit Dreadlocks und ölverschmierter Latzhose. Pippa ist Automechanikerin und das genaue Gegenteil von Sarah: zu laut, zu widerspenstig, zu ehrlich. Andererseits hat Pippa ein riesiges Herz und würde eine wunderbare - wenn auch ungewöhnliche - Trauzeugin abgeben. Schnell wird klar, dass sie Sarahs ganzes Leben auf den Kopf stellt. Aber kann Pippa auch Sarahs Herz retten?

Die Protagonistin des Romans Sarah ist auf einem Bauernhof mit Schweinehaltung in der Eifel aufgewachsen und wurde durch einen unglückseligen Balanceakt in ihrer Kindheit zum Schweinematschmädchen, hat lange schon die Eifel hinter sich gelassen, sich eine erfolgreiche Karriere als Anwältin aufgebaut, aber sie hat seit der Kindheit keine beste Freundin mehr. Nun plant sie ihre Hochzeit, die einfach nur perfekt werden soll und braucht eine Trauzeugin, den Part, den normalerweise die beste Freundin übernimmt, die sie nicht hat, bis auf einmal Pippa in ihr Leben hüpft…Pippa laut, chaotisch, vordergründig recht selbstbewusst….

Die Autorin schreibt flüssig, spannend mit einer guten Portion Humor und arbeitet die beiden sehr unterschiedlichen Charaktere von Sarah und Pippa ein wenig überspitzt, aber sehr überzeugend heraus. Sarah, zugeknöpfte perfektionistische Eitelkeit, Jasagerin und Pippa, extrovertiert, chaotisch und unkonventionell planen zusammen Sarahs perfekte Hochzeit. Die beiden Nebencharaktere Liz, zukünftige Schwiegermutter, Drachen par exellence und Philip, selbstsüchtiges Muttersöhnchen ergänzen die Protagonistin sehr gut.

Eine sehr unterhaltsame Lektüre auch und besonders um die Freundschaft, kurzweilig und sehr unterhaltsam, mal eine etwas andere Sommerlektüre, die sich von den gängigen Liebesromanen abhebt.

Veröffentlicht am 10.05.2017

Fesselnde, spannende Geschichte zu Zeiten des 2. Weltkrieges

Demnächst in Tokio
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Klappentext: Keine Widerworte: Elisabeth heiratet Ernst! Unbekannterweise. Die 18-jährige Elisabeth, behütet und aus gutem Hause, macht sich 1934 ins fremde Japan auf, um ihren Ehemann zu treffen: Ernst ...

Klappentext: Keine Widerworte: Elisabeth heiratet Ernst! Unbekannterweise. Die 18-jährige Elisabeth, behütet und aus gutem Hause, macht sich 1934 ins fremde Japan auf, um ihren Ehemann zu treffen: Ernst Wilhelm, 39, Diplomat in Tokio, der mit der Heirat seinen Posten im diplomatischen Dienst des Deutschen Reichs sichern will. Kaum reicht Elisabeths Fantasie, sich die Hochzeitsnacht mit einem gestandenen Mann vorzustellen. Umso erleichterter ist sie, dass Ernst freundlich auf Distanz geht. Doch findet sie sich unter Menschen wieder, deren Handeln und Gefühle sie nicht durchschaut. Während die Nazifizierung des Personals voranschreitet, gibt es Heimlichkeiten, Getuschel in der Botschaft. Warum wird Ernst vom japanischen Geheimdienst beobachtet? Ist sein Freund Alexander ein Spion? Sucht er deshalb Ernsts Nähe? Und wie soll sie damit umgehen, dass ihr Herz für den falschen Mann schlägt? Mit historischer Präzision und viel psychologischem Gespür zeichnet Katharina Seewald das Leben einer jungen Frau, die in turbulenten Zeiten ihren eigenen Weg geht. Als Alexander verhaftet wird und der Krieg in Japan seine böse Fratze zeigt, müssen Elisabeth und Ernst nach Peking ins Exil. Doch der größte Schlag steht ihnen noch bevor: Wie soll ihr Herz das überstehen, als die Nachricht eintrifft, Alexander sei als Spion hingerichtet worden?



Schon das Cover des Buches hat mir gut gefallen und die historische Geschichte hat mich sofort in ihren Bann gezogen: die Zeit des Nationalsozialismus und Japans, ineinander und miteinander verwoben, und die politischen Ereignisse in Japan und der Welt zur damaligen Zeit.

