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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.02.2018

Ein Plädoyer für den Frieden

Ich bin das Mädchen aus Aleppo
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Bana Alabed wird noch vor dem Ausbruch des Krieges in Aleppo geboren. Sie ist ein Wunschkind, das erste Enkelkind aus einer großen Familie. Der Leser bekommt einen Einblick in ein schönes Leben in einer ...

Bana Alabed wird noch vor dem Ausbruch des Krieges in Aleppo geboren. Sie ist ein Wunschkind, das erste Enkelkind aus einer großen Familie. Der Leser bekommt einen Einblick in ein schönes Leben in einer Großfamilie. Doch dann bricht der Krieg aus; erst hat er nur am Rande Auswirkungen auf Banas Leben und anfangs ist es mehr wie ein Spiel oder eben eine veränderte Lebenssituation. Doch der Krieg macht nicht halt, er kommt näher und greift in das Leben ihrer Familie ein. Als erwachsener Leser kann man viel zwischen den Zeilen lesen und zwischen dem Bericht aus Banas Sicht schreibt ihre Mutter immer wieder kurze Teile, die sie direkt an ihre Tochter wendet.
Bana beginnt irgendwann Nachricht über Twitter zu versenden und so ist sie auch im Internet bekannt geworden. Man sollte dieses Buch lesen ohne zu recherchieren, denn wenn man über Bana im Internet liest, bekommt man den Eindruck, dass dieses hübsche Mädchen instrumentalisiert wurde.
Dennoch ist dieses Buch wichtig, erschütternd und ein Plädoyer für den Frieden, für mehr Menschlichkeit und Verständnis. Denn wer verlässt schon gerne seine Heimat und bricht ins Ungewisse, Ungewohnte auf? Wir können froh sein, dass unser Land nicht zerbombt wird, nicht zwischen den Kriegsparteien zerrieben wird und wir nicht täglich um unser Leben fürchten müssen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Atmosphäre
  • Authentizität
  • Thema
  • Gefühl
  • Geschichte
Veröffentlicht am 20.02.2018

Toller Reihenauftakt

Silberschwingen 1: Silberschwingen
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Thorn ist Staffelläuferin und die große Hoffnung ihrer Staffel, in der auch ihre Freundin Anh trainiert. Die Sommerferien stehen kurz bevor und es gibt nur noch einen Wettkampf zu bestreiten. Doch dann ...

Thorn ist Staffelläuferin und die große Hoffnung ihrer Staffel, in der auch ihre Freundin Anh trainiert. Die Sommerferien stehen kurz bevor und es gibt nur noch einen Wettkampf zu bestreiten. Doch dann ändert sich ihr Leben urplötzlich. Es beginnt damit, dass sie brennende Schmerzen im Rücken bekommt und sich ganz krank fühlt, was sie von sich überhaupt nicht kennt. Und dann wird sie auch noch vom Anführer der "Shades" umgenietet. Wieso hat Riley auf einmal ein solches Interesse an ihr und was weiß er über sie, von dem sie nichts weiß? Thorn ist nämlich eine Silberschwinge bzw. nicht ganz (aber das möchte ich hier nicht verraten) und Riley und die "Shades" sind zu ihrem Schutz da. Aber sie sind nicht die einzigen, die von ihrer Existenz erfahren, da sie als abtrünnige Rebellen vom Clan der Londoner Silberschwingen gejagt werden und so gerät Thorn mitten zwischen die Fronten.
Eine wunderbare Geschichte mit gut ausgearbeiteten Charakteren. Mir hat es ja vor allem der kaugummiabhängige Riley angetan. Hauptperspektive ist die der Protagonistin Thorn, aber vor allem im späteren Verlauf der Wechsel zwischen ihrer und der von Lucien haben mir gut gefallen. Das Ende lässt darauf hoffen, dass wir bald die Fortsetzung lesen können. Ein flüssiger Schreibstil, witzige Kleinigkeiten und immer wieder ein Schlagabtausch runden das Buch ab.

Veröffentlicht am 18.02.2018

Lila Merriweather

Black Blade
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Lila Merriweather ist eine Diebin und so lernen wir sie gleich zu Beginn des Buches schon in Aktion kennen ohne viel über die Protagonistin zu wissen. Sie muss im Auftrag von Mo eine wertvolle Kette stehlen, ...

