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Veröffentlicht am 19.10.2022

Eine tolle Story für alle Fans der Serie “Ghost Whisperer- Stimmen aus dem Jenseits”

A Curse of Dusk and Dawn. Herzenspakt
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Kennst Du die Fantasy-Mysterie-Fernsehserie Ghost Whisperer?
Ich habe diese Reihe immer gerne geschaut und als ich mit diesem Buch begonnen habe, wurde ich sehr schnell daran erinnert.
In dieser Serie ...

Kennst Du die Fantasy-Mysterie-Fernsehserie Ghost Whisperer?
Ich habe diese Reihe immer gerne geschaut und als ich mit diesem Buch begonnen habe, wurde ich sehr schnell daran erinnert.
In dieser Serie war die Hauptdarstellerin imstande, mit Geistern verstorbener Menschen zu kommunizieren.
Holly geht es ähnlich, denn seit ein paar Monaten ist ihr Leben ein totales Chaos. Sie wird von Geistern heimgesucht, die ihre Hilfe wollen. Erst vor kurzem musste sie deshalb die Highschool wechseln, nachdem sie einen Poltergeist vertrieben und die komplette Aula dabei unter Wasser gesetzt hat.
Nun ist sie mit ihren Eltern und ihrer kleinen Schwester nach Flagstaff in Arizona zurückgekehrt, in der ihre Großmutter ihnen ein Haus vererbt hat. Holly will neu anfangen, aber die Geister lassen sie auch hier nicht in Ruhe.
Bereits am ersten Schultag erscheint ihr an der neuen Schule der Geist eines Mitschülers, der seit ein paar Tagen vermisst wird. Dabei kann sie Probleme eigentlich gar nicht gebrauchen.

Doch es geschehen immer mehr seltsame Dinge und merkwürdigerweise ist immer der geheimnisvolle Mason in der Nähe, wenn etwas Furchtbares passiert? Und gerade zu ihm fühlt sich Holly auch noch hingezogen.
Was geht an der Desert Ridge Highschool vor sich? Und was hat Mason zu verheimlichen? Ehe Holly sich versieht, wird sie in einen Strudel aus düsteren Legenden und Geheimnissen hineingezogen.

Durch das wunderschöne Cover wurde meinen Blick sofort auf das Buch gelenkt und der Klappentext versprach eine tolle Urban-Fantasy-Story. Deshalb stand schnell für mich fest, dass ich das Buch unbedingt lesen möchte.
Der Schreibstil von Anna-Sophie Caspar ist sehr leicht und flüssig und ich bin nur so durch die 253 Seiten geflogen. Innerhalb von zwei Tagen hatte ich das Buch verschlungen.

Auch wenn die Autorin sich des klischeehaften Bildes bedient, dass die Jungs aus dem Footballteam einer Highschool oft arrogant und überheblich sind, haben mich die Protagonisten positiv überrascht.
Die Charaktere in vielen Highschool-Storys sind oft sehr jugendlich und naiv gestaltet, doch hier verfügen sie über eine erstaunliche Reife.
Anna-Sophie Caspar hat sie sehr gut herausgearbeitet und sie entwickeln sich kontinuierlich weiter. Es fiel mir deshalb nicht schwer, mich in sie hineinzuversetzen. Nach und nach lernt man die wichtigsten Figuren immer besser kennen.

Besonders Holly habe ich natürlich schnell ins Herz geschlossen. Sie ist eine aufgeschlossene junge Frau, die keine Probleme hat, auf andere zuzugehen. In Lilly findet sie schnell eine gute Freundin. Aber auch innerhalb ihrer Familie ist sie alles andere als ein nerviger Teenager. Sie kümmert sich um ihre kleine Schwester und unterstützt ihre Mutter, die nebenbei einen Lifestyle-Blog betreibt
Mason ist ein etwas widersprüchlicher Charakter. Er reagiert Holly gegenüber einerseits sehr aufmerksam und ist ihr gegenüber zuvorkommend, aber dann erhält er sich manchmal auch wieder sehr geheimnisvoll, reserviert und kühl.

