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Veröffentlicht am 20.11.2017

Beginners

Beginners
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Beginners, von Raymons Carver

Inhalt:
Viele einzelne Kurzgeschichten.
Die meisten über irgendwelche verrückten und verkrachen Existenzen, traurig und sehr negativ, dann wieder ganz banale Sequenzen aus ...

Beginners, von Raymons Carver

Inhalt:
Viele einzelne Kurzgeschichten.
Die meisten über irgendwelche verrückten und verkrachen Existenzen, traurig und sehr negativ, dann wieder ganz banale Sequenzen aus dem Alltag.
-Ein alter Mann verkauft seine Möbel.
-Ein Fotograph ohne Arme fotografiert einen verlassenen Mann + sein Haus.
-Ein Ehepaar, er geht fremd, zu viel Alkohol, Erinnerungen.
-Ein Mann erzählt seinem Sohn wie und warum er fremdgegangen ist, und das Drama danach.
-Ein tödlicher Autounfall von einem Kind an seinem Geburtstag.
-Eine Vergewaltigung + der anschließende Mord –dann Ende!
-Ein trockener Alkoholiker beginnt wieder zu beten weil seine Frau an Krebs erkrankt sein könnte.
Und so weiter…

Meine Meinung:
Ich habe das Buch geschenkt bekommen.

Mir kommt in dem Buch fast alles düster, traurig und negativ vor.
Lauter kaputte Beziehungen, verletzte Menschen, Verbrechen, und fast immer ist zu viel Alkohol im Spiel.
Alle Geschichten sind nur kurze Ausschnitte, Sequenzen eines Lebens. Bevor ich das ganze begreifen kann, oder die Protagonisten verstehen oder mich ins sie einfüllen könnte ist schon wieder Schluss. Wie wenn ich mir von einem Film, gerade mal 5 Minuten anschauen kann.
Deshalb frage ich mich sehr oft: hä? Was soll das jetzt aussagen?
Und immer passiert etwas Schlimmes, Böses, Negatives

Mein Fazit:
Dieses Buch wird polarisieren.
Die einen werden es in den Himmel loben, die anderen (wie auch ich) werden es als Flop sehen.
Ganz wohlwollende 2 Sterne. (hier kann ich ja auch 1 1/2 geben)


Veröffentlicht am 15.11.2017

Das Haus des Windes

Das Haus des Windes
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Das Haus des Windes, von Louise Erdrich

Cover:
Macht mich nachdenklich.

Inhalt:
Im Zentrum, steht der 13-jährige Joe.
Seine Familie wird erschüttert durch ein brutales Verbrechen das an seiner Mutter ...

Das Haus des Windes, von Louise Erdrich

Cover:
Macht mich nachdenklich.

Inhalt:
Im Zentrum, steht der 13-jährige Joe.
Seine Familie wird erschüttert durch ein brutales Verbrechen das an seiner Mutter begangen wird.
Von einem Tag zum andern ist nichts mehr wie es war.
Das Verbrechen aufzuklären und zu sühnen erweist sich als schwierig, da anscheinend niemand dafür zuständig ist.
Joe fasst den Entschluss dies in seine eigenen Hände zu nehmen.
Eine schwere Bürde, und ohne seinen Freund Cappy kaum zu bewältigen.

Meine Meinung:
Eine unglaubliche Geschichte, die vorsichtig, umfangreich und zart geschildert wird.
Wir leben und erleben die Zeit aus der Sicht von Joe.
Wir machen alle seine Gefühle mit durch. Wir leben sein Leben, dadurch wird auch sein ganzer Alltag geschildert und dabei erleben wir auch Dinge die sich vom Verbrechen (und dessen Aufklärung) entfernen, was zwar einen guten Einblick in das Leben eines 13-jährigen im Reservat gibt, was aber (zumindest mir beim Lesen) teilweise sehr langatmig und zäh vorkommt.

Freundschaft und Zusammenhalt wird sehr gut dargestellt.
Weisheiten und Überlieferungen der Indianer werden sehr geschickt eingeflochten.

Ganz wichtig bei diesem Buch finde ich, ist das Nachwort.

Autorin:
Louise Erdrich, geb. 1954 in Little Falls Minnesota, ist die Tochter einer Indianerin und eines Deutsch-Amerikaners.

