Profilbild von Geektesse

Geektesse

Lesejury Profi
offline

Geektesse ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Geektesse über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.08.2025

Enemies-to-Lovers Romantasy

Burning Crown
0

Marie Niehoffs „Burning Crown“ ist ein Roman, der mit einem Drachen-Militär-Setting und einer Enemies-to-Lovers-Dynamik zunächst an „Fourth Wing“ erinnert, sich aber durch einen langsameren Erzählstil ...

Marie Niehoffs „Burning Crown“ ist ein Roman, der mit einem Drachen-Militär-Setting und einer Enemies-to-Lovers-Dynamik zunächst an „Fourth Wing“ erinnert, sich aber durch einen langsameren Erzählstil und deutlich sozialkritischere Töne abhebt.

Das Magie-System und einige World-Building Elemente bleiben leider auf der Strecke. Die Protagonistin bringt viele Eigenschaften mit, die ich schätze: Sie hat einen starken Gerechtigkeitssinn und klare Ideale, die sie mit ihrer Machtposition in Einklang bringen muss. Diese Naivität, der Glaube an das Gute, macht sie einerseits sympathisch, andererseits frage ich mich oft, wie sie überhaupt in diese Position gekommen ist. Denn politische Raffinesse fehlt ihr gänzlich – sie wirkt oft unbedarft, wenn es darauf ankommt, und das schwächt ihre Rolle.

Ein großes Manko für mich war der Love Interest. Arrogant, hochnäsig und schlichtweg unsympathisch – ich wurde mit ihm einfach nicht warm. In einer Romance ist es mir wichtig, dass die Figuren auf Augenhöhe agieren. Hier steht allerdings eine naive Protagonistin einem überlegenen, gutaussehenden Macker gegenüber. Eine Dynamik, die mich persönlich enttäuscht hat. Ich hätte mir gewünscht, dass die Protagonistin stärker und selbstbewusster auftritt, um dem Love Interest ebenbürtig zu sein.

Zum Hörbuch an sich: Während die beiden Sprecher an sich gute Arbeit leisten (und ich es auch toll finde dass die POVs aus männlicher und weiblicher Sicht vertont sind), hat mich der männliche Sprecher immer wieder aus der Geschichte gerissen. Die unterschiedliche Mikrofonqualität und die manchmal unklare Abgrenzung zwischen innerem Monolog und wörtlicher Rede waren besonders störend, da das Buch ohnehin viel inneren Monolog beinhaltet.

Alles in allem hat mich „Burning Crown“ nicht vollends überzeugt. Die Handlung bleibt in meinen Augen zu flach, die Figurenentwicklung hinkt hinter meinen Erwartungen zurück. Trotzdem werde ich dem zweiten Band eine Chance geben, in der Hoffnung, dass die Geschichte noch mehr Fahrt aufnimmt.


Eckdaten:
Genre High Fantasy
Alter Erwachsene
Bände Geplante Trilogie
Setting High Fantasy Welt Eldeya
Erzähler Ich-Erzähler, abwechselnder POV
Tropes Enemies to Lovers

Für Fans von:
Romantasy
Drachen-Geschichten
Military Setting
Enemies-to-Lovers

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.08.2025

Action, Liebe - und ganz viel Pommes!

Magical Fries – Der Geschmack des Lebens
0

„Magical Fries“ von Marie Graßhoff ist der vierte Band der „Food Universe“-Reihe. Die ersten beiden Bände habe ich bereits hier rezensiert, den dritten Band irgendwie übersprungen. Dabei sind Band 2 und ...

„Magical Fries“ von Marie Graßhoff ist der vierte Band der „Food Universe“-Reihe. Die ersten beiden Bände habe ich bereits hier rezensiert, den dritten Band irgendwie übersprungen. Dabei sind Band 2 und 3 meine bisherigen Lieblingsbände.

Auch beim vierten Buch der Reihe kommt man auf seine Kosten, wenn man spicy und gory Urban Fantasy mag. Es ist nichts für zart besaitete, wie auch in den vorherigen Bänden wird einiges an Blut vergossen.

Ich möchte eine professionelle Rezension abliefernd der bitte verzeiht mir: POMMES!! Ich liebe Pommes einfach. Habe während des Lesens dieses Buches doppelt so viel Pommes als sonst gegessen. (Kantine bleibt mit 1,10 EUR für eine Schale Curly Fries sehr stabil). Hätte alle beschriebenen Gerichte in diesem Roman einfach so essen können.