Spannend fand ich, wie die Autorin die Himmels- und Höllenhüter in die Geschichte eingeflochten hat.
Es gibt etliche Situationen und Schockmomente, die dafür sorgen, dass die Spannung auf einem hohen Level bleibt und es zu keinem Zeitpunkt langweilig wird.

Fazit
Ich finde, der Autorin ist mit “A Curse of Dusk and Dawn“ eine schöne Mischung aus Highschool- und Geistergeschichte gelungen. Ein Jugendroman, den ich gerne weiterempfehle.

ACurseofDuskandDawnHerzenspakt

NetGalleyDE!

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Veröffentlicht am 15.10.2022

Wer Geschichten mit Gestaltwandler liebt, kommt hier auf seine Kosten

Freedom
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Hope Tremblay lebt zusammen mit ihrer Mutter in London, bis diese innerhalb von 6 Monaten nach einer Krebsdiagnose plötzlich stirbt. Auf einmal steht Hope alleine da, denn ihre Mom war alles, was sie an ...

Hope Tremblay lebt zusammen mit ihrer Mutter in London, bis diese innerhalb von 6 Monaten nach einer Krebsdiagnose plötzlich stirbt. Auf einmal steht Hope alleine da, denn ihre Mom war alles, was sie an Familie hatte.
Doch dann ändert ein Brief, den ihre Mutter hinterlassen hat, alles. Er führt Hope bis nach Kanada an die Hudson Bay. Dort trifft sie nicht nur auf ihren Onkel Andrew und auf Thy und Harper, sondern auch auf ein dunkles Familiengeheimnis. Warum musste ihre Mutter damals Chesterfield fluchtartig verlassen? Warum macht Andrew um alles ein Geheimnis und warum soll sie das Haus nicht verlassen? Hope macht sich alleine auf die Suche nach Antworten und findet sich nicht nur inmitten von Gestaltwandlern wieder, sondern wird mit tödlichen Gefahren konfrontiert.

Ich liebe Geschichten, in denen Gestaltwandler vorkommen und habe schon lange keine mehr gelesen. In „Freedom“ treffen wir nicht nur auf Gestaltwandler, sondern auch auf Götter und deshalb habe ich mich sehr auf das Buch gefreut.

Das Cover hat mir sofort gefallen. Es zeigt die weiße Silhouette eines heulenden Wolfes inmitten eines Waldes. In seiner Mitte eine junge Frau, die Hope darstellt.

Der Schreibstil der Autorin ist wunderbar leicht und flüssig und ich bin schnell in die Geschichte eingetaucht.

Die 21-jährige Hope ist eine sympathische, offene und lebhafte Protagonistin. Als sie, nach dem Tod ihrer Mutter, am Hudson Bay eintrifft, um sich auf die Spuren ihrer Vergangenheit zu begeben, sorgt das Erbe ihrer Vorfahren dafür, dass sie sofort eine Verbindung zu diesem Fleckchen Erde verspürt und das Gefühl hat, nach Hause zu kommen.
Deshalb hat es mich auch nicht gewundert, dass sie sich so schnell damit abgefunden hat, selbst ein Gestaltwandler zu sein.
Sie entwickelt sich im Laufe der Handlung zu einer mutigen jungen Frau, die sich beherzt ihren Aufgaben stellt, ihre Bestimmung annimmt und für die Freiheit der Menschen in der Bucht kämpft.

Ihr Onkel Andrew ist ein sanftmütiger und gutherziger Mann, der Harper und Thy bei sich aufgenommen hat und wie ein Vater für die beiden sorgt. Doch es gibt auch eine Situation, in der ich ziemlich enttäuscht von seiner Reaktion war und es mir schwerfiel, sein Verhalten nachzuvollziehen.

