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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.04.2017

Das erste Jahr

Changers - Band 1, Drew
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Ethan hat bisher ein ganz normales Leben geführt. Nun ist er gerade umgezogen und gefrustet, weil er seine Freunde verlassen musste. Am nächsten Morgen ist es jedoch viel schlimmer als er es sich hätte ...

Ethan hat bisher ein ganz normales Leben geführt. Nun ist er gerade umgezogen und gefrustet, weil er seine Freunde verlassen musste. Am nächsten Morgen ist es jedoch viel schlimmer als er es sich hätte vorstellen können. Er wacht als blondes, süßes Mädchen auf und soll von nun an Drew heißen. Denn er oder sie ist ein Changers und wird in den nächsten vier Jahren seine Identität immer nach einem Jahr wechseln bevor er sich für eine entscheiden kann. Alles sehr verwirrend.

Eine interessante Buchidee. Ein pubertierender Junge steckt auf einmal im Körper eines Mädchens und sieht die Welt auf einmal ganz anders. Hinter den Changers steckt eine interessante Ideologie, aus der man allerdings mehr hätte machen können. Das Buch regt auf jeden Fall zum Nachdenken an, wenn man sich darauf einlässt, auch wenn es nicht so tief geht.

Veröffentlicht am 24.04.2017

Beklemmend

Der tiefe Fall der Cecelia Price
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"Mein Bruder ist tot. Und ich bin die, die ihn umgebracht hat."
So endet das erste Kapitel. Man erfährt aber noch nicht, wie der Bruder gestorben ist und warum CeCe ihn umgebracht hat oder ob es nicht ...

"Mein Bruder ist tot. Und ich bin die, die ihn umgebracht hat."
So endet das erste Kapitel. Man erfährt aber noch nicht, wie der Bruder gestorben ist und warum CeCe ihn umgebracht hat oder ob es nicht vielleicht doch alles anders war.
Das Buch ist aus der Sicht von CeCe geschrieben, einer 17jährigen, deren Bruder drogenabhängig war, die Mutter ist vor ein paar Jahren an Krebs gestorben, der Vater hat sich mit dem Kauf einer Farm übernommen, seine neue Frau interessiert sich eigentlich nur für sich selbst. Da bleibt nicht viel Platz für die 17jährige, die alle ihre Probleme und weitere Familienprobleme zu lösen versucht.
Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen erzählte. Einmal in Rückblicken bis 3 Monate vor der Tat und die Zeit nach der Tat, die sie in der Abteilung für Verhaltenstherapie in der Justizvollzugsanstalt für Jugendliche verbringt bis zu ihrer Anhörung.
Der Leser erfährt immer mehr von der Geschichte, je näher sich die beiden Perspektiven annähern. Die Schuldgefühle und innere Zerrissenheit der 17jährigen, wie sie mit ihren Problemen umgegangen ist, welche Träume sie im Leben hatte...
Neben der sehr interessanten Geschichte der Schwester eines Medikamentenabhängigen, die sehr komplex ist, hat mich vor allem der tolle Schreibstil der Autorin überzeugt. Kelly Fiore schreibt manchmal sehr poetisch, gerade dann, wenn man es nicht erwartet.

Veröffentlicht am 24.04.2017

Mörderische Kreuzfahrt

Passagier 23
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Der Polizeipsychologe Martin Schwartz hat fünf Jahre zuvor seinen Sohn Timmie und seine Frau bei einer Kreuzfahrt mit der "Sultan of the Seas" verloren. Und jetzt ist er auf genau diesem Schiff erneut. ...

Der Polizeipsychologe Martin Schwartz hat fünf Jahre zuvor seinen Sohn Timmie und seine Frau bei einer Kreuzfahrt mit der "Sultan of the Seas" verloren. Und jetzt ist er auf genau diesem Schiff erneut. Eigentlich nur für ein Gespräch, aber dann reist er doch mit. Der Tod seiner Frau und seines Sohnes ist nicht der Einzige dieser Art und auf dieser Fahrt taucht ein kleines Mädchen wieder auf, das lange verschwunden war. Was ist mit ihr passiert? Wo ist ihre Mutter? Und wer versucht, Martin zu behindern. Welche Rolle spielt der Kapitän, der auch damals Kapitän des Schiffes war.