Mein Fazit:
Eine sehr erschreckende und unter die Haut gehende Geschichte.
Wenn man dann das Nachwort liest und realisiert wie aktuell das Ganze ist, kommt man noch zusätzlich ins Nachdenken.

Veröffentlicht am 12.11.2017

Die Frau im hellblauen Kleid

Die Frau im hellblauen Kleid
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Die Frau im hellblauen Kleid, von Beate Maxian

Cover:
Helle Farben und ein nostalgischer Touch machen neugierig.

Inhalt:
Eine Familiensaga über vier Generationen hinweg.
Darin waren die Frauen alle Schauspielerinnen.
Es ...

Die Frau im hellblauen Kleid, von Beate Maxian

Cover:
Helle Farben und ein nostalgischer Touch machen neugierig.

Inhalt:
Eine Familiensaga über vier Generationen hinweg.
Darin waren die Frauen alle Schauspielerinnen.
Es beginnt in der Gegenwart, als Vera, das Leben ihrer berühmten Eltern, einem berühmten uns schillernden Schauspielerehepaar, als Doku verfilmen will.
Im Gegensatz zum Klappentext, drängt ihre Mutter Marianne darauf, weiter zurückzugehen und mit dem Durchbruch ihrer berühmten Mutter Käthe zu beginnen.
Diese Vergangenheit geht zurück bis 1927 und so kommen wir auch in die Nazizeit und es werden einige Familiengeheimnisse (sowohl in der Gegenwart wie auch in der Vergangenheit) aufgedeckt und aufgearbeitet.

Meine Meinung:
Der Einstieg war für mich nicht so einfach.
Vom Klappentext her hatte ich erwartet, dass Marianne alles tut um die Vergangenheit weiterhin zu verschweigen, doch im Gegenteil dazu ist sie es die alles vorantreibt, war für mich sehr verwirrend.
Dann ist mir die Schreibweise zu sprunghaft(Zeit, Handlung, Personen). Ich konnte nicht immer gleich auf Anhieb problemlos folgen. Es werden auf einmal viele Personen eingeführt deren Beziehungen und Verflechtungen mir nicht klar werden. Dadurch wirkt das Ganze auf mich etwas zäh und es kommt für mich irgendwie keine Spannung auf.
Ich empfinde es teilweise zu unlogisch und zu unrealistisch. Manches wird vorweggenommen oder in einem Nebensatz erwähnt so dass bei der „Auflösung“ später, der Effekt weg ist.
Die beiden Erzählstränge: Vergangenheit + Gegenwart sind mir „mehr oder weniger“ nebeneinander her erzählt und weniger miteinander verknüpft als dass daraus Spannung entstehen könnte.
Vor allem die Gegenwart ist in meinen Augen sehr konstruiert und für mich unglaubwürdig, wirr und konfus.
Die Vergangenheit wird im letzen Drittel besser erzählt.
Vor allem die unglaublichen Denunziationen der Nazizeit werden mit sehr viel Emotion erzählt.

Autorin:
Beate Maxian lebt mit ihrer Familie abwechselnd in Oberösterreich und Wien. Ihre in Wien angesiedelten Krimis haben eine treue Leserschaft erobert.

Mein Fazit:
Eine interessante Idee und gute Geschichte, aber für mich persönlich war die Umsetzung nicht gerade spannend geschrieben.
Ich bin hin und her gerissen, zwischen 3 und 4 Sternen, hier kann ich 3,5 vergeben.

Veröffentlicht am 10.11.2017

Der Träumer

Der Träumer
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Der Träumer, von Pam Munoz Ryan (mit Zeichnungen von Peter Sis)

Cover:
Ein bisschen geheimnisvoll.

Inhalt:
Die Geschichte eines kleinen Jungen, Neftali.
Er lebt im Süden von Chile, ist ein Außenseiter ...

Der Träumer, von Pam Munoz Ryan (mit Zeichnungen von Peter Sis)

Cover:
Ein bisschen geheimnisvoll.

