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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.03.2018

Rizzoli & Isles

Blutzeuge
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Jane Rizzoli und Maura Isles haben es mal wieder mit einer besonders perfiden Mordserie zu tun. Der Mord an zwei jungen Menschen erinnert an die Tötungsarten von katholischen Märtyrern. Allerdings wurden ...

Jane Rizzoli und Maura Isles haben es mal wieder mit einer besonders perfiden Mordserie zu tun. Der Mord an zwei jungen Menschen erinnert an die Tötungsarten von katholischen Märtyrern. Allerdings wurden diese postmortem an den Opfern vorgenommen. In den Händen der jungen Frau liegen ihre Augäpfel, aus der Brust des jungen Mannes ragen Pfeile. Welches Motiv steckt dahinter? Und natürlich welcher Mörder. Jane und Maura tappen im Dunkeln bis ein alter Fall von Kindesmissbrauch ihre Aufmerksamkeit erregt. Aber das ist noch längst nicht alles.
Tess Gerritsen ist es mal wieder gelungen ein sehr spannendes, aktuelles Buch zu schreiben, das ich nicht aus der Hand legen konnte. Toller Schreibstil, interessante Charaktere und sehr viel besser als die Serie, die ich nicht mag.

Veröffentlicht am 19.03.2018

Feuer und Frost

Fire & Frost, Band 1: Vom Eis berührt
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Als eine der letzten Firebloods wird Ruby vom Frostblood-König gejagt, denn Fire- und Frostbloods sind seit jeher Feinde. Doch nach ihrer Gefangennahme erhält Ruby ausgerechnet von einem Mönch und dem ...

Als eine der letzten Firebloods wird Ruby vom Frostblood-König gejagt, denn Fire- und Frostbloods sind seit jeher Feinde. Doch nach ihrer Gefangennahme erhält Ruby ausgerechnet von einem Mönch und dem Frostblood Arcus Unterstützung, denn die beiden möchten, dass Ruby den Eisthron des Frostblood-Königs zerstört. Die beiden helfen ihr, mit ihrer Kraft umzugehen und - natürlich - kommen Ruby und Arcus sich näher, aber dann...


Der Leser wird ab der ersten Seite sofort ins Geschehen geworfen und wir sind mittendrin in der Geschichte. Nur schade, dass dieses hohe Level an Action nicht aufrecht erhalten wird, sondern in der Mitte deutlich abschwächt, aber zum Glück wird am Ende das Tempo doch wieder angezogen.
Ein flüssiger Schreibstil, eine interessante Idee für eine Geschichte, mit den Charakteren musste ich erst langsam warm werden. Die Antonyme Feuer und Kälte/Frost sind jetzt nichts Neues, wurden hier aber interessant umgesetzt.

Veröffentlicht am 17.03.2018

Was macht einen Mann zum Mann?

Die Herzen der Männer
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Was macht einen Mann zum Mann?
Nelson, ein sensibler, intelligenter junger Mann, der jedoch sehr unter seinem Vater leidet. Dieser nimmt ihn jedes Jahr mit zum Pfadfinderager. Dort wird jedoch nur Wilbur, ...

Was macht einen Mann zum Mann?
Nelson, ein sensibler, intelligenter junger Mann, der jedoch sehr unter seinem Vater leidet. Dieser nimmt ihn jedes Jahr mit zum Pfadfinderager. Dort wird jedoch nur Wilbur, der Leiter, zu einem Freund, dennoch prägt diese Zeit Nelson so sehr, dass der Außenseiter später selbst Pfadfinderleiter wird. Dort trifft er dann auch seinen einzigen Freund, Jonathan, wieder mit dessen Sohn Trevor. Dann lernt der Leser noch Thomas, Trevors Sohn kennen.
Weder nur gut, noch nur schlecht, viele Probleme, Grausamkeiten werden erlebt, Trunkenheit spielt auch oft eine Rolle, Männer als Väter und Söhne,...
Ein feinfühliges Buch, das nachdenklich stimmt, ein hervorragender Schreibstil, etwas Besonderes.