Thy ist ein junger Mann und ein richtiger Sunny-Boy, der den Mädchen in seinem Umfeld den Kopf verdreht. Doch man merkt schnell, dass er bald nur noch Augen für Hope hat.

Harper ist ein quirliges junges Mädchen und ein typischer Teenager. Sie schließt Hope sofort ins Herz und hat keine Ahnung, was sich in ihrem Umfeld abspielt.

Die Geschichte hat viel Potenzial und hätte meiner Meinung nach, gerne etwas ausführlicher ausgebaut werden dürfen. So sind zum Beispiel, nachdem Hope die Bucht verlassen hat, plötzlich drei Jahre vergangen.
Auch die Liebesgeschichte zwischen Hope und Thy entwickelte sich für mein Gefühl zu schnell. Ehe ich überhaupt mitbekommen hatte, dass sich da was anbahnt, war zwischen ihnen scheinbar schon alles klar. Ein paar Seiten mehr und einige weitere Gespräche, hätten sich positiv auf die Geschichte ausgewirkt.

Gut gefallen haben mir die sehr bildhaften und detaillierten Beschreibungen der Schauplätze.
Geheimnisse, Machtkämpfe, Intrigen und viel Action, sorgen dafür, dass es mir schwerfiel, das Buch aus der Hand zu legen.

Die Spannung steigt im Laufe der Handlung immer mehr an. Es gibt zahlreiche unerwartete Wendungen und Plottwist und es wird zu keinem Zeitpunkt langweilig. Das Ende kam völlig unerwartet und ließ mich schockiert und mit offenem Mund zurück.

Wer Geschichten über Gestaltwandler und Götter liebt, kommt auf jeden Fall auf seine Kosten. Von mir gibt es 4 Sterne und eine Leseempfehlung

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Veröffentlicht am 12.10.2022

Ein gelungener Auftakt

Morgana
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„Es gibt schlimmere Schicksale als den Tod. Zum Beispiel ohne jene weiterleben zu müssen, die einem alles bedeuten.“

Der junge Magieschüler Parzival wird Nacht für Nacht von Visionen gequält, in denen ...

„Es gibt schlimmere Schicksale als den Tod. Zum Beispiel ohne jene weiterleben zu müssen, die einem alles bedeuten.“

Der junge Magieschüler Parzival wird Nacht für Nacht von Visionen gequält, in denen er auf einem Schlachtfeld steht, dass übersät ist mit Leichen.
Als seine Heimat Avalon von dunkeln Kräften angegriffen wird, begegnet er in einer Seitenstraße Morgan le Fay, der Tochter des Lords. Gemeinsam gelingt ihnen die Flucht aus der brennenden Stadt.
Doch die schwarzen Reiter sind ihnen immer dicht auf den Fersen und nur mit der Hilfe des alten Ritters Ector gelingt es ihnen, den Männern zu entkommen.
Gemeinsam machen sie sich auf den Weg nach Camelot, denn dort sind sie laut Ector in Sicherheit vor ihren Verfolgern.
Doch auch in Camelot lauern Gefahren auf die Beiden, denn Arthur Pendragon will alle Magier vernichten und darf deshalb nicht hinter Parzivals Geheimnis kommen.
Wie soll der junge Magier verhindern, dass die Visionen, die ihn immer noch Nacht für Nacht quälen, wahr werden und gleichzeitig Morgana schützen?
Und was haben Merlin und die unheilvolle Prophezeiung eines Drachen damit zu tun? Wird es Perzival gelingen, sein Schicksal zu beeinflussen?