Die Protagonistin des Romans Elisabeth schreibt in ihrem Roman einen Brief an Karoline und erzählt in diesem Brief, wie ihre Heirat mit dem Militärattaché Ernst Wilhelm von Traunstein überhaupt zustande kam und von der langen Reise nach Tokio, wo ihr Ehemann lebt und arbeitet. Elisabeth zur damaligen Zeit überbehütet aufgewachsen mit einem sehr strengen Vater, ohne Freiheiten und politisch völlig unbedarft, lernt in Tokio eine neue Art der Freiheit kennen und später auch große Veränderungen. Katharina Seewald nimmt den Leser mit, lässt ihn Teil werden der Geschichte, der Schilderungen Japans 1934, der nationalsozialistischen Kreise in Tokio und man ist als Leser mittendrin, erfährt wie sich das Leben im Laufe der Zeit und unter den damaligen politischen Zwängen rigoros verändert…

Der Roman ist überaus packend geschrieben, spannend von der ersten bis zur letzten Seite, ein Buch, was der Leser am liebsten nicht aus der Hand legen möchte, die Autorin schafft es, die exotische Kultur Japans, die Gerüchte, das Gewimmel in den Straßen und das Leben dem Leser zu vermitteln, als sei man selber Teil des Ganzen. Es ist ein zugleich berührender Roman über eine wundervolle Liebe, Familiendrama und für mein Empfinden sehr guten geschichtlichen Schilderungen über die damalige teilweise auch sehr dramatische Epoche.

Das Buch ist sehr empfehlenswert.


Veröffentlicht am 10.05.2017

Ein Wohlfühlroman vom feinsten….

Strandfliederblüten
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Klappentext: In ihrem neuen Urlaubs-Roman entführt Gabriella Engelmann ihre Leserinnen und Leser erneut an die Nordsee-Küste. Vor der atmosphärischen Kulisse einer Hallig, geprägt von Wellen, Sonne und ...

Klappentext: In ihrem neuen Urlaubs-Roman entführt Gabriella Engelmann ihre Leserinnen und Leser erneut an die Nordsee-Küste. Vor der atmosphärischen Kulisse einer Hallig, geprägt von Wellen, Sonne und Wind, lässt die Spiegel-Bestseller-Autorin ihre aus Hamburg stammende Heldin Juliane nicht nur ihr eigenes Leben neu definieren, sondern auch ein Familien-Geheimnis aufdecken und Wege finden, achtsam mit sich selbst und anderen umzugehen. Denn in Julianes Leben überstürzen sich gerade die Ereignisse. Neben einer großen Enttäuschung in Sachen Liebe und dem Verlust ihres Jobs erhält sie überraschend die Nachricht, dass ihre Großmutter Ada, mit der sie nie Kontakt hatte, ihr ein Haus samt zugehörigem Leuchtturm auf der Hallig Fliederoog hinterlassen hat. Einmal dort angekommen, ist Juliane wie verzaubert – von Adas liebevoll eingerichtetem Zuhause, das das ihre werden könnte, von den besonderen Menschen auf der Hallig, von der unvergleichlichen Natur der Nordsee-Küste und von den Ausblicken und Einsichten, die man nur auf einem Leuchtturm erleben kann und von denen Juliane schon als Kind träumte.



Juliane, die Protagonistin des Buches, die in Hamburg lebt, einen stressigen Job bei einem Lifestyle Magazin hat, der auf der Kippe steht, kommt ihrem Freund auf die Schliche, der, anstatt seine kranke Mutter am Wochenende zu pflegen, verheiratet ist und die Wochenenden bei seiner Frau verbringt. Juliane ist hin und hergerissen zwischen Ärger und aller Traurigkeit, als sie die Nachricht erhält, dass sie von ihre Großmutter väterlicherseits eine Warft samt Leuchtturm auf einer Hallig geerbt hat. Juliane völlig überrascht von der Erbschaft, packt kurzentschlossen ein paar Sachen zusammen, um sich vor Ort ein Bild zu machen. Schon der erste Eindruck von der Hallig verzaubert Juliane, die Ruhe, die Einsamkeit, nur Wellenrauschen, Wind und Vogelgezwitscher und auch die Warft hat ihren ureigenen Charme, dem sie sich nur schwer entziehen kann. Sie entdeckt kleine Botschaften ihrer Großmutter extra für sie und stellt sich die Frage, warum ihre Mutter die Großmutter totgeschwiegen hat, in all den Jahren und wer die Frau wirklich war? Die Halligbewohner reagieren ihr gegenüber teilweise sehr verschlossen und sie fragt sich nach dem warum? Als sie dann noch bei ihrer Rückkehr nach Hamburg die Mitteilung erhält, dass ihr Job wegfällt, weil der Verlag das Magazin nicht mehr weiter publiziert, träumt sie von einem Leben auf der Hallig, aber wird das möglich sein? Und was hat es mit den geheimnisvollen Ringen auf sich, die einige Bewohner und auch der Notar tragen?