Lila Merriweather ist eine Diebin und so lernen wir sie gleich zu Beginn des Buches schon in Aktion kennen ohne viel über die Protagonistin zu wissen. Sie muss im Auftrag von Mo eine wertvolle Kette stehlen, eigentlich kein Problem für sie, einer ihrer leichteren Aufträge denkt sich Lila Merriweather so bei sich. Tja, für den Leser oder die Leserin ist klar, dass das ein Trugschluss ist. Denn natürlich sind dann doch Wachen vor Ort und Lila Merrweather wird verfolgt. Bei der Jagd über die Dächer lernen wir den Ort des Geschehens schon ein wenig besser kennen. Und dann gelingt es Lila Merriweather doch, ihre Verfolger erfolgreich abzuhängen, denn sie flüchtet über die Dächer und dann ein Abflussrohr runter. Obwohl auch ihre Verfolger Magie haben, können sie ihr dorthin nicht folgen.
Lila Merriweather lebt in der Bibliothek, in einem Keller und sie kann nur zu ihrer Unterkunft, wenn die Öffnungszeiten vorbei sind. Sie ist zwar erst siebzehn Jahre alt, aber sie lebt schon alleine. Natürlich nicht offiziell, aber seitdem ihre Mutter gestorben ist (da war Lila Merriweather erst dreizehn Jahre alt), muss sie alleine klar kommen. Die Sache mit den Pflegeeltern hat nicht geklappt und darum kümmert sich Mo jetzt um sie, ein Freund ihrer Mutter. Er hat ihr gefälschte Papiere besorgt, damit sie zur Schule gehen kann und es nicht auffällt, dass sie keine Familie hat. Und Mo ist auch ihr Auftraggeber. Als sie die Kette bei ihm im Laden abgibt, trifft sie dort auf zwei Jungen und ein Mädchen. Dann kommt es zu einem Überfall und Lila Merriweather greift ein. Ehe sie es sich versehen kann wird sie in die Geschicke der Familien involviert und zur neuen Leibwächterin von Devon Sinclair. Allerdings verhandelt sie hart und möchte den Job eigentlich nicht, aber kann nicht anders.
Ein toller Schreibstil und eine gute Geschichte. Ich bin schon gespannt auf die Fortsetzung.

Veröffentlicht am 08.02.2018

Genial

Die Hexenholzkrone 2
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"Der Norden erhebt sich, und es heißt die alte Kriegsgöttin Morriga habe sich geregt. König Simon und Königin Miriamele müssen ihren einzigen Thronerben, Prinz Morgan, auf eine Mission zu dem uralten Volk ...

"Der Norden erhebt sich, und es heißt die alte Kriegsgöttin Morriga habe sich geregt. König Simon und Königin Miriamele müssen ihren einzigen Thronerben, Prinz Morgan, auf eine Mission zu dem uralten Volk der Sithi schicken. Lässt sich der Frieden noch retten? "
Auch der zweite Teil zeigt wieder einmal, was für ein genialer Fantasyautor und Weltenbildner Tad Williams ist. Im ersten Band musste man sich warmlesen und mit einer Fülle an Informationen klar kommen, aber diese sind einfach unabdingbar zum Verständnis der gesamten Geschichte. Der Schreibstil ist unglaublich und unverwechselbar und hat mich mal wieder sehr in seinen Bann ziehen können.

Veröffentlicht am 08.02.2018

Innehalten vor dem Finale

Die Gabe der Auserwählten
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Lia konnte von Rafe gerettet worden, mehr tot als lebendig hat er sie meilenweit getragen und ist dann wieder auf seine treuen Freunde und seinen Ausbilder Sven getroffen. Die Brücke wurde zerstört, aber ...

Lia konnte von Rafe gerettet worden, mehr tot als lebendig hat er sie meilenweit getragen und ist dann wieder auf seine treuen Freunde und seinen Ausbilder Sven getroffen. Die Brücke wurde zerstört, aber trotzdem erfährt Lia dank ihrer Gabe, dass man sie verfolgt. Doch wer sind die Verfolger und hat der Komizar überlebt? Und was ist mit Kaden? Fliehen Rafe und Lia jetzt nach Dahlbreck oder doch nach Morrighan? Fragen über Fragen.
Für die deutsche Version ist der letzte englische Band zweigeteilt worden und so hört dieser Teil mit einem nicht ganz so fiesen Cliffhanger auf, doch trotzdem bin ich sehr gespannt, wie die Geschichte weitergehen wird. Auch dieser Band konnte mich gut unterhalten; die Auszüge aus der Geschichte von Vendra und Gaudrels Lied kann man mittlerweile viel besser einordnen und auch in der Welt kennt man sich besser aus, auch wenn es hier sehr viel Neues über Strukturen der Reiche und vor allem über Dahlbreck gibt. Inhaltlich passiert nicht so viel, aber für die Hintergründe fand ich diesen Teil wichtig und gut.