Wow, was für ein Auftakt der sechsteiligen Reihe und was für ein Debüt!
Ich finde es immer toll, wenn neue Autoren, den Buchmarkt mit einer tollen Story erobern und auffrischen.
Auch wenn uns in dieser Geschichte viele Figuren begegnen, die uns von der Arthur-Saga bekannt sind, ist die Handlung eine völlig andere.
Es ist schon mutig, so ein Thema für einen Debütroman zu verwenden, denn es bleibt nicht aus, dass Vergleiche zu anderen Büchern oder Filmen gezogen werden.
Doch ich bin immer offen für neues und Cora ist es gelungen, die Geschichte aus einem völlig anderen Betrachtungswinkel zu erzählen.

Ihr Schreibstil ist leicht und flüssig und es ist der Autorin gelungen, die atmosphärische Stimmung wunderbar einzufangen.
Auch das Worldbilding ist bildhaft und malerisch gestaltet und lässt dennoch genügend Raum für meine eigene Fantasie. Es fiel mir nicht schwer, mir die Schauplätze der mittelalterlichen Welt vorzustellen.
Obwohl es immer wieder überraschende Wendungen gab, hatte ich jedoch zwischendurch manchmal das Empfinden, dass sich die Handlung phasenweise etwas in die Länge zog und so dem Plot die Spannung etwas nahm.

Im Mittelpunkt der Geschichte stehen Perzival und Morgana.
Wir verfolgen die Handlung aus der Perspektive des jungen Magiers. Es fiel mir nicht schwer, mich in ihn hineinzuversetzen und seine Ängste, seine Unsicherheit und die Visionen, die ihn jede Nacht quälen, nachempfinden.
Auch wenn sein Herz in seiner Heimat Avalon und bei seinen Freunden geblieben ist, durchläuft Perzival schon im Laufe des ersten Teils eine große Wandlung und seine Zeit als Knappe prägt ihn sehr.

Morgana ist unumstritten eine sehr mutige, abenteuerlustige junge Frau und das perfekte Gegenstück zu Parzival, aber nachdem sie auf Camelot eingetroffen sind, veränderte sie sich immer mehr zu ihrem Nachteil und wurde mir unsympathisch. Ich bin gespannt, wie ihre Entwicklung im zweiten Teil weitergeht.

Von den Nebencharakteren fand ich Lancelot und Mordred am interessantesten, aber auch alle anderen Figuren sind sehr komplex gestaltet und haben für die Handlung eine große Bedeutung. Sie wurden von der Autorin sehr schön ausgearbeitet und authentisch und glaubwürdig dargestellt.

Cora Garlin hat mich mit ihrer epischen Fantasy-Story in eine Welt voller Geheimnisse, Intrigen und interessanter Charaktere entführt und ich bin gespannt auf die Fortsetzung. Für den ersten Teil gibt es 4 Sterne und eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 08.10.2022

Man sollte öfter mal einen Mutausbruch haben

Mutausbruch
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„Mutausbruch - kein Plan, mein Leben und ich“ von Melanie Amélie Opalka

Nachdem Val's Beziehung und somit ihr ganzer Lebensplan gescheitert ist, stellt sie sich die Frage, was sie mit ihrem Leben nun ...

„Mutausbruch - kein Plan, mein Leben und ich“ von Melanie Amélie Opalka

Nachdem Val's Beziehung und somit ihr ganzer Lebensplan gescheitert ist, stellt sie sich die Frage, was sie mit ihrem Leben nun anfangen will und wie es weitergehen soll.
Plötzlich lebt sie wieder in ihrem alten Kinderzimmer und muss nicht nur eine Trennung verschmerzen und sich einen neuen Job suchen, sondern sich auch noch mit ihrer Mutter und ihrer Schwester auseinandersetzen. Val stellt alles in Frage und hat das Vertrauen in sich selbst völlig verloren. Doch dann trifft sie eine Entscheidung. Sie beginnt zu fasten.

Ich werde Dir hier nicht verraten, ob sie der Gedanke:
„Wenn ich schon keinen Kerl haben darf, dann brauch ich auch nicht zu Essen" angetrieben hat mit dem fasten zu beginnen, oder ob es der Vorsatz war, ihr angeschlagenes Selbstbewusstsein wieder zu stärken. Am besten liest Du das Buch einfach selbst.

Ich habe bereits mehrere Bücher der Autorin gelesen und ihr leichter und flüssiger Schreibstil macht es mir jedes Mal leicht, in die Geschichte einzutauchen. Die Seiten fliegen nur so dahin und innerhalb kürzester Zeit bin ich am Ende des Buches angekommen.
Wir begleiten Val, deren 10-tägige Fastenzeit ein Wechselbad der Gefühle ist und von vielen Höhen und Tiefen begleitet wird.
In Rückblenden, die immer wieder eingeflochten werden, erfahren wir mehr über die Beziehung zu ihrem Ex-Freund, von dem sie in gewisser Weise emotional abhängig war.

Am Anfang fiel es mir schwer, Valeries Verhalten, vor allem ihrer Familie gegenüber zu verstehen. Sie ließ ihren Frust und ihre permanent schlechte Laune laufend an ihrer Mutter und ihrer Schwester aus. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob ich, so viel Geduld mit ihr gehabt hätte, wenn ich ihre Mutter gewesen wäre.
Aber dann habe ich versucht, mich in sie hineinzuversetzen. Sie wurde gerade von ihrem Freund abserviert, von dem sie emotional abhängig war und ihre Gedanken kreisen natürlich um nichts anderes mehr.
Val versinkt in Selbstmitleid und egal, wie die Familie sich auch verhält, es ist verkehrt. Sie fühlt sich von allen ungerecht behandelt und in ihrem Kopf haben nur negative Gedanken platz.
Wahrscheinlich dachte sie: „Warum noch duschen oder saubere Kleidung anziehen, wenn ich mich wertlos fühle und mein Selbstbewusstsein im Keller ist? So sehen wenigstens alle, dass es mir schlecht geht.“

Melanie Amelie Opalka hat die Entwicklung, die Val durchläuft, sehr glaubwürdig, wirklichkeitsnah und realistisch beschrieben. Ich konnte mich immer besser in sie hineinversetzen und ihr Verhalten verstehen.

Doch wir erfahren nicht nur viel über Selbstverwirklichung und über das Fasten, denn die Autorin schlägt mit ihrer Geschichte mehrere Fliegen mit einer Klappe. Auch andere Themen, wie zum Beispiel Demenz spielen eine wichtige Rolle.

Neben Valerie habe ich vor allem Oma Lotte ins Herz geschlossen. Sie bringt ihren ganz eigenen Humor in die Geschichte hinein.

Melanie Amélie Opalka versteht es, den Spagat zwischen lustigen und ernsten Episoden auf eine wunderbare Art zu meistern. Sie gibt der Geschichte Tiefe, ohne dabei zu salopp oder zu dramatisch zu werden.

„Mutausbruch - kein Plan, mein Leben und ich“ ist eine emotionale Geschichte über die Liebe, über Trauer, Schmerz, Hoffnung, Zuversicht und Selbstverwirklichung. Authentisch und unverfälscht, nachvollziehbar und ungeschönt geschrieben, regt es zum Nachdenken an.
Dafür gibt es von mir 5 Sterne und eine Leseempfehlung

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Veröffentlicht am 06.10.2022

Eine tolle Fortsetzung

Das Licht der Cambra
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Chloe hat die ersten Monate ihrer Ausbildung zum Schutzengel hinter sich gebracht und es wird Winter in der Wolkenwelt. Sie versucht den Spagat zwischen den Welten und ihrem Doppelleben zu meistern. Doch ...