Der POV in diesem Band war für mich persönlich schwerer zugänglich – der Protagonist kämpft mit Depressionen und PTSD. War vielleicht zu nah an meiner eigenen Erfahrung dran, um da ohne eine emotionale Mauer zu lesen. (Es gibt Triggerwarnings, ich lese trotzdem alles, wappne mich eben nur emotional).

Die 3 Hauptprotagonisten an sich habe ich jedoch sehr gemocht, und auch wie sich die Freundschaft zwischen ihnen entwickelt hat. Die Auflösung und das Ende haben mich nicht wirklich überrascht. Finde ich jedoch nicht schlimm, man kann (wie auch bei den anderen Teilen) als Lesende(r) mitraten.

Was ich besonders feiere: Die Autorin nimmt sich und ihr Universum nicht zu ernst und haut zwischendurch Meta-Momente raus, nach dem Motto: Wer hat sich den diese komischen Regeln ausgedacht? Ich bin schon so gespannt auf die nächsten Bände und hoffe sehr, dass das Café, das in mehreren Teilen vorkam, eine größere Rolle spielt.


Eckdaten:
Genre Urban Fantasy
Alter Erwachsene (!)
Bände Buchreihe “Food Universe”
Setting Weltweit, Gegenwart
Erzähler Ich-Perspektive
Diversity LGBT+, BIPOC
Für Fans von:
Den ersten drei Teilen der „Food Universe“ Reihe
Erwachsenem Urban Fantasy
MxM Romance mit Spice
Blutigen Kampf- und Actionszenen
Pommes-Gerichten

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.08.2025

Wunderbare historische Fantasy

Rungholt
0

Dieses Buch war für mich eine gelungene Abwechslung, denn meistens greife ich zu actionreicher und/oder humorvoller Fantasy. Doch diese Geschichte ist anders.

Sie erzählt von zwei Frauen, deren Leben, ...

Dieses Buch war für mich eine gelungene Abwechslung, denn meistens greife ich zu actionreicher und/oder humorvoller Fantasy. Doch diese Geschichte ist anders.

Sie erzählt von zwei Frauen, deren Leben, obwohl sie in verschiedenen Jahrhunderten leben, auf mysteriöse Weise miteinander verwoben sind. Eine Geschichte spielt Anfang des 20. Jahrhunderts, die andere viele Jahrhunderte zuvor.

Beide Schicksale sind geprägt von Trauer, vom Meer und der Frage, wie man das Leben selbst bestimmt(er) leben kann. Die Fantasy-Elemente sind vorhanden, bleiben aber meist subtil im Hintergrund – hier geht es vor allem um die Kraft der Erzählung.

Spannenderweise wusste ich vor dem Lesen nichts über die Sage von Rungholt. Obwohl ich jeden Sommer an der Nordsee verbringe und die Gegend um Husum gut kenne, war mir Rungholt bis dahin fremd. Aber keine Sorge – man braucht kein Vorwissen, um das Buch zu genießen.

Das Lesen dieses Buches fühlte sich an, als wäre ich an einem wolkenverhangenen Tag, eingehüllt in eine Fleecejacke, an der Nordsee gesessen und hätte den Wellen zugeschaut. Eine sanfte und berührende Geschichte.

Von mir gibt es hierzu eine klare Leseempfehlung.


Eckdaten:
Genre Historische Fantasy
Alter Erwachsene
Bände Einzelband
Setting Norddeutschland
Erzähler Erzähler, folgt zwei Protagonistinnen

Für Fans von:
Geschichten über Frauen
Meer und/oder Nordsee
Alten Sagen
Ruhigen Romanen
Historischer Fantasy

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.08.2025

Asiatische Dark Fantasy

Five Broken Blades
0

Rezension
Ich liebe es, wenn Bücher eine Karte der Fantasy-Welt enthalten – das sorgt für Orientierung und Tiefe. Hier wäre beim eBook eine 90-Grad-Drehung der Karte hilfreich, denn auf meinem älteren ...