Veröffentlicht am 17.03.2018

Ganz nett, aber mehr auch nicht

Der erste Blick, der letzte Kuss und alles dazwischen
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Clare und Aidan waren auf der Highschool ein Paar, doch nun ist diese Zeit zu Ende und sie gehen beide auf unterschiedliche Colleges, ihres ist an der Ostküste, seines in Kalifornien - also einmal durch ...

Clare und Aidan waren auf der Highschool ein Paar, doch nun ist diese Zeit zu Ende und sie gehen beide auf unterschiedliche Colleges, ihres ist an der Ostküste, seines in Kalifornien - also einmal durch den Kontinent getrennt. Wird ihre Beziehung diese Trennung überstehen? Diese Ausgangssituation ist sicherlich vielen bekannt, wenn es nach der Schule in unterschiedliche Städte geht, auch in Deutschland nicht unüblich, allerdings dann nicht ganz so weit entfernt. In ihrer letzten gemeinsamen Nacht vor dem Aufbruch an die Colleges gehen sie noch einmal die Stationen ihrer Beziehung durch, um dann zu entscheiden, ob sie sich trennen sollen oder doch versuchen, eine Fernbeziehung zu führen.
Clare kam mir oft sehr unreif, unüberlegt und auch egoistisch vor und war für mich keine Sympathieträgerin. Aidan hat mir oftmals leid getan. Eine ganz nette Geschichte, aber mehr leider nicht.

Veröffentlicht am 16.03.2018

Toller Auftakt

Palace of Glass - Die Wächterin
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London im Jahr 2054. Gleich zu Beginn erlebt der Leser einen Kampf der Protagonistin Rea gegen einen großen Mann, während sie eher zierlich ist. Wie vermutet gewinnt Rea den Kampf, aber warum gelingt es ...

London im Jahr 2054. Gleich zu Beginn erlebt der Leser einen Kampf der Protagonistin Rea gegen einen großen Mann, während sie eher zierlich ist. Wie vermutet gewinnt Rea den Kampf, aber warum gelingt es ihr? Rea ist eine so genannt Magdalene. Wenn sie andere Menschen berührt, kann sie deren Gedanken lesen und nicht nur das (aber mehr werde ich nicht verraten, obwohl dies schon auf den ersten Seiten erklärt wird). Wegen dieser Fähigkeit wurde 26 Jahre zuvor eine strenge Kleiderordnung eingeführt sowie ein komplizierter Verhaltenscodex. Berühren von anderen Menschen ist strengstens verboten. So tragen die Menschen einen hohen Kragen und Handschuhe, die bevorzugte Farbe ist weiß, das für die Reinheit aus der christlichen Glaubenslehre steht. Maria wird hoch verehrt. Interessant fand ich unter anderem auch die Beschreiung eines Tanzes, bei dem sich die Tanzenden an den Schleppen berühren und der Mann so die Frau führt. Die Hände sollten idealerweise im Kummerbund hinter dem Rücken stecken. Je vornehmer, desto weniger werden die Hände überhaupt benutzt. Diener spießen Häppchen auf 30cm langen Serviergabeln auf, Türen öffnen sich selbsttätig. Insgesamt eher ein Setting aus der Vergangenheit, allerdings gibt es Handys und Tablets, also durchaus eine interessante Mischung und Rückentwicklung der Gesellschaft.
Mir gefällt die Geschichte gut; in den letzten Jahren habe ich so einige Bücher aus dem Bereich Science Fiction und Fantasy gelesen, so dass es selten Neues gibt, aber hier ist es der Autorin gelungen. Der Schreibstil ist flüssig, die Einführung in die Regeln dieser Welt gut nachvollziehbar und nach und nach eingeführt. Die Protagonistin ist sympathisch und die anderen Charaktere interessant und differenziert.
Es gefällt mir auch, dass die Fortsetzungen dieser Trilogie in 2 bzw. 4 Monaten erscheinen werden und die Leser nicht jahrelang auf den Abschluss warten müssen.