Chloe hat die ersten Monate ihrer Ausbildung zum Schutzengel hinter sich gebracht und es wird Winter in der Wolkenwelt. Sie versucht den Spagat zwischen den Welten und ihrem Doppelleben zu meistern. Doch das ist gar nicht so einfach.
Auf der Erde wird Chloe immer öfter ausgeschlossen und verbringt ihre Zeit alleine, während sie in der Wolkenwelt Freunde gefunden hat. Doch sie hat Angst, die Freundschaft von Anna, Jan und Felix zu verlieren, wenn sie bessere Leistungen als sie erbringt und nimmt sich deshalb im Unterricht immer öfter zurück.
Ihre Ausbilder merken jedoch schnell, dass sie ihr wahres Potential nicht ausschöpft. Sie versuchen, Chloe dazu zu bringen, ihre Leistungsfähigkeit zu steigern und ihre Kraft im vollen Umfang zu nutzen, damit sie bestmöglich auf ihre Zukunft vorbereitet ist.

Doch dann gerät die Wolkenwelt in helle Aufregung, denn heimtückische Angriffe sorgen für Unruhe bei der Organisation. Ein brutaler Dämon versucht Chloe, die immer noch nichts von ihrer Bestimmung weiß, in seine Gewalt zu bringen.
Werden die Schutzengel sie vor dem Feind schützen können?

Bei meiner Rezension zu Band eins hatte ich vermerkt, dass ich mir ein etwas farbenfroheres Cover gewünscht hätte, in dem der Titel besser zur Geltung kommt.
Was soll ich sagen? Danke Almut Halaski, dass Du mir meinen Wunsch erfüllt hast.
Das Cover gefällt mir sehr gut! 

Lange habe ich auf den zweiten Teil der Cambra-Reihe gewartet und nun habe ich die Geschichte schon wieder beendet und muss mich bis zum nächsten Jahr gedulden, denn Teil drei erscheint erst 2023. 
Oft habe ich Probleme wieder in die Geschichte hineinzufinden, wenn so viel Zeit zwischen den einzelnen Bänden liegt, aber hier fiel es mir leicht, erneut abzutauchen und Chloe bei ihrem Abenteuer zu begleiten.

Der Schreibstil der Autorin ist wieder wunderbar leicht und flüssig und macht das Lesen zum Vergnügen. Innerhalb von 2 Tagen habe ich die 520 Seiten beendet.
Die Kapitel haben eine gute Länge und die Überschriften beschreiben den Inhalt in kurzen knappen Wörtern.
Schon im ersten Teil war ich vom Verhalten der Hauptprotagonistin begeistert. Obwohl sie von einem Tag, auf den anderen in eine magische Welt katapultiert wurde, meisterte sie alle Probleme ohne zu klagen.
Man merkte ihr bereits dort nur sehr selten an, dass sie erst 14 Jahre alt ist.
Auch im zweiten Teil hat die Autorin die Figuren mit viel Liebe zum Detail und mit ausreichend Tiefe gestaltet. Besonders Chloe durchläuft hier eine beachtliche Entwicklung und sie wird immer mutiger. Doch ich hatte zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, dass es unglaubwürdig ist.
Auch die Nebenfiguren sind sehr authentisch und gestalten die Geschichte wunderbar mit.

Der Spannungsbogen zieht sich konstant durch das ganze Buch und steigt zwischendurch immer mal wieder heftig an. Eine zusätzliche Dynamik, die zum weiterlesen verführt, entsteht, weil die Autorin die Handlung aufpeppt, indem sie zwischen der Wolkenwelt und der Erde wechselt.

Almut Halaski hat die magische Welt zum Blühen gebracht, indem sie die Landschaft wunderbar bildhaft, detailliert und komplex beschrieben hat.
Ich bin regelrecht fasziniert von der Wolkenwelt und hoffe, die Geschichte wird eines Tages verfilmt.
Das Licht der Cambra ist alles andere, als nur ein Jugendbuch und Chloe zieht Alt und Jung in ihren Bann.
Ich freue mich schon auf die Fortsetzung, auch wenn es bis dahin noch etwas dauert. Für Teil zwei gibt es verdiente 5 Sterne.

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