Rezension
Ich liebe es, wenn Bücher eine Karte der Fantasy-Welt enthalten – das sorgt für Orientierung und Tiefe. Hier wäre beim eBook eine 90-Grad-Drehung der Karte hilfreich, denn auf meinem älteren Kindle, der nicht zoomen kann, ist sie alles recht klein.

Wie bei de vielen Büchern mittlerweile üblich, finden sich am Anfang des Buches Triggerwarnungen. Diese sind wichtig, denn das Gewaltlevel des Buches ist auf dem Niveau von ‚Game of Thrones‘.

Wie bei ‚Das Lied von Eis und Feuer‘ folgt man den Hauptprotagonisten abwechselnd durch die Handlung. Dabei werden nach und nach die Backstorys und Motivationen der einzelnen Charaktere enthüllt. Interessant ist, wie sich die Erzählweise je nach Perspektive leicht verändert – ein Charakter wirkt stumpf, ein anderer latent sexistisch.

‚Five Broken Blades‘ erinnert mich an den Anime ‚Blue Eye Samurai‘ auf Netflix. Zwar unterscheidet sich das Setting – das eine japanisch, das andere koreanisch inspiriert – doch der Vibe ist ähnlich. Starke Charaktere, die nicht klar in Gut und Böse zu unterteilen sind, tragen die Geschichte. Besonders gefällt mir, dass es kein typisches pseudo-mittelalterlich-europäisches Setting ist.

Das Worldbuilding ist solide und faszinierend, und es bleiben genug Geheimnisse für den zweiten Band. Das Ende war nicht komplett überraschend, immerhin traut keiner der Protagonisten den anderen bis zum Schluss. Es wurde jedoch genügend Spannung aufgebaut und es hat den Lesespaß in keiner Weise geschmälert. Sobald der zweite Band erscheint, werde ich diesen auch lesen.


Eckdaten:
Genre Fantasy
Alter Erwachsene
Bände Mehrere Bände, noch nicht abgeschlossen
Setting Koreanisch inspirierte Fantasy Welt
Erzähler Ich-Perspektive aus 6 abwechselnden Protagonisten
Tropes Heist, Found Family
Diversity Schwules Pärchen bei Protagonisten

Für Fans von:
Heist-Geschichten
Blue eye samurai
Game of thrones und/oder Das Lied der Krähen
Fantasy-Settings die nicht pseudo-mittelalterlich sind

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.08.2025

Sarkastisch, Böse, Witzig

How to Become the Dark Lord and Die Trying
0

Rezension
Auf dieses Buch hatte ich sehnsüchtig gewartet – seit dem Cover-Reveal und der Veröffentlichung der Synopsis fieberte ich der Erscheinung entgegen. Es klang nach genau dem, was mir gefallen würde.

Tatsächlich ...

Rezension
Auf dieses Buch hatte ich sehnsüchtig gewartet – seit dem Cover-Reveal und der Veröffentlichung der Synopsis fieberte ich der Erscheinung entgegen. Es klang nach genau dem, was mir gefallen würde.

Tatsächlich habe ich mir sogar eine physische Kopie gegönnt, obwohl ich normalerweise eBooks bevorzuge. Diese sind einfach praktischer, da ich viel unterwegs lese und die Möglichkeit habe, die Schriftgröße anzupassen. Allerdings sind eBooks bei Büchern mit Fußnoten oft unhandlich, weil das ständige Hin- und Herklicken nervt.

Das Buch hat mich keineswegs enttäuscht. Es ist herrlich witzig, ziemlich makaber (wer empfindlich auf Gewalt reagiert, sollte hier vorsichtig sein) und liest sich wie ein Videospiel, in dem man alles plattmacht und alles mitnimmt, was geht. Stellt euch Deadpool als Frau in einem Fantasy Setting vor – so ist die Hauptprotagonistin. Das Buch strotzt vor Anspielungen auf die gängigen Pen & Paper, Fantasy und Videospiel-Klischees, ich hab es sehr gefeiert


Eckdaten:
Genre Fantasy
Alter Erwachsene
Bände Geplante Dilogie
Setting Generische Fantasy-Welt
Erzähler Ich-Perspektive
Tropes Zeitschleife, Anti-Held
Diversity LGBTIA+

Für Fans von:
Zeitschleifen
Videospielen und / oder Pen & Paper
Flapsiger Humor a la Deadpool
Schlagfertiger Protagonistinnen
Fußnoten

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere