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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.05.2023

Wortgewaltig

Babel
3

Auf dieses Buch war ich schon im Vorfeld so neugierig und dann hat es meine Erwartungen noch übertroffen. Ok, ich hatte mehr Fantasy erwartet nach der Beschreibung, aber was ich bekommen habe, hat mich ...

Auf dieses Buch war ich schon im Vorfeld so neugierig und dann hat es meine Erwartungen noch übertroffen. Ok, ich hatte mehr Fantasy erwartet nach der Beschreibung, aber was ich bekommen habe, hat mich um ein Vielfaches fasziniert: Eine Welt, die unserer so ähnlich sieht, aber dann wieder anders ist. Mit der Hilfe von Silberbarren und Wortpaaren aus zwei oder manchmal mehr Sprachen werden zum Beispiel Züge angetrieben, aber auch eine kurze Unsichtbarkeit, Mauerwerk wird stabiler, Menschen in Fabriken überflüssiger gemacht, denn durch Silberbarren werden Maschinen angetrieben - was in der Realität erst die Dampfmaschinen und später dann die Elektrizität gemacht wird.
Doch diese Silberbarren sind natürlich vorrangig für die Reichen und nicht für die Kolonien, in denen das Silber abgebaut wird.
In Babel werden sprachbegabte Studenten ausgebildet, so auch Robin Swift. Erst ganz wissbegierig, doch dann erkennt er nach und nach Probleme, denen er sich aber nicht sofort stellen möchte.
Eine Kritik an der Industrialisierung und der Sozialen Frage, an Ungerechtigkeiten, am Kolonialismus. Aber dann auch wieder eine Hommage an die Sprache(n) und ihre Feinheiten.
Ein unglaubliches Buch, das im Verlauf immer düsterer wird und Denkanstöße liefert.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 22.05.2023

Solvejg

Die Wikingerin
0

Welch ein beeindruckendes Cover und beim Hören hatte ich es oft vor Augen. Ich habe schon einige Bücher von Helga Glaesener gelesen und gehört (bei dem Verweis auf die Päpstin Johanna in diesem Buch musste ...

Welch ein beeindruckendes Cover und beim Hören hatte ich es oft vor Augen. Ich habe schon einige Bücher von Helga Glaesener gelesen und gehört (bei dem Verweis auf die Päpstin Johanna in diesem Buch musste ich ein wenig grinsen) und habe deswegen ein gut recherchiertes Buch mit einer starken Frauenpersönlichkeit gefreut, das neben historischen Informationen aber auch gut zu unterhalten weiß. Und genau das wird uns hier geboten. Wir werden direkt in die Handlung "geworfen" und schon bald befinden wir uns mit Solvejg auf der Flucht, werden gefangen genommen und flüchten wieder. Die Hauptperspektive ist die der jungen Wikingerin, aber manchmal gibt es auch Perspektivwechsel. Vor allem bei den Ereignissen im Frankenreich und in Paris muss man genau zuhören und die Verwandtschaftsbeziehungen auseinander halten. Ich habe an vielen Stellen mit Solvejg gelitten, aber auch mit ihr gelernt und immer wieder neue Menschen und Ortschaften kennen gelernt, wo sie sich immer wieder den Gegebenheiten anpassen musste, eine zeitlang verkleidet als Junge bis sie auffliegt.
Ein Hörbuch, das mir gut gefallen hat; sowohl das Buch als auch der Vortrag von Katharina Abt.

Veröffentlicht am 22.05.2023

Tod im Moor

Tristan Mortalis
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Nach dem Abitur haben sich die Wege des Theater Squad getrennt. Und wie es nunmal so ist, geraten Schulfreundschaften oftmals in Vergessenheit, wenn ein neuer Lebensabschnitt beginnt. So studiert Claire ...