Ich habe das Hörbuch über längere Zeit gehört, weil ich es nur au Autofahrten gehört habe, dennoch habe ich nicht den Faden verloren. Fitzek gelingt am Ende mal wieder eine Überraschung. Ich glaube, ich hätte das Buch doch lieber gelesen als eine gekürzte Höbruchfassung gehört. Das Buch war spannend, aber ich habe das Gefühl, schon Besseres gelesen zu haben.

Veröffentlicht am 24.04.2017

Blutnacht

Das Nebelhaus
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Vor zwei Jahren kam es auf Hiddensee in einer Sturmnacht zu einem Amoklauf. Die Täterin hat dabei drei Menschen getötet und versucht, sich selbst danach zu töten, allerdings ist das fehlgeschlagen und ...

Vor zwei Jahren kam es auf Hiddensee in einer Sturmnacht zu einem Amoklauf. Die Täterin hat dabei drei Menschen getötet und versucht, sich selbst danach zu töten, allerdings ist das fehlgeschlagen und Leonie liegt seitdem im Koma. Was ist damals passiert? Die Journalistin Doro Kargel soll nun nach zwei Jahren einen Bericht schreiben. Zu einer Verhandlung ist es nie gekommen, weil die Täterin ja im Koma liegt. Doro arbeitet sich in den Fall ein, möchte sich eigentlich nicht näher damit befassen, ist dann aber doch fasziniert und versucht die Tage vor dem Mord zu rekonstruieren und mit möglichst vielen Beteiligten und Angehörigen zu reden.

Die Geschichte wird immer abwechselnd aus der Perspektive von Doro erzählt und das nächste Kapitel spielt zwei Jahre vorher und erzählt die Geschichte vor dem schlimmen Ereignis, wobei der Leser hier immer abwechselnd Einblick in die Gedanken der unterschiedlichen Beteiligten erhält.

Dadurch wird die Spannung gut aufrecht erhalten und man mag das Buch nicht so schnell aus der Hand legen, um zu erfahren, was wirklich passiert ist. Außerdem rätselt man die ganze Zeit, wer denn nun zwei der Toten waren, eine Tote ist recht schnell bekannt. Am Ende gibt es dann eine überraschende Auflösung, die jedoch nachvollziehbar ist.

Veröffentlicht am 24.04.2017

Spannend

Orphan X
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Evan Smoake ist nicht der harmlose Industriereiniger-Verkäufer, als der er sich ausgibt. Und er ist auch nicht harmlos oder unsportlich, sondern eine tödliche Waffe. Im Rahmen eines offiziellen Programms ...

Evan Smoake ist nicht der harmlose Industriereiniger-Verkäufer, als der er sich ausgibt. Und er ist auch nicht harmlos oder unsportlich, sondern eine tödliche Waffe. Im Rahmen eines offiziellen Programms mit Waisen wurde er ausgebildet, um für die Regierung zu töten. Bis er aussteigt und jetzt als eine Art moderner Robin Hood auftritt. Doch dann gibt es nach seinem letzten Fall Komplikationen, zum einen auf beruflicher, dann aber auch auf privater Ebene und vor allem seine Gebote und Gefühle geraten durcheinander.

Gregg Hurwitz ist ein sehr spannender Thriller gelungen, der vorrangig aus der Sicht von Evan geschrieben wurde. In Rückblicken erfährt man mehr, wie er zu dem wurde, der er ist, vieles muss man sich jedoch zusammen reimen. Die Spannung wird aufrecht erhalten, es geht actionreich zu (eine Art Showdown gegen Ende war mir allerdings ein wenig zu ausführlich und detailliert beschrieben, weil ich mehr Interesse an der Geschichte als an Kampfbeschreibungen habe, aber da es sonst nicht so ausuferte, war es noch in Ordnung).