Gabriella Engelmann schreibt mit Herz und Liebe, das Buch ist in einem Augen auch eine Liebeserklärung an die Nordsee, die wilde Urgewalt des Meeres, an die Landschaft, geprägt von Strandflieder, Straußgras und Strandhafer. Der Leser taucht mit der Protagonistin ein auf das einzigartige Flair einer Halliginsel, riecht das Salz des Meeres, hört das Wellenrauschen und die Schreie der Möwen, ist flüssig und sehr gut lesbar geschrieben und wenn man sich in seinem Leben schon ein wenig mit Achtsamkeit beschäftigt hat, stellt fest, dass man damit eine andere Sicht auf verschiedene Dinge erhält. Leben im Einklang mit der Natur kann man leben, jeder auf die ihm mögliche Art und Weise.

Veröffentlicht am 10.05.2017

Spannung pur - Leseempfehlung

Die Wege der Macht
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Klappentext: Die Wege der Familien Clifton und Barrington sind gezeichnet von Glück und Leid, von Machtspielen und Schicksalsschlägen. Während sich sein Jugendfreund Giles in eine Frau mit dunkler Vergangenheit ...

Klappentext: Die Wege der Familien Clifton und Barrington sind gezeichnet von Glück und Leid, von Machtspielen und Schicksalsschlägen. Während sich sein Jugendfreund Giles in eine Frau mit dunkler Vergangenheit verliebt, reist Harry Clifton nach Sibirien. Harry will dem dort inhaftierten Schriftsteller Babakow helfen – und bringt sich damit in große Gefahr. Auch für seine Frau Emma, die der Barrington-Gesellschaft vorsteht, schlägt eine schwere Stunde



1964 entgeht der erste Luxusliner der Barringtons auf seiner Jungfernfahrt nur denkbar knapp einer Katastrophe und Emma Barrington, die Vorstandsvorsitzende setzt alle Hebel in Bewegung um das familienunternehmen weiterhin auf Kurs zu halten, doch Intrigen folgen Intrigen und dann steht das Familienunternehmen auf der Kippe…..währenddessen kämpft ihr Ehemann Harry an einer ganz anderen Front, er versucht, dem russischen Schriftsteller, der in Sibirien inhaftiert ist weil er ein Buch geschrieben hat, dass nie veröffentlicht wurde zu helfen und gerät zwischen die damals sehr verhärteten Fronten zwischen Ost und West…. auch Giles der Politiker und Seb, der Banker, Sohn von Emma und Harry müssen einsehen, dass das Schicksal, dass sie schon mal gerne herausfordern nicht immer einfache Wege geht…

"Die Wege der Macht" ist der 5te Band der packenden und spannenden Clifton-Saga und schließt nahtlos an die dramatischen Ereignisse am Ende des 4ten Bandes an. Jeffrey Archer versteht es meisterhaft, Spannungen aufzubauen und diese im gesamten Roman aufrecht zu erhalten, Verwicklungen und die gesponnenen Intrigen sind raffiniert und teilweise völlig unvorhersehbar und auch unerwartet.

Mir hat der Roman genau wie die anderen vier Bände außerordentlich gut gefallen , flüssig und leicht lesbar aber die Spannung macht diesen Roman aus, ich fand ihn fast noch spannender als den vierten Teil des Romans. Spannende Geschichte, wenige außerordentliche Charaktere, Seb, einer der Charaktere, der sich kontinuierlich sehr interessant weiterentwickelt, schüren schon die Vorfreude auf den sechsten Teil der Clifton Saga.