Nach dem Abitur haben sich die Wege des Theater Squad getrennt. Und wie es nunmal so ist, geraten Schulfreundschaften oftmals in Vergessenheit, wenn ein neuer Lebensabschnitt beginnt. So studiert Claire mittlerweile Jura, was schon immer ihr großer Traum war. Außerdem ist sie mit Mara zusammen, was ihre Eltern aber nicht wissen.
Damian ist Musiker und studiert eher so nebenbei und macht sich Gedanken, ob das mit Romy nun etwas Ernstes ist oder nicht.
Bene arbeitet auf einem Kreuzfahrtsschiff als Animateur und möchte eigentlich zum Abschluss noch Urlaub in Südafrika machen.
Lediglich Alice ist in Nordenham geblieben, wo sie eine Lehre als Malerin begonnen hat.
Von Tristan haben alle nach dem Abitur bis auf eine Postkarte nichts mehr gehört.
Doch dann wird eine Moorleiche gefunden, die das Kostüm von Tristan trägt, der eigentlich Michael heißt. Ist er es wirklich? Und wer ist für seinen Tod verantwortlich oder war es ein Unfall oder gar ein Selbstmord?
Die Schulfreunde treffen sich in Nordenham und wir erfahren die Geschichte abwechselnd aus ihren Perspektiven.
Durchweg spannend und einige gelungene Überraschungen, einiges andere habe ich mir so oder so ähnlich recht früh gedacht.
Ein spannendes Buch und eine gute Zusammenarbeit zweier Autorinnen. "Lupus Noctis" werde ich wohl auch bald lesen.

Veröffentlicht am 21.05.2023

Gute Fortsetzung

Der dunkle Schwarm 2 - Der stille Planet
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Nach dem Ende des ersten Bandes von "Der dunkle Schwarm" war ich sehr gespannt, wie es wohl weitergehen wird. Nach den ersten Seiten war ich auch zum Glück schnell wieder in der Geschichte angekommen und ...

Nach dem Ende des ersten Bandes von "Der dunkle Schwarm" war ich sehr gespannt, wie es wohl weitergehen wird. Nach den ersten Seiten war ich auch zum Glück schnell wieder in der Geschichte angekommen und habe mich an die Ereignisse des letzten Bandes erinnert.
Atlas, Noah und Bennie bekommen ganz schön viel zu tun nach dem Zusammenbruch des alten Systems. Atlas nimmt nun eine ganz andere Stellung ein und ist auf einmal groß gefragt. Doch was hat es mit diesem angeblichen Mord auf sich? War Bennie wirklich der Täter? Die Ermittlungen gestalten sich nun für Atlas natürlich schwieriger.
Eine gelungene Fortsetzung und mal schauen, ob es das Ende ist oder nicht.

Veröffentlicht am 21.05.2023

Tod auf Alderney

Wenn Worte töten
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Dies ist bereits der dritte Fall für dieses ungewöhnliche Duo. Der Autor Anthony Horowitz schreibt Kriminalromane und sein Protagonist ist der ehemalige Polizist und mittlerweile Privatdetektiv Daniel ...

Dies ist bereits der dritte Fall für dieses ungewöhnliche Duo. Der Autor Anthony Horowitz schreibt Kriminalromane und sein Protagonist ist der ehemalige Polizist und mittlerweile Privatdetektiv Daniel Hawthorne. Dieses Mal geht es zu einem Literaturfestival auf die Kanalinsel Alderney. Das Festival ist ziemlich unbedeutend und nicht so attraktiv, deswegen ist Horowitz umso erstaunter, dass Hawthorne seine Teilnahme zusagt - denn normalerweise ist so etwas gar nicht sein Ding.
Das Buch lässt sich lange Zeit mit der Vorgeschichte. Es dauert, bis wir auf Alderney ankommen, die Personen werden ausgiebig eingeführt und erst recht spät geschieht der erste Mord. Wir bereits in den Vorgängern ermitteln die beiden und Hawthorne hat natürlich den Durchblick und löst am Ende klassisch auf. Doch wir erfahren auch, weshalb er zu dem Festival gefahren ist.
Eine klassisch anmutende Detektivgeschichte, die mir wieder gut gefallen hat.
Das Hörbuch wird von Uwe Teschner gekonnt vorgelesen und ich habe ihm gerne zugehört.