Inhalt:
Die Geschichte eines kleinen Jungen, Neftali.
Er lebt im Süden von Chile, ist ein Außenseiter und auch seinem Vater kann er nie etwas recht machen und muss deshalb viel böse Worte und Schikane einstecken.
Derweil ist er nur mit den Gedanken immer schon weiter, einen Schritt voraus und zu allem und jedem macht er sich Gedanken.
Aber Neftali gibt nicht auf und aus dem schüchternen Jungen wird ein berühmter Dichter.

Meine Meinung:
Ich habe dieses Buch geschenkt bekommen, es ist interessant, aber ich glaube ich hätte es mir nicht gekauft.
Es ist sehr poetisch aufgebaut und es gibt reichlich Zeichnungen und schöne Illustrationen im Buch.
Die Geschichte um den kleinen Jungen ist sehr anrührend aufgebaut, aber wie gesagt, die poetische Schreibweise ist nicht so mein Ding.

Der „Tenor“ des Ganzen ist (meiner Meinung nach), man sollte zu seiner Meinung stehen und auch alles andere (und andersartige) auf der Welt achten.

Das Schriftbild (Druck) ist sehr groß, deshalb kann man das Buch auch locker in einem oder zwei Tagen lesen.

Autorin:
Pam Munoz Ryan hat mehr als 30 Bücher für junge Leser geschrieben und sich nicht nur durch ihre Bücher um den interkulturellen Dialog verdient gemacht. Sie lebt mit ihrer Familie in der Nähe von San Diego.

Mein Fazit:
Für Liebhaber von poetischen Geschichten mit zahlreichen Zeichnungen bestimmt ein tolles Buch.
Meinen Geschmack hat es nicht so getroffen.
Für die Geschichte selber 3 Sterne.


Veröffentlicht am 09.11.2017

Ein Tag für ein neues Leben

Ein Tag für ein neues Leben
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Ein Tag für ein neues Leben, von Ali Harris


Inhalt.
Bea, gerade mal 30, geht auf den Traualtar zu.
Vor diesem wartet der gutaussehende und sehr wohlhabende Adam.
Doch ist er wirklich der Richtige?

Als ...

Ein Tag für ein neues Leben, von Ali Harris


Inhalt.
Bea, gerade mal 30, geht auf den Traualtar zu.
Vor diesem wartet der gutaussehende und sehr wohlhabende Adam.
Doch ist er wirklich der Richtige?

Als sie unter ihren Hochzeitsgästen Kieran sieht, ihre erste große Liebe, mit der sie immer noch ein unausgesprochenes Geheimnis verbindet, kommen Bea Zweifel!
Sie stolpert, stürzt und verliert ihr Bewusstsein.

Als sie wieder erwacht, durchlebt sie plötzlich zwei ganz unterschiedliche Leben.

Was wäre wenn….

Meine Meinung:
Ein wirklich unglaubliches Buch.
Es hat mich wie auf einer Achterbahn hin und her gezogen.
Der Anfang war spannend und hat mich neugierig gemacht, dann wurde es etwas zäh, ab der Mitte hat es mich unwahrscheinlich angesprochen und es gab viele Textpassagen, die ich auch auf mich und mein Leben übertragen konnte.
Was wäre wenn…
Wer hat sich diese Frage bei den vielen Entscheidungen die täglich auf uns eintreffen nicht auch schon gestellt. Und dann werden viele Möglichkeiten durchgespielt und am Ende denkt man, man hat alles falsch gemacht und fühlt sich für alles „schuldig“ und verantwortlich.
Hier bemerken wir, dass dem gar nicht so ist.

Zitat: Wir können unser Leben damit verschwenden, uns zu fragen, ob wir die richtige Entscheidung getroffen haben, oder wir können sie akzeptieren. Wir können aufhören, auf die anderen Wege zu blicken, und einfach unserem inneren Kompass folgen.

Ein Satz den ich mir groß ausgedruckt habe.

Ansonsten ist das Ganze in eine schöne Liebesgeschichte eingewoben.

Was ich noch besser gefunden hätte:
Wenn die beiden unterschiedlichen Geschichten in einem unterschiedlichen Schriftbild gedruckt worden wäre.
Es war für mich nicht immer einfach zu merken in welcher von beiden ich mich denn jetzt befinde.


Mein Fazit:
Ein interessantes Buch für das ich gerne eine Leseempfehlung ausspreche und 4 Sterne vergebe.