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Veröffentlicht am 28.05.2026

Medusa Retelling als Romantasy

Villains Are Made (1). Der Fluch der Medusa
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Der Roman hatte bei mir direkt einen Bonuspunkt, denn ich liebe Retellings rund um Medusa und griechische Mythologie ganz grundsätzlich. Entsprechend mochte ich die Atmosphäre und die Grundlage der Geschichte ...

Der Roman hatte bei mir direkt einen Bonuspunkt, denn ich liebe Retellings rund um Medusa und griechische Mythologie ganz grundsätzlich. Entsprechend mochte ich die Atmosphäre und die Grundlage der Geschichte sehr. Die Welt mit griechischen Göttern und mythologischen Verbindungen bietet viel Potenzial, und es wurden bereits interessante Weichen gestellt, die neugierig auf weitere Geschichten in diesem Universum machen.

Besonders gefallen haben mir die Charaktere sowie die Basis, auf der sich die Liebesgeschichte entwickelt. Vor allem der Aspekt des kreativen Schreibens Uni Kurs hat der Beziehung eine schöne Dynamik verliehen und sich angenehm in die Handlung eingefügt.

Der Schreibstil liest sich leicht und unkompliziert, fast wie ein Jugendbuch, wodurch man schnell durch die Geschichte kommt und nie das Gefühl hat, festzustecken. Ich habe mich zu keiner Zeit gelangweilt und bin gerne durch die Seiten geflogen. Gleichzeitig war manches für mich weniger überraschend. Gerade, wenn man bereits mit griechischer Mythologie vertraut ist, lassen sich einige Entwicklungen recht früh erahnen.

Außerdem wurde ich wieder daran erinnert, wieso ich keine Protagonistin in einem Romantasy Roman sein könnte. Nicht nur, dass ich recht früh sterben würde. Ich wäre auch SEHR viel länger eingeschnappt. (diejenigen die das Buch gelesen haben werden mich verstehen)

Für mich war es ein unterhaltsames, solides Mythologie-Retelling mit sympathischen Figuren und viel Potenzial für mehr. Zwar kein absolutes Mega-Highlight, das ich uneingeschränkt jedem sofort in die Hand drücken würde, aber definitiv eine angenehme Lektüre für Fans griechischer Mythologie und Medusa-Retellings.

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Veröffentlicht am 07.04.2026

Kurzweilig und Originell

Mehl, Magie und Machenschaften
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Besonders begeistert hat mich das ziemlich originelle Magiesystem: Magische Fähigkeiten werden hier nicht vererbt, sondern treten zufällig auf, und sind teilweise extrem spezifisch. Die 14-jährige Protagonistin ...

Besonders begeistert hat mich das ziemlich originelle Magiesystem: Magische Fähigkeiten werden hier nicht vererbt, sondern treten zufällig auf, und sind teilweise extrem spezifisch. Die 14-jährige Protagonistin Mona kann zum Beispiel ausschließlich mit Teig und Gebäck arbeiten. Sie lässt Lebkuchenmännchen tanzen, sorgt dafür, dass Brot perfekt aufgeht, und besitzt sogar einen lebendigen Sauerteigstarter (namens Bob).

Obwohl das Buch als cozy vermarktet wird (sowohl im Original als auch in der Übersetzung), trifft das nur teilweise zu. Die Geschichte beginnt sogar mit einem Mordfall: Mona findet eine Leiche in der Bäckerei ihrer Tante und gerät selbst unter Verdacht. Gleichzeitig werden in der Stadt gezielt Menschen mit magischen Fähigkeiten verfolgt, und am Ende steht sogar die Belagerung der Stadt an. Dadurch hat die Handlung deutlich ernstere und teilweise düstere Elemente, als man bei „cozy fantasy“ erwarten würde.

Ein zentrales Thema des Buches ist außerdem Ausgrenzung und Misstrauen gegenüber Magiebegabten. Magie macht Menschen „anders“, und genau dieses Anderssein führt zu Vorurteilen, Angst und politischem Machtmissbrauch. Gleichzeitig zeigt die Geschichte sehr schön, dass auch scheinbar kleine oder unscheinbare Fähigkeiten Großes bewirken können, wenn man sie kreativ einsetzt.

Alles wird aus der Sicht einer 14-Jährigen erzählt, und sie weiß auch selbst, dass sie eigentlich noch ein halbes Kind ist. Immer wieder kommt der Gedanke auf, dass sie sich mit all diesen Gefahren gar nicht beschäftigen sollte und eigentlich die Erwachsenen verantwortlich wären. Genau dieser Punkt wird auch im Buch thematisch aufgegriffen: Dass Kinder oft Aufgaben übernehmen müssen, die eigentlich Erwachsene hätten lösen sollen.

Neben der spannenden Handlung lebt das Buch vor allem von seinen Figuren. Mona ist eine sympathische, manchmal überforderte, aber sehr einfallsreiche Heldin, und auch die Nebencharaktere, etwa der Straßenjunge Spindle oder Monas resolute Tante, tragen viel zum Charme der Geschichte bei.

Wer Romance, Spice oder Gore sucht, wird hier nicht fündig. Stattdessen liegt der Fokus auf Humor, Einfallsreichtum, ungewöhnlicher Magie und einer Geschichte über Mut, Verantwortung und Zusammenhalt.

Insgesamt ist „Mehl, Magie und Machenschaften“ eine originelle Fantasygeschichte mit viel Herz, witzigen Ideen und überraschend ernsten Themen. Das Buch liest sich sehr kurzweilig und ist für mich eine klare Empfehlung.

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Veröffentlicht am 07.04.2026

Queeres Schwanensee-Retelling

Verrat der Schwäne
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Das Buch ist ein Retelling von Schwanensee und greift viele der bekannten Motive und Symbole auf (Eule, Schwan, See oder Krone etc.). Gleichzeitig erzählt das Buch aber seine ganz eigene Version der Geschichte ...

Das Buch ist ein Retelling von Schwanensee und greift viele der bekannten Motive und Symbole auf (Eule, Schwan, See oder Krone etc.). Gleichzeitig erzählt das Buch aber seine ganz eigene Version der Geschichte und entwickelt daraus etwas Eigenständiges.
Man kann das Buch problemlos genießen, ohne das Original zu kennen. Wer Schwanensee jedoch kennt, wird vermutlich besonders viel Freude daran haben. Immer wieder hatte ich das Gefühl zu wissen, wie es weitergeht oder wohin sich die Handlung entwickelt, nur um dann doch überrascht zu werden.

Die Sprache des Romans ist stellenweise etwas verschnörkelt. Das ist normalerweise nicht ganz mein Geschmack. Hier hat es für mich jedoch überraschend gut funktioniert, weil es wunderbar zur Atmosphäre der Geschichte passt und ihr eine fast märchenhafte, Theater-eske Stimmung verleiht.

Tatsächlich erinnerte mich die Struktur des Buches stellenweise an ein Theaterstück: Zu Beginn werden die Personen aufgelistet und zu Anfang der Kapitel wird der Ort genannt, wodurch jede Szene sehr klar gesetzt ist.

Vor allem die Stimmung hat mir sehr gut gefallen. Die Atmosphäre war dicht und insgesamt hat mir das Lesen wirklich viel Spaß gemacht.

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Veröffentlicht am 06.03.2026

Mitmach-Buch für kleinere Kinder

Hilf den Fahrzeugen
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„Hilf den Fahrzeugen“ von Nico Sternbaum ist ein liebevoll gestaltetes Mini-Mitmachbuch, das auf jeder Seite eine fröhliche Illustration mit einer leicht verständlichen Aktion kombiniert. Kinder werden ...

„Hilf den Fahrzeugen“ von Nico Sternbaum ist ein liebevoll gestaltetes Mini-Mitmachbuch, das auf jeder Seite eine fröhliche Illustration mit einer leicht verständlichen Aktion kombiniert. Kinder werden spielerisch dazu eingeladen, den Fahrzeugen zu helfen – durch Pusten, Schütteln, Tippen oder bestimmte Geräusche.

Ursprünglich war ich unsicher, ob meine 2,5‑jährige Tochter noch zur Zielgruppe gehört, doch sie war sofort begeistert und wollte die Aufgaben immer wiederholen. Gleichzeitig eignet sich das Buch auch wunderbar für jüngere Kinder, auch wenn diese vielleicht noch nicht alles komplett ausführen können.

Das kompakte Format liegt gut in kleinen Händen, und die stabilen, hochwertigen Seiten lassen sich mühelos auch von kleinen Kinderhänden umblättern. Insgesamt ist es ein charmantes, fröhliches Buch, das Interaktion fördert und bei uns definitiv für viele schöne Lese-Momente sorgt. Eine klare Empfehlung!

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Veröffentlicht am 02.03.2026

Koreanische Zeitreise Romantasy

Prinzessin der tausend Diebe – Chosen
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Der zweite Teil hat mir sogar noch besser gefallen als der Erste.
Ich mag Jia als Protagonistin unheimlich gern. Thea Hong meinte, das Buch hätte Buffy-Vibes – und das stimmt auch. Jia ist knallhart, ...

Der zweite Teil hat mir sogar noch besser gefallen als der Erste.
Ich mag Jia als Protagonistin unheimlich gern. Thea Hong meinte, das Buch hätte Buffy-Vibes – und das stimmt auch. Jia ist knallhart, berechnend und liebt das Kämpfen. Dabei ist sie innerlich tief verunsichert und einsam. Also wie Faith, einer meiner Lieblingscharaktere in der Serie.

Besonders schön fand ich, dass Jia durch die Zeitreise quasi einen Neuanfang bekommt und zum ersten Mal in ihrem Leben echte Freundschaften schließen kann.
Auch die Chemie zwischen Jia und ihrem Love Interest hat mir ebenfalls sehr gefallen.

Zeitreisegeschichten, in denen etwas verhindert werden soll, spielen ja immer auf zwei Ebenen, und auch hier denkt man: Was ist eigentlich in der "normalen" Zeitlinie passiert? Das Buch erklärt das nicht bis ins letzte Detail, aber man kann sich vieles selbst zusammenreimen. Ich persönlich war froh, dass die Autorin einem das nicht noch zusätzlich vorkaut - auch wenn es sicher Lesende geben wird, die es weniger mögen, dass nicht alles auf dem Silbertablett serviert wird.

Es ist ein Own-Voice-Roman mit koreanischem Setting, und ich finde es großartig, wie man (wie schon im ersten Band) ganz nebenbei Einblicke in Geschichte und Kultur bekommt: Kleidung, Essgewohnheiten, Architektur. Manche Begriffe musste ich tatsächlich im Glossar nachschlagen.

Meiner Meinung nach muss man den ersten Teil nicht zwingend gelesen haben, um die Handlung hier im zweiten Teil zu verstehen, weil beide eine eigenständige Handlung haben; auch wenn dieser natürlich zusätzlichen Kontext liefert.

Alles in allem ist das ein sehr gelungener Abschluss der Dilogie, und ich kann beide Teile wirklich empfehlen.

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